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10. KFÖ-Treffen: Kommunikation in der Öffentlichkeitsarbeit 19. Januar 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:44

Der Kurs für Öffentlichkeitsarbeit (KFÖ) der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG) führte sein letztes Treffen durch. Der 10-teilige Kurs endete mit dem Vortrag „Softskills in der Öffentlichkeitsarbeit“ von Melek Vural.

Ferner referierte Ibrahim El-Zayat über die „Positive Wahrnehmung von Projekten und Kooperationen der muslimischen Gemeinschaft“.

Zum letzten Mal begrüßte das KFÖ-Team die Teilnehmer beim Kurs für Öffentlichkeitsarbeit. Prof. Dr. İhsan Fazlıoğlu sprach zur Eröffnung einige Worte, mit denen er an die jungen Kursteilnehmer appellierte, sich politisch, philosophisch, künstlerisch zu betätigen, um positive Beiträge zu leisten. Er unterstrich die Bedeutung der islamischen Lebensweise, die vor allen Dingen den Charakter zum Guten zu formen habe. „Es geht nicht ums Gewinnen, es geht nur darum, dass man seine Aufgaben gewissenhaft erledigt. Die Arbeit ist uns auferlegt, den Erfolg gibt Allah, wem er will“,  sagte Fazlıoğlu. Auch der Leiter der Studierendenabteilung der IGMG-Jugend, Celal Tüter, begrüßte die Kursteilnehmer und unterstrich mehrmals die Wichtigkeit der Aneignung von Wissen. Dann begannen die Seminare mit dem Vortrag von Melek Vural, Verantwortliche für die Bildungsarbeit der Frauen-Jugendorganisation. Sie referierte über „Softskills in der Öffentlichkeitsarbeit“. Im ersten Teil ging es um Grundlagen der Kommunikation, wobei sie das Kommunikationsmodell von Schulz von Thun vorstellte. „Alles Gesagte oder jede Handlung hat vier Ebenen. Eine Selbstoffenbarung, ein Sachinhalt, ein Appell und die Beziehung zwischen dem Sender der Nachricht und dem Empfänger“, erklärte Vural und übertrug das Vier-Ebenen-Modell auch auf das Hören sowie Sprechen und appellierte an die Teilnehmer, effektives, gezieltes und unmissverständliches Sprechen und Hören zu trainieren.

 

 

Anschließend ging es um die Persönlichkeitstheorie von Rieman/Tumann. Hier stellte die Referentin unterschiedliche Persönlichkeitstypen vor, um den Teilnehmer ein besseres Verständnis für unterschiedliche Verhaltensweisen in Gruppen zu geben. „Nähe-Distanz“ bzw. „Dauer-Wechsel“-Menschen wurden sowie ihr Umgang mit unterschiedlichen Arbeitsfeldern und diversen Arbeitssituationen wurden beschrieben. Außerdem erläuterte Melek Vural die verschiedenartigen Konfliktauslöser und das Verhalten im Konflikt der jeweiligen Persönlichkeitstypen.  Der dritte Themenblock Vurals drehte sich um Rhetorik. Zunächst stellte sie dar, welche Form des Vortrags bei den Zuhörern am besten hängenbleibe, verdeutlichte „Do’s and Don‘ts“, Zeitplanung und Zielpersonen. Dann ging sie über zur Vorbereitung und die Körpersprache während eines Vortrages. Zuletzt ging es um den effektiven Umgang mit Menschen, der zum Teil interaktiv durchgeführt wurde. Nach einer Pause folgte der Vortrag von Ibrahim El-Zayat. „Positive Wahrnehmung von Projekten und Kooperationen der muslimischen Gemeinschaft“ lautete das Vortragsthema. Zunächst leitete der Referent in die Problemstellung ein, indem er zwischen den Ebenen der Administration, Politik, Medien und der Gesellschaft unterschied. „Es gibt ein massives Informationsdefizit über den Islam und die Muslime in Deutschland und zum Teil erhebliche islamophobe Strukturen“, bemerkte er und führte das teilweise auf die mangelnde Kommunikation zwischen der muslimischen Minderheit und der Mehrheitsgesellschaft zurück. Dies liege unter anderem an der deutschen Geschichte. Es sei etwa auf den Augsburger Religionsfrieden zurückzuführen, dass es in Deutschland an multireligiöser Kompetenz mangele. „Das Volk hatte dem Fürsten in seiner Religionsausübung zu folgen. Das Verständnis von ‚Multireligiösität‘ war also die Trennung des Landes in unterschiedlich religiöse Abschnitte. Daher ist das Problem ‚Islam‘ nachvollziehbar, weil neue Lösungen erfolgen müssen“, erläuterte El-Zayat. Aber auch wirtschaftliche Schwierigkeiten seien ein Faktor dafür. Ebenso übte El-Zayat Selbstkritik. Er analysierte die Stärken und Schwächen der muslimischen Minderheitsgesellschaft, die Chancen und Gefahren und lieferte Problemlösungen, so etwa „adäquates Investment in eine Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit ohne Vernachlässigung der eigentlichen Aufgaben der Gemeinschaft, gemeinsames Verständnis der Notwendigkeit einer angemessenen Öffnung in Bezug auf die Mehrheitsgesellschaft und Sensibilisierung für eine Integration ohne Verlust der religiösen Identität.“ 

 

Vor diesem Hintergrund verdeutlichte Ibrahim El-Zayat anhand einzelner Projekte, wie eine erfolgreiche Kommunikation zwischen Moschee und Öffentlichkeit gelingen könne. Dabei ging er auf Projekte im Ramadan, dem Opferfest, der Hadsch (Pilgerfahrt), dem Tag der offenen Moschee ein, durch die man dem Informationsdefizit über den Islam entgegentreten könne. Abrundend macht er auf die Wichtigkeit der öffentlichkeitswirksamen Teilhabe an gesellschaftlichen Fragen und des Einstehens für eine bessere Gesellschaft aufmerksam: „Veränderung ist nichts, was wir träumen müssen, sondern etwas was wir selbst bewirken.“ Nach den Vorträgen verabschiedete der IGMG-Vorsitzender Kemal Ergün die Teilnehmer des Kurses für Öffentlichkeitsarbeit. Er erinnerte an den Umgang des Propheten Muhammad (saw) mit seinen Mitmenschen und legte den KFÖ-Absolventen nahe, sich anderen Religionsgemeinschaften gegenüber so respektvoll zu verhalten, wie der Gesandte Allahs. Ergün rief die Kursteilnehmer ebenso dazu auf, das Erlernte weiterzugeben und erinnerte an einen Hadith: „Wissen ist ein anvertrautes Gut, das weitergegeben werden muss.“

 

Am Samstagabend fand schließlich die Abschlussveranstaltung des Kurses statt, bei der die Kursteilnehmer ihre Teilnahmebescheinigungen bzw. Zertifikate erhielten. Der darauffolgende Tag wurde genutzt, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, verschiedene Crash-Kurse zu den Workshops zu besuchen. So hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit, einen Einblick in die anderen Workshops zu bekommen. Somit wurde der erste Kurs für Öffentlichkeitsarbeit der IGMG abgeschlossen. Er soll als Grundstein für weiterführende und speziellere Projekte dienen. Die Kursteilnehmer wurden entlassen, um das Erlernte weiterzugeben und auf verschiedenen Ebenen der Gemeinschaft umzusetzen. {Quelle: www.igmg.de}

 

6 Responses to “10. KFÖ-Treffen: Kommunikation in der Öffentlichkeitsarbeit”

  1. Emanuel Says:

    „Somit wurde der erste Kurs für Öffentlichkeitsarbeit der IGMG abgeschlossen. Er soll als Grundstein für weiterführende und speziellere Projekte dienen. Die Kursteilnehmer wurden entlassen, um das Erlernte weiterzugeben und auf verschiedenen Ebenen der Gemeinschaft umzusetzen.“

    Hut ab ! Das nenne ich „wissenschaftliche Herangehensweise zur Verbreitung einer Glaubenslehre“.
    Das ergibt doch ein ganz anderes Bild als die Zänkereien der Katholiken untereinander (Hans Küng wurde die Lehrerlaubnis entzogen, das ist doch kein Katholik, oder auch noch viel Schlimmeres hier bei diversen Kommentaren,z.b.“sollen wir uns jetzt über den Papst stellen“ ?

    Die Falschheiten und Lügen sind tot ! Sie können nicht wiedererweckt werden !
    Sie sind tot auf allen Seiten, wo immer sich das Böse und Falsche auch verstecken möge … Wir, die wir es durchschauen, werden immer mehr …. wir müssen uns nur noch vereinen ….

    Falsch ist Falsch und Böse ist Böse , ganz gleich von welcher Seite ……Der Herr zeigt den Gerechten immer und jederzeit den wahren Weg …

    • Emanuel Says:

      .. und damit es bei den „Päpstlichen“ nicht zur Verwechslung kommt :

      DER HERR ist DER HERR und nicht der Papst oder sonst wer hier auf Erden …..

  2. Carolus Says:

    „Islam ist Frieden.“ Naja, dann ist ja eh alles bestens!

    • Chris Lanz Says:

      Islam ist Frieden.“ Naja, dann ist ja eh alles bestens!

      Wann war die Menschheit friedlich untereinander und miteinander?wann .wo..

      Suche jeder seinen Frieden in sich ,
      wäre besser und den verbreiten ,
      noch besser,erst dann kehrt Weltfrieden ein!

      Gewissenserforschung tut gut .

  3. saphiri Says:

    Zitat: „„Es geht nicht ums Gewinnen, es geht nur darum, dass man seine Aufgaben gewissenhaft erledigt. Die Arbeit ist uns auferlegt, den Erfolg gibt Allah, wem er will“, sagte Fazlıoğlu.“

    Das ist die Erfolgsgarantie jeder Ideologie. Hätten die SS-Soldaten, egal ob christlich oder islamisch nicht so gewissenhaft ihre erlernten Aufgaben ausgeführt, für die sie bestimmt und ausgebildet waren, dann wären nicht soooo viele Menschen gestorben und vernichtet worden in der gemeinschaftlichen Ausführung des Holocaust gegen die Juden.

    Wulff wird am 20 Januar, also heute, an die Wannseekonferenz vor 70 Jahren erinnern, aber nicht daran, dass im Vorfeld der Konferenz bereits die ausschlaggebenden Vorbereitungen gewissenhaft erledigt wurden. Bei Konferenzen werden nur die ausgearbeiteten Konzepte/Beschlüsse vorgestellt, zur gegenseitigen allgemeinen Information und zur Informierung der Presse.

    Und die Vorbereitung wurde in Kairo getroffen, einerseits von denen aus Deutschland, die dann auch bei der Konferenz am Tisch saßen, und jenen, die erst noch die jüdische Verteidigung per Morde schwächen mussten, um zu verhindern, dass nach Palästina weiter Juden aus Europa und Osteuropa einwandern konnten. So wurde die Auswanderung der Juden in Vernichtung der Juden (Endlösung) umgeleitet.
    Jeder muss seine Aufgabe für die Sache der Ideologie gewissenhaft erledigen.

    Das Witzige dabei ist, dass das Gewissen eine Erfindung des Thomas von Aquin ist und die Muslime, wie immer, sich fremder Errungenschaften bedienen ohne den Sinn der Sache zu verstehen, wessen sie sich bedienen, sich als Bildungsferne also lächerlich machen. Wenn ein Moslem ein Gewissen ausbildet, dann ist er blasphemisch, denn zum Gewissen gehört der eigenen Wille, den ein Moslem nicht haben darf, denn der gehört Allah.
    Wer dem Koran unterworfen ist, ist ein Sünder, wenn er ein eigenes Gewissen hat.

    Ergo, ein Moslem kann seine Aufgabe gehorsam dem Koran erfüllen, somit ist er gottgefällig in der Unterwerfung dem Willen Allahs, aber niemals gewissenhaft.
    Bei allem Bemühen im Nachahmen und kopieren, kommt dabei kein europäisierter Islam bei raus, sondern einfach nur ein ridikulosum.


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