kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

British-Airways-Kreuzverbot 12. Dezember 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:56

Haltung Camerons empört Altprimas

 

Vier Christen, darunter die Koptin Nadia Eweida, verloren Religionsfreiheits-Prozesse und wollten Regierungshilfe für Gang zum EGMR – Regierung lehnte ab, Alterzbischof Carey kritisiert: Regierung versage beim Schutz von Christenrechten!

 

London (kath.net/KAP): Der frühere anglikanische Primas Lord Carey of Clifton wirft der britischen Regierung Versagen beim Schutz der Rechte von Christen vor. Die Weigerung der Regierung, die Klagen von Christen wegen Diskriminierung vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR) zu unterstützen, sei „Ergebnis eines liberalen Establishments, das zutiefst unliberal geworden ist“. Das sagte Carey laut einem Bericht der Zeitung „Mail on Sunday“. Der frühere Erzbischof von Canterbury hatte sich ebenso wie die britische Menschenrechtskommission bei Premierminister David Cameron für die Kläger eingesetzt. Die Regierung hatte in Straßburg jedoch erklärt, sie stehe zu den Urteilen der britischen Gerichte. Ihrer Meinung nach lägen keine Diskriminierungen vor. Vier Christen, die ihre Prozesse wegen Einschränkung der Religionsfreiheit vor britischen Gerichten verloren haben, hatten im Juni Klage in Straßburg eingereicht. Der EGMR hatte die Klagen als rechtlich bedeutend eingestuft.

 

Bei den Klägern handelt es sich unter anderen um Nadia Eweida, eine Mitarbeiterin der Fluggesellschaft „British Airways“ und Angehörige der koptisch-orthodoxen Kirche. Ihr war ebenso wie einer Krankenschwester vom jeweiligen Arbeitgeber das Tragen eines Kreuzes im Dienst untersagt worden. Zudem geklagt hatten eine Standesbeamtin und ein Partnerberater. Die Beamtin hatte abgelehnt, Zeremonien für gleichgeschlechtliche Partnerschaften durchzuführen. Im Fall des christlicher Partnerberaters erfolgte die Klage, weil er seine Dienste keinen homosexuellen Paaren anbot. In einem 40 Seiten umfassenden Gutachten befand die britische Regierung jetzt, weder das Tragen eines Kreuzes noch das Befolgen des eigenen Gewissens am Arbeitsplatz sei eine Kernbedingung für den persönlichen Glauben der Kläger.

 

 

Türkei: heimische Al-Kaida-Zelle plante Attentate auf Kirchen

 

Eine verwirrende, aber dennoch aufschlussreiche Meldung kommt derzeit aus der Türkei. Wie die Zeitung „Taraf“ erfahren haben will, ist die inzwischen von der Polizei ausgehobene elfköpfige Terrorzelle mitten in Vorbereitungen für Attentate auf Kirchen gewesen.

 

Im Juli 2011 wurde in der Türkei eine elfköpfige, einheimische Terrorzelle von den Sicherheitsbehörden ausgehoben, die von sich behauptete, mit dem Al-Kaida-Netzwerk in Verbindung zu stehen. Aus der nun veröffentlichten Anklageschrift des Sonder-Staatsanwaltes in Ankara geht hervor, dass diese Gruppe Anschläge sowohl auf türkische Regierungsgebäude als auch auf Kirchen und Kirchenvertreter geplant haben soll. Es sollen „sämtliche Kirchen von Ankara“ auf der Ziel-Liste dieser Gruppe gestanden haben. Es wurden CDs, DVDs und Manifeste gefunden, in denen sich Sätze fanden wie: „Es ist vorteilhafter, gegen die Türkei den Dschihad zu führen, als gegen die USA.“ Oder auch: „Lasst uns das Parlament in die Luft sprengen“! Die potentiellen Terroristen benannten in ihren Dokumenten die Türkei als „Satan“ und dessen Regierung als „Apostaten“. Unter diesen Materialien waren auch Listen mit Namen und Adressen von Klerikern und Kirchenmitarbeitern, die in Ankara ihren Wohnsitz haben. Außer den Kapellen in verschiedenen, ausländischen Botschaften gibt es noch mehrere internationale Kirchen und evangelische Versammlungen in Ankara.

 

Die Zelle flog auf, nachdem Eltern die Entführung ihres Sohnes durch Angehörige dieser türkischen Extremistengruppe bei den Behörden angezeigt hatten. Daraufhin begann die Polizei, eines der Mitglieder der Zelle intensiv zu beobachten und kam so dem Komplott auf die Spur. Die Verhaftungen wurden schließlich im Juli in einem Vorort von Ankara vorgenommen. Die aufgefundenen Materialien deuten unmissverständlich darauf hin, dass die Mitglieder der Zelle an automatischen Waffen ausgebildet wurden. An diversen Standorten wurden außerdem 700 kg Sprengstoffe, die der Gruppe zugerechnet werden, entdeckt. Kontakte nach Afghanistan konnten ebenfalls nachgewiesen werden. {Quelle: „compass direct news“ vom 09. Dezember 2011 – www.gebetskreis.wordpress.com}

 

 

Abdol-Rahman Mohammad Pouri, 29, ist ein Ex-Muslim, der seit Jahren Christus nachfolgt.

 

Gegenüber der iranischen, christlichen Nachrichtenagentur „Mohabat-News“ gab er jüngst sein Zeugnis ab!

 

Der junge Mann, der jetzt gezwungenermaßen Zuflucht in der Türkei suchen musste, erzählt offen von seinem persönlichen Hintergrund und seiner Begegnung mit Christus. Er entstammt einer streng-muslimischen Familie im Ort Semnan. Warum verließ er die traditionelle Religion seiner Familie: Meiner Meinung nach, machten es mir die Gewalt und die Widersprüche im Islam unmöglich, mich Gott nahe zu fühlen. Deshalb ersetzte ich meine traditionelle Religion durch das Christentum. Über die weiteren Umstände erfahren wir von der englisch-sprachigen Seite dieses: Ich hörte von Jesus 2007 und übergab ihm 2008 mein Leben. Unmittelbar nachdem ich Jesus vertraute, begann ich damit, meinen Glauben in der Stadt Semnan zu teilen. Dies brachte mir Probleme ein, weil unsere Stadt recht klein ist. Deshalb, und weil ich Freunde in Mahabad hatte, zog ich dorthin und mietete ein Haus für mich an. Das war der Ausgangspunkt meiner extensiven, evangelistischen Aktivitäten.

 

Seine persönliche Glaubensentscheidung blieb selbstverständlich weder unbemerkt noch folgenlos. Abdol-Rahman Pouri berichtet: Als meine Familie und Freunde von meiner Entscheidung hörten, akzeptierten sie diese nicht und sie stießen mich in der Folge von sich. Meine Freunde begannen damit, mich wie meine Familie zu behandeln und mich „Apostaten“ und „Ungläubigen“ zu nennen. Das Einzige, was mir durch all dies hindurch half war mein Glauben an Christus. „Apostaten“-Christen, also ehemalige Muslime, haben in den meisten islamischen Ländern ganz besondere Probleme zu gewärtigen. Da in diesen Ländern meist neben dem Strafgesetzbuch noch mehr oder minder direkt Scharia-kompatible Regelungen den Alltag bestimmen, schwebt über vielen von ihnen ein unausgesprochenes Todesurteil für ihr Verlassen der Gemeinschaft der Muslime, der sog. „Umma“. Wir konnten unseren Glauben nicht frei ausdrücken, oder ungehindert zum Sonntagsgottesdienst gehen. Und weil wir diese Schwierigkeiten hatten, entschied ich mich dafür, mein gemietetes Haus Gott zur Verfügung zu stellen als Hauskirchen-Treffpunkt. Die Entwicklung der Erweckungsbewegung im Iran ist u. a. deshalb so schwierig einzuschätzen, weil diese Erfahrungen durchaus exemplarisch zu betrachten sind. Wie viele Hauskirchen von Ex-Muslimen es im Iran insgesamt gibt, ist nur schwer zu beziffern, da die Sicherheitsbehörden mehr oder minder aggressiv gegen diese vorgehen und die Hauskirchen oftmals nur unzureichend vernetzt sind.

 

Die Sicherheitsorgane des Iran wurden natürlich auch auf die Bibelstudien und Versammlungen in Abdol-Rahmans Haus  aufmerksam. Daraufhin begannen sie damit, diese Versammlungen zu stürmen und willkürlich das Haus zu durchsuchen. Abdol-Rahman Pouri schätzt die Hintergründe so ein:
Das iranische Regime basiert auf dem Islam und nach der islamischen Doktrin wird jeder, der den Islam verlässt, als „Apostat“ angesehen, der es verdient, getötet zu werden. Das islamische Regime hat Angst vor jeder Art von Versammlung, besonders vor solchen, die nicht mit dem islamischen Glauben oder Regime in Einklang stehen. Kurz gesagt: sie können keine andere Art zu denken tolerieren, als ihre eigene. Seine Flucht beschreibt er in folgenden Worten: Nachdem unsere Hauskirche von den Sicherheitsbehörden entdeckt worden war, floh ich in die Stadt Urmia und blieb dort über Nacht bei einem Freund. Am nächsten Tag erfuhr ich, dass die Sicherheitsorgane in mein Haus eingebrochen waren. Ich entschloss mich, das Land zu verlassen, um nicht verhaftet zu werden. Einige Tage später, nachdem ich bereits in der Türkei angekommen war, hörte ich, dass Polizisten auch das Haus meines Vaters in Semnan durchsucht hatten. Dabei beschlagnahmten sie einige Gegenständ meines Bruders, darunter seinen Computer, CDs und einige seiner Bücher.

 

Die gute, alte Sippenhaft scheint also im Iran noch immer lebendig zu sein. Das Provinzialgericht hatte mittlerweile angeordnet, alles Eigentum Abdol-Rahmans zu beschlagnahmen, seine Konten zu konfiszieren und seinen Arbeitgeber dazu zu zwingen, ihn zu feuern. Außerdem wurden an seinen Vater Zwangsvorladungen für ihn vor das „Revolutionsgericht“ von Semnan zugestellt, allerdings befand er sich zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr im Land. Die Zukunft von Flüchtlingen wie Abdol-Rahman Pouri oder anderer ist ungewiss. In den Aufnahmeländern, in denen sie sich oftmals illegal aufhalten, wird ihnen zumeist staatliche Hilfe versagt. Wer auf die Registrierung als „Glaubensflüchtling“ beim UNHCR oder anderen, internationalen Organisationen hofft, wird meist mit Antworten wie „geh doch nach Hause, du als Christ bist doch selbst schuld“ abgespeist und unverrichteter Dinge zurückgeschickt, wie die Hilfswerke berichten. Als einzige Hoffnung bleibt zumeist nur eine Weiterreise in ein sicheres Aufnahmeland oder die Hilfe durch Organisationen wie die „Schwester Hatune Stiftung“, die ohne unnötige Bürokratie Einzelfallhilfe leisten. Dies kann aber kein Dauerzustand sein, zumal sich auch einstmals „sichere“ Länder wie Syrien oder Jordanien sehr bald in Feueröfen für Christen verwandeln können. {Quelle: „mohabat news“ vom 11. Dezember 2011 – www.gebetskreis.files.wordpress.com}

 

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