kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Junge Aargauerin sollte beschnitten werden 17. Dezember 2011

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 20:51

Erst die Scharia und dann das Vaterland

Eine muslimische Konvertitin und ihr irakischer Mann suchten eine Ärztin, um ihre 11-jährige Tochter zu beschneiden. Jetzt wurden sie vom Bezirksgericht Lenzburg verurteilt.

«Sie sind doch Ärztin? Machen Sie auch Beschneidungen von Mädchen?», fragte eine Person am Telefon eine muslimische Ärztin. Die Ärztin verneinte sofort vehement. Darauf sagte die Person: «Ich suche jemand, der das für meine Tochter machen würde.» Die Ärztin verneinte erneut und beendete empört den Anruf.
 

Am Donnerstag, 1. Dezember, muss sich das Ehepaar G. vor Bezirksgericht Lenzburg wegen Vorbereitungshandlungen zu schwerer Körperverletzung verantworten.  So ähnlich soll sich am Abend des 13. Juni 2007 ein 39 Sekunden dauerndes Gespräch zwischen einem Elternteil der im Aargau wohnhaften Familie G. und einer Spitalärztin aus der Ostschweiz abgespielt haben. Aufgrund dieses Telefonats wurden die Eltern fünf Tage später von der Aargauer Polizei abgeholt und die damals 11-jährige Tochter Fatma für 6 Monate in einer Pflegefamilie untergebracht. Seither muss sie halbjährlich von einem Gynäkologen kontrollieren lassen, ob ihre Genitalien unversehrt sind.

Eltern stellen den Sachverhalt anders dar: 2010 wurden die Eltern des Mädchens wegen Vorbereitungshandlungen zu schwerer Körperverletzung per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse von 200 und 400 Franken verurteilt. Weil die Eheleute Burim und Dorothea G. dieses Urteil nicht hinnehmen wollen, standen sie am heutigen Donnerstag, 1. Dezember, vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Aus Sicht des Staatsanwaltes ist erwiesen, dass der Ehemann und Stiefvater der 11-Jährigen, der damals 32-jährige Iraker Burim G., bei der Ärztin angerufen hat. Die Ärztin und deren Ehemann, wollen beide «eine männliche Stimme mit ausländischem Akzent» erkannt haben. Die Eltern stellen den Sachverhalt aber anders dar: Von Anfang an behauptete die damals 49-jährige Mutter, sie habe das Telefonat gemacht. Sie habe eine tiefe Stimme und werde oft für einen Mann gehalten.

 

Ein Familienleben nach strengen islamischen Regeln: Auch den Inhalt des Gesprächs stellt die Familienmutter, eine zum Islam konvertierte Schweizerin mit deutschen Wurzeln, anders dar. Sie habe sich aus pädagogischen Gründen bei der Ärztin über die Beschneidung und deren Problematik erkundigen wollen. «Meine Tochter zu beschneiden war in diesem kurzen Gespräch kein Thema.» Und: Sie sei gegen Beschneidung. Dem hält die Gerichtspräsidentin ein Zitat aus einem Brief entgegen, den Dorothea G. an den leiblichen Vater von Fatma geschrieben hatte. Dort schrieb sie: «Aus diesem und nur aus diesem Grund fragte ich die Ärztin, ob sie meine Tochter beschneiden würde.» In der Befragung vor Gericht wird klar, dass Familie G. nach strengen muslimischen Prinzipien lebt. An Schullagern durfte Fatma kaum je teilnehmen. Ging sie mit, musste gewährleistet sein, dass sie dreimal täglich beten kann. Vom Schwimmunterricht wurden das Mädchen und ihre zwei Brüder meist dispensiert. Zu Hause wurden intensiv islamische Rituale gelebt. Der Lehrer von Fatma berichtete zudem, dass sie bereits als 11-Jährige am Ramadan fastete und in der Schule keine christlichen Lieder singen durfte.

 

«Religiöse Neugier» und «pädagogisches Interesse»: Für den Anwalt des Ehepaars hat seine Mandantin glaubhaft dargelegt, dass sie und nicht ihr Mann der Ärztin angerufen hat. Ihre Tochter zu verletzen habe sie nie im Sinn gehabt. Das Gericht glaubt hingegen, dass Burim G. das Telefonat vom 13. Juni 2007 getätigt hat und verurteilt ihn wegen Vorbereitungshandlungen zu schwerer Körperverletzung zu einer bedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 90 Franken und einer Busse von 400 Franken. Dorothea G. erhält wegen Irreführung der Rechtspflege eine bedingte Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 10 Franken und eine Busse von 200 Franken. Der Anwalt des Ehepaars kündigt an, das Urteil weiterzuziehen. {Quelle: www.20min.ch – «von Annette Hirschberg – Machen Sie auch Beschneidungen von Mädchen?»: Der Stiefvater wurde wegen Vorbereitungshandlungen zur Beschneidung verurteilt. (Bild: Colourbox)}

 

 

Fatwa über die Mädchenbeschneidung

Es gibt keine einheitliche Einstellung zu diesem Thema

Von Scheich Dr. Youssef al-Qaradawi

 

Frage: „Einige muslimische Gelehrte (arab. ‘Ulama’) lehnen die Mädchenbeschneidung ab, während andere sie befürworten. Wie ist sie aus islamischer Sicht zu beurteilen?“

Antwort: „Die beste Einstellung ist die moderate, die die milde/leichte Mädchenbeschneidung [bei der „nur“ ein Teil oder die ganze Klitoris und/oder ein Teil der äußeren Schamlippen entfernt werden] befürwortet. Die Überlieferung (Aussagen Muhammads, des Propheten des Islam) besagt: ‘Der Prophet (des Islam) sagte einer Frau, die diese (die Mädchenbeschneidung beruflich) ausübte: „Schneide leicht, nicht viel“ [bei der radikalen Frauenbeschneidung werden die gesamten inneren und äußeren Schamlippen und die Klitoris entfernt und die Frau bis auf eine kleine Öffnung zugenäht]. Diese (die leichte Bescheidung) macht das Gesicht (einer Frau) schöner und ist bei Ehemännern beliebt’. In den islamischen Ländern werden zu diesem Thema unterschiedliche Auffassungen vertreten. In einigen Ländern ist sie gesetzlich verboten, wird dennoch in Teilen der Bevölkerung praktiziert. Viele Muslime lehnen sie als unislamische Sitte ab. Andere berufen sich auf die Überlieferung, in der Muhammad die „leichte“ Form der Beschneidung empfohlen haben soll (s.o.).“ {Quelle: Institut für Islamfragen}

 

 

Für Strafnorm gegen Mädchen-Beschneidung

 

Genital-Verstümmelung gibt es nicht nur in Afrika. Durch die Migration sehen sich namentlich Ärzte auch in der Schweiz mit beschnittenen Mädchen und Frauen konfrontiert. UNICEF Schweiz ruft am Internationalen Tag der Frau am 8. März zum Aktionstag im Kampf gegen Mädchen-Beschneidung auf.

 

Das Schweizerische Komitee des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF hat ein neues Rechtsgutachten präsentiert, mit dem es seine Forderung nach Einführung einer Strafnorm unterstreicht, um die Beschneidung von Mädchen und Frauen in der Schweiz ausdrücklich zu verbieten.mWeltweit seien rund 130 Millionen Mädchen und Frauen betroffen, jedes Jahr würden weitere drei Millionen Mädchen, meist im Alter zwischen vier und zwölf Jahren, an ihren Geschlechtsteilen beschnitten. Elsbeth Müller, Geschäftsführerin von UNICEF Schweiz, verspricht sich von einem expliziten Verbot der Mädchen-Beschneidung im Schweizerischen Strafgesetzbuch einerseits eine präventive Wirkung, andererseits eine Begriffsklärung. „Mädchen-Beschneidung ist eine Verletzung des Menschenrechts auf einen unversehrten Körpers“, führt Elsbeth Müller gegenüber swissinfo aus und hält fest: „Es ist eine Verstümmelung, und das darf nicht geduldet werden.“

 

Handbuch für medizinisches Personal: UNICEF Schweiz engagiert sich seit Jahren im Kampf gegen die äusserst schmerzhafte Praxis der Beschneidung der weiblichen Genitalien. Die Verletzung hat oft traumatische Folgen und verursacht bei den Frauen meist lebenslänglich Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Komplikationen bei Geburten. So hat das Kinderhilfswerk in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen ein Handbuch für das medizinische Personal für den Umgang mit beschnittenen Frauen und Mädchen erstellt.

 

Beschneidungen finden auch in der Schweiz statt: Die Beschneidung entspricht in vielen afrikanischen Ländern einer kulturellen Tradition. Unbeschnittene Mädchen gelten als nicht heiratsfähig. UNICEF Schweiz unterstützt erfolgreiche Aufklärungskampagnen in Burkina Faso, Somalia und Gambia. Dem Vorwurf, sich in eine fremde Kultur einzumischen, hält Elsbeth Müller entgegen: „Alle Kulturen tragen in sich die Unversehrtheit des Körpers. Die Beschneidung ist über die Jahrtausende zu etwas geworden, das einzig gesundheitliche Probleme verursacht, zum Tod des Mädchens oder der beschnittenen Mutter bei der Niederkunft führen kann.“ Wegen der Zuwanderung aus Afrika ist die Mädchen-Beschneidung auch in Europa zu einem Thema geworden. In Belgien, Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, Norwegen, Österreich, Schweden und Spanien ist sie verboten. Allein in der Schweiz leben laut Schätzungen von UNICEF gegen 7000 beschnittene Mädchen und Frauen. Gemäss dem Kinderhilfswerk sind die Mädchen in der Schweiz nur ungenügend geschützt. „Diese Beschneidungen werden in der Schweiz nicht von Ärzten in Spitälern ausgeführt, sondern geschehen im Verborgenen“, sagt Elsbeth Müller. Entweder würden die Mädchen dafür ins Ausland gebracht, oder Beschneiderinnen reisten in die Schweiz ein und danach gleich wieder aus.

 

Parlamentarischer Vorstoss: Humanitäre Organisationen verlangen seit Jahren, dass Mädchen und jungen Frauen, denen diese Gefahr in ihrem Ursprungsland droht, in der Schweiz Asyl zu gewähren sei. „Als Asylgrund gilt heute eine drohende Beschneidung zwar nicht“, erklärt Elsbeth Mülller, „aber eine Ausschaffung kann aufgeschoben werden“. Im vergangenen Dezember hat die nationalrätliche Rechtskommission beschlossen, auf eine parlamentarische Initiative für ein Verbot der weiblichen Genital-Verstümmelung einzutreten. Die Initiative verlangt neben der Strafverfolgung von Personen, die Beschneidungen in der Schweiz vornehmen oder unterstützen, auch, dass jene belangt werden, die eine Beschneidung im Ausland unterstützen. In einem Rechtsgutachten kommt UNICEF zum Schluss, dass zwei Formen der Beschneidung, die Infibulation und die Exzision, dem Tatbestand der schweren Körperverletzung entspricht. Zwei andere Formen der Beschneidung, gelten jedoch lediglich als „qualifizierte einfache Körperverletzung“. Daher unterstützt UNICEF Schweiz den parlamentarischen Vorstoss, der ein explizites Verbot der Mädchen-Beschneidung im Gesetz fordert. Deren ausdrückliche Erwähnung hätte eine Signalwirkung im Kampf gegen die Mädchen-Beschneidung. {Quelle: www.swissinfo.ch – Susanne Schanda}

 

One Response to “Junge Aargauerin sollte beschnitten werden”

  1. Krejci Says:

    Leider wurde der Artikel gelöscht oder der Link stimmt nicht!


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