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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Herzogin von York drohen mehr als 22 Jahre Haft 16. Januar 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 13:46

Anklage gegen Sarah Ferguson wegen Film über Waisenhaus

 

Ankara: Wegen einer von ihr veröffentlichten Dokumentation über unwürdige Bedingungen in türkischen Waisenhäusern hat die Staatsanwaltschaft in Ankara Anklage gegen Sarah Ferguson, die frühere Ehefrau des britischen Prinzen Andrew, erhoben. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu vom Donnerstag fordert die Anklagebehörde mehr als 22 Jahre Haft für die Herzogin von York. Begründet wird die Anklage demnach mit einer „Verletzung der Privatsphäre von fünf Kindern“ durch das Filmen mit versteckter Kamera im betreffenden Waisenhaus nahe der türkischen Hauptstadt. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll sich Ferguson im September 2008 in dem Waisenhaus aufgehalten haben. Ihre Dokumentation (hier zu sehen) wurde zwei Monate später im britischen Privatsender ITV1 gezeigt. Darin ist beispielsweise ein in einem Holzkasten eingesperrter behinderter Bub zu sehen. Bereits im Jahr 2009 forderte die türkische Justiz von Großbritannien die Auslieferung der Herzogin. Nach Angaben von Anadolu lehnte London den Antrag im vergangenen Jahr ab. Ferguson war in den Jahren 1986 bis 1996 mit Prinz Andrew, dem Zweitgeborenen der britischen Königin Elizabeth II., verheiratet. {Quelle: derstandard.at}

 

 

 

 

Ein Ankaraner Staatsanwalt hat gegen die britische Herzogin Sarah „Fergie“ Ferguson Anklage wegen der “Verletzung der Privatsphäre von fünf Kinder” erhoben und eine Haftstrafe von 22 Jahren und sechs Monaten gefordert. Ihr Verbrechen: Sie hatte zusammen mit einem Journalisten und verdeckter Kamera Quälereien in einem türkischen Waisenhaus aufgedeckt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung Erdogan die Pressefreiheit mit Füßen tritt (siehe beispielsweise hier, hier oder dort).

 

Der “Focus” berichtet: {Vernachlässigt, in Lumpen, gefesselt – Filmaufnahmen, die ein Videoteam um Herzogin Sarah „Fergie“ Ferguson in einem türkischen Waisenhaus gemacht hat, sorgten 2008 für Schlagzeilen und diplomatische Verstimmung. Für die Ex-Frau des britischen Prinzen Andrew sollen die Bilder nun ein Nachspiel haben: Ein Staatsanwalt in Ankara hat Ferguson wegen Verletzung der Privatsphäre von fünf Kinder angeklagt. Er fordert 22 Jahre und sechs Monate Haft. Mit einem britischen Journalisten war Ferguson nahe Ankara in ein staatliches Pflegeheim gekommen. Das Team fand behinderte Kinder, die angebunden waren oder den ganzen Tag in ihren Betten liegen mussten. Die Aufnahmen waren so wohl nur möglich, weil das Team eine versteckte Kamera benutzte. Ferguson soll allerdings – so berichteten es damals türkische Zeitungen – Spenden angeboten haben. Sie habe dafür Heime in Augenschein nehmen wollen, deren Lage besonders schlecht sei. Die Herzogin war bei dem Besuch mit schwarzer Perücke und einem grünen Kopftuch verkleidet}.

 

Nach dem Film von “Fergie” wurde bekannt, dass ähnliche Zustände auch in anderen Pflegeeinrichtungen herrschen. So waren Behinderte in einem Heim verprügelt und mit brennenden Zigaretten und kaltem Wasser gequält worden. Ob die Täter verurteilt wurden, ist nicht bekannt.

 

 

 

 

 

 

PI-Beiträge zum Thema:

» Türkei verlangt Auslieferung einer Herzogin

» Herzogin von York angeklagt wegen Türkeikritik

 

 

 

Frauenverein rät:

Türkinnen sollten sich gegen häusliche Gewalt bewaffnen

 

Der zunehmende islamisch-konservative Wandel in der Türkei läßt immer mehr Frauen offenbar an drastische Mittel zum eigenen Schutz denken: sie besorgen sich eine Waffe zur Selbstverteidigung. Nach Angaben des Vereins Şefkat Der meldeten sich bereits 3.000 Frauen bei örtlichen Schießständen an, geht aus einem Bericht der „Deutsch-Türkischen Nachrichten“ hervor. Der Verein kümmert sich u.a. um Frauen, die Opfer von häuslichen Übergriffen geworden sein. Der Verein unterstützt Frauen darin, sich notfalls mit der Waffe gegen häusliche Übergriffe zu verteidigen. „Wir informieren die interessierten Frauen über die gesetzlichen Regelungen. Für diejenigen, die sich keine Waffe leisten können, nehmen wir einen Kredit auf“, sagte der Chef der Organisation, Hayrettin Bulan, im Fernsehen. Ende des Monats will Şefkat Der in Istanbul und Konya sogar damit beginnen, selbst Unterricht im Gebrauch von Schußwaffen anzubieten.

 

Die Meldung illustriert offenbar die Entwicklung in der Türkei nach fast 10 Jahren Regierung der islamisch-konservativen AKP in dem EU-Beitrittskandidaten. Zwar verkündete Familienministerin Fatma Şahin im November schärfere Gesetze gegen häusliche Gewalt. Nach Ansicht vieler Beobachter stehen solche Verbesserungen wohl eher auf dem Papier. In der Realität machen immer wieder schockierende Meldungen Schlagzeilen. So wurde jüngst eine wahrscheinlich Elfjährige in ein Krankenhaus eingeliefert, die zwangsverheiratet worden sein soll und ein Kind erwartet. Das Mädchen behauptete, vermutlich unter Druck, bereits 17 Jahre alt zu sein. Ende Dezember wurde die 21jährige Hacer Akçal in der Provinz Adıyaman von ihren Brüdern Üzeyir (23) und Mehmet (17) erstochen. Die junge Frau war nach Medienberichten vor den regelmäßigen Schlägen ihrer Familie geflohen und – nach Polizeischutz veranlaßt durch das Familienministerium – nach Hause gekommen um ihre Sachen zu holen.

 

Nach Ansicht von Beobachtern kein Einzelfall. So bezifferte die Internetseite Bianet die Zahl der durch Männer getöteten Frauen in der Türkei für den vergangene Jahre auf 259. Täter waren in den meisten Fällen die Ehegatten. Allein im Dezember starben demnach 14 Frauen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beschrieb die Zustände mit den Worten: „Der Nationale Aktionsplan 2007-2010 der türkischen Regierung zur Bekämpfung familiärer Gewalt brachte keine nennenswerten Erfolge“. Auf die Politik setzt auch der Verein Şefkat Der ganz offensichtlich nicht mehr. Die Organisation rät Türkinnen jetzt, sich am besten gleich mit ihrer Aussteuer eine Waffe zuzulegen. {Quelle: www.berlinerumschau.com – Von Cecilia Frank}

 

One Response to “Herzogin von York drohen mehr als 22 Jahre Haft”

  1. saphiri Says:

    Mit
    solchen Aktionen wird sich die TR in der EU nicht gerade beliebt machen bezüglich des angestrebten EU-Beitrittes.
    Dass man jedoch die Aufdeckerin offensichtlicher Missstände bekämpft anstatt die Missstände zu beheben, ist eine traurige Geschicht.
    Die Gegner eines Beitritts der TR zur EU dürfte es jedoch freuen.
    Der EU-Bürger kann nochmals aufatmen da der Beitritt weiter verzögert wird.

    hoffentlich so lange bis es kein Islam gibt..


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