kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Den antisemitischen Islamisten UNSERE andere Backe hinhalten 4. Januar 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 22:16

Das Will Sebastian Engelbrecht gerne – Vom wasserraffenden zum friedensfeindlichen kollektiven Juden Israel

 

Uups, der erste Teil wurde doch etwas länger. Also nun zum Altmeister Engelbrecht. Und man kann nur hoffen, dass Herr Wagner sich schnell aus diesen tiefen Gefilden des sehr offensichtlichen einseitigen Antiisraelismus heraushieft und zu feineren und ausgeklügelteren Attacken üebergeht, wie er sie bei seinen älteren Kollegen im Tel Aviver ARD-Studio erlernen kann. Aber selbst Sebastian Engelbrecht, der sich u.U. auch mal sehr vorsichtig und gewandt ausdruecken kann, scheint die antiisraelische Diplomatie vergessen zu haben oder sie für nicht mehr nötig zu halten, denn sein letzter Artikel “Israel überwintert im arabischen Frühling” strotzt nur so von blinden, üblen, banalen und grundfalschen Attacken gegen Israel. Wir wissen bereits aus vergangenen Artikeln, dass Sebastian Engelbrecht vor allem eine Person partout nicht ausstehen kann und ständig gegen sie hetzen muss: Unseren mehrheitlich gewählten, demokratischen Regierungschef Netanjahu. (Siehe z.B. hier und hier.) Wir hoffen, dass Herr Engelbrecht weiß, dass Herr Netanjahu die Mehrheit des israelischen Volks verkörpert und vertritt und jeder Angriff und jede Schmähung gegen seine Politik gleichzeitig ein Angriff und eine Schmähung aller Israelis ist…
 

Aber gehen wir es doch einfach von oben nach unten an, denn irgendeine Ordnung in die heillosen Frechheiten und Anmassungen von Sebastian Engelbrecht hereinzubringen, waere ziemlich mühsam. Nur soviel sei im Allgemeinen vorweggeschickt: Es geht Herrn Engelbrecht in etwa darum eine Geschichte zu erzählen, wo die lieben, friedlichen Araber um Israel herum, die ‘Fackel der Demokratie’ ergreifen, Israel umarmen wollen, aber der böse, griesgraemige Wicht, Israel, sich dagegen sträubt, weil er der Liebe nicht fähig ist – oder sowas in der Art. Aber gehen wir es an: “Die arabischen Völker melden ihr Recht auf Souveränität an. Das ist gut so, aber es ist ein langwieriger, unbequemer und riskanter Weg, der zur Demokratie führt”. Sowie hier, als auch immer wieder in Engelbrechts Artikel muss ich mich fragen: Stellt er sich unwissend, oder ist er es wirklich? Oder erklärt er sich die dunkelgraue Realitaet in irgendwelchen rosanen Farbtönen?

 

Man sollte doch eigentlich glauben, dass 70% Wählerstimmen für antiwestliche, antisemitische oder schariafreundliche Islamisten und El Kaida Flaggen auf dem Tahrir-Platz in Ägypten einem westlichen ‘arabischen Frühlings’ begeisterten klar gemacht haben sollten, dass das nicht so zarte Lüftchen sind, die sich da erheben, oder? Oder nach einer neuen Hamas-Nähe Ägyptens und anderer Staaten des ‘arabischen Frühlings’? Oder nach einer brutalen, vom Regime zugelassenen, israelischen Botschaftserstürmung in Kairo. Oder nach zwei Millionen Ägyptern, die auf dem Tahrirplatz zu unserer Vernichtung aufrufen? Oder nach zehntausenden Toten in Libyen, Syrien Tunesien, Ägypten, Jemen? Oder nach dem grausamen Lynchmord an Gadaffi? Oder nach den mehrfachen Vergewaltigungsfällen von westlichen Reporterinnen auf dem Tahrir-Platz unter Rufen, sie seien Jüdinnen? Oder nach Massakern an ägyptischen Kopten? Irgendwas sollte irgendwo doch mal Herrn Engelbrecht kurz innehalten lassen und sich Fragen, worum es hier wirklich geht? Machen das Völker die ganz auf Demokratie und Gesetzesgleichheit erpicht sind?
 

Sollte Israel einer Revolution “Respekt” entgegenbringen, die ihre schlimmsten Feinde als Juden verschmäht?
 

All dies passierte und er hat nichts daraus gelernt, schwaengt in keinster Weise von seinem blauäugigen ‘Kurs Hoffnung’ um. Was aber an diesem Satz von Herrn Engelbrecht besonders beeindruckt, ist seine prophetische Gabe: Er weiss nämlich schon jetzt ganz sicher, dass die momentan sich tief islamistisch gebenden Regime am Ende “zur Demokratie” werden. Daran kommt bei ihm kein Weg vorbei. Demokratischer Determinismus, demokratische Einbahnstrasse. Na dann. Vielleicht sollte er besser bei einem strategischen Think-Tank arbeiten, mit soviel sicheren Wahrsagerfähigkeiten. Darum dürften ihn die höchsten Spezialisten in Washington und Jerusalem beneiden. Oder denkt er dabei etwa an Deutschland, dass zwar die Nazidiktatur durchlebte und ein paar Millönchen Menschen, darunter sechs Millionen Juden, ermorderte, aber am Ende es doch zur Demokratie führte? Lauschen wir ihm doch noch ein bisschen weiter:  “Wichtig ist jetzt, diesen Prozess der Emanzipation der Völker mit Respekt und Solidarität zu unterstützen, auch wenn in den Parlamenten nicht die Wunschkoalitionen entstehen, die der Westen zu unterstützen bereit wäre.” Aha. Wenn also Ägypten jetzt fordert, den Friedensvertrag mit Israel aufzuheben, nachdem sie uns schon vertragswidrig die Gaszufuhr unterbrechen, uns deutlich drohen die Selbstverteidigung gegen Terroristen aus Gasa tunlichst zu unterlassen und die Hamas hofieren, dann sollte Israel vor allem eins tun: Ihnen “Respekt und Solidaritaet” entgegenbringen. Na klar.

 
Und jetzt wird es noch interessanter, denn an allem sind am Ende die Juden mal wieder selbst Schuld: “Die israelische Regierung hat sich entschieden, in der Schockstarre zu verharren – trotz der Umwälzungen von Libyen über Ägypten bis nach Syrien. Aus der Regierungszentrale in Jerusalem kamen nicht die geringsten Versuche, den aufbegehrenden Völkern und Bewegungen auch nur im Ansatz Respekt oder gar Wertschätzung entgegenzubringen.”  Ja, ja, so sind wir Juden. Die islamistische befreite arabische Welt ruft “Allahu Akbar!” und fordert die “Befreiung Jerusalems” oder ruft wie z.B. hier zu zwei Millionen auf dem Tahrirplatz zu unserer Vernichtung auf und wir sind einfach so gnausrig und wollen ihnen keine “Wertschaetzung entgegenbringen“. Lieber Herr Engelbrecht: Israel ist weder in einer “Schockstarre“, sondern in einer sehr vernünftigen Position des Heraushaltens und Abwartens, weder hat Israel diese Position “trotz” des islamistischen Früehlings eingenommen, sondern wegen ihm. “Netanjahu ist nicht im Stande, außenpolitisch zu gestalten, Brücken zu bauen, die Hand zu reichen, Bewegungen in Gang zu setzen. Er lässt stattdessen an der Grenze zu Ägypten Hochsicherheits-Grenzanlagen bauen – gegen Flüchtlinge aus Afrika und gegen alles andere, was da kommen könnte.”

 

Finde ich einfach genial! Nur mal kurz zu dem ‘albernen’ Grenzzaun gegen ‘ein paar arme Flüchtlinge aus Afrika’. Es muss dem Tagesschau Nahostkorrespondenten wohl ‘entfallen’ sein, dass der Bau der Anlage erst richtig nach einem großen Anschlag aus dem Sinai losging… Aber viel wichtiger: Endlich ist Herr Engelbrecht jetzt bei seinem Lieblingsfeindbild Netanjahu angekommen. Dieser sei also vollkommen unfähig und vor allem verpasst er es zu unseren gewollten Vernichtern “Brücken zu bauen” und “die Hand zu reichen“. Na so ein Pech. Alle Israelis trauern, dass Netanjahu sich nicht mit den ägyptischen Salafisten oder den El Kaida Kaempfern in Lybien, oder den Islamisten in Tunesien an einen Tisch setzt und unsere Auflösung aushandelt. Wie zynisch (ich glaub einfach nicht, dass er so dumm sein koennte) kann man sein? Ich frage mich wirklich – und nein, der Vergleich ist nicht übertrieben – ob Herr Engelbrecht den Juden 1933 in Deutschland geraten hätte doch gefälligst der Volksbewegung, die um ‘Würde’ und ‘Freiheit’ ringt, und gerade an die Macht gekommen ist, “Brücken zu bauen” und “die Hand zu reichen“? Und wenn nicht, sind sie einfach selbst Schuld. So viele Möglichkeiten lagen vor ihnen und sie haben sie einfach verpasst und vermiest…

 

Und genauso geht’s weiter: “Der israelische Regierungschef betreibt eine Politik der konsequenten Selbstisolation, der Abgrenzung gegen alles, was nicht der amerikanische Kongress ist. Der Ministerpräsident wirkt wie ein Zinnsoldat, wie eine steife Figur, fest geschraubt auf den Boden der eigenen Ideologie. Sicher ist eins: Wer sich so halsstarrig der Dynamik seiner Umwelt entgegenstellt, wird fallen.”  Nicht nur, dass Israel und seine Regierung nach Engelbrecht selbst Schuld sind, wenn fanatische Antisemiten in den Nachbarlaendern an die Macht kommen und es vernichten wollen, nein, er hat noch die Frechheit und Hähme unserem mehrheitlich gewählten und unterstützen Regierungschef und Verkörperung aller Israelis den “Fall” zu prophezeien (er sollte sich wirklich mal eine Umschulung überlegen), sondern man kann aus diesem Satz sogar etwas Hoffnung des Eintreffens heraushoehren. Einfach ekelhaft. Und wie gesagt: Die Juden unter der Naziherrschaft hätten sich wohl nicht “so halsstarrig der Dynamik [ihrer] Umwelt entgegenstellen” sollen, oder?

 

Sehr einfach nochmal der Gedanke des ‘selbst Schuld’ hier von Herrn Engelbrecht zusammengefasst: “Unter Netanjahu wurde aus dem treuen Bündnispartner Türkei ein verbitterter Gegner”. Er kommt wohl nicht im Entferntesten auf die Idee, dass der Satz korrekt und wahrhaftig eigentlich heißen sollte: “Unter Erdogan wurde aus dem treuen Bündnispartner Tuerkei ein verbitterter Gegner.” (Herr Engelbrecht ‘vergisst’ wohl mal wieder z.B., dass Erdogan selbst den linken Schimon Peres feindlich anfuhr – lange vor der Marmara.)  Und die besten Lacher bewahrt sich Herr Engelbrecht bis zum Schluss: “Nun bewegt sich sogar die islamistische Hamas auf Israel zu. Der ehemalige Hardliner Chalid Maschaal, Chef des Politbüros, hat unüberhörbar deutlich dem bewaffneten Kampf gegen Israel abgeschworen. Diese neue Milde ist das Ergebnis des Umbruchs in Syrien und des innerpalästinensischen Versöhnungsprozesses. Die israelische Regierung müsste jetzt reagieren, müsste Gesprächskanäle zu einer wahrscheinlichen künftigen Einheitsregierung der Palästinenser schon jetzt pflegen, nutzen, ausbauen.”
 

Es ist wirklich Wahnsinn. Unser demokratisch gewählter Ministerpräsident Netanjahu kann unentwegt davon sprechen – und durch Taten beweisen -, dass er Frieden will, dass er verhandeln will, dass er Kompromisse will und Engelbrecht und Co. glauben ihm kein Wort, nehmen ihn nicht ernst bzw. ignorieren seine Worte einfach. Wenn aber ein Terroristenanfuehrer wie Maschaal einmal kurz nicht mehr von Ausrottung Israels sondern nur noch von ‘Volkswiderstand’ spricht (wobei er nirgends das Wort ‘bewaffnet’ tatsächlich negierte’), dann machen ihn Engelrecht und Co. gleich zum gläuterten Heilgen. Da braucht es keine Taten, keine Pruefungen, da ist klar, der Mann will Frieden, jetzt aber hurtig Land abgeben. Und wenn auch Maschaals Gasaner Kollege Hanijeh gerade erst (14.12.2011) vor dem eigenen Publikum erklaert (VIDEO), dass die Versöhnung mit der Fatach nur ein Trick sei und man sich erstmal zwischenzeitlich gemaessigter geben wird, aber ansonsten alles beim Alten bleibt: “Der bewaffnete Widerstand und der bewaffnete Kampf sind der Weg und die strategische Wahl zur Befreiung des palaestinensischen Landes, vom [Mittel-]Meer bis zum Fluss [Jordan], und um die Eindringlinge und Thronraeuber [Israel] zu vertreiben. Wir werden nicht einen Zentimeter des Landes Palästina aufgeben. [Wir werden] eine Intifada nach der nächsten führen, bis wir Palästina befreit haben – das ganze Palaestina [ganz Israel], so Allah will. Allahu Akbar und preiset Allah.”

 
Soviel nun also zur ‘neuen, lieben’ Hamas, zur “neuen Milde“, wie Sie es nennen, Herr Engelbrecht. Wofuer verdienen Sie eigentlich ihr Geld, wenn sie nicht mal kurz im Internet recherchieren koennen sondern ihre Leser hinters Licht führen? Ach ja, Herr Hanijeh sprach auch gerade mit seinen Kumpels in Ägypten von der “Befreiung Jerusalems“. Wie sagt Herr Engelbrecht dazu so schoen: “Die Hamas zivilisiert sich, die Palästinenser sind im Begriff, sich zu versöhnen”. Das alles ist natürlich höchster Anlass, dass wir uns ihnen um den Hals schmeissen sollten und am besten schnell Land an die Hamas abgeben, damit sie mit den nächsten Stufen des Stufenplans vorankommt. Vielen Dank, aber nein danke. Ein Glück haben wir heute einen souveränen Staat und sind nicht auf so todbringende Freunde wie Sie angewiesen, insofern Sie sich überhaupt noch heuchelnd als ‘Freund’ bezeichnen.
 

Und Herr Engelbrecht kann jetzt sogar noch als Nachspeise mit einer außergewöhnlichen logischen Akrobatik toppen: “Die israelische Regierung könnte auch im kommenden Jahr dazu beitragen, diesen Krieg [mit dem Iran] überflüssig zu machen. Sie könnte von einer Politik der Schockstarre zu einer Politik des Dialogs und der ernst gemeinten Verhandlungen mit den Palästinensern übergehen. Es ist allerdings zu befürchten, dass Netanjahu zu einem solchen Kurswechsel der Wille und die Courage fehlen”. Genial: So einfach ist das: Man macht mit der Hamas den Palästinensern Frieden und schon ist der Iran lieb. Na dann. Ich hoffe jedenfalls, dass Netanjahu auch weiterhin unseren Mördern nicht entgegenkommt und sie bei ihren Plänen nicht unterstützt, so wie es Herr Engelbrecht wohl gerne täte. {von Ulrich J. Becker, Jerusalem}

 

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