kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Islamophobie und andere Phänomene 16. Januar 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 12:34

Unbehagen mit der Religion stellt sich ein, wenn man Veranstaltungen des „Instituts für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“ RPP besucht. „Islamophobie und andere Phänomene“ sollten auf der Fachtagung dieses Instituts im Juni 2011 von Vertretern des Islam und der katholischen Kirche besprochen werden.

 

Dazu kam es nicht. Meine Frage, ob es Islamophobie sei, wenn man vor der für alle „Ungläubigen“, also für alle Nicht-Muslime im Koran vorgesehenen Diskriminierung, Verfolgung und/oder Tötung Angst habe, wurde nicht beantwortet. Wohl aber lehnte es der Moderator ab, mir das Wort zu erteilen. Alt Abt Gregor Henckel-Donnersmarck ergänzte, dass meine Meinung ohnedies bekannt sei. Das alles im Angesicht der täglichen Meldungen über Christenverfolgungen und in Nicht-Beachtung der Bemühungen der Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“. Seit Jahren weist eine Gruppe von „Mutbürgern“ am Tag der Menschenrechte auf dieses himmelschreiende Unrecht durch einen Fackelzug mit anschließendem Wortgottesdienst hin. Weltweit – insbesondere in islamischen Ländern – sind von etwa 100 Millionen Menschen von diesen Untaten betroffen.

 

Die Veranstaltung im Juni war offensichtlich kein isoliertes Ereignis. Am 12.01.2012 lud dieses Institut zum RPP Symposium „Muslimisch-christlicher Dialog“ ein. Auf dem Podium Alt Abt  Gregor Henckel-Donnersmarck und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Dr. Fuat Sanac. Moderation wie damals im Juni Mag. Stefan Beig. Ich wurde vom Leiter des RPP Instituts, Doz. Raphael Bonelli gebeten, dem Symposium fernzubleiben, um einen „unpolemischen Ablauf der Veranstaltung“ sicher stellen zu können. Diesem Wunsche habe ich entsprochen, durch Rückmeldungen aus dem Freundeskreis habe ich erfahren: Die beiden Herren auf dem Podium wollen solidarisch gegen die „Diktatur des Relativismus“ der säkularen Gesellschaft vorgehen. Die säkulare Welt im allgemeinen und die Fristenlösung im besonderen sind vermutlich ein zu bekämpfendes Ärgernis. „Die gemeinsame Beziehung zu Gott macht uns zu Bundesgenossen“. An die Stelle des Dialogs tritt das „Gespräch von Glaubenden“. So der Alt Abt. Sein Bezug auf Kardinal Schönborn lässt vermuten, dass die katholische Kirche ihre Gläubigen „an der Front“ alleine lässt.
 

Woran die „Glaubenden“ glauben, wurde nicht behandelt. Und hier endet wohl die angesprochene Solidarität. Glaubt der „gläubige Moslem“ an die Suren, die zu Gewalt gegen „Ungläubige“, also gegen alle Nicht-Muslime aufrufen? Die weltweiten Verfolgungen von Christen scheinen der klare Beweis dafür zu sein. Noch findet diese Christenverfolgung in entfernten Ländern statt, aber Europa kann sich nicht in Sicherheit wiegen. Die Islamisierung der ganzen Welt mit allen Mitteln ist seit 1400 Jahren das Ziel der islamischen Welt. So sind nahezu alle christlichen Gebiete des Nahen Ostens und des südlichen Mittelmeers heutzutage islamisch. Der „Arabische Frühling“ wird sogar noch zu einer Verfestigung führen. Keineswegs zu einer Handreichung an Europa.  Mir wurde der Eindruck vermittelt, dass das RPP – Institut und der Alt Abt sich wie „Biedermann als Brandstifter“ verhielten. Das RPP – Institut übernahm dem Vernehmen nach sogar eine aktive Rolle durch die gezielte undemokratische Unterdrückung kritischer Meinungen.

 

Christentum und Aufklärung haben westliche Lebensweise mit freiem Willen, freiwilliger Religionsausübung und individueller Identität gebracht.

 Soll diese Lebensweise von der islamisch-patriarchalisch geprägten Gruppenidentität mit ausgeprägtem Nationalismus abgelöst werden?

 

Fuat Sanac verfolgt konsequent den islamischen Auftrag zur Islamisierung Österreichs.  Unter dem Schutz der „Kultur des Wegschauens“ sind ihm Tür und Tor geöffnet. Er ist jeglicher kritischer Diskussion über Glaubensinhalte enthoben. Die im Islamgesetz 1912 verankerte eingeschränkte Religionsfreiheit wird von der Behörde nicht zur Diskussion gestellt. Schon vor 100 Jahren wurde „den Lehren des Islams, seinen Einrichtungen und Gebräuchen Religionsfreiheit eingeräumt, insofern sie nicht mit den Staatsgesetzen im Widerspruch stehen“. In den Erläuterungen aus 1909 und 1910 sind solche Widersprüche angeführt.  Diese sind durch den inzwischen sehr entwickelten Gleichheitsgrundsatz noch sichtbarer geworden. Scheinbar hat die Behörde kein Interesse an einer Klarstellung. So genehmigte sie beispielsweise die Lehrpläne für den islamischen Religionsunterricht, obwohl dort ausdrücklich auf die Unübersetzbarkeit des Koran hingewiesen wird. Hat die Behörde Unübersetzbares, also Unbekanntes genehmigt? Auch der Aussage von Klubobmann Dr. Josef Cap im Bürgerforum des ORF am 18 01 2011 „das politische Bekenntnis des Islam wollen wir nicht“ folgten keine Maßnahmen.  Ebenso wenig wird der von Frau BM Fekter als Innenministerin angesprochenen Deutungshoheit unserer Gesetze Bedeutung eingeräumt.

 

Dieses Wegschauen tabuisiert den Islam und diskriminiert die heimische Bevölkerung. Sogar die Justiz räumt dem Islam eine Sonderstellung ein. Wenn die Äußerung „Mohammed hatte gerne etwas mit kleinen Kindern“ vom OLG Wien als „Wertungsexzess“ gesehen wird und zu einer Verurteilung wegen Herabwürdigung einer Religion führt, folgt der Richter der Scharia und nicht dem österreichischen Rechtsempfinden. Nach islamischer Vorstellung ist jegliche kritische oder gar negative Äußerung zum Propheten Mohammed strafbar. Welche Religion oder welches Lebenskonzept kann von der Justiz einen Schutz erwarten, der schon eine vermutete Beleidigung sanktioniert? Den Straftatbestand „Blasphemie“ verfolgt die Justiz seit geraumer Zeit nicht mehr. Nicht so, wenn es sich um den Islam handelt. Auf welche Zukunft gehen wir und unsere Kinder zu? Wahrlich ein Alptraum!
 

Ein Gastkommentar von Dr. Harald Fiegl

 

9 Responses to “Islamophobie und andere Phänomene”

  1. Bazillus Says:

    Etwas fadenscheinigeres gibt es wirklich nicht mehr: „An die Stelle des Dialogs tritt das „Gespräch von Glaubenden“ oder so allgemeine Floskeln der Gemeinsamkeit, dass wir einen Gott anbeten, der „zu uns spricht“. Gläubige finden wir in allen Religionen, im Islam, im Christentum, im Hinduismus, im Animismus, im Buddhismus, im Voodoo-Zauber, im Spiritismus, in der Bahaireligion, im Alevitentum, selbst im Atheismus, dem Glauben an keinen Gott. Ist diese Organisation bereits so tief gesunken, indem sie nicht mehr nach Glaubensinhalten fragt? Gott und Götter sprachen zu allen Zeiten zu Menschen, ob in der verbalen Form oder in der Vorstellungswelt der Menschen.

    Ist es dieser Organisation egal, dass die Gläubigen des Gesprächspartners mal eben ein paar Tausend Christen oder andere Ungläubige um die Ecke bringen und Blasphemiegesetze erlassen, die die Willkür der islamischen Behörden offenbaren? Ist es ihr egal, dass den Islamgrößen Mohammed und sein Gott die 10 Gebote rechts hinten vorbeigehen? Offensichtlich ja. Ihr ist es nicht nur egal, sondern sie vermeidet bewusst kritische Stimmen wie der des Dr. Fiegl. Sie lässt also letztlich keine Meinungsfreiheit zu, sondern sie zensiert bereits im Vorfeld, nur um gemeinsame Statements, die nur eine verlogene Beziehung von vornherein zwischen diesen Religionen ausbilden können, solange sich die islamische Ideologie nicht eindeutig von der Gewalt, von der Macht, von imperativen Tötungsversen und Frauenverachtungsversen distanziert bis hinein in die Koranschulen und Glaubenswahrheiten, und zwar dauerhaft.

    Wenn wir den Säkularismus in Teilen zu Recht angreifen, können wir das nur mit den Mitteln christlicher Wahrheiten tun. Der Islam ist Geburtsstätte religiös legitimierter Gewalt und darum völlig untauglich, selbst ein gerechtes Gesellschaftssystem zu gründen, zu erhalten und in die Zukunft zu tragen. Er ist somit auch völlig ungeeignet, nicht nur die Errungenschaften der Freiheit überhaupt zu denken, geschweige denn für sie zu kämpfen, weil gerade dem Islam nichts, aber auch garnichts an der Freiheit gelegen ist. Der Islam bekämpft die individuelle freiheitliche Denkweise in allen Bereichen. Diese Ideologie erwartet nichts als Soldatengehorsam bis hin zur soldatischen Tat gegen Nichtmuslime oder Muslime anderer Konfession.

    Sind unsere christlichen Gutmenschen schon gedanklich so verkorkst, dass sie Jesus völlig aus den Augen verloren haben? Sind sie völlig taub und blind gegenüber den Warnungen Jesu gegen falsche Propheten und den Warnungen der Verfolgung und dass genau dieser islamische Prophet und seine Nachfolger persönlich der Handlanger, ja der Vollstrecker der jesuanischen Prophezeiungen waren und sind? Sind diese Theologen bereits im vorauseilenden Gehorsam dem Stockholm-Syndrom verfallen, indem sie sich ausgerechnet dieser Religion anbiedern, während sie z. B. die Piusbrüder oder andere christliche Gemeinschaften ablehnen? Sind sie bereits so blind, dass sie einer Religion den roten Teppich ausrollen, die die Gläubigen des Christentums als Höllenbewohner ansehen und selbst in religiösem Machtwahn auf deren totaler Unterdrückung hier auf Erden aus ist? Glauben sie wirklich, dass die Ideologie den Dreifaltigkeitsglauben und seine Gläubigen gleichberechtigt nebeneinander leben können, wenn islamische Mehrheiten geschaffen sind?. Glauben sie wirklich, dass den Vertretern des Islam die Fristenlösung von Christen oder Ungläubigen am Herzen läge, die sie doch in allen islamischen Ländern ungleich behandeln und diskriminieren? Glauben sie wirklich, dass die Islamvertreter, die sich bis heute nicht von der grausamen Menscheneinteilung und vom terroristischen Hass, der laut dem türkischen Schriftsteller Zafer Senocak aus dem Herzen, also aus dem Innersten des Islam = Koran kommt, eindeutig distanzieren haben, nun plötzlich distanzieren werden, nur weil wir hier in Europa, der Insel der Glückseligen, leben? Haben sich die Theologen schon so von der Basis entfernt, dass sie jegliche berechtigte Vorsicht gegenüber dieser Religionsideologie fallen lassen?

    Diese Islamvertreter sind die Speerspitzen der Islameroberung Europas. Das sagen ja nicht einmal mehr nur Islamkritiker. Die meisten Imame und führenden Gelehrten aus Arabien und Nordafrika verkünden diese Tatsachen öffentlich und heißen sie gut. Sie können sie gutheißen, weil sie wahr sind. All das hören diese kirchlichen Vertreter und Theologen nicht? Was oder welcher Ungeist ist in unsere politischen und kirchlichen Eliten gefahren, dass sie Jesus so verraten können? Nachgiebigkeit und Gutseinwollen reicht hier als Erklärung nicht aus. Im Gegenteil: Sie wird seitens der Islamvertreter als feige Schwäche des nicht ernst zu nehmenden „Dialogpartners“ angesehen

    Mit den Vertretern des Islam kann nur aus der Position der starken Eigenidentität aus der Position des eigenen starken Glaubens, der ihnen gegenüber auch verkündet werden sollte, die Jesus als Bestandteil der Dreifaltigkeit als Grundlage von Dialogen ansieht, verhandelt und dialogisiert werden, soll dieser Dialog nicht in Dialüg enden.

    Wer Menschen wie Dr. Harald Fiegl auslädt, macht sich nicht nur schuldig der Unterdrückung der Meinungsfreiheit, sondern öffnet dem Synkretismus, dem Relativismus und der geistig-religiösen Beliebigkeit Tür und Tor, belügt die christlichen Gläubigen, weil sie diese in Sicherheit wähnen lassen, die nicht im Entferntesten gegeben ist, belügt sich selbst, weil diese Veranstalter faktenresistent ob der Massenverfolgung und -diskriminierung in islamischen Staaten sind und belügt und verleugnet ohne Not (nicht wie Petrus, als er sich zumindest in Lebensgefahr wähnte, als er Jesus 3 x verleugnete), was m. E. am Schlimmsten ist, Jesus selbst, weil er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Und nur mit Jesus und seiner Lehre, nicht im Entferntesten mit Mohammed und seiner Lehre, können Missstände der Säkularität wahrheitsgetreu erkannt und bekämpft werden.

  2. bording Says:

    Solche Stellungsnahmen bräuchten wir mehr…… damit alle das Wesen des – KORANS – kennenlernen, und selbst zur Erkenntnis kommt, das der – Koran – AUFTRAGSMORDE seinen Gläubigen befiehlt…….

    Kein Staatsanwalt, regt sich da auf…. Haben sie ANGST???

  3. sirius Says:

    Es gibt in Europa,vor allem in Deutschland noch ganz andere religiöse und weltanschauliche Traditionen. Die werden dann kommen,wenn die christlichen Kirchen abermals versagen sollten.

  4. […] Dr. Harald Fiegl, ehem. Handelsdelegierter in der Türkei, schreibt darüber auf KoG: … Ich wurde vom Leiter des RPP-Instituts, Doz. Raphael Bonelli gebeten, dem Symposium fernzubleiben, um einen „unpolemischen Ablauf der Veranstaltung“ sicherstellen zu können. Diesem Wunsche habe ich entsprochen, durch Rückmeldungen aus dem Freundeskreis habe ich erfahren: Die beiden Herren auf dem Podium wollen solidarisch gegen die „Diktatur des Relativismus“ der säkularen Gesellschaft vorgehen. […]

  5. Carolus Says:

    Zum „Dialog“: Es ist doch nur vernebelnd, einander Honig ums Maul zu schmieren, statt zu sagen was Sache ist. Und da kann die islamische Seite nur zugeben (wenn sie denn ehrlich ist): „Sorry, der Koran gebietet mir, Dich zu islamisieren oder zu unterjochen bzw. zu liquidieren; und ohne Scharia gibt’s keinen Islam.“

  6. Carolus Says:

    Zur islamischen Hilfe gegen die Fristenlösung:

    Im steirischen Sonntagsblatt vom 18. Dezember ist auf Seite 15 ein Artikel zu lesen: Wann Leben beginnt: Eine Diskussion über Auffassungen aus den monotheistischen Religionen. Daraus geht hervor, dass Juden und Moslems meinen, dass die Beseelung erst am 40. oder gar 120. Tag stattfindet, und der Embryo daher einen abgestuften Schutz genießt.

    Ich würde mir also von islamischer Seite diesbezüglich keine Hilfe erwarten.

  7. Emanuel Says:

    Für den werten Bazillus …

    8907. Vers 13: Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider
    deinen Nächsten.
    Bedeutet, man solle nicht gut nennen, was böse ist und nicht
    wahr, was falsch ist, also auch umgekehrt das Böse nicht gut und das
    Falsche nicht wahr nennen.
    8908. „Du sollst nicht falsches Zeugnis reden wider deinen
    Nächsten“, 2. Mose 20/13, daß dies bedeutet, man solle nicht gut
    nennen, was böse ist und nicht wahr, was falsch ist, also auch umgekehrt
    das Böse nicht gut und das Falsche nicht wahr nennen, erhellt
    aus der Bedeutung des falschen Zeugen, insofern er eine Bestätigung
    des Falschen bezeichnet. Daß der Zeuge eine Bestätigung bezeichnet,
    sehe man Nr. 4197, und daß Lüge und Falschheit das Falsche des
    Glaubens bedeutet, wird aus dem Folgenden klar werden.
    Reden wider den Nächsten heißt, auf solche (lügenhafte) Weise
    mit jemand reden, denn unter dem Nächsten wird jeder Mensch verstanden
    und im besonderen ein jeder, der im Guten ist; im abstrakten
    Sinne aber das Gute selbst: Nr. 3419, 5025, 6704, 6706-6711, 6818,
    8123. Nicht falsches Zeugnis reden wider den Nächsten heißt daher
    im inneren Sinn, nicht Falsches reden mit jemand, d.h. nicht sagen,
    das Gute sei böse und das Wahre sei falsch, und auch nicht umgekehrt.
    Wie sich dies verhält, soll mit wenigem erklärt werden:
    Alle, bei denen die Selbstliebe oder die Weltliebe herrscht, d.h.
    die hohen Rang oder Ehrenstellen oder Reichtum oder Gewinn als
    Zweck im Auge haben, machen sich kein Gewissen daraus, zu sagen
    und zu bereden, daß ungerecht sei, was gerecht ist und gerecht sei,
    was ungerecht ist und so als falsche Zeugen aufzutreten. Der Grund,
    warum sie so beschaffen sind, liegt darin, daß ihr Wille den Trieben
    und Begierden jener Liebe ganz unterworfen und von diesen ganz
    und gar eingenommen und besessen ist. Alsdann kann ihr Verstand
    oder die andere Seite ihres Gemütes zwar sehen, was gerecht oder
    ungerecht ist, aber er will es nicht sehen; denn der Wille herrscht
    über den Verstand und überredet ihn durch seinen Einfluß und macht
    ihn zuletzt auch blind. Solche Menschen haben auch kein Gewissen
    und erkennen nicht, daß das Gewissen darin besteht, daß man gerecht
    nennt, was gerecht ist, aus keinem anderen Grunde als weil es gerecht
    ist, d.h. aus Liebe zum Gerechten.
    Diejenigen, die in der Welt so beschaffen sind, sind auch im anderen
    Leben ebenso beschaffen, jedoch mit dem Unterschied, daß sie
    dann nicht das Gerechte für ungerecht erklären, sondern das Gute des
    Glaubens Böses und das Wahre Falsches nennen, denn das Gerechte
    in der bürgerlichen Welt entspricht dem Guten und Wahren in der
    geistigen Welt. Dieses tun sie aber ohne Gewissen und auch ohne
    Scham, weil sie diese Art und Gewohnheit im Leben des Leibes angenommen
    haben.
    An vielen Stellen im Worte wird die Lüge genannt und durch dieselbe
    allenthalben im inneren Sinn das Falsche und das Böse des Glaubens
    bezeichnet; und durch den falschen Zeugen, der auch ein Zeuge
    der Gewalttätigkeit heißt, wird die Bestätigung des Falschen bezeichnet,
    sei es nun vor dem Gericht oder vor einem jeden anderen oder inwendig
    vor sich selbst, indem man sich durch seine Gedanken beredet,
    z.B. 2. Mose Kapitel 23; 3. Mose 19/11-16; 5. Mose 19/16-20.
    Daß Lüge im geistigen Sinn das Böse und Falsche bezeichnet,
    das dem Glauben angehört, erhellt aus folgenden Stellen:
    Joh. 8/44: „Ihr seid aus euerm Vater, dem Teufel, und die Gelüste
    eures Vaters wollt ihr tun; derselbe war ein Menschenmörder von
    Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit, denn die Wahrheit
    ist nicht in ihm; wenn er Lügen redet, so redet er aus seinem Eigenen,
    denn er ist ein Lügner und ein Vater der Lüge“: Lüge bedeutet
    hier das Falsche des Glaubens, denn es wird von den Juden gehan-
    delt, die den Herrn nicht anerkennen wollten; Teufel bedeutet hier im
    geistigen Sinn das Falsche, und der Vater desselben ist das Böse;
    denn das Falsche stammt von dem Bösen, wie der Sohn vom Vater.
    Das Falsche, das vom Teufel ausgeht, ist das Falsche des Glaubens,
    und das Böse ist das Böse der Selbstliebe und der Liebe zur Welt.
    Jes. 16/6: „Moab ist sehr hochmütig, sein Stolz, sein Hochmut,
    sein Zorn und seine Lügen sind ohne Grund“: Lügen für das Falsche des
    Glaubens, weil Moab diejenigen bezeichnet, die im Bösen der Selbstliebe
    sind und daher die Wahrheiten verfälschen: Nr. 2486, 8315.
    Jes. 28/15: „Wir haben mit dem Tode einen Bund geschlossen
    und mit der Hölle ein Verständnis gemacht; wir haben die Lüge zu
    unserer Zuflucht gemacht und uns verborgen in Falschheit“.
    Jes. 30/9: „Ein Volk des Aufruhrs ist es, lügenhafte Söhne,
    Söhne, die das Gesetz Jehovahs nicht hören wollten“.
    Jerem. 9/4: „Einer spottet des anderen, die Wahrheit reden sie
    nicht, sie lehren ihre Zunge, Lügen zu reden“.
    Jerem. 23/32: „Siehe, Ich will an die, welche lügenhafte
    Träume weissagen und dieselben erzählen, auf daß sie Mein Volk
    verführen durch ihre Lügen“.
    Jerem. 50/36: „Das Schwert wider die Lügner, daß sie zu Narren
    werden“.
    Hes. 13/6-9: „Sie schauen Eitelkeit (Trug) und Wahrsagerei
    der Lüge und sprechen: Jehovah hat es gesagt; während doch Jehovah
    sie nicht geschickt hat. Deshalb spricht der Herr Jehovih also:
    Darum, weil ihr Eitles redet und Lügen schauet, darum will Ich
    wider euch sein“.
    Nahum 3/1: „Wehe der Blutstadt, sie ist voller Lüge und Raub“.
    Zeph. 3/13: „Die übrigen von Israel werden nichts Verkehrtes tun
    und keine Lügen reden, auch wird nicht in ihrem Munde die Sprache
    des Truges gefunden werden; sie werden weiden und Ruhe finden“.
    Joh. Offenb. 22/15: „Draußen aber sind die Hunde, die Zauberer,
    die Hurer, die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge
    liebt und tut“.
    In diesen, sowie in vielen anderen Stellen, bedeutet Lüge das
    Falsche und Böse des Glaubens.
    2. MOSE 20/13 8908.
    – 339 –


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