kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

DARF CHRISTKIND EIN GEHEIMNIS SEIN? 23. Dezember 2011

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 23:19

Heiligabend1958, 16 Uhr nachmittags. Die Straßen sind menschenleer, die Geschäfte geschlossen. Still liegt die Stadt, geschmückt mit einem weihnachtlichen Lichtermantel. Langsam erfüllt der Zauber des Heiligen Abends die Wohnstuben. Bunte Kerzen, brennen am Weihnachtsbaum und der Duft von Zimtplätzchen und Lebkuchen erfüllt die Räume. In der Ecke bullert der Kohleofen und verströmt wohlige Wärme. Da! Horch! Ein feines helles Glöckchen erklingt: Das Christkind ist da! An der Hand meiner Mutter betrete ich als Dreijährige den Raum. Das erste Weihnachtsfest, an das ich mich erinnere. Mein Blick fällt auf den strahlenden Glanz des Weihnachtsbaums. Meine Augen wandern zum Gabentisch. Was ist das? Eine süße kleine Schildkröt-Puppe. Das Christkind hat sie gebracht!

 

Herbst 2011: 53 Jahre später legt mir eine Kollegin einen Zeitungsausschnitt auf den Schreibtisch: „Darf Christkind ein Geheimnis sein?“ lautet die fette Überschrift. Ein Theologe ist in dem Artikel der Ansicht, Eltern sollten Kindern die Wahrheit sagen – auch beim Christkind. Die Forderung des Theologen: „Religion darf nicht mit Lüge verbunden sein.“ Dabei stört sich der katholische Geistliche nicht daran, dass viele seiner Kollegen der Ansicht sind, das Geheimnis ums Christkind mache viel vom Charme und Zauber um Weihnachten aus. Zwei Meinungen. Schauen wir auf die Gebote Gottes. Ganz genau betrachtet ist die Aussage, das Christkind oder der Weihnachtsmann bringen die Geschenke, nicht wahr: Wir verstoßen damit gegen das achte Gebot: „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Will heißen, das achte Gebot verbietet uns jede Falschheit und den ungerechten Schaden am Ruf eines anderen. Daher verbietet es uns neben dem falschen Zeugnis auch die Lüge. Hätten meine Eltern demnach damals ihrer kleinen Tochter sagen sollen, ja, sogar sagen müssen: „Liebes Töchterlein, die Schildkröt-Puppe hat dir deine Mami im Spielzeugwarengeschäft gekauft. Ja – und sie hat sie sogar noch billiger bekommen, weil sie dorthin geschäftliche Verbindungen hat.“ Wäre das in christlichem Sinne das korrekte elterliche Verhalten gewesen? Den Zauber des Heiligen Abends hätten sie damit jedoch zerstört!

 

Auch die Frage, ist der Weihnachtsmann eine Lüge, ja oder nein, bewegte schon 1897 die achtjährige Virginia O´Hanlon. Jenes Mädchen schrieb am 20. Dezember an die New Yorker Redaktion der „Sun“: Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der „Sun“ steht, ist immer wahr. Bitte sagen Sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?“ Diese Sache war dem Chefredakteur so wichtig, dass er seinen erfahrensten Kolumnisten, Francis P. Church, beauftragte, eine Antwort zu entwerfen – für die Titelseite der „Sun“. Hier Auszüge daraus: „Virginia deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Es gibt ihn so gewiss wie die Liebe, Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie. Es gibt einen Weihnachtsmann, sonst könntest du auch den Märchen nicht glauben.

 

Gewiss, du könntest deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht – was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Was du auch siehst, du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal die Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube, Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. Der Weihnachtsmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehn mal zehntausend Jahren wird er da sein, um Kinder wie dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia.

Dein Francis Church“

 

Dieser mehr als 110 Jahre alten Antwort schließe ich mich entgegen vielleicht anderer theologischen Ansichten gerne an und sage: „Liebe Eltern, das mit dem Glöckchen, der Puppe und dem Christkind damals ist für mich heute noch der Charme um Weihnachten, der Zauber der Heiligen Nacht. Habt Dank dafür.“

 

Stille Nacht, heilige Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht
Nur das traute hochheilige Paar
Holder Knabe im lockigen Haar
Schlaf in himmlischer Ruh – Schlaf in himmlischer Ruh

Stille Nacht, heilige Nacht
Hirten erst kundgemacht – Durch der Engel Halleluja
Tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter ist da – Christ, der Retter ist da

Stille Nacht, Heilige Nacht
Gottes Sohn, oh, wie lacht
Lieb‘ aus deinem göttlichen Mund
Da uns schlägt die rettende Stund
Christ, in deiner Geburt
Christ, in deiner Geburt

Eure Bella Ella

 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 

 
 
 
 
 

 
 
 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 
 
 

 

2 Responses to “DARF CHRISTKIND EIN GEHEIMNIS SEIN?”

  1. saphiri Says:

    BELLA
    ELLA
    danke für das geschriebene;wir wünschen natürlich dasselbe gerne zurück…

    Weihnachten
    Blicken wir auf das Weihnachtsgeschehen.

    Eines Tages sandte Gott den Engel Gabriel in die galiläische Stadt Nazareth zu der Jungfrau Maria, die mit Joseph, einem Mann aus dem Geschlecht Davids, verlobt war.

    Gabriel begrüßte das Mädchen und sprach zu ihm: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.“

    Im mosaischen Gesetz gab Gott Anweisungen für Feste im Jahresablauf, die das Volk in besonderer Weise begehen sollte; dazu zählen: das Passahfest mit dem sich unmittelbar anschließenden Fest der ungesäuerten Brote zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten; das Pfingstfest (im Alten Testament als „Fest der Wochen“ bezeichnet; ein Erntedankfest für die Weizenernte); das Laubhüttenfest, das zum einen an die Bewahrung des Volkes Israel während der vierzigjährigen Wüstenwanderung erinnerte, zum anderen die Feier zum Abschluss der Weinlese sowie des Danks für die gesamte Ernte darstellte. Im Lauf der Jahrhunderte fügten die Israeliten weitere Festtage hinzu, die mit besonderen Ereignissen in der Geschichte Israels verbunden sind.

    Diese jüdischen Feste kannte auch der Herr Jesus von klein auf. Wir lesen, dass seine Eltern ihn als zwölfjährigen Jungen mit zum Passahfest (Luther-Übersetzung: Ostern) nach Jerusalem genommen hatten (vgl. Lukas 2, 41). Am letzten Tag des Laubhüttenfestes lehrte der Herr im Tempel (vgl. Johannes 7, 2. 14). Aus den ausführlichen Schilderungen in den Evangelien wissen wir, dass der Herr Jesus beim Fest der ungesäuerten Brote, beim Passahfest, sich an die jüdischen Gepflogenheiten und Traditionen hielt, mit denen dieses Fest gefeiert wurde: Er aß mit den Aposteln das Passahlamm, nahm dazu ungesäuertes Brot und Wein und sprach mit den Jüngern den Lobgesang (vgl. Matthäus 26, 17; Markus 14, 12; Lukas 22, 1). Wir lesen an keiner Stelle in der Bibel, dass er sich negativ über das Feiern dieser Feste äußerte.

    Wie das jüdische Volk, so haben auch alle anderen Völker ihre eigenen Feste. In wohl jedem Land gibt es einen Nationalfeiertag, der sich mit bestimmten Ereignissen verbindet. Auf welches Datum dieser Feiertag gelegt wird, ist Angelegenheit der jeweiligen Regierung. Oft sind es politische Entscheidungen, wie beispielsweise der Tag, an dem ein Land unabhängig wurde oder an dem sich mehrere Staaten zu einem zusammengeschlossen haben.

    Wie kam es nun zu christlichen Feiertagen? Zunächst war es das Zusammenkommen der Christen am ersten Tag der Woche gewesen, das diesen als einen Feiertag heraushob: Es war der Tag, an dem Jesus Christus von den Toten auferstanden war. Im Lauf der Zeit entwickelte sich dann das Bedürfnis, der besonderen Geschehnisse im Leben Jesu an einem bestimmten Tag zu gedenken. Die Festsetzung des jeweiligen Datums beruhte nicht auf den tatsächlichen Gegebenheiten, sondern richtete sich vielfach nach den im jeweiligen Land üblichen Feiertagen. Mit der Ausbreitung des Christentums kam der Glaube auch in nichtjüdisch geprägte Kulturkreise. Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass die Gedenktage in den frühchristlichen Gemeinden nicht einheitlich begangen wurden.

    Weihnachten : „

    Die besinnliche Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hat schon so manchen um seine Besinnung gebracht“, so schrieb der deutsche Humorist, Lyriker und Erzähler Joachim Ringelnatz vor rund 200 Jahren. Skeptisch war auch Jean-Paul Sartre: „Weihnachten, ein Fest der Liebe. Leider wird dabei zu wenig gelacht“, so wird der französische Philosoph zitiert. Und der deutsche Kabarettist Dieter Nuhr setzt noch einen drauf und ätzt: „Weihnachten ist der Höhepunkt des Christenjahres, denn da hat der Heiland den Einzelhandel gerettet.“ Sicher sind Ihnen solche Aussagen nicht ganz fremd. Dennoch und gerade deshalb: Weihnachten ist auch so, wie es sich ein jeder gestaltet und mit Sinn füllt. Liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen Ihnen, dass genau dies gelingt: Ein besinnliches Fest zu feiern trotz all des Stresses, gemeinsam mit lieben Menschen entspannte und friedliche Tage zu verbringen. Das sanfte weihnachtliche Licht wird ein Übriges dazu beitragen

  2. saphiri Says:

    Wir lernen alle bekannten geistigen Gesetze in Gedanken, Gefühlen und Handlungen, sowie in absolut allen Situationen anzuwenden und zu praktizieren.

    Hierzu hilft uns zuerst einmal eine Selbst-Analyse. Aus neutraler Sicht betrachten wir unsere aktuelle Persönlichkeit und ihr Verhalten in allen vergangenen und gegenwärtigen Situationen. Wichtig dabei ist zu erkennen und bestenfalls schriftlich zu notieren, in welchen Situationen wir dabei gegen bestimmte geistige Gesetze verstossen. Am besten wir nehmen einen Notizblock oder ein Arbeitsheft zur Hilfe und schreiben das Ergebnis unserer inneren Inventur detailliert nieder

    nur so bleiben wir Gott nahe und rein.


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