kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Angriff auf die jüdische Identität Jerusalems 7. Dezember 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 20:39

Der fortgesetzte Druck auf Israel, nicht in jüdischen Vierteln Jerusalems wie Gilo zu bauen, ist Teil einer sich intensivierenden globalen Kampagne mit dem Ziel, die Stadt erneut zu teilen. Wie so viele Aspekte des israelisch-arabischen Konfliktes wird das Thema Jerusalem in einem Vakuum ohne jeden Bezug zur Realität vor Ort diskutiert. Dabei wird auch die abscheuliche Unterdrückung der Religionsfreiheit unter jordanischer Besatzung im Ostteil der Stadt zwischen 1948 und 1967 geflissentlich übersehen. Heilige Stätten der Juden wie der 2000 Jahre alte jüdische Friedhof auf dem Ölberg wurden geschändet, die Grabsteine zum Bau von Latrinen verwendet. Allein in der Altstadt wurden 58 Synagogen abgerissen, einschließlich der uralten Hurva Synagoge.

 

Abdulla El-Tal, Jordaniens Militärgouverneur für die Altstadt und ein hemmungsloser Antisemit verkündete stolz, dass „zum ersten Mal seit 1000 Jahren kein einziger Jude mehr im jüdischen Viertel übrig sei… und da kein einziges Gebäude intakt geblieben ist, ist auch eine Rückkehr der Juden hierher unmöglich“ sei. Auch Christen wurden misshandelt: über 60% verließen die Stadt in dieser Zeit. Nach der Wiedervereinigung Jerusalems in Folge des Sieges Israels gegen den vereinten arabischen Angriff von 1967 wurde sofort allen Bürgern Jerusalem vollständige Religionsfreiheit gewährt. In Universitäten, Krankenhäusern und sozialen Diensten wurden Araber und Juden vollkommen gleichgestellt. Man muss nur eine der großen Kliniken in Jerusalem besuchen, um Zeuge der guten Gesundheitsversorgung zu werden, von der die arabischen Bewohner seit der Vereinigung profitieren.

 

Ironischerweise sind es heute die Juden, die von ihrer eigenen Regierung in der Hauptstadt diskriminiert werden. Unmittelbar nach der Befreiung Jerusalems 1967 übergab Moshe Dayan der moslemischen Wakf (Religionsbehörde) die Verwaltung des Tempelberges. Diese erhielt dadurch vollständige Kontrolle und Jurisdiktion über das Areal, welches die höchsten Heiligtümer des Judentums auf der Welt beherbergt. Dieser Schritt erwies sich als schwerwiegender Fehler. Die Situation wird noch dadurch erschwert, dass das Rabbinat den Juden aus halachischen Gründen den Besuch der heiligen Stätten untersagte. Heute bestehen viele nationalreligiöse Rabbiner jedoch darauf, dass Juden das Recht haben, die Stätten zu besuchen und sehen es sogar als religiöse Pflicht an, dort zu beten. Als ich vor kurzem den Tempelberg besucht habe, machte ich eine bizarre Beobachtung: Juden wurden von der israelischen Polizei in Zusammenarbeit mit der Wakf des Ortes verwiesen, weil sie dort ruhig ihr Gebet verrichtet haben. Auf Nachfrage wurde mit mitgeteilt, dass Juden, die beim Beten beobachtet würden, endgültig vom Besuch des Tempelberges ausgeschlossen würden. Das ist ein Skandal. Es ist ungeheuerlich, dass die israelische Polizei Juden das Recht an der heiligsten Stätte ihrer Hauptstadt. zu beten verwehrt, weil es moslemische Empfindlichkeiten verletzt. Es ist nichts weiter als umgekehrte Diskriminierung, denn die Glaubensfreiheit, die anderen gewährt wird, bleibt dem eigenen Volk vorenthalten.

 

Diese chaotische Regelung ermutigte zudem Palästinenser dazu, die Geschichte in ihrem Sinne umzuschreiben. Wie besessen versuchen sie nun, die Verbindung der Juden zu Jerusalem zu leugnen und stellen die völlig haltlose Behauptung auf, die jüdische Beziehung zu Jerusalem sei eine zionistische Erfindung um die „Invasion“ Palästinas zu rechtfertigen. Diese Form des Geschichtsrevisionismus, die der Holocaustleugnung in ihrer Obszönität in nichts nachsteht, ist heute einer der zentralen Glaubenssätze des palästinensischen Nationalismus. Schon in den 1930-er Jahren beschrieben Stadtführer des moslemischen Rates den Standort von Salomons Tempel. Doch diese Textstellen wurden 1954 zu Gunsten der neuen Geschichtsschreibung gestrichen. Im Jahr 2000 verblüffte Arafat den ehemaligen US Präsidenten Bill Clinton in Camp David mit der Behauptung, Salomons Tempel habe sich nicht in Jerusalem befunden, sondern in Nablus. Bei anderer Gelegenheit behauptete er, der Tempel habe sich im Yemen befunden.

 

Andere, wie der Sprecher der Palästinenserbehörde Saeb Erekat, behaupten, „die Tempelangelegenheit…. sei eine jüdische Erfindung, die jeder Grundlage entbehrt“. Der Präsident der Autonomiebehörde Mahmoud Abbas leugnet nunmehr regelmäßig jeden Bezug der Juden zum Heiligen Land und sein Informationsministerium beschreibt die jüdische Beziehung zu Jerusalem auf seiner Website als einen „biblischen Mythos“. Selbst der „gemäßigte“ Sari Nusseibeh behauptet, dass die historischen Verbindungen und Bezüge des palästinensischen Volkes jedem Israelischen Anspruch auf Jerusalem vorgingen. Kürzlich ging man dazu über sogar den Bezug der Juden zur Klagemauer zu leugnen. Letzte Woche drohte Sheikh Ahmed Al-Tayib, Präsident der Kairoer Al-Azhar Universität und der höchste religiöse Führer der Sunniten, dass die fortgesetzte „Judaisierung“ Jerusalems zu einer Vernichtung des „zionistischen Gebildes in Palästinas“ führen würde. Er behauptet ferner, dass Jerusalem von Arabern gegründet worden sei.

 

Gleichzeitig werden wir Zeuge, wie auf dem Tempelberg von der Wakf bestellte Bulldozer systematisch jeden archäologischen Beweis für dessen jüdischen Ursprung zerstören. Doch trotz Protesten und Empörung unter israelischen Archäologen lehnt die Regierung es ab zu intervenieren. Die Verbindung des jüdischen Volkes zu Jerusalem ist der Kern des geistigen Erbes unseres Volkes und unserer Identität. Über 2000 Jahre lang beteten wir im Exil für eine Rückkehr nach Jerusalem und seit 1800 stellen Juden die Mehrheit der Bevölkerung Jerusalems dar. Es ist bemerkenswert, dass sogar Yitzhak Rabin kurz vor seiner Ermordung schwor, dass Jerusalem nie wieder geteilt werden würde. Und trotzdem ist es eine traurige Tatsache, dass weder die USA noch die Europäer auch nur die israelische Hoheit über West-Jerusalem anerkannt haben. Es gibt keinen Zweifel daran, daß in einem Jerusalem unter palästinensischer Verwaltung sofort wieder die Diskriminierungspraktiken der Jordanier von vor 1967 eingeführt würden. Abu Mazen (Abbas) hat bereits öffentlich verkündet, dass in einem zukünftigen Palästinenserstaat nicht ein einziger Jude geduldet würde.

 

Es ist auch völlig unrealistisch, dass Stadtviertel wie Ramot, Gilo, French Hill, Ramat Eshkol und Ze’ev je von Israel getrennt werden. Niemand könnte 100 000 Juden aus diesen Gebieten vertreiben. Die Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel soll Netanyahu kürzlich wegen der Ankündigung neuer Bauprojekte in Gilo kritisiert haben. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen in Berlin sollte sie etwas sensibler für die Probleme sein, die die Teilung einer Stadt mit sich bringt. Stattdessen könnte den Arabern in den Gegenden, in denen sie die Mehrheit stellen, größere Autonomie bei der Ausführung der kommunalen Aufgaben gegeben werden. Es ist bemerkenswert, dass eine aktuelle Umfrage des palästinensischen Zentrums für öffentliche Meinung ergab, daß 59% der arabischen Bewohner Jerusalems mit ihrem Lebensstandard zufrieden sind und dass die Mehrheit sich strikt gegen eine Teilung der Stadt und ein Leben unter Hoheit der Palästinensischen Autonomiebehörde ausspricht. 40% gaben an, im Falle einer Teilung der Stadt lieber in ein israelisches Viertel ziehen zu wollen als unter Verwaltung der korrupten Palästinenserbehörde gestellt und am Ende vielleicht sogar in die Fänge der Hamas zu geraten. {haOlam.de: Kommentar von Isi Leibler: Die Website des Autors finden sie unter http://www.wordfromjerusalem.comDen englischen Originaltext finden Sie unter http://wordfromjerusalem.com/?p=3752Übersetzung von Cheerful Coyote / Foto: Gebetszettel in Kotel („Klagemauer“) – Image: Jeroen van Oostrom / FreeDigitalPhotos.net }

 

2 Responses to “Der Angriff auf die jüdische Identität Jerusalems”

  1. nora Says:

    Israel ist das erstaunlichste Land der Welt
    ……………………………………………………………

    Dazu einige Beweise:

    Es ist das einzige Land der Welt, das Gott durch einen Bund einem irdischen Volk verheissen hat (1.Mo.15,18)

    Es ist das einzige Land der Welt mit einer besonderen geografischen Lage. Es gibt kein anderes Land auf der Erde, wo sich drei Erdteile treffen und das als der Mittelpunkt der Erde bezeichnet wird (Hes. 5,5; 38,12)

    Hes. 38,12: “Um Beute zu machen und Raub zu raffen, wirst du deine Hand an die wieder bewohnten Ruinen zu legen suchen, und an das Volk, das aus den Heidenvölkern gesammelt worden ist, das Vieh und Güter bekommen hat und das den Mittelpunkt der Erde bewohnt.”

    Es ist das Land, das von Gott als Platz der Geburt und des irdischen Lebens Seines geliebten Sohnen erwählt wurde (Micha 5,1)

    Micha 5,1: “Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit gewesen ist.”

    Es ist das Land, das vor allen anderen Ländern den Stempel der Wahl und der Überwachung Gottes trägt (5.Mo. 8, 7-9; Ps. 132,13).

    Es gibt kein anderes Land in der Welt, dem ein so reicher Segen für die Zukunft verheißen wäre (Hes. 36, 8-11)

    Es ist das Land der Welt, in das Gott nach seiner Verheißung Sein Volk zurückführen wird (Jer. 30,3; Hes. 28,25-26; Amos 9,14).

    Jer. 30,3: “Denn siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda wenden werde, spricht der HERR; und ich werde sie wieder in das Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe, und sie sollen es in Besitz nehmen.”

    Es ist das eine Land der Welt, dessen zukünftiger Segen aufs bestimmteste mit der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus verbunden ist, der dort als König regieren wird (Sach. 14,9).

    Es ist das eine Land der Welt, auf dessen Boden die Füße des wiederkommenden Herrn stehen werden, wenn ER mit großer Kraft und Herrlichkeit erscheinen wird (Sach. 14,4).

    Es ist das eine Land in der WElt, das dann das Zentrum des Glaubens und der Anbetung aller Völker vor dem HERRN sein wird (Sach 14,16; Jes. 2,2-4).

    Shalom
    nb

  2. Bazillus Says:

    Dieser Artikel spricht Bände über die Heuchelei, die Verlogenheit und die Geschichtsklitterung der Muslime im heiligen Land. Im Koran wird Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt, aber in der heutigen Realität den Boss dort ohne historische Legitimation geben. Darin sind sie perfekt, fing der Koran doch bereits mit Lügen über Jesus an und erweiterte diese Lüge damit, dass die Bibel verfälscht sei. In diesem Stile wird auch noch heute Politik gemacht und die westlichen Schmalspurlinken, die selbst mit der Objektivität ihrer Geschichte Schwierigkeiten haben, gehen ihnen nur zu gern auf den Leim. Ein von Abbas gefordertes judenfreies Palästina stört sie nicht.

    Herr Dayan hat dort wirklich den größten Fehler seines Lebens gemacht. Dieser Fehler hat bis heute negative Auswirkungen und wird auch weiterhin negative Auswirkungen haben. Wann wird endlich das Prinzip „Reziprozität“ eingeführt.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s