kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Cajus Pupus hat ja mal wieder ordentlich in die Ironiekiste gepackt! 19. Januar 2012

Filed under: Humor mit Kultur — Knecht Christi @ 23:55

Aber ob der liebe Gott für solche Dinge des Zulassens wegen verantwortlich gemacht werden kann?

Ich glaube ja nicht.

 

Das machen die Menschen gern, wenn sie es nicht ändern können und nicht nur wie Cajus Pupus, sondern auch wie wir alle, uns mit Recht fragen: „Wo soll dieser Wahnsinn hinführen“. Werter Cajus Pupus: Ein großer Denkfehler. Hirn vom Himmel regnen lassen nützt nix. Denn Hirn hat der Mensch genug, jedoch benutzt er nur einen Bruchteil dessen, was er an Hirn zur Verfügung hat. Ist doch auch schön bequem. Das äußert sich nämlich in seinem Verhalten gegenüber Gott. Einstein, immer wieder gern zitiert: „Zwei Dinge sind unendlich: die menschliche Dummheit und das Universum. Beim letzteren bin ich mir aber nicht so sicher“ oder so ähnlich. Die menschliche Borniertheit, die Trägheit, die Bequemlichkeit, der soldateske Gehorsam und die Gewaltbereitschaft sorgt dafür, dass Gott die 10 Gebote verkünden musste, kurz nach der Erschaffung des Menschen, mit Recht. Wie Menschen so sind, haben sie die Gebote als störend, als einengend und als überflüssig erachtet. Darum haben wir die heutige Misere.

 

Wir können Gott nicht dafür verantwortlich machen, wenn wir nicht seine Lebenshilfen (10 Gebote, Segnung der Ebenbildlichkeit = Menschenwürde, Jesu Lehre von der Gottes- und Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe weder verstehen noch uns überhaupt Mühe geben, sie zu verstehen und erst recht nicht danach handeln.

 

Und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, fragen wir mit unschuldiger Miene: Warum hat Gott das zugelassen, obwohl wir genau wissen, dass wir nach der Geburt letztlich zum Tode mit Krankheit und allem Ungemach verurteilt sind? Leid zulassen: Die Frage ist illegitim. Sie müsste, wenn überhaupt lauten. Warum hast Du den Menschen so erschaffen? Na, weil der Archetyp des Menschen halt meinte, sich über die Gebote Gottes hinwegsetzen zu können. Der Stolz hat uns in diese Leidkette eingebunden.

 

{1}. Gott hat uns erschaffen. Wenn wir das nicht glauben und lieber dem Urknall-Zufall die Schöpfung überlassen, nur damit die Existenz Gottes geleugnet werden kann, kann Gott nicht viel tun. Die Hälfte der Menschheit glaubt nicht an ihn. Warum soll er sich dann angesprochen fühlen?

 

{2}. Gott hat uns die 10 Gebote gegeben und durch Jesus sagen lassen, dass wir uns anstrengen müssen und durch die enge Pforte in den Himmel gelangen können. Wir jedoch haben 90 % und mehr unseres Denkens um uns selbst gelegt und genügen uns auch selbst. Selbst jede Pfarre verweigert den Blick auf andere Christen,selbst die, die verfolgt werden. Das gleiche Verhalten in den Familien und Freundeskreisen. Hauptsache ich, weil doch mein Bauch mir gehört. Und wenn ich nur an mich denke, welche Rolle soll den Gott dabei spielen, als Handlanger meiner primitiven Ameisenwünsche?

 

{3}. Weil die Menschen Gott nicht verstanden haben, hat Gott es durch Jesus für jeden verständlich ausgedrückt: Gottes- und Nächstenliebe bis hin zur Feindesliebe sind der sichere Weg in den Himmel. Was haben die Menschen draus gemacht? Sie fanden die Gottes- und Nächstenliebe a) zu fad und langweilig und b) viel zu anstrengend. Deshalb erfand ein Religionsgründer angeregt durch seinen erfundenen Gott, der nicht mehr identisch war mit dem Schöpfer der Welt, den Kampf auf Leben und Tod, indem er seinen gläubigen Kämpfern vorschrieb, Andersgläubige, wenn sie nicht seine Religion annehmen, zu töten oder zu unterdrücken oder aber auszubeuten. Ist doch auch viel einfacher und bequemer, ist eine klare Ansage und alle verstehen sie und der Rest der Welt hat offensichtlich Verständnis und sehnt sich nach diesem falschen Gott. Und wenn sie töten auf diese kämpferische Art und Weise haben sie sich den Himmel verdient mit 72 Jungfrauen und der oder den eigenen irdischen Frauen, so eine Art Himmelsbordell. Kämpfern männlicher Art scheint diese Art Himmel erstrebenswert zu sein. Ist das nicht toll? Aufgehetzte Gläubige, von „Geistlichen“ aufgehetzt, verfolgen Andersgläubige. Auch wieder Menschenwerk. Wir hören einfach nicht auf ihn, weil wir ihn nicht ernst nehmen und nicht gedenken, ihn zu verteidigen. Viel lieber scheuen wir feige jedes Bekenntnis und geben uns Appeasementphantasien hin.

 

{4}. Der liebe Gott lässt durch Jesus echte Wunder tun. Alle Jünger haben das gesehen. Was machen selbst die Jünger, wenn es ernst wird auf Golgotha? Sie laufen wie Hasen weg und kommen erst aus ihren Löchern, als es heißt, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Sie sahen Wunder und laufen weg. Was soll Gott denn noch unternehmen? Was machen die Menschen, ja, selbst die Kirchen? Sie negieren die Wunder Jesu und wollen uns den verkündeten blutleeren Bultmannschen Jesus ohne Format und Kante schmackhaft machen, einen Jesus, der nichts von uns verlangt.

 

{5}. Der liebe Gott konnte wegen des freien Willens seiner Engel die Hölle nicht verhindern. Er warnt also vor der Hölle durch seinen Sohn? Was machen die Menschen? Sie negieren die Hölle und glauben an einen Jesus, der alle liebhat und, wenn er noch irdisch unter uns weilen würde, als Kumpel mit uns eine Cola trinken gehen würde und somit seinem Vater rät, alle Verbrecher, Vergewaltiger, Mörder und Co. in den Himmel zu lassen. Dann ist es auch egal, ob hier Mord und Totschlag herrscht. Denn wir alle kommen doch in den Himmel, egal ob wir gut sind oder nicht gut, ob wir die schwersten Verbrecher sind oder die reinsten Ebenbilder Gottes, also Hitler/Stalin oder Mutter Theresa/Franz von Assisi.

 

{6}. Gottes einziger Fehler war offensichtlich, dass er den Menschen Erkenntnisfähigkeit und den freien Willen gegeben hat. Aber er musste es tun, sonst wäre die Liebe ja eine Farce. Diese menschliche Zwickmühle hat Gott uns zugetraut, dass wir damit umgehen können. Das jedoch war möglicherweise eine Fehleinschätzung, aber bitte: Nicht die Schuld und der Fehler Gottes. Er will, dass wir uns nach ihm freiwillig und in Liebe ausrichten. Wenn wir alle das tun würden, wäre die Erde ein humaner Ort. Da das aber eben nur wenige tun, wird dieser Planet eben durch die Schöpfung Gottes, den Menschen vernichtet oder verwüstet werden. Ob Gott heute noch sagen würde: Wachset und mehret Euch glaube ich persönlich nicht.

 

Fazit: Alle Menschen sind Ebenbilder Gottes. Leider haben sie ihr Potential nicht erkannt, übrigens auch die Kirchenvertreter nicht. Sie bleiben weit hinter Gottes Erwartungen zurück. Ebenbilder Gottes sind wir nur dann, wenn wir die Gebote Gottes und somit auch Gott selbst in Liebe ernst nehmen und in dieser Liebe handeln. Ansonsten bleibt der Mensch als Ebenbild Gottes bloße Theorie. Viele Religionen, aber auch viele Gläubige haben die Liebe Gottes missverstanden oder nicht erkannt und die Menschen in die Irre geführt. Viele Ideologien ersetzen Gott durch den Menschen. Was dabei herauskommt, haben wir in den gottlosen Regimen des 3. Reichs, des GULAG-Russland, des Mao-CHina oder des Pol Pot-Regime in Fernost gesehen. All das passiert, wenn die Menschen meinen, sich entweder von Gott entfernen zu müssen, sich über Gott erheben zu können oder aber ihn einfach leugnen, um sich selbst zu Göttern erheben zu können. Leid ist im menschlichen Leben einfach vorprogrammiert. Deshalb ist die Frage nach dem Zulassen Gottes von Leid menschlich zutiefst verständlich, jedoch nutzlos, da falscher Ansatz.

 

Auf jeden Fall: Tolle göttliche Satire mit viel Wahrheitsgehalt.

 

Ein Kommentar von Herrn Kemmer

 

7 Responses to “Cajus Pupus hat ja mal wieder ordentlich in die Ironiekiste gepackt!”

  1. Cajus Pupus Says:

    Hallo Herr Kemmer,

    Einstein hat vollkommen recht mit seiner Behauptung. Und was das Hirn regnen angeht, so bin ich der Meinung dass, wenn man manche „Schwachmaten“, ich zähle dazu auch unsere Regierung, so werkeln sieht, muss man zu dem Schluss kommen, dass diese Leute kein Hirn haben. Wenn der liebe Gott kein Hirn regnen lassen kann, wäre es dann nicht angebracht den Leuten bei der Geburt eine Gebrauchsanleitung für das Hirn beizusteuern?

    Und wenn ich die Theorie des Urknalls höre, komme ich damit auch nicht klar. Denn um etwas zum knallen zu bringen müssen mindesten 2 Dinge vorhanden sein: 1. das Zeug was knallt und 2. den Zünder! Und Gott ist wahrhaftig kein Showzauberer, der mit lautem Knall Sachen auf die Bühne zaubert. (Sie wissen doch wie ich es meine) Wo nichts ist, kann nichts knallen. Und die Wissenschaftler sagen doch: da war nichts! Wie heißt es in einem Karnevalsschlager: Drei mal Null ist null und bleibt null.

    So liegt es vollkommen auf der Hand, dass Gott die Welt und den Menschen erschaffen hat. Ebenso den Bauplan für alles. Denn woher weiß z.B. das männliche Sperma, dass es ein weibliches Ei befruchten muss? Oder woher weiß ein Samenkorn in welche Pflanze es sich entwickeln soll?

    Leider! Ich muss auch sagen leider fallen immer mehr Menschen vom Glauben ab. Wenn man mal fragt: 10 Gebote? Null Ahnung; kennen wir nicht; was sind das; usw. Nur wenn ein Schiff sinkt, findet man komischer Weise keinen Atheisten mehr an Bord. Und Gott hat uns noch viel mehr gegeben, als uns die Atheisten usw. nehmen können.

    Denn ohne den Glauben an Gott, den einzigen Gott in seiner Dreifaltigkeit, glaube ich, würde es uns noch viel schlechter gehen.

    Noch etwas zu mir:
    Ich bin rk. getauft, erzogen, gefirmt. War jahrelang Messdiener. Mitglied im Kirchenchor. Ich habe kath. geheiratet und alle meine Kinder sind getauft. Und ich glaube an Gott obwohl ich aus der Kirche ausgetreten bin, weil ich mit „Bodenpersonal“ des lieben Gottes so meine Schwierigkeiten habe.

    • goldfisch Says:

      Schimpft doch nicht immer über das „Bodenpersonal“. Es sind auch nur unvollkommene Menschen wie Sie und ich. Wir sind alle allzumal Sünder und kämpfen alle um die Vollendung.

    • Emanuel Says:

      Wahrer Glaube, lieber Cajus, verträgt sich wahrscheinlich auch nicht mit der Mitgliedschaft in dieser „Kirche“. Deshalb, meine Hochachtung vor diesem Schritt, dort auszutreten, was Ihnen sicher nicht leicht gefallen ist.

      Ich bin nicht konfessionell gebunden und daher frei in meinem Glauben an den Herrn, der Jesus Christus und Gott in Einem ist. Die drei Aspekte des Herrn – die die Kirche „Dreieinigkeit“ nennt , kann ich auch so langsam verstehen. Aber viele beten einfach drei Personen an und das halte ich für ketzerisch und Götzendienerisch.

      Das habe ich u.a. über die 10 Worte gelernt.

      I. In wie weit jemand nicht andere Götter verehrt, in
      so weit verehrt er den wahren Gott.
      II. IN wie weit jemand nicht den Namen Gottes in‘s
      Eitle zieht, in so weit liebt er das, was von Gott ist.
      III. In wie weit jemand nicht morden, noch aus Hass
      und Rache handeln will, in so weit will er dem
      Nächsten wohl.
      IV. In wie weit jemand nicht Unzucht treiben will, in
      so weit will er keusch mit seinem Weibe leben.
      V. In wie weit jemand nicht stehlen will, in so weit
      folgt er der Redlichkeit.
      VI. In wie weit jemand nicht falsch zeugen will, in so
      weit will er das Wahre denken und reden.
      VII. und VIII. In wie weit jemand nicht begehrt was
      des Nächsten ist, in so weit will er, dass dem
      Nächsten aus dem Seinigen wohl sei.
      Hieraus erhellt, dass die Vorschriften der zehn Gebote
      alles in sich enthalten, was zur Liebe gegen Gott und
      zur Nächstenliebe gehört; weshalb Paulus sagt: Wer
      den Andern liebt, hat das Gesetz erfüllt; denn jenes:
      du sollst nicht Unzucht treiben, nicht morden, nicht
      stehlen, nicht falsch zeugen, dich nicht gelüsten
      lassen, und so ein ander Gebot mehr ist, das fasst sich
      in diesem Wort zusammen; du sollst deinen Nächsten
      lieben wie dich selbst; die Liebe thut dem Nächsten
      nichts Böses. Des Gesetzes Erfüllung ist also die
      Liebe,“ Röm 13,8.9.10. Diesem sind noch zwei
      Regeln, die für die Neue Kirche dienen, beizufügen:
      I. Niemand kann das Böse als Sünde fliehen, noch das
      Gute, das vor Gott gut ist, aus sich thun; in wie weit
      aber jemand das Böse als Sünde flieht, in so weit thut
      er das Gute nicht aus sich, sondern aus dem Herrn.
      II. Der Mensch soll das Böse als Sünde fliehen und
      gegen dasselbe kämpfen wie von sich; und wenn
      jemand das böse aus irgend einem andern Grunde
      flieht, als weil es Sünde ist, so flieht er es nicht,
      sondern macht nur, dass es nicht vor der Welt
      erscheint.

  2. Cajus Pupus Says:

    Mein Herr und mein Gott,
    nimm alles mir,
    was mich hindert zu dir.
    Mein Herr und mein Gott,
    gib alles mir,
    was mich führet zu dir.
    Mein Herr und mein Gott,
    nimm mich mir
    und gib mich ganz zu eigen dir.

  3. Kemmer Says:

    Hallo Cajus Pupus,
    „…Und Gott hat uns noch viel mehr gegeben, als uns die Atheisten usw. nehmen können“.
    Wunderbarer Gedanke. Danke.

    Ich bin noch in der rk Kirche, weil ich ihr dankbar bin, den Glauben nach zähen Kämpfen im relativ ursprünglichen Sinne aufrecht erhalten zu haben und weil Jesus halt Petrus, den fehlerhaftesten aller Apostel als den Fels für die Kirche eingesetzt hat, ob es uns passt oder nicht. Obwohl es in der Kirchengeschichte mieseste Päpste und große Verbrechen gab, ist interessanter Weise der ursprüngliche Glaube über 2000 Jahre nicht abhanden gekommen, was mir sagt, dass der Hl. Geist irgendwie noch immer in dieser Kirche wehen mag, wenn auch hier im deutschsprachigen Raum immer schwerer erkennbar. Da hat nicht unerheblich die Dogmenlehre dazu beigetragen, die von anderen Christen doch so kritisch gesehen wird. Ich bin noch in dieser Kirche, weil das Bodenpersonal so wie ich auch mit Fehlern behaftet ist und in gutmenschlicher Weise harmoniebedürfig ist (was ja an sich nichts Verwerfliches ist), jedoch damit die Wahrheitswahrnehmung leider unzulässig schön färbt. Selbstverständlich darf ein Priester keine Hetzpredigten auf der Kanzel loslassen, sonst würden sie sich mit den islam-radikalen Imamen auf eine Stufe stellen. Darum hat es das Bodenpersonal in dieser Frage ja auch schwerer als wir Blogger und Kommentatoren. Sie müssen ihre Worte wohl abwägen und sind dem Liebesgebot Christi verpflichtet. Sollen Sie auf der Kanzel nicht liebevoll verkünden? Damit würden sie Jesus auch verraten.

    Auch Priester sind nur Menschen. Ich habe auch unterschiedliche Wahrnehmung auf die Priester. Aber ich schaffe es, persönliche Abneigungen gegen diese in der hl. Messe zurück zu stellen. Denn in der hl. Eucharistie ist der Priester für mich Stellvertreter Jesu, auch wenn er im irdischen Leben möglicherweise eine Flasche ist. Ich gehe ja auch nicht wegen der Priester und der Predigt in die Kirche, sondern wegen Gott, also wegen Jesus. Ich suche die intensivste Gemeinschaft mit ihm in der Eucharistie. Und diese ist ja das Kernstück und das Wunderbare am kath. koptischen, orthodoxen Glauben, für mich jedenfalls. Hier wird das äußerliche Brot vom Himmel (Manna) des AT innere Wirklichkeit. Gott will mit Leib und Seele nicht nur geistlich, sondern auch mit allen Fasern seiner Existenz im Menschen sein. Er will, dass wir von innen heraus leuchten. Dies wird in der Eucharistie gefeiert und gelebt, leider jedoch immer mehr durch Symbol- und reiner Gedächtnishaltung verwässert, verstanden. Die Eucharistie ist für mich im Grunde die konkrete Frucht Jesu für uns Menschen, die er durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung, die er uns sozusagen als lebendes Testament hinterlassen hat. Erst in der richtig verstandenen Eucharistie können wir Jesus am nächsten sein und damit Gott am nächsten sein und welch Wunder, schon hier auf Erden. Hier einige Dogmen der kath. Kirche zur Eucharistie:
    179. In der Eucharistie ist der Leib und das Blut Jesu Christi wahrhaft, wirklich und wesenhaft gegenwärtig.
    180. Christus wird im Altarsakrament durch Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in seinen Leib und der ganzen Substanz des Weines in sein Blut gegenwärtig.
    181. Die Gestalten von Brot und Wein bestehen nach der Substanzverwandlung fort.
    182. In der Eucharistie ist der Leib und das Blut Christi zugleich mit seiner Seele und seiner Gottheit und darum der ganze Christus wahrhaft gegenwärtig.

    Ja, wir können auch außerhalb der Kirche gute Christen sein, die gen Himmel ziehen können. Aber der wahrhaft göttliche Genuss der Eucharistie ist nur innerhalb der Kirche möglich. Die Eucharistie ist nicht nur ein Symbol, ein symbolischer Akt, sondern Verwirklichung und Ziel der Anleitung zu einer gesunden Demutshaltung gegenüber Gott und dem Glauben. Welchen Sinn sollten die Wandlungsworte Jesu in der Bibel, wenn nicht konkreten und konkret verstanden? Würde ich sie nur als Symbol verstehen, hätte er sie nicht zu sprechen brauchen. Sie gäben wirklich keinen Sinn.

    Ja, die Kirche selbst war ein Kreuz und kann auch heute ein Kreuz für sich sein. Aber sie ist nun einmal von Jesus eingesetzt und Kirche bedeutet ja nicht Klerikalkirche, auch wenn es den Anschein haben mag, sondern alle sind eine Gemeinschaft in Christus, jeder Säugling bis zum Papst. Auch wenn es im Gebälk zwischen ihnen krachen und ächzen und stöhnen mag, sollten wir den Willen auf Einheit im Glauben ernster nehmen. Denn das war und ist auch noch heute der Wille Jesu, den die Menschen leider nicht fähig sind, auszufüllen. Das ist mit einer weltumspannenden Kirche wie der katholischen Kirche eher möglich als mit anderen Kirchen, wobei ich diese nicht als minderwertiger sehe. Die Kirche hat es im Laufe der Jahrhunderte heute auch immer schwerer, ihre Positionen zu vertreten, wo sie es doch mit immer „mündigeren“ Christen zu tun hat, bei denen jeder im Grunde eine andere Glaubenseinstellung für sich selbst findet. Es ist im Grunde ein Ding der Unmöglichkeit, diese unterschiedlichen Glaubenseinstellungen in einer Kirche vereinen zu wollen. Es war und ist leichter, eine Gemeinschaft zu führen, wenn sie analphabetisch, also bildungsarm, daher kommt. Diese Zeiten sind jedoch endgültig vorbei. Das ist auch gut so!!!! In der kath. Kirche wird es immer schwerer, einen einheitlichen Glauben zuwege zu bringen. Aus diesem Grund stehe ich für das Papsttum. Einer muss das letzte Wort haben.

    Dieser kann nun einmal Glaubensgerüste jedes einzelnen von Millionen von Katholiken nur schwer unter einen Hut bringen. Wie soll das gehen? Und trotzdem lebt die kath. Kirche weltweit, in Europa stirbt sie ab, nicht jedoch in anderen Teilen der Welt. Das ist für mich das Wunder an sich. Weil die Kirche in Europa abstirbt, werden andere Religionen hier logischerweise groß, denn sie treffen einen religiös völlig neutralen Kontinent an. Logisch. Jeder, selbst der schwachmatigste Politiker darf den christlichen Glauben und die Kirche kritisieren. Ja, wir sind heute schon soweit, dass diese kritische Einstellung zur Kirche seine Wahl ermöglicht. Da, wo der Dreifaltige Gott im Kreuz ausgedrückt, aus dem öffentlichen Gedankengut verschwindet so wie hier in Europa, von Politikern gefördert und letztlich sogar gefordert, wird der Glaube immer indifferenter, immer schwächer, immer wirkungsloser. Offensichtlich brauchen die europäischen Menschen in ihrem individuellen Stolz wieder einmal einen Denkzettel durch Krieg, Hungersnot oder Katastrophe. Not lehrt beten. Leider sage ich dazu! Anstatt sie Gott seit den 68ern gedankt haben und danken, dass es ihnen hier wegen des Wirtschaftswunders so gut geht und eine Dankeshaltung Gott gegenüber einnehmen, meinen sie, sie hätten dieses nicht nötig und verlieren wie der Esel, der, wenn es ihm zu wohl geht, aufs Glatteis geht, die Grundierung, nämlich den Glauben an Gott in welcher Kirche auch immer oder außerhalb. Der Mensch meint hier zunehmend nicht auf andere und auf Gott schon gar nicht angewiesen zu sein. Das führt ihn schnurstracks in die Einsamkeit unter Menschen und in das Gefühl der Gottverlassenheit in seiner Beziehung zu Gott. Er ist in der Fresskette der Spaß- und Fungesellschaft im Sinne von „Mein Bauch gehört mir“ eingebunden und will auch garnicht mehr aus diesem geistigen Gefängnis heraus. Ihm genügt es, hier irdisch halbwegs gut ohne Gott, denn der stört ja nur, über die Runden zu kommen und glaubt, dass nach dem Tode alles vorbei sei und so richtet er auch sein Leben möglichst glaubensfrei ein, möglichst verantwortungsfrei gegenüber anderen und möglichst allem Unbequemen aus dem Weg gehen wollend. Das führt zur Denkfaulheit, zur Selbstgefälligkeit, zur Trägheit, zum Phlegma, zur Ignoranz, zur Eitelkeit, letztlich sogar zu einer fatalen, weil suizidalen Lebenseinstellung, weil sie jede Vorsicht vor jeglichen Gefahren von außen die Augen verschließen lässt. Folge ist Fakenresistenz und getrübte, weil geschönte Wahrnehmung von Problemen wichtiger Art. Stattdessen reagiert er hypersensibel hysterisch ängstlich, wenn der deutsche Mensch etwas von abstrakter Gefahr von Atomkraft, von Klimaerwärmung, von Vogelgrippe, von Kohlkraftwerken und anderen wichtigen möglichen Todesarten hört. Er verdrängt den Tod genauso wie jegliche natürliche dem Selbsterhaltungstrieb geschuldete Vorsicht vor den wahren Gefahren in dieser Gesellschaft, dem Verlust der christlichen Glaubenslosigkeit, welcher direkt in die demografische Katastrophe führte und dem Verlust der von unseren Vorfahren hart erkämpften Freiheiten, die das Grundgesetz angeblich garantiert.

    Das sind die Gründe, warum ich noch in der kath. Kirche bin, weil ich sie letztlich weltweit und im Sinne Jesu sehe, kann aber alle verstehen, die austreten. Leider ist hier in Deutschland der Austritt mit der Kirchensteuerfrage verbunden. M. E. wäre die kath. Kirche hier in Deutschland lebendiger und würde hier nicht zu einem Behördenapparat verkommen, wenn sie nicht durch das Steuersystem finanziell so unabhängig wäre. Ich glaube, dann könnte sie es sich nicht leisten, eigene Positionen vertreten zu können, sondern wäre besser eingebunden in die Weltkirche. Finanzialle Unabhängigkeit kann dazu führen, die christliche Demut im gut verstandenen Sinne zu verlieren und innerhalb der Weltkirche zu größenwahnsinnig zu meinen, sein minderwertiges, weil dem Zeitgeist angepassten Gedankengut, der Weltkirche aufoktroyieren zu können.

  4. Emanuel Says:

    1066. Daß „von ihnen besetzt wurde (dispersa est) die ganze
    Erde“, 1. Mose 9/19, bedeutet, daß von daher abstammen alle Lehren,
    sowohl die wahren als die falschen, erhellt aus der Bedeutung
    1064. 1. MOSE 9/19
    – 568 –
    der Erde: Erde (terra) wird im Worte auf verschiedene Weise genommen,
    im allumfassenden Sinn für den Ort oder die Gegend, wo
    die Kirche ist oder wo die Kirche war, wie die Erde (oder das Land)
    Kanaan, das Land Jehudahs, das Land Israels, somit im allgemeinen
    für alle Angehörigen der Kirche, denn die Erde (oder das Land) wird
    als Prädikat auf den Menschen bezogen, der daselbst ist, wie auch
    bekannt ist in der gewöhnlichen Redeweise: wenn man daher vor Alters
    die ganze Erde nannte, so verstand man nicht den ganzen Erdkreis,
    sondern bloß das Land, wo die Kirche war und somit die Kirche
    selbst; wie erhellen kann aus folgenden Stellen im Wort:
    Jes. 24/1, 3-6, 18-21: „Jehovah macht leer das Land; ganz bar gemacht
    wird werden das Land; es wird trauern und verwirrt werden das
    Land; und das Land wird entweiht werden unter seinen Bewohnern;
    deshalb wird der Fluch fressen das Land; darum werden verbrennen
    die Bewohner des Landes, und wenig Menschen werden übrigbleiben.
    Die Schleusen von der Höhe sind geöffnet und erschüttert sind die
    Gründe der Erde; ganz zertrümmert ist die Erde; ganz zerschmettert ist
    die Erde; von Grund aus erbebt die Erde; es taumelt die Erde wie ein
    Betrunkener; und hin und her schwankt sie wie eine Hütte; und schwer
    wird auf ihr sein die Übertretung, und sie wird fallen und nicht wieder
    aufstehen“: Erde (oder Land) für das Volk, das daselbst ist, und zwar
    für das Volk der Kirche, somit für die Kirche und für jene Verödeten,
    die der Kirche angehören, von denen, wenn sie verödet werden, gesagt
    wird, sie werden ausgeleert, erschüttert, sie schwanken wie ein Betrunkener,
    sie wanken, sie fallen und stehen nicht wieder auf.
    Daß durch das Land bezeichnet wird der Mensch, folglich die
    Kirche, die des Menschen ist, erhellt bei Mal. 3/12: „Es werden euch
    selig preisen alle Völkerschaften, weil ihr sein werdet ein Land des
    Wohlgefallens“.
    Daß die Erde für die Kirche steht, bei Jes. 40/21: „Verstehet ihr
    nicht die Gründe der Erde“: wo die Gründe der Erde für die Gründe
    der Kirche stehen;
    Jes. 65/17: „Siehe Ich schaffe neue Himmel und eine neue
    Erde“; so auch Jes. 66/22 und Joh. Offenb. 21/1: neue Himmel und
    eine neue Erde für das Reich des Herrn und die Kirche.
    1. MOSE 9/19 1066.
    – 569 –
    Sach. 12/1: „Jehovah spannt aus die Himmel und gründet die Erde
    und bildet den Geist des Menschen in ihrer Mitte“: für die Kirche.
    1. Mose 1/1: „Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde“.
    1. Mose 2/1: „Es wurden vollendet die Himmel und die Erde“.
    1. Mose 2/4: „Dies sind die Geburten des Himmels und der Erde“:
    überall für die Kirche, die geschaffen, gebildet, gemacht worden ist.
    Joel 2/10: „Vor ihm erbebt die Erde, erzitterten die Himmel;
    Sonne und Mond wurden verdunkelt“: für die Kirche und für das,
    was der Kirche angehört; wenn dieses verödet wird, so wird gesagt,
    der Himmel und die Erde erbeben, Sonne und Mond werden
    schwarz, d.h. die Liebe und der Glaube.
    Jerem. 4/23: „Ich sah die Erde, siehe da eine Leere und Öde,
    und zu den Himmeln auf, und kein Licht derselben“: hier offenbar
    die Erde für den Menschen, in dem nichts von der Kirche ist.
    Jerem. 4/27, 28: „Verwüstet wird sein die ganze Erde, und Vollendung
    will Ich nicht machen, darum wird trauern die Erde und verdunkelt
    werden sein die Himmel“: ebenso für die Kirche, deren Auswendiges
    ist Erde und ihr Inwendiges die Himmel, von denen
    ausgesagt wird, daß sie verdunkelt seien und kein Licht haben, wenn
    keine Weisheit für das Gute und keine Einsicht für das Wahre mehr
    da ist; dann auch ist die Erde leer und öde; ebenso ist der Mensch der
    Kirche, der eine Kirche sein sollte; daß unter der ganzen Erde auch
    anderwärts nur die Kirche verstanden wird: so bei
    Dan. 7/23: „Das vierte Tier wird das vierte Reich sein auf Erden,
    welche wird verschieden sein von allen Reichen und wird fressen die
    ganze Erde und sie zertreten und sie zermalmen“: die ganze Erde für
    die Kirche und für das, was der Kirche angehört; denn im Worte wird
    nicht gehandelt von monarchischen Mächten, was Sache der weltlichen
    Schriftsteller ist, sondern vom Heiligen und von den Zuständen
    der Kirche, die durch die Reiche der Erde bezeichnet werden.
    Jerem. 25/32, 33: „Ein großer Sturm wird erregt werden von
    den Seiten der Erde, und es werden sein Durchbohrte Jehovahs an
    jenem Tage, vom Ende der Erde bis zum Ende der Erde“: vom Ende
    der Erde bis zum Ende der Erde hier für die Kirche und für alles, was
    der Kirche angehört.

  5. 0% Wahrheitsgehalt, sondern alles ist der Witz ! Das ist ja der Witz !


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