kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Halbmond über Österreich 9. Dezember 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 19:21

Von Christa Chorherr – Die Autorin beschreibt in bemerkenswert vielen Details die Vorstellungen eines islamischen Lebensmodels.

 

Der Islam vereint Religion und Politik – Der Koran gilt als göttliche Offenbarung und ist daher unveränderbar. Er kann nicht übersetzt werden – Der Islam genießt weltweit einen Vorzug vor allen Lebensformen und Religionen. Die Scharia bietet die richtige Lebensform! Eine europäische Leitkultur wird  daher von Muslimen nicht akzeptiert. Der Islam stellt sowohl die Universalität der UN-Menschenrechtsdeklaration als auch die „Deutungshoheit“ westlicher Gesetze in Frage. Selbst die islamische Finanzwirtschaft folgt mit dem „Islamic Banking“ abweichenden Regeln. Nicht-Muslime gelten als „Ungläubige“. Für diese sieht der Koran an verschiedenen Stellen Diskriminierung, Verfolgung oder sogar Tötung vor. Die islamische Lebensweise ist patriarchalisch und durch Gruppenidentität und Nationalismus geprägt. Westliche Lebensweise basiert auf säkularem Individualismus mit freiem Willen, freiwilliger Religionsausübung und individueller Identität.

 

Durch die Zuwanderung der Muslime seit den 1960er Jahren und das weltweite Wiedererwachen des Islam beschäftigt diese islamische Lebensweise den „heimischen“ Österreicher Tag aus Tag ein in der einen oder anderen Form. Das westliche Lebensmodell hat in den letzten Jahren an Attraktivität verloren, es stößt sogar auf Verachtung. Die „westliche Wirtschaftskrise“, verbunden mit der immer größer werdenden Kluft zwischen Arm und Reich hat daran ihren Anteil. Die Türkei lebt uns die Wiederkehr des Islam anschaulich vor: auch dort hat die  ungerechte Einkommensverteilung zum Erfolg der islamisch orientierten Kräfte beigetragen. Gerecht zu sein, gilt als eine hervorstechende Eigenschaft des Islam. Gerechtigkeit verspricht auch der „Arabische Frühling“. Der Islam ist die Lösung!
 

Hand in Hand mit dem Wiedererwachen des Islam versuchen die Muslime, das europäische Lebensmodell nach ihren Vorstellungen zu ändern. Ganz im Sinne der seit 1400 Jahren angestrebten Islamisierung der Welt. So ist es auch nicht überraschend, dass die von der Autorin getroffenen Feststellungen auch Gegenstand der zahlreichen „interkulturellen/interreligiösen Dialogen“ sind. Beim „Bürgerforum“ des ORF am 18 01 2011 stellte Dr. Cap fest: „das wir das politische Bekenntnis des Islam nicht wollen“. BM Fekter als Innenministerin trat wiederholt für die  „Deutungshoheit“ unserer Gesetze ein. Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde hielt im Juni 2010 in einem Offenen Brief an den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft fest, dass ein interkonfessioneller Dialog nur dann sinnvoll sei, wenn er „nicht gleichzeitig mit der Duldung antisemitischer (oder besser antijüdischer) Hetze einhergehe“. Trotz dieser Widersprüche gewährt die österreichische Behörde dem Islam volle Religionsfreiheit. Damit unterlässt sie die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der Gesetzwidrigkeiten des Islam. Das Islamgesetz 1912 gewährt „den Lehren des Islams, seinen Einrichtungen und Gebräuchen“ Religionsfreiheit, „insofern sie nicht mit den Staatsgesetzen im Widerspruch stehen“.

 

Die Erläuterungen 1909/1910 führen solche Widersprüche an, heutzutage besteht mit dem Gleichheitsgrundsatz ein noch stärkerer Widerspruch zum westlichen Lebensmodell.  Diese Situation schafft in der Bevölkerung Unbehagen. Die Autorin beschreibt „Islamophobie“ und die Angst vor dem Islam. Sie führt auch aus, dass die Medien dem Glaubensinhalt des Islam nicht ausreichend Raum schenken. Es ist tatsächlich leicht zu beobachten, dass der ORF in gesellschaftspolitischen Sendungen die islamische Sichtweise konsequent ausblendet. Die Autorin stellt auch eine eingeschränkte Meinungsfreiheit fest. Auch hier ist leicht zu beobachten, dass Muslime und ihre Helfer peinlichst darauf bedacht sind, eine kritische Diskussion zu unterbinden. Im Rahmen der UN ist es den Muslimen gelungen, eine Tabuisierung des Islam zu erreichen. Gemäß UN-Menschenrechtsrat sind religiöse Diskussionen Wissenschaftlern vorbehalten. Der Europarat hat 2005 „Islamphobie“ dem Antisemitismus gleichgestellt und somit zu einem Delikt gemacht. In der Resolution 1605/2008 unterscheidet der Europarat zwischen Islam und islamischem Fundamentalismus. Terroristische Verbrechen werden dadurch nur den anonymen Fundamentalisten angelastet.

 

Ob der gläubige Moslem die zu Gewalt aufrufenden Passagen im Koran glaubt, wird nicht hinterfragt. Hat islamischer Terror wirklich nichts mit dem Islam zu tun, auch wenn die Gewalttaten dem Freitagsgebet oder dem Aufruf „Allahu akbar“ folgen? Äußerer Ausdruck dieser Tabuisierung ist der Begriff „Islamophobie“.  In den sog.„Interkulturellen/religiösen Dialogen“ wird „Islamophobie“ als unbegründete Angst vor dem Islam definiert. Damit werden kritische Fragen an Muslime von Haus aus unterbunden – Muslime verlangen die Anerkennung von kulturellen und religiösen Besonderheiten, Respekt und Toleranz, ohne Andersdenkenden in gleicher Weise zu begegnen. Die Christenverfolgungen in muslimischen Ländern führen uns täglich muslimische Denkweise vor Augen. In Dialogveranstaltungen halten es Muslime nicht für nötig, auf kritische Fragen einzugehen. Mit der „Islamophobie-Keule“ wird jede Frage abgewürgt. Der Begriff „Islamophobie“ hat sich in der öffentlichen Diskussion über Integration so fest etabliert, dass er als Faktum und als Delikt gilt.

 

Die Tabuisierung des Islam und das Fehlen von Legaldefinitionen für die Delikte „Rassismus“, „Fremdenfeindlichkeit“ und „Islamophobie“ verstärken das Unbehagen der Bevölkerung mit dem Islam. Die Bevölkerung fühlt sich durch Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Rechtssicherheit diskriminiert. Diese Diskriminierung empfindet die Bevölkerung auch durch das selbstherrliche Auftreten von Vertretern des türkischen Staats in Fragen der Integration und des geforderten EU-Beitritts. Auch das Verhalten vieler türkischer Jugendlicher stößt auf Ablehnung. Dieses „selbstherrliche Auftreten türkische“ Auftreten findet in ATIB, der in Österreich agierenden Zweigstelle der türkischen Religionsbehörde Diyanet den krassesten Ausdruck.  ATIB, die Türkisch Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich, fördert die religiöse und nationale Identität von Menschen mit türkischen Wurzeln. Sie verhindert dadurch die Integration in die österreichische Gesellschaft. Folgerichtig steht ATIB der vom Staatssekretariat für Integration vorgeschlagenen Dialogplattform „Forum Islam“ ablehnend gegenüber. Damit wirft ATIB erstmals der Behörde den Fehdehandschuh hin! Inwieweit  ATIB für die Finanzierung von Moscheen aufkommt, ist der österreichischen Öffentlichkeit nicht bekannt.

 

Die Lektüre dieses Buches macht dem Leser klar, dass der Halbmond mit der Stärke eines Vollmonds über Österreich scheint. Die Widersprüchlichkeiten zwischen dem westlichen und dem islamischen Lebensmodell sind groß, die Möglichkeiten eines Dialogs sind gering! Der Islam bestimmt das Leben der Österreicher mehr, als mancher „heimischer“ Bürger wahrhaben will. Aus den vielen angeführten Fakten lässt sich der Schluss ziehen, dass ein Dialog geradezu unmöglich ist. Seit vielen Jahrhunderten wurden „Hinterfragen“ und Exegese untersagt. Das Tor zum „Itschtihad“ wurde geschlossen – wie  das im Fachjargon heißt. Der Islam versteht sich als  Aufforderung, das zu glauben, was Gott sagt! Der Islam wurde quasi „versiegelt“. Das ist das Ende jeglicher Diskussion. Euroislam bleibt ein unerfüllbarer Wunsch. Wo immer dieser ins Gespräch kommt, wird die islamische Identität gefordert. Auch der als moderat geltende Großmufti von Bosnien Herzegowina Mustafa Ceric fordert die Scharia für Europa. Das gilt auch für Tariq Ramadan.

 

Wie anders klingt da das II. Vatikanische Konzil in der Erklärung zum Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen: „das Vergangene beiseite lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen bemühen und gemeinsam für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens für alle Menschen eintreten“. Trotz dieser Offenheit zu anderen Religionen, also auch dem Islam, verlief der sog. Interreligiöse Dialog bisher ergebnislos. Wie kann ein friedliches Zusammenleben erreicht werden? Oder wird unsere Zukunft durch offene Konflikte mit dem Islam bestimmt? Sind wir die „nächsten Kopten“? Es ist der Autorin zuzustimmen, dass ein Dialog möglich sein muss. Freilich nicht in der bisherigen Weise. Grundvoraussetzung eines erfolgreichen Dialogs ist die Offenlegung des islamischen Glaubensinhalts. Worüber reden wir eigentlich?

 

Ganz im Sinne des zitierten „Bürgerforums“ müssen alle Widersprüche zu unseren Gesetzen geklärt werden. Wichtig dabei ist die Frage, ob das im Koran verwendete Feindbild „Ungläubige“ – das die Menschen in gute Muslime und böse Nicht-Muslime teilt –  ein Delikt im Sinne des „EU-RAHMENBESCHLUSSES vom 28. November 2008“ ist. Dieser Rahmenbeschluss stellt bestimmte Formen und Ausdrucksweisen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unter Strafe (Offizialdelikt), nämlich „die öffentliche Aufstachlung zu Gewalt oder Hass gegen eine nach den Kriterien der Rasse, Hautfarbe, Religion, Abstammung oder nationale oder ethnische Herkunft definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe“. Parallel zur Klärung der Gesetzwidrigkeiten des Islam müssen für einen erfolgreichen Dialog auch die Delikte Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie juristisch definiert werden.  Ohne Klärung der Begriffe und der Widersprüche islamischer Rechts- und Wertvorstellungen wird der Islam zu einem Tabu. Dieses Tabu führt zu einer Diskriminierung der Nicht-Muslime. Das ist das Ende jeglichen Dialogs. Fragen wie Burka- und Kopftuchverbot, Bau von Minaretten und Moscheen, uneingeschränkte Religionsausübung können unter diesen Bedingungen nicht geklärt werden.

    

In der Integrationsdebatte muss zunächst klargestellt werden, dass die bestehenden Gesetze die schon erwähnte Deutungshoheit haben. Wichtig ist daher, dass die Liberalen Muslime als vermutlich schweigende Mehrheit eine Stimme bekommen. Auch nicht muslimische Gruppierungen wie beispielsweise die Aleviten und die Orientalischen Christen könnten bei der Klärung der Begriffe und der Widersprüche islamischer Rechts- und Wertvorstellungen sehr hilfreich sein. Christlich-muslimische Dialoge mit dem „Bindeglied Abraham“ beschönigen die Situation. Auch „Experten“ haben bisher zur Problemlösung nichts Entscheidendes beigetragen. Ohne Zweifel wird ein Dialog mit Ecken und Kanten die vorgegebene Beschaulichkeit beenden, aber sicherlich ist dieser Ansatz die einzige Möglichkeit, jenen „Politischen Mut“ zu schaffen, der gewaltsame Konflikte vermeiden kann. Noch ist Zeit! Oder? In diesem Sinne ist jedermann die Lektüre dieses Buches zu empfehlen, der an einem friedlichen Zusammenleben interessiert ist und nicht „Biedermann als Brandstifter“ sein möchte. Das Buch bietet eine umfangreiche Auflistung der Problematik im Zusammenleben mit dem Islam. Damit bietet es die Möglichkeit, die „falschen Propheten“ in dieser Konfrontation zu erkennen.

 

Von Christa Chorherr, Buchverlag Leykam 2011, ISBN 978-3-7760-8

Von Dr. Harald Fiegel

 

One Response to “Halbmond über Österreich”

  1. kasnudl Says:

    dürfte ein sehr interessantes Buch sein;
    versuche das Thema Integration und Islam auch auf meinen Blog zu diskutieren:
    kasnudl.wordpress.com

    habe beruflich viel mit Ägypten zu tun, und finde es sehr wichtig, dass ihr auf das Leid der Kopten aufmerksam macht und der Realitätsverweigerung der österreichischen Medien etwas entgegensetzt,
    lG


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