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Die Aramäer und ihre Heimat 5. Dezember 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 22:10

Die Region Tur Abdin

 

Von Frau Silvia Eyyi, Schweiz

 

Der Tur Abdin ist ein Landstrich in Mesopotamien und grenzt südlich zur syrischtürkischen Grenze und im Osten, jenseits des Tigris, zum Irak an. Er ist eines der letzten Ursprungs- und Siedlungsgebiete der Aramäer, in dem sie heute noch leben. Das Gebirgsland, aufgebaut aus Kalken, Sandstein und Mergeln, erreicht eine Höhe zwischen 900 und 1400 Meter. Als Schwelle liegt es zwischen dem Hochgebirge der östlichen Taurus-Ketten im Norden und den syrisch-mesopotamischen Ebenen im Süden und Osten1. In diesem Gebiet zählte man 1988 noch 98 Klöster der syrisch orthodoxen Kirche. In einigen Dörfern betrug die Anzahl der Kirchen zwischen 16 und 25 Kirchen. Man trifft fast überall in diesem Gebiet auf Einsiedeleien. Von daher kommt auch der Name: „Tur“ = Wald oder Berg und „Abdin“ (Pl.) = Einsiedler oder Knechte. Man bezeichnete die Gegend als Einsiedler-Berg, da in frühchristlicher Zeit viele Gelehrte und einfach Menschen sich für das Mönch- und Asketentum entschieden hatten und im Tur Abdin die Abgeschiedenheit suchten.

Das Gebiet Tur Abdin – Die Aramäer: Der Ausdruck Aram erscheint erstmals schriftlich 2300 Jahre vor Christus als Bezeichnung für eine Region Obermesopotamiens. Die Geschichte jenes semitischen Geschlechts das von Aram des Sohns Sems, Noahs Hirtensohn abstammt, erfahren wir aus antiken Quellen wie der Bibel deren Nachrichten durch neuere archäologischen Funde bestätigt werden (Bibelverse Gen, 10:1-32, Vers 22 und 1 Chr. 1:17). Das Alte Testament berichtet über Abraham „dem umherziehenden Aramäer“ aus dem Chaldäischen Ur im südlichen Irak, der mit seiner Familie lange Zeit in der Gegend von Aram-Nahrin4 nämlich Harran, in der Nähre von Edessa lebte. Leider können die Historiker nicht sagen, wo die einzelne Söhne Arams dann gelebt haben. Eine Ausnahme bildet der Sohn Mash. Hier kann man mit ziemlich grosser Sicherheit sagen, dass die Söhne von Mash, der jüngste Sohn Arams, dem angesiedeltem Gebiet ihren Namen gaben. Die alten Griechen nannten es: „Mons Masius“5. Dieses Gebiet lag nördlich von Nisibis, Ortschaft in der heutigen Türkei. Das ist der Tur Abdin. Dies ist der Beweis, dass die heutigen Bewohner von Tur-Abdin, die Aramäer von diesem Stamm der Aramäer (Aram-Mash-Aramäer) abstammen. Mit der Einwanderung von zunächst vereinzelten aramäischen Stämmen Mitte des dritten Jahrtausends v.Chr. hinterliessen die Aramäer die ersten Spuren. Ab diesem Zeitpunkt lässt sich ihre Geschichte dann ziemlich genau rekonstruieren. Denn die Aramäer sind nicht nur ein Teil der Geschichte des Orients gewesen, sondern haben sie über grosse Teile selbst gestaltet und beeinflusst.

 

Sie haben viele Staaten und Königreiche gründen und auch später verteidigen können. Im zweiten Jahrtausend v.Chr. bereits waren grosse Teile vom westlichen und östlichen Mesopotamien in aramäischer Hand. Weniger durch die militärische Macht, sondern vielmehr durch die starke Kultur, konnten sich die Aramäer gegenüber grossen Völkern wie den Babyloniern, Chaldäern und der Assyrer behaupten. Sie dominierten den Handel im gesamten Orient und konnten so ihren Einfluss immer weiter ausdehnen. Die aramäischen Kaufleute zogen von Kleinasien bis nach China und bestimmten grösstenteils die Geschäfte des Vorderen Orients. Sie hinterliessen auch im gesamten Mittelmeerraum ihre Spuren. Die aramäische Sprache setzte sich nicht nur als Handelssprache schnell durch sie verdrängte alle anderen Sprachen in Mesopotamien und wurde zur Weltsprache. Ein Zentrum der Aramäer war Syrien mit der Hauptstadt Aram Damaskus, die im Übrigen eine aramäische Gründung war. Hier errichteten die Aramäer ein mächtiges
Königreich und wehrten sich erfolgreich gegen die immer wieder aus dem Osten angreifenden Assyrer. Im Süden führten sie Kriege gegen die Stämme der Juden, schon damals ging es meist um Handelsinteressen. Obwohl die Aramäer sehr viele Staaten gründen konnten, war es ihnen nicht möglich, ein vereintes Königreich zu bilden. Dieser Umstand, dass weniger militärische Gründe hatte, sondern kaufmännischen und kulturellen Qualitäten der Aramäer ausmachte, sie deshalb leicht angreifbar warten. Zwar haben die Aramäer überleben können; (neben einige ihrer mächtigen Nachbarn wie die Babylonier und die Assyrer sind im Laufe des ersten Jahrtausends v.Chr. untergegangen und aus der Geschichte verschwunden.

 

Letztere sind im Jahre 608 v.Chr. vollständig untergegangen) Aber was von den Aramäern übrig geblieben ist, ist nur noch der Scherbenhaufen ihrer einstiegen Größe. Im Mittelalter drangen in der verstärkten Masse arabische, kurdische und türkische Stämme in das Land ein, und drängten die Aramäer zurück. Ständige Verfolgungen und Vertreibungen, vor allem seit dem die Aramäer das Christentum annahmen und verbreiteten, haben die Zahl und das Territorium der Aramäer schwinden lassen. Heute teilen sich die Staaten Türkei, Syrien, Libanon und der Irak die ursprüngliche Heimat der Aramäer. Die christliche Religion der Aramäer war ein wesentlicher Faktor für das tragische Schicksal6 eines der bedeutendsten Kulturvölker des Orients. Die Aramäer gründeten in Antiochien (heute Antakya- Türkei) die erste christliche Gemeinde außerhalb Palästinas. Die syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien, die sich aus dieser urchristlichen Gemeinde entwickelte, ist die erste aller christlichen Kirchen. Heute sitzt ihr Oberhaupt, der Patriarch, in Damaskus.

 

6 Responses to “Die Aramäer und ihre Heimat”

  1. Hakan Says:

    So ist es besser, der ISLAM hat sich dort verbreitet das heißt, es ist besser geworden.

  2. Abrohom Mirza Says:

    Abrohom Mirza
    Frauenfeld, den 23. 12. 2011

    Schlomo Silvia Eyyi.
    Ich habe den von dir geschriebenen Artikel gelesen, welcher am 5. Dezember 2011 veröffentlicht wurde. In dem Artikel leugnest du die Existenz einer assyrischen Identität. Ich bin ein überzeugter Assyrer und leite auch die Aktivitäten der Assyrischen Demokratischen Organisation (ADO) Sektion Schweiz. Damit unsere weitere Zusammenarbeit funktionieren kann, verlange ich von dir eine schriftliche Entschuldigung und die Anerkennung der Assyrer als Volksgruppe und ethnische Identität. Ohne eine Entschuldigung und entsprechender Anerkennung kann ich mir kein Vertrauensverhältnis vorstellen. Du bist in der Schweiz geboren und aufgewachsen und kennst daher demokratische Prozesse. Wenn eine Person öffentlich Unwahrheiten verbreitet, dann entschuldigt Sie sich in der Regel und zieht daraus die Konsequenzen. Deshalb erwarte ich bis zu unserer nächsten Sitzung vom 27. Dezember 2011 eine schriftliche Entschuldigung. Ich finde es ist grausam wenn jemand eigene Identität leugnet.
    Fusch baschlomo = verbleibe in Frieden

  3. Saliba Suryoyo Says:

    Hier ein Artikel, der die Antwort auf alle Fragen gibt. Lesen und Lernen!

  4. Abrohom Says:

    Neue Entdeckung erhöht Verbindung zwischen Suroye und Asuroye

    Ein Stein mit einer 2800 jährigen Inschrift wirft neues Licht auf die heutige assyrische Identität und die Beziehung zwischen den Bezeichnungen Suroyo, Suryoyo und Asuroyo. Nach Ansicht Prof. Robert Rollinger’s, ist die Frage gelöst. „Suroye oder Suryoye bedeutet nichts anderes als Assyrer,“ sagt er zu hujada.com. Aber Dr. Assad Sauma Assad hat Einwände.

    Der Stein mit der wichtigen Inschrift wurde vor kurzem in der heutigen Südosttürkei, genauer in Cineköy in der Nähe der Stadt Adana gefunden. Die Archäologen sagen die Inschrift datiert um ca. 800 v. Chr., womit es bemerkenswerte 2800 Jahre bildet. Die auffallende Eigenschaft dieser Inschrift ist ihre zweisprachige Form, geschrieben in phönizisch und in luwisch. Phönizisch wird nicht mehr gesprochen, aber damals war es die Sprache der Phönizier, die Händler entlang den östlichen Ufern des Mittelmeeres waren. Luwisch ist eine andere ausgestorbene Sprache, die in Anatolien gesprochen wurde, aber später durch die aramäische Sprache um 500 v. Chr. ersetzt wurde.

    In der von den Archäologen erfolgreich übersetzten Inschrift erklärt ein lokaler König Namens Urriki in der Gegend von Cineköy, von seinen Beziehungen zum Assyrischen Reich. In der phönizischen Version der Inschrift wird das Wort Assyrien „Assur“ geschrieben, aber in der luwischen Version wird das gleiche Wort „Sur“ geschrieben. Diese zwei Arten, „Assyrien“ zu schreiben, haben die Aufmerksamkeit der Forscher erlangt, um die viel debattierte Frage über die Namen Assyrien und Syrien aufzulösen.

    In der vierten Ausgabe des hoch anerkannten Fachmagazin „Journal of Near Eastern Studies“ vom Oktober 2006, argumentiert Professor Robert Rollinger vom Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck, Österreich, dass die Cineköy Inschrift eine klare Antwort auf die Frage liefert, die seit dem Mittelalter debattiert wird. Prof. Rollinger argumentiert, dass die zweisprachige Inschrift über alle angemessenen Zweifel hinaus bestätigt, dass der Name Syrien nur eine kürzere Version von Assyrien ist. Prof. Rollinger, der als ein Experte der Geschichte, der Sprachen und den Kulturen des Orients betrachtet wird, hat nur positive Rückmeldungen von anderen Forschern betreffend seinem Ergebnisse erhalten. Positives Feedback hat ihn auch von der assyrischen Gemeinschaft erreicht, die die Frage auch seit langem beschäftigt hat. Der Professor hat nun selbst alle Fragen beseitigt.

    „Meiner Meinung nach setzt dieser Fund ein Ende zu allen Diskussionen. Ich bin hundert Prozent sicher, weil es unmissverständlich in die Inschrift geschrieben ist. Wir haben das Glück den gleichen Text in zwei unterschiedlichen Sprachen gefunden zu haben, phönizisch auf einer Seite und luwisch auf der anderen Seite, welches offensichtlich eine zweisprachige Inschrift darstellt. In der phönizischen Version haben wir das Wort Assyrien, das in seine ursprüngliche Form mit einem „A“ am Anfang geschrieben wird, und sich zu „Assur“ bildet. In der luwischen Version haben wir das gleiche Wort aber ohne die Initiale A, die es zu „Sur“ bildet. So hatte der Name Assyrien die Initiale „A“ in der luwischen Version verloren. Selbstverständlich bedeuten „Assur“ und „Sur“ Assyrien; der einzige Unterschied ist die abgekürzte Form des Wortes Assyrien im luwischen Text,“ erklärt er.

    Prof. Rollinger erklärt, dass die Griechen, die in Kontakt mit den unterschiedlichen Kulturen des Mittleren Ostens um 800 v. Chr. kamen, das Wort „Sur“ angenommen haben und ihm ein griechisches Ende gegeben haben müssen, das es zu „Suria“ bildet, ein Wort, das bis an diesem Tag als „Syrien“ lebt. Die Konsequenzen dieser Entdeckung können für die Forscher und für die Assyrer weitreichend ausfallen, aber Prof. Rollinger spekuliert ungern auf den Einfluss für die heutige Situation.

    „Sagen wir, dass es ein aufklärender Beitrag ist, woher der Name herstammt und beenden die lange Diskussion über die Verbindung zwischen den Bezeichnungen Assyrien und Syrien. Was die assyrische Gemeinschaft mit diesen Informationen, mit diesem neuen Ergebnis tut, weiss ich nicht. Warten wir ab und sehen“. kommentierte er.

    Welches sind nun die Konsequenzen der Ergebnisse von Prof. Rollinger, auf die heutigen Assyrer bezogen?

    Seit wir uns erinnern, haben wir uns in unserem westlichen Dialekt Suroye oder in der Version mit dem Extra „y“ Suryoye genannt. Und im östlichen Dialekt haben wir uns Suraye bzw. Suryaye genannt. Beide Versionen der Namen ähneln dem Namen „Sur“, welcher in der Cineköy Inschrift gefunden wurde, dass wiederum Assyrien bedeutet. Könnte es sein, dass Suroye, Suryoye und Suraye, Suryaye alle Assyrer bedeuten? Zeigte die assyrische Bewegung die richtige Richtung auf, als sie diese Verbindung von Anfang an bereits unterstrich?

    Prof. Rollinger selbst hat keine Zweifel über die Verbindung.

    „Ich stimme total darin überein, dass diese Namen Assyrer bedeuten. Von einem etymologischen Gesichtspunkt aus, woher der Name herstammt, denke ich, dass es völlig offensichtlich ist. Es ist eine Abkürzung des Namens Assyrien,“ sagt er und fügt hinzu:

    „Und selbstverständlich waren in dieser Gegend von Zilizien und Nordsyriens um die Zeit 800 v. Chr. noch andere Völker als Assyrer; viele Aramäer, Luwier und Griechen. Selbstverständlich verwendeten die Aramäer auch diesen Ausdruck für die Bezeichnung Assyriens,“ sagt Rollinger und vertieft weiter:

    „Allgemein ausgedrückt muss man zwischen zwei Aspekten unterscheiden. Eins davon ist die linguistische Ebene, woher der Name herstammt, und die andere ist die Identität hinsichtlich der Kultur, der Rasse, des Bluts usw., die viel schwieriger und viel komplizierter ist nachzuforschen.“

    „Aber betreffend dem Namen, ist es jetzt völlig klar“, sagt der Forscher.

    Aber Dr. Assad Sauma Assad vom Bereich der Syrologie in der Universität Stockholm ist nicht so sicher. Syrologie ist der Oberbegriff für die Studien über die syrischen Kirchen, Sprache und Kultur. Dr. Assad ist seit langer Zeit ein starker Fürsprecher für eine syrisch-aramäische Identität unseres Volkes und behauptet wir hätten keine assyrische Identität.

    Aber gleichzeitig ist Dr. Assad heute bereit, die Verbindung zwischen den Bezeichnungen Suroye, Suryoye und Asuroye zu akzeptieren, nachdem er den Text von Prof. Rollinger gelesen hat.

    „Es kann hundert Prozent zutreffen, dass Suroyo und Suryoyo vom Wort Asuroyo (Assyrer) stammen, aber es müssten zukünftig andere Beweise noch auftauchen,“ sagt er und erklärt weiter, dass die Theorie des Ursprung des Wortes Suroye oder Suryoye an historische Beweise mangelt:

    „Alle syrischen Schreiber haben während den Zeiten einstimmig erklärt, dass das Wort Suroye von einer Person stammt, die Sures oder Syrus hiess. Aber wir haben nirgends diesen Sures/Syrus in der Geschichte gefunden, also ist es nichts wissenschaftliches. Man kann es eine Legende oder ein Mythos nennen. Es gibt viele solcher Legenden, die Leute gebildet haben, um Sachen zu erklären,“ begründet Dr. Assad.

    Dr. Assad unterstreicht gleichzeitig, dass man zwischen dem Namen eines Volkes und der ethnischen Identität des Volkes unterscheiden muss. Nach Ansicht Dr. Assad’s haben alle syrischen Kirchenväter ab dem dritten Jahrhundert n. Chr. sich mit den Aramäern in ihren Schriften in Verbindung gebracht. Ein solches Beispiel ist der berühmte Mor Afrem vom dritten Jahrhundert, das den Denker Bardaysan als „Failasofo d‘ Oromoye“ beschrieb (Philosoph der Aramäer).

    Dr. Assad hebt die Tatsache hervor, dass dies nicht nur ein Auftreten in der syrisch-orthodoxen Kirche war, sondern auch in der chaldäischen und nestorianischen Kirche. Dieses Phänomen ist durch den assyrischen Schriftsteller Johanon Qashisho erklärt worden, der schrieb, dass die tief frommen Kirchenväter sehr durch die negative Beschreibung der Assyrer in der Bibel beeinflusst wurden. Das Alte Testament wurde von Juden geschrieben, die die Assyrer als Feinde und folglich die Assyrer in einer voreingenommenen und nachteiligen Weise erfassten. Das ist der Grund, warum viele unserer Kirchenväter, stark beeinflusst durch die Bibel, beschlossen, ihren assyrischen Ursprung zu verweigern, indem sie Entschuldigungen für ihren assyrischen Namen suchten, und sich stattdessen mit den Aramäern verbinden wollten, die in einer deutlich positiveren Weise in der Bibel beschrieben werden. Aber Dr. Assad, der anerkennt, dass das Wort Suroye Assyrer bedeutet, behält bei, dass wir über den linguistischen Aspekt hinaus schauen und verstehen müssen, dass Namen unterschiedliche Bedeutungen während unterschiedlichen Zeiten in der Geschichte tragen können.

    „Es ist heute falsch, das Wort Suroye oder Suryoye zu Assyrer zu übersetzen, weil es so lange her ist, dass Suroyo sich von Asuroyo entwickelt hat. Wir müssen betrachten, was die Wörter während unterschiedlichen Perioden bedeuten. Wir können heute nicht ein Wort in der gleichen Weise verwenden, wie es vor 2600 Jahren verwendet wurde,“ behält er sich vor. Aber das weitere Ausfragen zeigt, dass Dr. Assad selbst glaubt, dass wir assyrisches Blut haben, obgleich er scharf darauf beharrt, dass es nur in einem kleinen Umfang ist.

    „Die Assyrer-Chaldäer-Suryoye im Irak, besonders im Norden, haben gewisse assyrische Wurzeln. Die alten Assyrer existieren nicht mehr. Sie wurden getötet und diejenigen von ihnen, die überlebten, wurden unter den Aramäern assimiliert. Es gibt keine Assyrer heute, weder linguistisch, kulturell oder ethnisch. Sie begannen sich Oromoye (Aramäer) zu nennen und mit der Zeit vergassen sie, dass sie assyrische Wurzeln hatten,“ sagt Dr. Assad, der sich in seiner Muttersprache als „Suryoyo“ (Assyrer) bezeichnet.

    Eine Person, die Dr. Assad Sauma Assad nicht zustimmt, ist Zack Cherry, selbst ein Assyrer und angehender Doktor sowie Lehrer im Bereich Assyrologie von der Uppsala Universität in Schweden. Assyrologie ist der Oberbegriff für Studien der unterschiedlichen alten Kulturen des Nahen Osten. Zack Cherry, nicht wie Dr. Assad, stimmt den Ergebnissen Prof. Robert Rollinger’s zu, betreffend der Verbindung zwischen den Wörtern Syrien und Assyrien und dass Suroye bzw. Suryoye nichts als Assyrer bedeuten.

    „Was ich stark hervorheben möchte ist, dass unsere assyrischen Vorfahren definitiv den Begriff Suraye oder Suroye nicht von einem fremden Volk oder Sprache empfingen, zum Beispiel der luwischen Sprache, und plötzlich begonnen haben sich Suraye oder Suroye anstelle von Ashuraye zu nennen. Der Grund für diese Veränderung der Aussprache, dass Ashuraye sich in Suraye und in Suroye entwickelt hat, wird in der aramäischen Sprache nachgewiesen, welche assyrische Könige freiwillig und zu strategischen Zwecken angenommen und zu einer Amtssprache im Assyrischen Reich seit 900 v. Chr. befördert haben, neben ihrer eigenen und viel älteren Sprache, welche sie Ashuritu oder Akadattu nannten, was die assyrische oder die Akkadische Sprache bedeutet,“ sagt er.

    Zack Cherry, der gerade ein Gastdoktorstudent während eines Jahres am Altorientalischen Institut der Universität Leipzig ist, sagt, dass er viele Beweise während seines Studiums gesammelt hat, die eine assyrische Identität für unser Volk stützen, und dass er jene Beweise in der nächsten Zukunft veröffentlichen wird. Cherry erklärt auch, dass es heute keine glaubhafte Forschung gibt, die unseren assyrischen Ursprung ablehnt, jedoch viele Beweise, die unsere assyrische Identität und Ursprung bestätigen, sagt er.

    Infolgedessen stimmen Prof. Robert Rollinger und angehender Doktor Zack Cherry mit der korrekten Übersetzung der Namen Suroye, Suryoye bzw. Suraye und Suryaye überein, Assyrer zu bedeuten.

    Dr. Assad hingegen ist nur über die ursprüngliche linguistische Bedeutung einig und hat einige Einwände einer breiteren Deutung in Richtung der Verbindung zwischen den Bezeichnungen Suroye und Asuroye.

    Es ist an sich lobenswert, dass Dr. Assad, trotz seiner ehemaligen Position in dieser Frage, neue Beweise in der Frage der Identität unseres Volkes begrüsst und respektiert. Um Übereinstimmung zu dieser schwierigen und weitreichenden Sache zu erreichen, sollte das Beispiel von Dr. Assad weitergeführt werden und neue Beweise akzeptiert werden, anstatt alles zurückzuweisen, das nicht in der eigenen assyrischen oder syrischen Agenda passt. Unser nationaler Vater Naum Faik hatte keine Probleme mit der Anerkennung seiner aramäischen und assyrischen Wurzeln. Man wundert sich, warum es heute für uns so schwierig ist, stolz die Aramäer und Assyrer vereint darzustellen. Zwei der ältesten Zivilisationen der Welt.

  5. Fikri Says:

    schlomo
    Dieser Text entspricht nicht ganz der Wahrheit.
    Es ist sehr einfach sucht eine Karte des Assyrischenreiches und jeder sieht von wo bis wo das Kernland war.
    z.b. die hochangesehen Stadt Tell Halaf gehörte Lange den Aramäern diese Stadt wurde von den Assyrern übernommen und auch Verwaltet. Gem. den Archäologischen Ausgrabungen waren die Aramäischen Statuen usw. unter den der Assyrern.
    „Nach dem Zusammenbruch des Assyrerreiches wurde die Stadt 612 eine babylonische Kolonie. In der Folge verlor sie weiter an Bedeutung, war aber bis in die islamische Zeit hinein besiedelt.“
    Das ist ein kleiner Beweis der oftmals unterschätzt wird. Wenn man betrachtet wo Tell Halaf lag.

    Jeder der sich ein wenig mit der Geschichte des Orients auseinander setzt, weis wie die Assyrer waren. Fals einer denkt er konnte >1000 Jahre unter dem Namen Assyrien leben und war kein Assyrer?
    Assimilation lässt grüssen.

    es gibt unzählige Beweise

    Freundliche Grüsse und sel bscheyno


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