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3000 Tote bei Massaker im Südsudan 6. Januar 2012

Filed under: Aktuelle Nachrichten — Knecht Christi @ 13:26

Die blutige Feindschaft zwischen zwei Volksgruppen im Südsudan ist eskaliert und hat zu Massentötungen von ungeheurem Ausmaß geführt.

Der Grund: Der angebliche Diebstahl von Vieh {?}.

 

Rund 6000 bewaffnete junge Männer vom Stamm der Lou Nuer waren nach Angaben der örtlichen Behörden in der vergangenen Woche in das Dorf Pibor in der westlichen Unruheprovinz Jonglei eingedrungen. Dort leben Angehörige der ethnischen Gruppe der Murle, die angeblich Vieh des rivalisierenden Stammes gestohlen haben sollen. Augenzeugen berichteten, die Angreifer hätten gezielt Jagd auf Angehörige der Murle gemacht. Der Verwaltungschef der Region Pibor, Joshua Konyi, sagte der Nachrichtenagentur AFP, mehr als 3000 Menschen seien getötet worden. Unter den Opfern sind nach seinen Worten fast 2200 Frauen und Kinder. Bislang gingen die Vereinten Nationen von mehreren hundert Todesopfern aus. Die Männer steckten Häuser in Brand. Auch zwei Kliniken der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ wurden überfallen und zerstört, wie der stellvertretende Leiter der Hilfsorganisation im Südsudan, Jean-Marc Jacobs, mitteilte.

 

Zehntausende Flüchtlinge brauchen Hilfe: Laut Schätzungen der Vereinten Nationen flohen zehntausende Menschen in das umliegende Buschland. Die angreifenden Lou Nuer zogen sich erst zurück, nachdem die UN hunderte Blauhelm-Soldaten in die Region entsandt hatten. Auch die südsudanesische Armee schickte 1500 Soldaten nach Pibor. Die Flüchtlinge sind nach UN-Angaben in den kommenden Wochen dringend auf massive Hilfe angewiesen. Da die Kliniken von „Ärzte ohne Grenzen“ zerstört sind, ist auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung schwer gefährdet. Die Müttersterblichkeit in dem Land ist besonders hoch.

 

Rachefeldzüge an der Tagesordnung: Der Südsudan hatte sich erst im Juli nach einem Volksentscheid vom nördlichen Sudan abgespalten. In dem schlecht entwickelten Land, in dem es kaum Straßen, aber infolge des Bürgerkriegs unzählige Waffen gibt, ist der Raub von Vieh immer wieder Anlass für blutige Rachefeldzüge. Südsudans Vizepräsident Riek Machar zeigte sich ungeachtet der gewaltigen Opferzahlen im arabischen TV-Sender Al-Dschasira zuversichtlich, dass der Konflikt gelöst werden kann. Nach der Stationierung weiterer Sicherheitskräfte und der Einrichtung einer Pufferzone zwischen den verfeindeten Stämmen könnte im Februar eine Friedenskonferenz organisiert werden, meinte Machar. {Quelle: www.dw-world.de – von Susanne Eickenfonder (afp, dpa) – Redaktion: Thomas Grimmer}

 

 
 

Stammeskrieg im Südsudan

Massaker fordert 3000 Tote in einer Woche

 

Im Südsudan hat die Feindschhaft zwischen zwei Volksgruppen zu einem Massaker von unfassbaren Ausmaßen geführt: 3000 Menschen sollen in der vergangenen Woche ums Leben gekommen sein, die meisten davon waren Frauen und Kinder.

 

Ein Massaker ungeheuren Ausmaßes erschüttert den noch jungen Staat Südsudan: Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen sind dort nach Behördenangaben in der vergangenen Woche mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Darunter befänden sich fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950 Männer, sagte der Verwaltungschef der Region Pibor am Freitag. „Es gab Massentötungen, ein Massaker“, fügte er hinzu. Rund 6000 bewaffnete junge Männer vom Stamm der Lou Nuer waren in der vergangenen Woche in das Dorf Pibor in der Unruheprovinz Jonglei eingedrungen, das von Angehörigen der Murle bewohnt wird. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Krankenhaus der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Grund für den Angriff waren angebliche Viehdiebstähle der Murle. Die Vereinten Nationen sprachen anschließend von Hunderten Toten.

 

Stammeskämpfe im Südsudan – Tausende sterben bei Massaker

 

Mehr als 3000 Menschen sollen bei Kämpfen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Südsüdan ums Leben gekommen sind. Örtliche Behördenvertreter sprechen von Massentötungen, denen insbesondere Frauen und Kinder zum Opfer fielen. Grund sollen Viehdiebstähle sein.

 

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Volksgruppen im Südsudan sind nach örtlichen Behördenangaben in der vergangenen Woche mehr als 3000 Menschen ums Leben gekommen. Darunter befänden sich fast 2200 Frauen und Kinder sowie mehr als 950 Männer, sagte der Verwaltungschef der Region Pibor, Joshua Konyi, am Freitag. „Es gab Massentötungen, ein Massaker“, fügte er hinzu. Rund 6000 bewaffnete junge Männer vom Stamm der Lou Nuer waren in der vergangenen Woche in das entlegene Dorf Pibor in der Unruheprovinz Jonglei eingedrungen, das von dem verfeindeten Stamm der Murle bewohnt wird. Grund für den Angriff waren angebliche Viehdiebstähle der Murle. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Krankenhaus der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, die daraufhin vorübergehend ihr Personal aus der Region abzog.

 

Zehntausende Zivilisten flohen aus Pibor in das umliegende Buschland. Nachdem die Präsenz der Armee und der UN-Blauhelme in der Region verstärkt wurde, zogen sich die Lou Nuer zurück. Die Vereinten Nationen sprachen anschließend von hunderten Toten. In den kommenden Wochen sei zur Unterstützung der durch die Kämpfe Vertriebenen ein „massiver Nothilfeeinsatz“ nötig, erklärte die UN-Nothilfekoordinatorin für den Südsudan, Lise Grande, am Mittwoch. Bei den Kämpfen zwischen den verfeindeten Stämmen in Jonglei wurden vergangenes Jahr nach UN-Angaben mehr als 1100 Menschen getötet. In dem kaum entwickelten Bundesstaat von der Größe Österreichs und der Schweiz, der kaum durch Straßen erschlossen ist, in dem es aber infolge des Bürgerkriegs zahlreiche Waffen gibt, ist der Raub von Vieh immer wieder Anlass für blutige Rachefeldzüge. {Quelle: www.sueddeutsche.de}

 

2 Responses to “3000 Tote bei Massaker im Südsudan”

  1. Daniel Says:

    Trotz allem. Beste Wünsche zu Weihnachten.

    Man kann nur beten, dass es besser wird. Schlechter kann es ja kaum noch werden.

  2. Sekino Says:

    wie kommt eine deutsches Gewehr (G3) in den Südsudan

    fragt sekino


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