kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Cajus Pupus singt mit den Sternsingern! 1. Januar 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 15:57

20 + C + M + B + 12

Nachdem nun die Weihnachtstage verflossen sind; Silvester auch wieder Vergangenheit ist, kommen wir zum nächsten Fest. Am 6. Januar feiern wir das Fest der heiligen Drei Könige! Genannt auch „Dreikönigstag“ oder wie der Tag in der Liturgie heißt; Epiphanie bei den Katholiken und Epiphanias bei den Evangelischen.

 

Das Epiphaniasfest ist das älteste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war, es wurde schon um 300 im Osten gefeiert als Fest der Geburt Jesu, der Taufe Jesu, als Erinnerung an das Weinwunder zu Kanaan (Johannesevangelium 2, 1 – 11) und zuletzt auch als Erinnerung an die Verklärung Jesu (Matthäusevangelium 17, 1 – 13). Im Laufe der Zeit verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Geschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland, wodurch ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt wurde. Das Fest ist nicht eigentlich das Fest der „Heiligen Drei Könige“, sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das in dieser Welt erschienen ist: „Epiphanie“ bedeutet „Erscheinung„. Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt seit jeher auf der Taufe Jesu, bis heute feiert die Orthodoxe Kirche die Taufe Jesu, bei der sich die heilige Dreieinigkeit der Welt enthüllte. In der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi. Die „Heiligen drei Könige“ waren die Weisen aus dem Morgenland, von denen das Matthäusevangelium berichtet: „Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe“ (Matthäusevangelium 2, 11).

 

An diese Textstellen schlossen sich schon früh Ausdeutungen an; die Zahl der Weisen war zunächst noch nicht auf drei festgelegt. Der Ausdruck „Könige“ wurde dann im 3. Jahrhundert von Tertullian und anderen Kirchenschriftstellern gebraucht. Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9. Jahrhundert volkstümlich. Als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer sucht sie die Legende Aurea zu erklären. Zahlreiche Legenden und Kommentare erzählen das von Wundern erfüllte Leben der drei Weisen, ehe ihnen der Stern erschien, sie die Reise nach Jerusalem unternahmen, vor Herodes standen und, nach der Verehrung des Kindes und durch einen Engel im Traumgesicht gewarnt, einen anderen Rückweg in die Heimat einschlugen. Aus frühchristlichen Quellen stammt die Erzählung von ihrer Taufe durch den Apostel Thomas und von ihrer Bischofswürde, von einem gemeinsamen Weihnachtsfest im Jahr 54 und ihrem unmittelbar darauf folgenden Tod, vom Auffinden ihrer Gebeine und deren Überführung nach Konstantinopel durch Kaiserin Helena. Ihre Gebeine (Reliquien) befinden sich im goldenen Dreikönigenschrein, im Kölner Dom. Die Gebeine der Heiligen Drei Könige sind laut der Vita des Mailänder Bischofs Eustorgius im 4. Jahrhundert von Konstantinopel nach Mailand gekommen und 1164 von Rainald von Dassel als Kriegsbeute von Mailand nach Köln überführt worden, wo seither das Fest dieser Überführung am 23. Juli 1164 gefeiert wird. Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden die heiligen Drei Könige zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die „letzte Reise“, den Tod.

 

 

 

Früher, so im 3. Jahrhundert waren es noch keine Könige, sondern Magier. Erst seit dem 8. Jahrhundert wurden sie „Caspar, Melchior und Balthasar“ genannt. Übersetzt man diese Namen, so ist der „Caspar“ „Der Schatzmeister“, „Melchior“ hieß „Königliches Licht“ und Balthasar wurde mit „Schütze mein Leben“ übersetzt. Gleichzeitig wurden sie in den Stand von Königen erhoben. Diese drei Könige brachten aus dem Morgenland Geschenke mit, die damals sehr wertvoll waren. Gold, Weihrauch und Myrre. Das Gold bezeichnet den einem König gebührenden Weisheitsschatz! Es zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Mit seiner auffallend glänzenden gelben Farbe wurde es gediegen, also als Element, in der Natur gefunden, ließ sich sehr gut mechanisch bearbeiten und korrodierte nicht. Wegen der Beständigkeit seines Glanzes, seiner Seltenheit und auffallenden Schwere war es sehr begehrt und wurde in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet. Auch heute noch zählt Gold zu den beliebtesten Metallen, weil das auch als Sicherheit einer Landeswährung und natürlich für Schmuck und Geschmeide gebraucht, bzw. verarbeitet wird.

 

Der Weihrauch bedeutet das ergebungsvolle Opfer und Gebet! Weihrauch (von althochdeutsch wîhrouch: „heiliges Räucherwerk“; zu wîhen: „heiligen“, „weihen“) bezeichnet zum Räuchern verwendete Harze sowie die Pflanzenarten, aus denen diese Harze gewonnen werden (auch Weihrauchbaum, Weihrauchpflanze), und schließlich den Rauch selbst. Das Weihrauch-Harz ist ein körniges getrocknetes Harz (genannt auch „Schweiß der Götter“). Schon bei den alten Ägyptern wurde Weihrauch für kultische Zwecke und auch bei der Mumifizierung von besonderen Persönlichkeiten verwendet. Aber auch als aromatisches, desinfizierendes und entzündungshemmendes Räuchermittel und Heilmittel wurde es gebraucht. Auch in der heutigen Zeit ist der Weihrauch in Gebrauch.Wie ein Rauchopfer steige mein Gebet vor dir auf ...“. Dieser Vers aus dem Psalm 141 versinnbildlicht, welche Funktion die Verwendung von Weihrauch in der Liturgie hat: Das Aufsteigen der Rauchschwaden soll unser Gebet an Gott verdeutlichen. Gleichzeitig ist Weihrauch auch Zeichen der Verehrung. Er wird zur Beräucherung von Vorsteher und Gemeinde, Altar, Eucharistie, Evangelium sowie von religiösen Gegenständen verwendet, um damit letztlich Gott zu ehren.

 

 

 

Die Myrrhe ist die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung! Myrre bzw. Myrrhe (semitisch murr = „bitter“) ist das Harz des Baumes Commiphora myrrha. Im Alten Testament findet sich das „Rezept“ für Salböl: Nimm dir Balsam von bester Sorte: fünfhundert Schekel erstarrte Tropfenmyrrhe, halb so viel, also zweihundertfünfzig Schekel, wohlriechenden Zimt, zweihundertfünfzig Schekel Gewürzrohr und fünfhundert Schekel Zimtnelken, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl, und mach daraus ein heiliges Salböl… (Ex 30,23-25 EU). Das bedeutet aber auch, dass Myrrhe eine pharmazeutische Bedeutung bei Entzündungen der Mundschleimhaut hat. Sie wirkt auf der Haut desinfizierend, zusammenziehend und fördert die Narbenbildung. Sie besitzt eine blutstillende Wirkung. Innerlich angewendet wird sie bei Bronchitis und bei Darmentzündungen. Die Anwendung erfolgt durch Zerkauen (bitter) oder Einnahme von Myrrhepräparaten in Tablettenform.

 

Jetzt kommt natürlich die Frage,

woher wussten denn Caspar, Melchior und Balthasar

von der Geburt des Herrn?

 

In dieser Zeit sind auch einige Sterndeuter aus dem Orient auf der Reise. Sie wissen von einer Prophezeiung. Der Befreier, der Erlöser der Menschen, der Messias, würde unter einer ganz bestimmten Sternenkonstellation auf diese Erde kommen. Dieser Mann wird der lang ersehnte König sein, der Messias, auf den das Volk Israel schon seit vielen Hundert Jahren wartet. Und der eines Tages auch zum König der anderen Völker wird. Diese Sternenkonstellation, von der die Prophezeiung einst kündete, zeigt sich jetzt am Himmel„.

 

Der Heilige Apostel und Evangelist Matthäus kann es uns aber viel besser erklären:

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.  Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:  Du, Betlehem im Gebiet von Juda, / bist keineswegs die unbedeutendste / unter den führenden Städten von Juda; / denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, / der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.  Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.  Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.  Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land„.

 

Und so zogen die Heiligen Dreikönige, denn nicht anderes waren die Sterndeuter, wieder zurück in ihr Heimatland. Doch was ist uns geblieben: Ein paar Knochen, ein Datum, eine Geschichte. Doch was wollen uns die Weisen aus dem Morgenland denn sagen? Diese Weisen hatten einen Stern gesehen und durch die Prophezeiung konnten sie sich, weil ihre Augen geschult und ihr Wissen um Sterne und ihre Bedeutung groß war, haben sie aus dem, was sie sahen, den richtigen Schluss gezogen. Sie hatten einen langen beschwerlichen Weg und auch Umwege hinter sich. Ihre Überraschung muss groß gewesen sein, als sie auf die Familie und das neugeborene Kind treffen, das ein König sein soll. Da schimmert nichts durch vom Glanz, den man von einem Königskind schon jetzt erwarten dürfte, und von der Macht, in die es doch nur hinein wachsen müsste. Da liegt das Neugeborene – sie sehen ein gerade geborenes Kind, mehr sehen sie nicht. Aber sie ziehen nicht enttäuscht weiter. Sie begreifen das Wunderbare, dass hier an diesem Ort Gott Mensch geworden ist. Die neue Botschaft besteht nicht darin, dass Gott angefangen hätte mit seinem Werk, sondern dass Gott selbst hier angefangen hat, wie eben das Leben eines Menschen nur anfangen kann.

 

Ein Gott, der sich klein macht

 

Man muss sich nur bücken! Gott macht sich aus Liebe klein – Keine Diener, die ihm dienen, wie ein König es gewohnt. Keine daunenweichen Kissen, nichts, was seine Würde schont. Keine gutbetuchten Eltern, kein Palast, in dem er thront. Gott wird Mensch und kommt uns nahe, wo bei uns das Elend wohnt.

 

Gott macht sich aus Liebe klein, wirbt um uns und lädt uns ein, teilt in Jesus bis zur Neige unsre Angst und unsre Freude. Gott macht sich aus Liebe klein, wirbt um uns und lädt uns ein. Keine Kisten, schwer von Silber, keine Schränke voll Besteck, keine seidenen Gewänder, nicht einmal ein Himmelbett.

 

Keine reich gedeckte Tafel, Wohlstand, der zum Himmel schreit! Gott wird Mensch, und wir erkennen ihn an seiner Menschlichkeit. Keine wochenlange Werbung bis zur großen Supershow, abseits unsrer Lichtreklamen legt sich Gott auf Heu und Stroh. Dort, wo unsre Not am größten, steht er wartend vor der Tür. Gott wird Mensch und nimmt aus Liebe einen Viehstall als Quartier.

Jörn Philipp

 

Die Bräuche der Länder zum Erscheinungsfest sind unterschiedlich.

 

In Italien freuen sich besonders die Kinder auf das Dreikönigsfest, denn sie bekommen ihre Geschenke nicht an Weihnachten. Die gute Fee Befana bringt die Gaben am 6. Januar. Auch in Spanien kommt nicht das Christkind, sondern die Heiligen Drei Könige beschenken die Kinder. An einigen Orten stellen die Kinder ihre Schuhe hinaus, wie deutsche Kinder es zu Nikolaus machen. Der Wunschzettel ist auch nicht ans Christkind adressiert, sondern an den jeweiligen Lieblings-„König”. In einigen Gegenden Frankreichs und der Schweiz gibt es den Brauch des „Bohnenkönigs”. In einen Kuchen wird eine Bohne, Mandel oder Trockenpflaume eingebacken. Am Morgen des Dreikönigstages wird der Kuchen gemeinsam verspeist – und wer die Bohne „erwischt”, darf an diesem Tag als König die Familie „regieren”. In Frankreich, Spanien, Mexiko, in großen Teilen der Schweiz und in kleinen Teilen Österreichs wird am Dreikönigstag ein Gebäck namens Dreikönigskuchen aufgetischt Der bekannteste Brauch ist aber das Sternsingen. Als so genannter Heischebrauch wurde er oftmals von unterprivilegierten Menschen dazu genutzt, sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot und einen Zehrpfennig zu verdienen. Diverse Lieder und Vortragstexte blieben bis heute erhalten. Die Vortragenden gingen für gewöhnlich mit einem Stern umher und hatten sich nach Möglichkeit als Könige gekleidet. In der alten Bischofsstadt Hildesheim (Niedersachsen, Deutschland) ist ein solcher Heischebrauch bis heute überliefert. So verlieh der Bischof vom Berge den Pflastersetzern (Patthökern) das Privileg diesen Brauch in der Stadt auszuüben. Vorgetragen wurde ein Sing- und Sprechspiel, das musikalisch begleitet mit Segenssprüchen für die Hausbewohner endet.

 

Basierend auf diesem älteren Brauch gehen Gemeindemitglieder als Heilige Drei Könige gekleidet von Haus zu Haus. Meist sind es Kinder und Jugendliche, die diese Aufgabe wahrnehmen; in katholischen Gegenden oft die Messdiener, Kommunionkinder oder andere Jugendliche der jeweiligen Kirchengemeinde, die nicht nur die Frohbotschaft des Evangeliums verkünden, sondern vor allem auch Spenden für benachteiligte Kinder sammeln. Den Menschen, die sie einlassen, singen die Sternsinger ein Lied und sprechen ein Gebet bzw. sagen Gedichte auf. Dann schreiben sie mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B (lateinisch für „Christus mansionem benedicat“) – verbunden mit der jeweiligen Jahreszahl – an die Haustüren bzw. die Türbalken. Wörtlich übersetzt heißt der Spruch: „Christus segne dieses Haus“.

 

20 + C + M + B + 12

 

Es führt drei König Gottes Hand
mit einem Stern aus Morgenland
zum Christkind durch Jerusalem
zur Davids Stadt nach Bethlehem.
Gott, führ auch uns zu diesem Kind
und mach aus uns sein Hofgesind!

 

Aus Morgenland in aller Eil
sie reisten weit, viel hundert Meil.
Sie zogen hin zu Land und See,
bergauf, bergab, durch Reif und Schnee.
Zu dir, o Gott, die Pilgerfahrt
uns dünke nie zu schwer und hart.

 

Sie kehrten bei Herodes ein,
am Himmel schwand des Sternes Schein;
doch wie zum Kind sie eilig gehen,
den Stern sie auch von neuem sehn.
Gott, lass das Licht der Gnad uns schaun,
auf deine Führung fest vertraun!

 

Und überm Haus wo’s Kindlein war
stand still der Stern, so wunderbar;
da knien sie und weih’n dem Kind
Gold, Weihrauch, Myrrh‘ zum Angebind.
Gott, nimm von uns als Opfergut
Herz, Leib und Seele, Ehr und Blut!

 

Durch Weihrauch stellten fromm sie dar,
dass dieses Kind Gott selber war;
die Myrrh‘ auf seine Menschheit wies,
das Gold die Königswürde pries.
O Gott, halt uns bei dieser Lehr;
dem Irrtum und dem Abfall wehr! 

Friedrich Spee (1591-1635)

 

Sternsingerlied

 

Wir kommen daher aus dem Morgenland,
wir kommen geführt von Gottes Hand.
Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr:
Kaspar, Melchior und Balthasar.

 

Es führt uns der Stern zur Krippe hin,
wir grüßen dich Jesus mit frommem Sinn.
Wir bringen dir unsere Gaben dar:
Weihrauch, Myrrhe und Gold fürwahr.

 

Wir bitten dich: Segne nun dieses Haus
und alle, die gehen da ein und aus!
Verleihe ihnen zu dieser Zeit
Frohsinn, Frieden und Einigkeit.

 

3 Responses to “Cajus Pupus singt mit den Sternsingern!”

  1. Cajus Pupus Says:

    Die heil’gen Drei Könige

    Die heil’gen Drei Künige aus dem Morgenland,
    sie frugen in jedem Städtchen:
    „Wo geht der Weg nach Bethlehem,
    ihr lieben Buben und Mädchen?“

    Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,
    die Könige zogen weiter,
    sie folgten einem goldenen Stern,
    der leuchtete lieblich und heiter.

    Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
    da sind sie hineingegangen;
    das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
    die heil’gen Drei Könige sangen.

    Heinrich Heine (1797-1856)

  2. Bazillus Says:

    Ein Zeitungsbericht aus dem Raum Geislingen Autor: RODERICH SCHMAUZ | 31.12.2011
    Raum Geislingen. Am Neujahrstag werden wieder Sternsinger ausgesandt. Sie gehen von Tür zu Tür, bringen den Jahressegen und bitten um Spenden für Kinder in Not.

    Es ist die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Am ersten Tag im neuen Jahr machen sich auch im katholischen Dekanat Göppingen-Geislingen wieder die Sternsinger auf den Weg. Bis Freitag, bis zum Feiertag Heilige Drei Könige, ziehen die bunt, edel und fantasievoll morgenländisch gekleideten Kindergruppen in Begleitung eines Erwachsenen unter dem Banner des sie leitenden Sterns von Haustüre zu Haustüre, um den Menschen die frohe Botschaft von der Geburt Jesu und den Jahressegen zu bringen. Es ist die 54. Sternsingeraktion.

    Auf den Türsturz schreiben sie mit Kreide neben der Jahreszahl 2012 „C+M+B“. Auch wenn die drei Weisen aus dem Morgenland der Überlieferung nach Caspar, Melchior und Balthasar heißen, haben die drei Buchstaben nichts mit dem Anfang ihrer Namen zu tun, sondern sind die Abkürzung für den lateinischen Satz „Christus mansionem benedicat“ – Christus möge dieses Haus segnen.

    Zugleich bitten die Sternsinger um Spenden – sie unterstützen damit Kinder in der Dritten Welt, Kinder in Not und Armut, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Und sie wollen darauf hinweisen, dass Kinderrechte vielfach missachtet werden. In diesem Jahr lautet ihr Motto deswegen „Klopft an Türen – pocht auf Rechte“. Die Sternsinger im Alter zwischen sechs und 14 Jahren zeigen Solidarität – und erhoffen sie von den Erwachsenen, die sie besuchen. Beispielland ist diesmal Nicaragua.

    In der Seelsorgeeinheit Geislingen mit den Gemeinden Sankt Maria (mit Bad Überkingen), Sankt Sebastian (mit Amstetten), Sankt Johannes und Sankt Maria Himmelfahrt Eybach ist ein Teil der Sternsingerspenden im Rahmen der GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam gehts besser“ für das Uganda-Hilfsprojekt von Thomas Bopp bestimmt. In Sankt Johannes im Seebach findet am Neujahrstag um 13 Uhr die zentrale Aussendung der vermutlich wieder rund 100 Sternsinger der Seelsorgeeinheit statt.

    Beim letzten Mal waren in den 40 Kirchengemeinden des katholischen Dekanats Göppingen-Geislingen fast 1500 Kinder als Sternsinger unterwegs, hinzu kamen 150 erwachsene Begleiter. Sie ersangen über 233 000 Euro Spenden.
    Ende des Artikels:

    Diese Aktion finde ich doppelt gut: Hier wird nicht nur geschrieben, sondern getan. Kinder ziehen unter Anleitung Erwachsener aus den Kirchengemeinden und sammeln für Kinder in Not und bringen Segen. Durch die Buchstaben C+M+B bringen sie Segen in jedes Haus: Christus möge dieses Haus segnen. Ein schöneres Wort kann es nicht geben. Von Kindern an die Hauswand geschrieben, ist es ein besonders inniges Zeichen eines SEgens, denn segnen kann jeder. Wir sollten viel öfter Gebrauch davon machen. Solche Aktionen sollten nicht nur in katholischen Gemeinden, sondern auch in anderen christlichen Gemeinden durchgeführt werden.

    • Chris.L Says:

      Wer der drei Könige ist der Mohr?

      Um die „Drei Weisen aus dem Morgenland“ ranken sich zahlreiche Legenden und Erklärungsversuche: Erst der Volksglaube machte sie zu Königen, und erst im 6. Jhdt erhielten sie die Namen „Caspar, Melchior und Balthasar“.

      Oft wird heute Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner abgebildet (dies erst ab dem 12. Jhdt.),
      der Europäer Melchior bringt Gold,
      und Balthasar als asiatischer König schenkt Weihrauch.

      Caspar bedeutet übersetzt: „Der Schatzmeister“
      Melchior heißt übersetzt: „Königliches Licht“
      Balthasar heißt übersetzt: „Schütze mein Leben“


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