kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

SELIG SIND, DIE NICHT SEHEN UND DOCH GLAUBEN 15. Januar 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 22:29

Brauchen Menschen Bilder von Gott? Und darf man von Gott in Bildern denken, reden, schreiben?

 

Gott ist eine dicke Afroamerikanerin und heißt Elousia. Sie wird begleitet von Jesus, einem hebräischen Handwerker, und der asiatischen Gärtnerin Sarayu, die der Heilige Geist ist. Pure Provokation? Der Kanadier William P. Young verfolgt mit seinem Buch „Die Hütte“, das seit seinem Erscheinen 2007 für einiges Aufsehen sorgte und bis heute in 34 Sprachen übersetzt und über 18 Millionen mal verkauft wurde, andere Ziele. Er schildert darin, wie ein Vater den Tod seiner kleinen Tochter verarbeitet und seine Beziehung zu Gott hinterfragt und klärt.

 

Die Reaktionen der Leser auf das Buch sind denkbar unterschiedlich: Von „Gott sei Dank braucht ein gläubiger Christ kein Gottesbild, da wir uns keine Bilder von Gott machen sollen, weder real noch in Gedanken. Wer Gott wirklich kennt, braucht auch keine Bilder. empfehle ich die Bibel zu lesen anstatt Sekundärliteratur.“ bis: „Ich finde das Buch wunderbar. Dabei ist zu bedenken, dass es ein Roman ist, kein theologisches Werk! Dass dabei unsere Vorstellung über Gott in Frage gestellt wird, finde ich sehr positiv, denn er ist kein Vater im Sinn menschlicher Väter Gott ist ganz anders,“ reicht die Bandbreite. Nicht nur Roman-Autoren, auch die Bibel findet zahlreiche, ganz unterschiedliche Bilder, die von Gott erzählen. Darin spiegeln sich die vielfältigen Erfahrungen, die Menschen über Tausende von Jahren mit Gott gemacht haben.

 

Und auch Jesus nutzt Bilder, um Gott zu beschreiben: Vater, Weinbauer, gerechter Richter. Denn Menschen können sich dem nicht Fassbaren nur über Bilder nähern. Gottesvorstellungen ohne konkrete Bilder machen deutlich, dass er weit über das hinausgeht, was wir uns vorstellen können. Gleichzeitig machen sie Gott aber für die Gläubigen unzugänglich. Studien belegen, dass vor allem Gläubige, die sich nur selten mit theologischen Fragen beschäftigen, wenig anfangen können mit einem Gottesbegriff, der rein abstrakt ist und allenfalls definiert, was Gott nicht ist. Sie halten daher an konkreten Vorstellungen für ihr Gottesbild fest. Egal, welchen Quellen es entspringt – alle Menschen haben ein Bild von Gott. Dieses ist nicht statisch, sondern verändert sich im Lauf des Lebens. Forscher definieren für diese Entwicklung unterschiedliche Stufen:
Kinder zum Beispiel glauben, dass Gott ihnen hilft, wenn sie seinen Willen tun.

Als Jugendliche und Erwachsene glauben sie vielleicht noch an Gott als Schöpfer, erleben ihn aber nicht mehr als denjenigen, der direkt in ihr Leben eingreift. Weitere Stufen können, müssen aber nicht folgen. Kritiker dieser Einteilung bemängeln, dass mit den Stufen eine Wertung verbunden (je höher, desto reifer das Gottesbild) und die Einordnung subjektiv sei. Schließlich gebe es im Glauben kein richtig oder falsch. Einig sind sich die Wissenschaftler allerdings darin, dass das Gottesbild eines Menschen von seinem Selbstbild geprägt wird.  Der US-Amerikaner Carl W. Roberts zeigte das anhand einer Untersuchung, in der er Probanden sich selbst und Gott beschreiben ließ: Die genannten Adjektive ähnelten sich jeweils. Wer sich selbst als fürsorglich definierte, sah diese Eigenschaft auch bei Gott im Vordergrund. Wer sich für eher streng hielt, glaubte an einen strengen Gott. Jeder jedoch konnte Gott beschreiben, besaß also ein Bild von ihm. Durch konkrete Vorstellungen und Bilder reduziert man Gott, lautet das Gegenargument. Stimmt – wenn man davon ausgeht, dass diese Bilder sagen, wie Gott sei. Gäbe es ein Bild, das Gott erklären könnte, wäre er nicht der allmächtige, Menschendenken übersteigende Gott. Sind die Bilder darum falsch oder überflüssig? Nein. Die Bilder sagen etwas über unser Verhältnis zu Gott, nicht über ihn.

 

Das Bilderverbot: Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! (Ex 20, 4.5). Die Herstellung und Verehrung von Gottesbildern wird im Alten Testament wiederholt untersagt (Dtn 27,15; Ex 20,23; Ex 34,17; Lev 19,4), insbesondere Hosea führt eine polemische Auseinandersetzung mit dem Bilderkult der Nachbarvölker. Denn das Bilderverbot ist in dieser Zeit im Umfeld der Israeliten einzigartig. Ihre Nachbarvölker haben eine Fülle von Gottheiten, die in Bildern und Statuen dargestellt und angebetet werden.  Wie und warum das Bilderverbot entstand, ist unklar, seine Wirkung aber eindeutig: Die Unverfügbarkeit Gottes für den Menschen wird betont. Nichts im Himmel oder auf Erden kann Gott abbilden, er ist größer als jedes Bild. Die Bibel verbietet nicht das Bild selbst – schließlich finden sich im Alten Testament zahlreiche Sprachbilder, die Gott beschreiben -, sondern dessen Anbetung. Maßgebliches Dokument zur Bilderfrage ist ein Beschluss von 788 im 2. Nizäischen Konzil zugunsten der Ikonenverehrung: „Denn die Ehre, die man dem Bild erweist, gilt dem Urbild, und wer ein Bild verehrt, verehrt die auf ihm dargestellte Person.“ Sowohl das Tridentinum als auch das 2. Vatikanum berufen sich darauf. Damals betrifft die Diskussion ausschließlich Christendarstellungen; dass Gottvater nicht personal abgebildet wird, ist Konsens. Luther übernimmt die mittelalterliche Position, für ihn sind Bilder auch Schriftersatz, denn viele Christen sind zu seiner Zeit Analphabeten. Calvin dagegen vertritt das Bilderverbot radikal, da Gott sein angemessenes Bild ausschließlich in der Geist-Seele finde. Bis heute sind in calvinistischen Kirchen keinerlei Abbildungen zu finden.
 
 

Der Mensch als Ebenbild Gottes:  Die Nachbarvölker der Israeliten sehen die Menschen in direkter physischer Verbindung zu den Göttern, sie gelten als deren Abkömmlinge. Das Alte Testament dagegen sagt, dass der Mensch als Bild Gottes geschaffen ist – ein Bild, das uns gleich sei (Gen 1, aus 26). Nicht das Kultbild, sondern der Mensch selbst verweist auf Gott, so wie das Abbild auf das Urbild verweist. Die Ebenbildlichkeit sagt etwas über die Bestimmung des Menschen aus: Sie erhebt ihn nicht nur über die anderen Geschöpfe und befähigt ihn zur Herrschaftsaufgabe, also dazu, die Erde zu gestalten und zu bewahren, sondern bestimmt ihn zur Gemeinschaft mit Gott. Die Ebenbildlichkeit bedeutet auch, dass der Mensch sich frei entscheiden kann und deshalb Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss. Selbst durch den Sündenfall verliert der Mensch die Gottebenbildlichkeit nicht. Die volle Verwirklichung der Gottebenbildlichkeit erfolgt erst in Jesus Christus. Er ist das vollkommene Abbild Gottes und der vollendete Mensch. Für Paulus haben die Christen den alten Menschen ausgezogen und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat (Kol 3,10). Die Ebenbildlichkeit ist also auch heilsgeschichtliches Programm, wie die Schöpfung insgesamt. Das heißt, ihre geschichtliche Verwirklichung oder mit dem biblischen Begriff ausgedrückt: Ihre Vollendung steht noch aus.  

 
 Zu den obengenannten Artikeln passt das schöne Gedicht von Leo Tolstoi:

Gott ist anders

 

Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht allen so. Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rührt, dass es keinen Gott gibt. Wenn du nicht mehr an Gott glaubst, an den du früher glaubtest, so rührt das daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war, und du musst dich bemühen, besser zu begreifen, was du Gott nennst. Wenn ein Wilder an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, so heißt das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.

 

7 Responses to “SELIG SIND, DIE NICHT SEHEN UND DOCH GLAUBEN”

  1. Bazillus Says:

    Der große Kirchenlehrer Thomas von Aquin aus Wikipedia:
    Thomas ist in erster Linie wegen seiner Verdienste um die Theologie und die Philosophie in die Geschichte eingegangen. Darüber hinaus wird sein Werk aber auch wegen einer tiefen Frömmigkeit geschätzt.

    Am Nikolaustag 1273 soll Thomas laut einem Bericht des Bartholomäus von Capua während einer Feier der heiligen Messe von etwas ihn zutiefst Berührendem betroffen worden sein und anschließend jegliche Arbeit an seinen Schriften eingestellt haben. Auf die Aufforderung zur Weiterarbeit soll er mit den Worten reagiert haben:

    „Alles, was ich geschrieben habe, kommt mir vor wie Stroh im Vergleich zu dem, was ich gesehen habe.[7]“

    In der Hagiographie wird dieser Ausspruch als Reaktion auf eine Gotteserfahrung gedeutet.

    Das Bilderverbot ist umfassend zu verstehen. Die Abbildung der Vorstellung von Gott, gemalt von einem bedeutendsten Maler, die großartigste Musik, selbst die beste Deutung über die Liebe wie Paulus` Hohelied der Liebe kann Gott nicht im Entferntesten fassen und beschreiben.

    Ein Kritikpunkt an einem Satz im Artikel: „…Wer Gott wirklich kennt, braucht auch keine Bilder.“ Kein Mensch kennt Gott außer das Wort Gottes Jesus selbst. Weil kein Bild, keine Musik, keine literarisch-religiöse Beschreibung Gott auch nur annähernd nahekommen kann, kein kein Mensch Gott „kennen“. Wir kennen selbst unsere sichtbaren Mitmenschen noch nicht einmal.

    Wir brauchen Bilder, weil wir in Bildern denken, fühlen und handeln. Vorstellungen legen uns schon fest, Gedanken kreisen letztlich um Irdisches. Erst mystische Schauungen können der Größe und Liebe Gottes näherkommen. Aber wer hat das Glück dieser Schauungen.

    • danke @Bazillus

      da kommt man dem Ganzen schon näher was Sie aussagen!

      Die Reaktionen der Leser auf das Buch sind denkbar unterschiedlich: Von „Gott sei Dank braucht ein gläubiger Christ kein Gottesbild, da wir uns keine Bilder von Gott machen sollen, weder real noch in Gedanken. Wer Gott wirklich kennt, braucht auch keine Bilder. empfehle ich die Bibel zu lesen anstatt Sekundärliteratur.“ bis: „Ich finde das Buch wunderbar

      Unser kommunizierender Kosmos

      Sechs Wege, auf denen Menschen der Bibel von Gott angesprochen wurden (diese Berichte sollten wir so lesen, als ob das Erzählte, uns widerfahren würde).

      1.Ein Phänomen plus Stimme: 1. Mo 15,17; 2. Mo 3,3; 5. Mo 5,23; Hes 1-2; Mt 3,17; Apg 9,3-8.
      2.Ein Engel: ab 1. Mo 16,7; 1. Mo 18; Jos 5,13; 4. Mo 22,22-35; Ri 6,11-24; Ri 13; Jes 6,6-13; Dan 9.20-27; Mt 1,20-25; Lk 1,11-20; Lk 1,26-38; Mt 28,2-7; Apg 5,19; Apg 27,23.
      3.Träume und Visionen: Zwischen Traum und Vision wird in der Bibel nicht gross unterschieden. Der Traum ist aber eine weniger bedeutende Kommunikationsform mit Gott, denn er erfordert normalerweise mehr an Interpretation. Ein Traum ist nur wie Stroh, wenn er mit dem Weizen des Wortes Gottes verglichen wird – Jer 23,28. Ein klares Bewusstsein, welches eine Offenbarung erhält, ist höher zu bewerten als an abnormer Geisteszustand. Apg 89,10-13; 10,9-19; 16,9; 18,9; 1. Mo 28,11-17; 37.5-9; 40,5-19; 41,1-7 etc.
      4.Eine hörbare Stimme: Abraham auf Morija 1. Mo 22,11-18; 1. Sam 3;
      5.Die menschliche Stimme: Von der gesamten christlichen Gemeinde wird die Auffassung geteilt, dass Gott am häufigsten durch eine individuelle menschliche Stimme zu uns redet. Die Bibel selbst ist ein Beispiel für Gottes Reden mit Menschen – Gott sprach bei der Entstehung der Bibel zu ihnen, und tut es durch die Bibel auch heute noch. Oft spricht Gott durch einfache Menschen. Es darf zu keiner falschen Ehr-Zuweisung kommen: „Wer stolz sein will, soll auf das stolz sein, was der Herr getan hat,“ 1. Kor 1,31.
      Eines ist sicher, dass Menschen Gott nicht zwingen können, mit ihnen zu reden. Doch der Einzelne kann normalerweise schon dem Druck zu reden widerstehen, auch wenn dieser manchmal gross ist. Menschen sind keine blossen Werkzeuge (vgl. Jer 20,9; 23,9).
      6.Die sanfte Stimme: Dieser Weg bezieht am meisten die Fähigkeit freier, intelligenter Wesen als Gottes Mitarbeiter und Freunde ein. Nun wird oft mit dem Hinweis auf Jes 55,8 und Jer 17,9 gesagt, dass man einem Gedanken, wenn es unser Gedanke ist, nicht trauen könne. Sicher gibt es den Unterschied zwischen unserer Sicht und Gottes Sicht. Paulus ermahnt daher: Verändert eure Denkweise (Röm 12,2). Aber Gottes gnädiges Eindringen in unsere Seele kann unsere Gedanken in seine Gedanken verwandeln

  2. saphiri Says:

    Verbildlichung der Bibel hat dazu geführt, dass diese Bilder zur Grundlage des Glaubens des christlichen Gottesbildes wurden, und sich darauf die Machtstruktur der Kirche etablierte. Bilder sind unverrückbar, nicht als menschlich individuelle Leistung gesehen worden, sondern als göttliche Festlegung. Wer von diesem „Bild“ abwich, wer einen höher entwickelten Geist und somit Erkenntnisfähigkeit hatte, wurde als Ketzer vernichtet und somit die Welt dieser individuellen Intelligenz beraubt.

    Insofern sehe ich Bilder als Verführungsmodelle an, so wie sie einst auch als Beruhigung dienten, den Juden in der Gefangenschaft in Babylonien, sich mit Hilfe der bildlichen Vorstellung der Macht Gottes den Verführungen der Unterdrücker zu widerstehen.

    Bilder sind menschliche Kunstwerke und solange sie als diese betrachtet werden, sind sie ungefährlich. Sobald sie aber als „Gotteswerke“ instrumentalisiert werden, dann hat die Welt ein Problem, ein Selbstgeschaffenes, und viele fragen sich dann wieder, warum lässt GOTT DAS ZU?

  3. @saphiri Sagt:
    16. Januar 2012 at 13:07

    Machtstruktur der Kirche etablierte

    nein Saphiri–malen wir nicht die Kirche als Satan an die Wand!

    wurde als Ketzer vernichtet und somit die Welt dieser individuellen Intelligenz beraubt.

    dazu fällt mir nur etwas ein:

    das Bibelwort beeinflusste ganz besonders das

    Denken;SPRECHEN UND SCHREIBEN des abendländischen Menschen.
    Nun ist es typisch für das biblische Wort wie übrigens für alle religiösen Texte oder Verkündigungsformen-dass es immer die Form einer Methapher hat oder bildlich verwendet wird .

    ,Die rteligiöse Sprache gebraucht notwendigerweise immer“bildhafte Sprache“

    Genau mit ihr hat der moderne Mensch seine Schwierigkeiten!!!wer keinerlei Begriff für eine poetische ,mythische oder sybolische Sprechart aufbringt !!!!

    der versteht jedes über Gott gesprochene geschriebene Wort falsch!!
    @@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@

    Sprechen in Methaphern ist @Liebe Saphiri „@
    übertragenes „Sprechen .Man spricht z.b. über das Nicht -Sichtbare in TERMINI der sichtbaren Welt
    habe ich recht lieber Knecht Christi??!!
    Man überträgt emphirische Termine auf eine unsichtbare Wirklichkkeit.Man sagt z.b.:Gott ist „ein VATEWR „.Damit meint man natürlich nicht Gott ,sei ein männliches Geschlecht ,besitze eine Frau und habe dieser Frau Kinder gezeugt .
    Die Vorstellungen und BILDER ,womit der Gläubige über Gott spricht(und womit er sich in seinem Gebet an Gott wendet )werden also aus der sichtbaren irdischen Welt geholt und dann auf unsichtbaren angewandt..Ohne Metaphern und ohne eine bildhafte Sprache kann über Gott und Transzendente wirkloch nichts ausgesagt werden
    ——————————————————————

    Konservative Fundamentalisten und kritische Agnostiker verstehen religiöse texte immer wörtlich …
    Sie verstehen nicht,dass es Wahrheiten gibt ,die sich grundsätzlich

    nur bildhaft und also nur relativ in WORTE fassen lassen!!

  4. Hildegard Says:

    Das Turiner Grabtuch ist zum Beispiel kein menschliches Bildwerk. Es ist direkt durch Gott entstanden. Ich denke, dass es im obigen Kommentar durch Thomas von Aquin gut verdeutlicht wird, dass man Gott in kein Schema der menschlichen Vorstellungskraft stecken kann. Gott sprengt alles für uns Vorstellbare. Aber dafür ist ja auch einmal der Himmel und eine ganze Ewigkeit da, um Gott immer wieder aufs Neue zu erfahren und ich denke, dass dieses Entdecken uns wirklich eine ganze Ewigkeit ausfüllen wird. Jetzt sind wir noch sehr gering fähig, Gott tiefer zu erfassen, da wir im Erdenleben sehr begrenzt sind in unserem Auffassungsvermögen gegenüber der Ewigkeit. Jedenfalls sollten wir nicht vergessen, dass Jesus sagte, dass kein Auge es gesehen, kein Ohr jemals gehört, was Gott denen bereitet, die ihn lieben. Vielleicht sollten wir uns in die erkennbaren Eigenschaften Gottes meditativ vertiefen, nämlich seine unermessliche Liebe, seine Barmherzigkeit aber auch seine Gerechtigkeit. Jedenfalls können wir uns darin kein Bild, also keine Vorstellung machen, wie Gott in seiner ganzen Fülle seiner Majestät ist. Es bleibt spannend! Seien wir also wie kluge Jungfrauen, das heisst, allzeit vorbereitet und mit dem Öl der guten Werke für unsere Lampen ausgestattet, um die persönliche Begegnung mit Gott in tiefem Frieden und innerer Freude zu erleben. Jedenfalls wünsche ich dies von ganzem Herzen allen Gott suchenden und Gott liebenden Personen.

  5. Amelie Says:

    „Selig sind die nicht sehen und doch glauben“
    Mit diesem Bibelspruch verbinde ich ein ganz besonderes Erlebnis. Als mein Mann gestorben war, ging ich wenige Tage später durch die Stadt zum Park, versunken in Gedanken über den Tod. Was passiert wirklich mit uns, wenn wir sterben? Wo ist jetzt mein Mann? Gibt es einen Himmel? Oder gar eine Hölle?
    Als ich eine kleinere Straße überqueren wollte, hielt ein Auto, direkt vor mir. Im Auto saßen Schwestern. Eine öffnete das Seitenfenster und fragte mich nach dem Weg. Bevor die Nonnen weiter fuhren sagte eine: „Ich habe etwas für Sie“ und reichte mir ein Gebetbuchbildchen. Ich nahm es an und als ich darauf schaute las ich:
    Selig sind die nicht sehen und doch glauben.
    Wie ein Blitz durchfuhr es mich. Hat mir mein verstorbener Mann eine Botschaft geschickt? Ich weiß es nicht, werde es auch niemals erfahren. Mein Mann ist 1991 gestorben, dieses Ereignis konnte ich niemals vergessen. Für mich bedeutet der Spruch, auch wenn du Gott nicht sehen kannst, es gibt ihn wirklich und ein Leben nach dem Tod gibt es auch.

    Amelie

    • Amelie Sagt:
      24. April 2012 at 14:49
      “Selig sind die nicht sehen und doch glauben”

      Liebe Amelie
      loslassen ist wichtig!Ihr Mann ist immer da und sieht Sie wie mein
      verlorenes Selchen mich sieht.
      Leider funktioniert Ihre Seite nicht zum mitteilen auf Ihrer Seite Amelie,aber vieleicht besuchen Sie mich !zum Austausch.
      Gott mit Dir


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