kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zuerst Ägypter und dann Kopte 15. Januar 2012

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 12:44

Sind die Christen die Verlierer der Revolution?

 

Im Juni 2011 hat der koptische Schriftsteller Ibrahim Farghali die Angriffe von Salafisten gegen Ägyptens Christen im NZZ-Feuilleton kritisch kommentiert.

Nach alarmierenden Meldungen über einen koptischen Exodus luden wir ihn zu einer weiteren Standortbestimmung ein – die unerwartet optimistisch ausfiel.

 

Auf mehreren Websites und Fernsehsendern wurde in letzter Zeit berichtet, dass seit der Revolution in Ägypten und insbesondere nach den jüngsten Wahlerfolgen islamistischer Kräfte Kopten in grosser Zahl das Land verlassen hätten. Eiligst nahm ich Kontakt mit meinen koptischen Freunden in der Heimat auf – und fand sie allesamt noch in Kairo, wo sie ihrem gewohnten Leben nachgingen. Natürlich sind sie nicht frei von Angst; aber diese Angst teilen zahlreiche Ägypter, die in der gegenwärtigen, von der obskuren Politik des Militärregimes geprägten Phase nach Orientierung suchen. Auch geht die Sorge um, es könnte zu einer Polarisierung zwischen den revolutionären Kräften und den Verfechtern einer «Stabilität» im Geist des alten Regimes kommen. Für die Nachrichten von einem koptischen Exodus dagegen ergaben bisher weder meine Gespräche mit Freunden noch meine weiteren Nachforschungen einen klaren Nachweis.

 

Aktiv im Wahlprozedere: In Ägypten lebt ein Grossteil der Bevölkerung – Muslime so gut wie Kopten – noch immer im Gefühl, dass wir die über Jahrzehnte geraubte Heimat endlich zurückerobert haben. In Kuwait, wo ich derzeit lebe, verfolgte ich nicht nur aufmerksam den Verlauf der Parlamentswahlen in Ägypten, sondern wurde auch Zeuge, wie aktiv sich die orthodoxe ägyptische Kirche in Kuwait beim Wahlprozedere engagierte. Sie unterstützte und beriet die dort lebenden Kopten und Muslime gleichermassen, half bei der Beschaffung und dem Druck von Wahlformularen, vervielfältigte Wahllisten und stellte die Umschläge zur Verfügung, in denen die Formulare an die ägyptische Botschaft in Kuwait geschickt werden konnten. Daraus darf man schliessen, dass die Kopten grosses Interesse am Urnengang bekundeten und sich, wie alle anderen Ägypter, ihre Teilhabe am Entscheidungsprozess über die Zukunft ihres Landes sichern wollten; dieser Eindruck wurde auch durch den zahlreichen Aufmarsch koptischer Wähler bestätigt.

 

Die eingangs erwähnten Nachrichten decken sich auch nicht mit dem, was ein weiter zurückreichender Blick auf die Auswanderungsstatistiken erweist. Dort stellt man fest, dass zwischen 1972 und 2011 die Zahl koptischer Emigranten im prozentualen Verhältnis zur Gesamtbevölkerung der jeweiligen Religionsgruppe ungefähr jener der ausgewanderten Muslime entsprach; zudem war die Emigration oft eher durch wirtschaftliche Gründe motiviert, sogar in Zeiten, da die Kopten unter verstärktem gesellschaftlichem Druck zu leiden hatten. Denn viele Kopten stellen ihre Rolle als Staatsbürger über ihre religiöse Identität und haben diese Haltung auch in Zeiten der Heimsuchung bewiesen. So standen sie während der Tage der Revolte Seite an Seite mit ihren muslimischen Landsleuten, um für die Freiheit und die Rückgewinnung eines institutionalisierten Rechtsstaats zu kämpfen. Laut der neuesten vom Aussenministerium vorgelegten Statistik, die unlängst in einer ägyptischen Zeitung publiziert wurde, sind in den letzten zehn Jahren rund 45 000 ägyptische Kopten ausgewandert; die Statistik gibt allerdings keine Auskunft darüber, ob ein Teil dieser Emigranten das Land aufgrund religiöser Anfeindungen verliess. Der Publizist Suleiman Shafik – ein säkularer, politisch links stehender Autor – eruierte jüngst mithilfe diplomatischer Quellen, wie viele Ägypter ihrem Land im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt haben; laut seinen Erhebungen, sagte er gegenüber der in Kairo erscheinenden Zeitung «Al-Tahrir», lasse sich einstweilen die Behauptung eines koptischen Massenexodus nicht nachweisen.

 

Shafik hatte in den Botschaften der wichtigsten Emigrationsländer – USA, Kanada, Australien, Frankreich, England und Italien – die Zahl der in den Jahren 2010 und 2011 erfolgten Auswanderungen erbeten. Laut diesen Quellen sind 2010 insgesamt 6411 Ägypter in die erwähnten Länder gezogen; bis Ende Oktober 2011 dagegen waren es lediglich 3804, was pro rata temporis einen Rückgang von gegen 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellen würde. Die Diskrepanz zwischen diesen Befunden und der Darstellung einer koptischen NGO, die von 93 000 ausgewanderten Kopten im Jahr 2011 spricht, ist kaum erklärlich; allerdings wird die letztere Zahl auch von koptischen Beobachtern angezweifelt – nicht zuletzt infolge der Tatsache, dass die Bearbeitung eines Einwanderungsantrags in der Regel mehrere Monate dauert.

 

Gesinnungswandel bei Al-Azhar?

Der Grund für die Verbreitung der erschreckenden Zahl ist allerdings offensichtlich: Solche Berichte sollen die Ängste der ägyptischen Christen angesichts einer künftigen islamistisch geprägten Regierung signalisieren, welche die Wiedereinführung der Scharia durchsetzen könnte. Diese Befürchtungen sind freilich weit über die christliche Gemeinde hinaus verbreitet; die progressive Jugend des Landes teilt sie ebenso wie eine grosse Zahl säkularer oder moderat religiöser Bürger, denn der ägyptische Charakter ist im Allgemeinen gemässigt und schätzt weder Extremismus noch Fanatismus. Allerdings haben sich in letzter Zeit viele vom Virus des rigiden wahhabitischen Glaubensverständnisses nach saudischem Muster anstecken lassen; und die Gelehrten der Al-Azhar-Universität, der höchsten religiösen Autorität im Land, fühlten sich angesichts der immer rabiateren Predigten, die in den vergangenen zehn Jahren über religiöse Fernsehkanäle verbreitet wurden, bedauerlicherweise nicht zum Einschreiten verpflichtet. Ebenso wenig taten dies die Medien, die in der Ära des vormaligen Informationsministers Safwat Sharif – der mittlerweile wegen massiver Korruptionsvorwürfe im Gefängnis einsitzt – mehrheitlich durch Dümmlichkeit und Naivität glänzten.

 

Immerhin lässt sich sagen, dass die Azhar-Universität unter ihrem jetzigen Leiter, dem seit 2010 amtierenden Scheich Ahmad Mohammed at-Tayeb, einen gewissen Reformwillen bekundet. In diesem Sinn hat at-Tayeb bereits ein Zeichen gesetzt, indem er klarmachte, dass al-Azhar die einzige offizielle Repräsentantin des Islam in Ägypten ist und weder die Muslimbrüder noch die Salafisten diese Autorität beanspruchen können. Vor wenigen Tagen legte der Scheich eine Charta der Grundrechte zur Förderung der Meinungs- und Religionsfreiheit vor, und schon im vergangenen Juni hatte er im Namen der al-Azhar eine Stellungnahme zur Zukunft Ägyptens publiziert, in der Grundsätzliches über die Beziehung zwischen Staat und Religion im gegenwärtigen Kontext festgeschrieben wurde. Das Dokument entwirft eine Anpassungsstrategie, welche die muslimische Gemeinschaft im Rahmen einer zeitgemässen Staatsform auf den Weg des Fortschritts lenken will, indem sie den Prozess der demokratischen Entwicklung mitträgt, soziale Gerechtigkeit garantiert, Bildung fördert und dabei die spirituellen und menschlichen Werte und das kulturelle Erbe bewahrt. Auf diese Weise sollen die islamischen Prinzipien, die im Bewusstsein der muslimischen Bevölkerung und im Gewissen der Religionsgelehrten verankert sind, vor Verzerrung, Übertreibung und Fehldeutungen geschützt werden. Allerdings hat die revolutionäre Jugend heute tatsächlich das Gefühl, ihre friedliche Revolte sei durch die Muslimbrüder und die Salafisten usurpiert worden; aber umso entschlossener wird sie für eine zivile und gerechte Regierung und eine institutionalisierte Staatsordnung kämpfen. In einem solchen Rahmen müsste auch eine islamistisch geprägte Regierung nicht unbedingt einen Risikofaktor darstellen, solange sie sich an das Gesetz und eine zivilgesellschaftliche Verfassung hält, die allen Bürgern gleiche Rechte sichert.

 

Das Massaker von Maspero

Ein Auslöser für die Ängste um die Zukunft der ägyptischen Kopten war gewiss das Massaker im Kairoer Stadtviertel Maspero, bei dem die ägyptischen Streitkräfte am 9. Oktober 27 koptische Demonstranten getötet und 329 verletzt hatten. Mittlerweile demonstrieren aber Kopten und Muslime gemeinsam vor der Markuskathedrale in Kairo und fordern vom Militärrat die Bestrafung der Verantwortlichen; auch die Tatsache, dass am 7. Januar offizielle Vertreter der Muslimbruderschaft erstmals die Kathedrale besuchten und Glückwünsche zum koptischen Weihnachtsfest aussprachen, darf als Versöhnungsgeste in einer politisch angespannten Phase gelten. Das Wesen und die Seele der ägyptischen Revolution verkörpert noch immer die Jugend, die den Kampf für ihre Ziele nicht aufgegeben hat. Bei ihren Kollisionen mit Polizei und Sicherheitskräften im vergangenen November führten die Demonstranten auch das Porträt des jungen Kopten Mina Daniel mit, der zu den Opfern von Maspero zählte. Mina war ein Vorkämpfer der Revolte gewesen, und er war stets für die Einheit von Muslimen und Christen eingetreten; nachgerade berühmt wurde er für das strahlende Lächeln, das sein Gesicht nie verliess. Es inspiriert und ermutigt die Protestierenden auch nach seinem Tod, zäh für das Ägypten zu kämpfen, das sie – und wir alle – wollen: ein Ägypten für alle Ägypter. {Quelle: www.nzz.ch – Von Ibrahim Farghali: Er ist Schriftsteller und Kulturjournalist und lebt derzeit als Redaktor des Magazins «Al-Arabi» in Kuwait. Sein Roman «The Smiles of the Saints» ist bei der American University in Cairo Press erschienen. – Aus dem Arabischen von as}

 

 

Ein Kommentar von der Spürnase, die uns diesen Artikel schickte!

Von einer Kollegin wurde ich auf folgenden Artikel in der gestrigen Neuen Zürcher Zeitung von Ibrahim Fargali aufmerksam gemacht. Die Kollegin glaubt ganz, ganz fest daran, dass Muslime und Christen gemeinsam den ägyptischen Frühling gemacht hätten und nun gemeinsam auf dem Weg zu einem „Ägypten für alle Ägypter“ seien. Mir riecht dies nach Wunschdenken: Es wäre aber natürlich schön, wenn es so wäre! (Aber wenn es nicht so ist, ist man nicht böse, nur weil man dies feststellt)! Der Artikel bestärkt sie in diesem Glauben: Ibrahim Fargali hat, aufgeschreckt durch Meldungen von einem Massen-Exodus koptischer Christen, bei seinen Kairoer Freunden angerufen und beruhigt festgestellt, dass sie noch alle da sind. Es könne also nicht so schlimm sein, und die Meldungen vom Massen-Exodus hätten nur propagandistische Bedeutung. Er beruft sich auf Zahlen von Suleiman Shafik, einem „säkularen Kairoer Publizisten“: Shafik hatte in den Botschaften der wichtigsten Emigrationsländer – USA, Kanada, Australien, Frankreich, England und Italien – die Zahl der in den Jahren 2010 und 2011 erfolgten Auswanderungen erbeten. Laut diesen Quellen sind 2010 insgesamt 6411 Ägypter in die erwähnten Länder gezogen; bis Ende Oktober 2011 dagegen waren es lediglich 3804, was pro rata temporis einen Rückgang von gegen 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellen würde. Die Diskrepanz zwischen diesen Befunden und der Darstellung einer koptischen NGO, die von 93 000 ausgewanderten Kopten im Jahr 2011 spricht, ist kaum erklärlich; allerdings wird die letztere Zahl auch von koptischen Beobachtern angezweifelt – nicht zuletzt infolge der Tatsache, dass die Bearbeitung eines Einwanderungsantrags in der Regel mehrere Monate dauert. Demnach gab es 2011 einen Rückgang von Ausreisegesuchen!!! Was halten Sie davon?

 

Kopten ohne Grenzen: „Wer nicht sehen kann und will, muss eben dann fühlen! Die Tatsache, die Herr Farghali, aus welchem Grund auch immer, übersieht, wenn er in Ägypten wie ich geboren und dieses Land als erwachsener Mann verließ, bleibt, dass wir zu keiner Zeit in Frieden mit Moslems gelebt haben. Sie haben uns nur geduldet und der Beweis dafür war die Wut aller Moslems und nicht radikale Moslems, wie es den Medien passt, die sich zu keiner Zeit anderes war, als wir eine Kirche errichten oder renovieren wollten, oder als jemand Stellung zur Herabwürdigen des Christentum durch ihre Scheichs nahm. Die Wahlen wurden ganz klar wie immer gefälscht: Früher für NDP und diesmal gemäß dem Plan für die ganze Region zugunsten der islamischen Parteien unter der Führung der Moslembrüder. Selbstverständlich hat die koptische Kirche sich an der Seifenoper beteiligt, aber was bleibt ihr anderes übrig? Wir sind doch die Geisel, die alles machen müssen, damit die Geiselnehmer nicht jede Stunde einige von uns erschießen oder Erschlagen. Lesen Sie die weiteren Meldungen und seien Sie bitte nicht oberfläschlich. Der Kabinettschef hat jetzt schon einen Namen: Saaid El-Katatny. Mit dem Abschiedskuss von Elbaradie wird den Weg für einen Kandidaten der Moslembrüder oder Salafisten freigemacht. Wie Ägypten wird? Haben Sie niemals ägyptisches Fernsehen angeschaut? Herr Farghali? Zum Beispiel: 1000 Elektroschocker bekam die Religionspolizei vorgestern“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4 Responses to “Zuerst Ägypter und dann Kopte”

  1. saphiri Says:

    Sobald die Euphorie verflogen ist,wird es wie vorher weitergehen.
    Die Moslems hatten die besseren Arbeiten und die Kopten durften Dreck Jobs verrichten. Warum haben denn viele das sinkende Schiff verlassen,Richtung Europa ? Weil alles viel besser wird, nur Blindgänger glauben dies. Sonst hätten sich die Kopten hier in Österreich schon auf die Reise gemacht in ihre Hemat. Die glauben auch nicht an ein friedliches Miteinander !

    aber zu wüschen wäre es für Sie!

  2. saphiri Says:

    Keine Gleichstellung durch Scharia

    Die Kopten wollen Normalität. Und dies nicht nur aufgrund ihrer immer noch starken Präsenz im alltäglichen Leben etwa als achtbarer Nachbar, der regelmäßig zur Kirche geht, als geschätzter Geschäftsmann, der sonntags seinen Laden an der Ecke geschlossen hält, oder als milliardenschwerer Arbeitgeber im Tourismus wie Naguib Sawiris. Sie erwarteten sie an der Universität zum Beispiel, oder auch im Militär. Und sie wünschen sich eine Verwaltungsjustiz, vor der sich ein muslimisch-chauvinistischer Professor verantworten muss, der die Girigis’ (Georgs) und Botros’ (Peters) unter seinen Studenten einfach durchfallen lässt, weil sie christliche Namen haben. Und eben diese Gleichstellungsprobleme kommen im Scharia-Recht schlicht nicht vor. Religionsfreiheit schließt in letzter Konsequenz auch die Gewissensfreiheit mit ein, die es dem Einzelnen erlaubt, seinen Glauben zu verlieren, sich einer anderen Religion oder einem anderen Weltbild zuzuwenden und dies öffentlich zu bekennen. Eigentlich heißt es im Koran, dass es keinen Zwang in der Religion geben darf. Aber die gängige Auslegung kennt diese Großzügigkeit nicht

    Strategisches Vorgehen der Islamisten

    Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fürchtet laut einer Presseaussendung zudem, dass sich die politischen Aktivisten, die sich für die Ausweitung der Scharia stark machen, sich nicht nur mit eng begrenzten Rechtsgebieten begnügen. Islamistische Ideologen gehen strategisch vor. Ihre Geschichte geht dem deutsch-amerikanischen Historiker Wolfgang G. Schwanitz zufolge auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück, als eine Reaktion auf die westliche Moderne. Ein Höhepunkt war sicherlich die Gründung der Muslimbruderschaft als erster Sammlungsbewegung im Jahr 1928 durch den ägyptischen Lehrer Hassan El-Banna. Seit Ende der Verfolgung durch Gamal Abdel Nasser meiden sie die Konfrontation und gehen den Weg der gesellschaftlichen Infiltration, bis auf ihre gewaltbereiten Abspaltungen. Ein wichtiges strategisches Ziel war die Dominanz in der ägyptischen Rechtsanwaltskammer, ein Umschlagplatz für islamistische Vorstellungen von Gerechtigkeit. Der aus dem Amt gejagte Präsident Mubarak und seine Regierungen gaben in inhaltlichen Fragen gegenüber den Islamisten nach – zum Schaden der Gleichberechtigung und nur, um sich die politische Macht zu sichern. Die Rechnung ging aber bekanntlich nicht auf: Mubarak fütterte die Schlange, die ihn fraß.

    Die laufenden Wahlen verdienen große Aufmerksamkeit“, sagt Azer, die als Softwareentwicklerin arbeitet. Er ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg Ägyptens in die Zukunft, da aus dem Parlament das Komitee hervorgehen wird, das die künftige Verfassung festlegen wird. Über deren Leitlinien ist in der vergangenen Monaten viel diskutiert worden. Enthalten ist neben Regelungen zur Überwachungen von Wahlen, zur Begrenzung von Amtszeiten und Ähnlichem auch eine Passage zur Gleichheit vor dem Gesetz. Diese Regelung ist vor allem als Schutz der christlichen Minderheit und von Frauen bestimmt. Säkulare Gruppen begrüßten den Entwurf der Leitlinien, auch wenn es zur Rolle des Militärs noch Verhandlungsbedarf gäbe.

    Schon als bei einem Referendum im vergangenen März beschlossen wurde, dass die neue Verfassung von einem verfassungsgebenden Rat ausgearbeitet wird, wuchs bei säkularen Kräften die Angst, islamistische Parteien könnten Ägypten nach einem Sieg bei den Parlamentswahlen in einen islamistischen Staat verwandeln. Proteste gegen die „parteiunabhängige“ Festlegung von Verfassungsleitlinien vor den Wahlen im November hält etwa die IGFM für ein weiteres Anzeichen dafür, dass diese Befürchtungen berechtigt sind. „Wenn wir keine faire Verfassung bekommen, dann haben wir noch mehr problematische Bestimmungen als allein Artikel 2“, betont Sara Azer. Und echte Religionsfreiheit rückt dann wieder in weite Ferne

  3. Emanuel Says:

    Was ist „Scharia“ ? Mal aus dem Bauch gesprochen, nichts anderes, als die inneren Gefühle eines vollkommen egozentrischen Mannes. Am besten können wir so etwas verstehen, wenn wir uns überlegen, was diese Männer mit Frauen machen, die sie angeblich oder auch wirklich, egal, „betrogen“ haben….
    Na ? Was machen sie mit denen ??? Sie steinigen sie und den Lover gleich mit ….

    Jetzt den Sprung zu uns, „kultivierten“. Was würden wir am liebsten mit unserer soooo geliebten Frau machen, die uns gerade mit einem Lover betrogen hat und mit dem über alle Berge ist … ???? Na?
    Sie mitsamt ihrem Lover … steinigen … ???? Der eine oder andere von uns wird diese urtümlichen Gefühle in sich noch bemerken … Allerdings sind wir kultiviert genug, so etwas höchstens in unseren Tiefen zu denken, aber niemals würden wir das wirklich wollen … Diese sind eben wohl noch in ihrem Ur-tümlichen … und das nennt sich „Scharia“ ……

  4. Chris Says:

    Jetzt den Sprung zu uns, „kultivierten“. Was würden wir am liebsten mit unserer soooo geliebten Frau machen, die uns gerade mit einem Lover betrogen hat und mit dem über alle Berge ist … ???? Na?

    dazu benötigt man keinen Allah

    Das was ich aussende bekomme ich zurück.
    Wenn ich „schlechtes“ tue, dann verbinde ich mich mit dem „Schlechten“. Tue ich Gutes, dann kommt Gutes zu mir zurück. Oft sehen wir Menschen die offenbar gut sind und denen immerwieder etwas schlechtes widerfährt.

    Das kann damit zusammenhängen, dass sie sich gedanklich mit schlechten Dingen beschäftigen, angst vor etwas haben und es damit anziehen.

    Oder es ist eine Erfahrung, die sie vor ihrer Inkarnation gewählt haben. Es kann aber auch noch eine Returkutsche aus dem Leben sein,….


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