kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung nimmt zu 26. Dezember 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 12:09

Für UNO ist „Diffamierung der Gläubigen“ kein Tabu mehr!

 

New York: Dem Vatikan gelang ein Etappensieg. Zum ersten Mal in diesem Jahrtausend verurteilte die Generalversammlung der Vereinten Nationen Angriffe gegen die Religionsfreiheit und religiöse Intoleranz, die als „Diffamierung der Gläubigen“ bezeichnet wurde. Am 19. Dezember 2011, verurteilte die UNO nach mehr als einem Jahrzehnt wieder ausdrücklich die Verweigerung der Religionsfreiheit unter Nennung der „Anti-Blasphemiegesetze“. Immer mehr Menschen werden weltweit Opfer religiöser Verfolgung. Das Phänomen weitet sich dramatisch aus und betrifft keineswegs nur die islamische Welt, Indien und die kommunistischen Regime. Einige mehrheitlich hinduistische Staaten der indischen Föderation haben sogenannte „Anti-Konversionsgesetze“ erlassen oder verschärft. Polizei und Militär greifen nicht ausreichend schnell bei Angriffen und Übergriffen gegen religiöse Minderheiten ein. Obwohl die indische Rechtsordnung Sanktionen gegen die Verletzung der Religionsfreiheit vorsieht, kommen sie kaum zur Anwendung. Die kleine christliche Minderheit Indiens wird häufiges Opfer dieser religiösen Intoleranz, die bis zu Pogromen, Vertreibungen, Zwangs-Rückkonversionen und Morden reicht.

 

Auch im kommunistischen Vietnam kommt es andauernd zu schweren Verletzungen der Religionsfreiheit. Opfer sind die katholische Kirche, protestantische Gemeinden und andere Minderheiten. Selbst die Versammlungsfreiheit für Gottesdienste ist eingeschränkt. Im mehrheitlich moslemischen Indonesien stehen die Christen in einem dramatischen Ringen um ihre Rechte (s. Bild). Das sind nur drei Beispiele. Die Vereinten Nationen stellten in ihrer diesjährigen Hauptversammlung fest, daß die Diffamierung der Religion ein schwerwiegender Angriff auf die Menschenwürde ist, die zur Einschränkung der Freiheit führt. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang die Arbeit des Heiligen Stuhls bei der UNO. Der Vatikan verfügt über den Rechtsstatus eines Ständigen Beobachter bei den Vereinten Nationen. Die katholische Kirche ist damit die einzige Religion der Welt, die eine solche Position besitzt und damit Einfluß nehmen kann und dies grundsätzlich für die Religionsfreiheit tut, aber auch als Anwalt der Christenheit aller Konfessionen.

 

Ihr Einfluß ist natürlich nur so groß, wie sie Unterstützung bei anderen Staaten findet, die Vollmitglieder der UNO sind. Der Heilige Stuhl findet diese Unterstützung vor allem in zahlreichen, mehrheitlich katholischen Staaten. Auf diese Weise kann er immer wieder das Thema Religionsfreiheit zur Sprache bringen und sich gegen die Gewalt gegen Gläubige einsetzen. Dies gilt vor allem für die weltweit in zahlreichen Staaten stattfindende Christenverfolgung. In den vergangenen Jahren wies der Heilige Stuhl mit Nachdruck auf die unterschiedlichen Formen der Verletzung der Religionsfreiheit in vielen Staaten hin und beschäftigte damit die internationalen Menschenrechtsgremien. Der Vatikan machte dabei deutlich, daß die religiöse Intoleranz weltweit zunimmt und die Christen das Hauptopfer dieser Angriffe sind. Weltweit werden mehr als 200 Millionen Christen diskriminiert, wie der Vatikan unermüdlich den Mächtigen der Welt vor Augen führt. Es handelt sich nur um einen Etappensieg, der – so die Hoffnung des Heiligen Stuhls – auch für das säkularisierte Europa einen ausreichend starken Denkanstoß bietet. Auch auf dem alten Kontinent mehren sich die Signale einer antireligiösen Unduldsamkeit. Hier wird nicht im Namen einer Religion, sondern einer “Anti-Religion” die Religionsfreiheit angegriffen. Eine “antireligiöse” Strömung, die in Wirklichkeit eine antichristliche Grundhaltung ist, die Religion aus dem öffentlichen Leben  verbannen will und dies unter anderem im Namen eines multireligiösen Multikulturalismus tut. Die Religion der “anderen” dient als Argument zur Aushebelung des christlichen Erbes von Europa.

 

Der Heilige Stuhl fordert von den Staaten, vor allem die Einschränkungen der Meinungsfreiheit aufzuheben. Der Vatikan sieht darin einen besonders gefährlichen, weil nicht direkt mit der Ausübung des Kultes verbundene Beschränkung. Wahre Meinungsfreiheit kann, so der Heilige Stuhl, zu größerem Respekt zwischen allen Völkern beitragen und ermöglicht es, auf Diskriminierungen der Religionsfreiheit aufmerksam zu machen. Beim Empfang der neu beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter aus Kasachstan und Bahrein brachte Papst Benedikt XVI. die Religionsfreiheit zur Sprache, die in beiden Ländern keinen leichten Stand hat. Der Papst betonte ein Zusammenleben der Religionen im gegenseitigen Respekt und Frieden, betonte jedoch auch das Recht auf Religionswechsel, wenn es das Gewissen des Einzelnen verlange. {Quelle: www.katholisches.info – Text: Vatican Insider/Giuseppe Nardi – Bild: Vatican Insider}

 

 

Weihnachten hinter Gittern – Christenverfolgung in Laos

 

Vientiane: Am 16. Dezember wurden im südostasiastischen Staat Laos acht führende Persönlichkeiten der christlichen Gemeinschaft verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, einen Gottesdienst „organisiert“ zu haben, an dem mehr als 200 Christen teilnahmen. Menschenrechtsorganisationen machen auf das ungewisse Schicksal der acht Christen aufmerksam, die Weihnachten in laotischen Gefängnissen verbringen müssen. Höhere Polizeioffiziere begaben sich in die Ortschaft Boukham in der Provinz Savannakhet, um mit den örtlichen Behörden über die weitere Vorgehensweise zu entscheiden. Die Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch for Lao Religious Freedom (HRWLRF) berichtet, daß die verhafteten Christen vom Bürgermeister die Erlaubnis erhalten hatten, die Weihnachtsfeier durchzuführen. Während des Gottesdienstes stürmte die Polizei das Gebäude und verhaftete die Verantwortlichen. Vier von ihnen wurden bei der Verhaftung die Augen verbunden und in Handschellen abgeführt. Seither befinden sie sich in Haft. Ein Haftbefehl mit genauer Angabe, was ihnen zur Last gelegt wird, liege nicht vor. Ein Sprecher der HRWLRF erklärte, es sei „aus den Zusammenhängen jedoch offensichtlich“, daß sie verhaftet wurden, „weil sie Menschen zu einer religiösen Feier versammelt hatten“.

 

Am 18. Dezember gelang es einigen Vertretern der evangelischen Kirche von Laos mit den Behörden die Enthaftung eines Häftlings zu erreichen. Kingsamosorn sei nach Bezahlung einer Kaution von 1 Million Kip freigelassen worden. Zum Vergleich: Der Monatslohn eines Arbeiters beträgt in Laos rund 300.000 Kip (oder 40 Dollar). Über das Ergebnis der Besprechung zwischen Polizeioffizieren und Ortsbehörden wurde nichts bekannt. Bei der Abführung der Verhafteten seien allen Häftlingen Handschellen angelegt worden. Laos wird von einem kommunistischen Regime beherrscht. Zwei Drittel der Bevölkerung sind Buddhisten. Rund 0,7 Prozent der sechs Millionen Einwohner sind Katholiken. Die Christen des Landes sind immer wieder Verfolgungen und Einschränkungen ihrer Religionsfreiheit ausgesetzt. Im Februar 2011 wurde 65 Bauern die Nahrung entzogen. Durch Hunger sollten sie gezwungen werden, dem Christentum abzuschwören. {Quelle: www.katholisches.info – Text: Asianews/Giuseppe Nardi – Bild: Asianews

 

4 Responses to “Christenverfolgung nimmt zu”

  1. saphiri Says:

    Zitat: „Zum ersten Mal in diesem Jahrtausend verurteilte die Generalversammlung der Vereinten Nationen Angriffe gegen die Religionsfreiheit und religiöse Intoleranz, die als „Diffamierung der Gläubigen“ bezeichnet wurde.“

    Irgendwie verstehe ich das Ganze nicht.

    Es ist doch freie Religionsausübung des Islam, Ungläubige und Bekehrungsresistente zu liquidieren.
    Warum sollte sich der Islam sich dieser freien Religionsausübung – so wie es im Koran steht, wie mit Ungläubigen zu verfahren sei – zurückhalten?

    Entweder man erkennt den Islam als Religion an, dann aber auch mit allen seinen Regeln und Koraninhalten, oder man entzieht dem Islam endlich den Status als Religion. Dann könnte man dieses Abschlachten Andersgläubiger oder Ungläubiger nicht mehr unter dem Status „Religionsfreiheit“ durchführen, sondern als das benennen, was es ist, ein Genozid an Nichtmoslems.

    ‚Terror unter Ungläubigen verbreiten‘, wie im Koran (Unterwerfungsgebote der Moslems) angeordnet, ist die verbreiteteste religionsfreiheitliche Ausübung der Islam-Gottgefälligen und überall zu tolerieren, wo es Religionsfreiheit gibt, unter der sich jede menschenverachtende Ideologie tarnen darf.

    Jesus starb am Kreuz, nicht weil Judäa ein Besatzungsgebiet eines Rechtsstaates war, sondern trotz, weil Rom ein Rechtsstaat war.

  2. aber auch Übertretungen zum Christentum.

    Jesus in der «Spielhöllen-Stadt» Las Vegas
    In der Stadt Las Vegas finden Tausende zu einem neuen Leben im Glauben an Jesus Christus. In diesem Jahr hat die «Central Christian Church» bereits annähernd 2‘000 Personen getauft

    • Die von 24 Christen gegründete Gemeinde hat inzwischen rund 19‘000 Besucher und ist an vier Standorten im Umfeld der Zwei-Millionen-Stadt mit ihren «Spielhöllen» vertreten.

      Vor allem «nicht-religiöse Leute» will sie mit dem christlichen Glauben ansprechen. In der Kirche sind unter anderem Motorradfahrer, ehemalige Alkoholiker und Drogensüchtige anzutreffen.

      Um die Hemmschwellen abzubauen, werden die Gottesdienste mit moderner Musik und einer Bühnenshow gestaltet. Dabei werde aber die christliche Botschaft nicht verwässert, versichert Hauptpastor Jud Wilhite. Ihm geht es vor allem darum, Menschen mit schmerzhaften Lebenserfahrungen anzusprechen

      • saphiri Says:

        Danke für diese interessante Information, welche ich gerne aufgreife:

        Es steht nirgends geschrieben, dass nur ein einwandfreier Lebenswandel Christ sein darf und man nur mit einwandfreiem Lebenswandel die Kirche betreten darf.

        Lest die Story mit den 99 weißen und dem einen schwarzen Schaf!

        Jeder ist ein Mensch mit seiner dazugehörigen Menschenwürde, egal ob Alkoholiker, Spielsüchtiger, Kranker, falsch indoktrinierter, Krimineller, gut Gesitteter oder Obdachloser, Reicher oder Armer, ….

        Und nirgends steht geschrieben, dass in der Kirche nur die antike Konserve der mittelalterlichen Kirchenmusik, die Gläubigen erheitern und zum Froh sein animieren darf. Kunststück wer das schafft.
        OK, – andächtig ja, aber emotional anspruchslos, nein. Alles sollte möglich sein.

        Wollte die Kirche seine Häuser wieder voll bekommen, dann sollte sie ihren anti-menschlichen Ballast abwerfen, vor allem (einer meiner größten Wünsche) versteinerte, verbiesterte Priestergesichter, während der hl. Messe, freundlicher und herzlich wärmer dreinblicken lassen, damit sich die Gläubigen angenommen fühlen statt abgestoßen, vertrauen haben können an das, was Priester eigentlich beruflich darstellen – Seelsorge.

        Unser jetziger Papst hat, seit Jesu Zeit, das Lächeln in den Petrus-Sitz wieder rein gelassen. Menschliche Wärme aus dem Gesicht des Papstes muss endlich, endlich, endlich, auch bis in die kleinste Kirche getragen werden und aus jedem Priestergesicht an die Gläubigen weiter getragen werden, egal ob in der Messe, der Predigt oder im privaten Gespräch. Als Kind hatte ich nur Angst vor diesen versteinerten böse wirkenden Gesichtern der Priester, mit krampfhaft hängenden Mundwinkeln.

        Lächeln wirkt nicht lächerlich, sondern wärmend bis tief in die Seele. Ein Gebet ist keine Forderung, sondern eine innige Bitte. Hoffnung ausstrahlend sollte ein segnender Priester, Hoffnung wollen wir uns geben, und Bitten für die verfolgten Christen, aber auch für die verachteten Menschen überall auf der Welt. So sei es!


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