kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ohne Glaube an die Göttlichkeit Jesu 29. Dezember 2011

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 19:20

Jesus Christus Pantokrator - Der Allmächtige

Sind die Christen „anonyme Muslime„!

 

Dogmatiker Jan-Heiner Tück (Universität Wien) ortet heute

„versteckten Arianismus“, der die Gottessohnschaft leugnet

 

Wien (kath.net/KAP): Einen „versteckten Arianismus“ stellt der Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück im Blick auf heutige Glaubensvorstellungen fest: „Man tut sich schwer, Jesus als Sohn Gottes zu bekennen“, so Tück in der jüngsten Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“. Dabei wäre das Bekenntnis zur Göttlichkeit Jesu gerade heute im Dialog mit dem Islam wichtig, wies der Theologe hin. „Ein Christ, der das Christusbekenntnis neo-arianisch in Zweifel zieht, kann leicht als ‚anonymer Muslim‘ vereinnahmt werden, denn Muslime lehnen die Gottessohnschaft Jesu bekanntlich ab und ordnen ihn in die Reihe der Propheten ein.“ Der Dogmatik-Professor erinnerte damit an Arius (um 260 bis 336) und dessen Lehre, dass es nur einen wahren Gott gebe und Jesus Christus ein – besonders ausgezeichnetes – Geschöpf sei, die beim Konzil von Nikaia 325 verworfen wurde. Demgegenüber wurde laut Tück in „griechischer Wesensterminologie“ klargestellt, dass Vater und Sohn „homoousios“ (wesensgleich) sind. Tück nennt dies eine „Revolution im Gottesbegriff“: Gott sei keine einsame, verhältnislose Monade; in ihm gebe es Beziehung, er sei – wie es im Neuen Testament heißt – Leben und Liebe.

 

„Jesus Christus ist der Herr“

 

Die Christologie der altkirchlichen Konzilien werde heute oft „als nachösterliche Überhöhung hingestellt“, so Tück weiter. Leichter erscheine es, in Jesus ein Vorbild der Humanität, einen Lehrer der Menschlichkeit, einen beeindruckenden Rabbi und Gleichniserzähler zu sehen. Demgegenüber wies der Theologe darauf hin, dass das Bekenntnis „Jesus Christus ist der Herr“ einen Anhaltspunkt bereits in der Verkündigung und Praxis Jesu habe. In der Bergpredigt etwa beanspruche Jesus göttliche Autorität, er habe sich über bestimmte Reinigungsvorschriften hinweggesetzt und am Sabbat geheilt. Schließlich habe er gefordert, „dass seine Jünger ihm als Person nachfolgen – für gläubige Juden bis heute eine provozierende Anmaßung“. An diese Spuren einer „Christologie von unten“ konnte die nachösterliche Bekenntnisbildung anknüpfen, erklärte Tück. Schon bald nach den Osterereignissen lasse sich eine „Explosion der Christologie“ beobachten, „die bis heute zu staunen, zu denken und zu danken gibt“.

 

Auf die Frage, warum das Weihnachtsfest bis heute sowohl Kirchennahe als auch Fernere fasziniere, antwortete Tück: Die Botschaft, dass der ewige allmächtige Gott uns Menschen in einem kleinen ohnmächtigen Kind nahekommt, sei eine allgemein tröstliche Botschaft. Auch die, die sich mit dem Glauben schwertun oder der Kirche den Rücken gekehrt haben, schätzten Weihnachten und die damit verbundene festliche Liturgie, die Geschenke, die menschliche Wärme. Tück sieht darin eine „Sehnsucht nach Geborgenheit“, mit der oft auch eine Ahnung verbunden sei, „dass in der Menschwerdung des göttlichen Wortes eine große Verheißung liegt“. {Quelle: www.kath.net}

 

5 Responses to “Ohne Glaube an die Göttlichkeit Jesu”

  1. Emanuel Says:

    Danke , lieber Herausgeber dieser wunderbaren Seite. Das ist gerade mein „inneres Thema“. Da es nur einen Gott gibt, ist Jesus Christus logischerweise DER HERR … Wenn es auch unter den Christen oft nicht in dieser Eindeutigkeit gesehen wird. Daran gibt es nichts zu zweifeln ….. Ein Gott ….. Ein Herr … Aus diesem ist und dieser ist Jesus Christus. Das Sein oder das Wesen Gottes ist „DER VATER“ und das Dasein oder das Licht mit seiner Wärme ist „DER SOHN“.
    So kann ich das gut verstehen …. Zur Sonne gehört unzertrennlich Licht und Wärme ….
    eben VATER UND SOHN.

    Daher kann es auch mit den BEIDEN anderen Weltreligionen, die sich auf einen Gott berufen, keine Einheit geben.

  2. saphiri Says:

    Danke , Knecht Christus
    lieber Herausgeber dieser wunderbaren Seite.Bild!

    in Christ, der das Christusbekenntnis neo-arianisch in Zweifel zieht, kann leicht als ‘anonymer Muslim’ vereinnahmt werden, denn Muslime lehnen die Gottessohnschaft Jesu bekanntlich ab und ordnen ihn in die Reihe der Propheten ein.

    Joh 5,19-30
    J. S. Baxter hat das so ausgedrückt:
    1. Gleiches Werk: »denn was der (Vater) tut, das tut ebenso auch der Sohn« (V.19).
    2. Gleiches Wissen: »Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut« (V.20).
    3. Gleich in der Auferstehung: »Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will« (V.21, dazu auch V.28.29).
    4. Gleich im Gericht: »Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben« (V.22, dazu auch V.27).
    5. Gleich in der Ehre: »Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren« (V.23).
    6. Gleich in bezug auf die Wiedergeburt: »Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der … ist aus dem Tod in das Leben übergegangen« (V.24.25).
    7. Gleiche Schöpferkraft: »Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst« (V.26).

  3. Emanuel Says:

    Eine Frage Saphiri : (Mit der Bitte um Erlaubnis vom Knecht)

    Heute habe ich in einem sehr, sehr alten christlichen _Werk einen Text gelesen, der mich sehr verwundert hat und den ich nicht verstanden habe. Dieser Text hat „zufällig“ sehr direkten Bezug zum Thema. Ich verstehe ihn aber nicht. Ich setze es mal hier rein und wenn der Knecht es veröffentlicht danke ich schon mal im Voraus.

    250. Vers 15: Und Feindschaft will Ich setzen zwischen dir
    und zwischen dem Weibe und zwischen deinem Samen und zwischen
    ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du
    wirst Ihm die Ferse verletzen.
    Niemandem ist heutzutage unbekannt, daß dies die erste Weissagung
    von der Ankunft des Herrn in die Welt ist. Aus den Worten
    selbst auch ergibt es sich klar. Daher und aus den Propheten wissen
    auch die Juden, daß der Messias kommen werde. Aber noch niemand
    weiß, was unter der Schlange, unter dem Weibe, unter dem Samen
    der Schlange, unter dem Samen des Weibes, unter dem Kopf der
    Schlange, den Er zertreten soll und unter der Ferse, welche die
    Schlange verletzen werde, insbesondere verstanden wird, daher es
    angegeben werden soll.
    Dieser Text ist fast 300 Jahre alt. Und damals = „Heutzutage “ war niemandem unbekannt ….. ????
    Daran alleine kann man bereits unsere „Entwicklung“ erkennen ….

  4. Christina Says:

    Die Schlange ist Satan, das Weib Maria und ER ist Jesus. Es gibt einige Marienfiguren, z.B. an Kirchen, wo sie die Schlange zertritt und den Halbmond, die sich beide um den Globus winden.
    Mit ihrem Samen ist auf jeden Fall Jesus gemeint.


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