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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenfeindlichkeit ist auch in Europa präsent 5. Dezember 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 15:15

UNO warnt vor „Christianophobie“ – Islamische Staaten müssen Menschenrechte verwirklichen

Beispiele für Diskriminierung der Christen in Europa aus heutiger Pressekonferenz

 

Wien (OTS) – Den 5. Dezember als internationalen Tag der Menschenrechte nützen verschiedene christliche Organisationen, um auf die Diskriminierung und Verfolgung von Christen in aller Welt hinzuweisen. Auch die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Susanne Winter fordert anlässlich dieses Tages die Sicherung der Religionsfreiheit, die ein wichtiger Aspekt der Menschenrechte sei, für alle Christen besonders in islamischen Ländern, jedoch auch in anderen Regimen sowie direkt in der Europäischen Union. „Auch die Untätigkeit der christlichen Politiker, wie sie auch in Österreich zu beobachten ist, ist schuld daran, dass die Christen heute stärker als jemals zuvor in ihrer Geschichte verfolgt werden“, erklärt Winter. Selbst in Europa, der historischen Hochburg für Menschenrechte, könne die Religionsfreiheit für Christen nicht garantiert werden. Berichte der UNO orten das Phänomen der „Christianophobie“, die sich in Intoleranz und Diskriminierung äußert, nicht nur in islamistischen Regimen, sondern direkt vor unserer Haustür. „So werden beispielsweise Verletzungen des Arbeitsrechtes, des Gleichstellungsrechtes und der Meinungs- sowie Versammlungsfreiheit beobachtet.

 

Wir können nicht in islamischen Ländern das Ende einer Christenverfolgung fordern, wenn wir uns nicht einmal für die Menschenrechte der hier lebenden Christen einsetzen“, so Winter. Sie unterstützt die Forderung der Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ nach mehr Einsatz der österreichischen Bundesregierung und der Europäischen Union gegen „die größte Christenverfolgung der Neuzeit“ (Papst Benedikt XVI.). Auch die Medien, so Winter, dürften die eskalierende Verfolgung nicht verschweigen, sondern müssten deren Opfern eine Stimme geben und das Bewusstsein der Öffentlichkeit schärfen. Auch Muslime stehen für Winter in der Pflicht: „Bereits 2001 hatten die höchsten Repräsentanten der monotheistischen Religionen, so auch des Islam, erklärt, dass jedes Verbrechen im Namen der Religion ein Verbrechen gegen die Religion sei.“ An den Verantwortlichen des Islam liege es daher, die Verfolgung Andersgläubiger gezielt zu verurteilen und sich für die Gleichberechtigung und Religionsfreiheit einzusetzen. „Leider wird in vielen islamistischen Ländern die Scharia zur Rechtsordnung erklärt, die sogar den Menschenrechten übergeordnet ist. So sind dort nur Mitglieder der islamischen Religionsgemeinschaft Träger von Rechten und Freiheiten, ‚Ungläubige‘ werden zu Menschen zweiter Klasse degradiert“, schildert Winter die Problematik. Sinnvoll wäre deswegen ein Signal der westlichen Regierungen, beispielsweise die Entwicklungshilfe für islamistisch dominierte Staaten an eine Verwirklichung der Menschenrechte zu koppeln.

 

Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub – Tel.: 01/ 40 110 – 7012 – mailto:presse-parlamentsklub@fpoe.at –  http://www.fpoe-parlamentsklub.at –   http://www.fpoe.at – Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4468/aom – WWW.OTS.AT

 

 

Leitender Angestellter wegen Facebook-Kommentars degradiert

 

Oktober 2011: Der 54-jährige Adrian Smith aus Manchester wurde von seinem Arbeitgeber Trafford Council und Trafford Housing Trust degradiert, weil er sich auf Facebook kritisch dagegen geäußert hatte, dass nach einem Plan der Regierung gleichgeschlechtliche Partnerschaften auch in Kirchen geschlossen werden dürfen, obwohl sich u.a. die Anglikanische Kirche dagegen ausgesprochen hatte. Auf seinem persönlichen Profil, welches nur für seine Facebook-Freunde sichtbar ist, sagte der evangelikale Christ: „Ich verstehe nicht, warum Leute, die keinen Glauben haben und nicht an Christus glauben, in der Kirche heiraten möchten. Die Bibel sagt sehr spezifisch, dass „die Ehe für Mann und Frau sei“. Wenn der Staat die Zivilehe auch gleichgeschlechtlichen Paaren erlauben möchte, dann ist dies eine Sache des Staates, aber diese Regeln sollten nicht der Kirche aufgezwungen werden.“ Smith wurde nun von Seiten seines Arbeitgebers „grobes Fehlverhalten“ vorgeworfen. Nach einem Disziplinarverfahren wurde er degradiert, womit er zudem über ein Drittel seines Gehaltes verliert. Zahlreiche Presseberichte beschreiben den Fall, z.B.: http://www.telegraph.co.uk/earth/earthnews/8844445/Christian-demoted-for-views-on-gayweddings.html

 

 

Das in Wien tätige Dokumentationsarchiv der Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen bearbeitet solche Fälle seit Jahren und gilt bei der OSZE und anderen staatlichen und nichtstaatlichen Menschenrechtsorganisationen als vorrangige Quelle für die Behandlung dieses Themas.

Hier einige Fakten zur Entwicklung des Problembewusstseins:

 

Die UNO erwähnt an mehr als 20 Stellen „Christianophobie“ als wachsendes Problem in vielen Ländern, inklusive Europa. BBC zeigte am 4. April 2010 zur Prime Time eine einstündige Dokumentation über die Intoleranz gegen Christen in England. Von Wien aus dokumentiert ein Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen Christen in Europa ständig weitere Fälle und publizierte 2010 erstmals einen Fünfjahresbericht zu diesem Thema. Die OSZE organisierte nicht nur vor kurzem eine Fachtagung zu diesem Thema (am 12.Sept.2011), sondern stellt fest: „Diskriminierung und Intoleranz gegen Christen nimmt in Ländern der OSZE zu – es besteht Handlungsbedarf.“ Die Parlamentarische Versammlung der OSZE empfiehlt im Juli 2011 eine „öffentliche Debatte zu Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen anzustoßen und das Recht von Christen zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben zu garantieren“ und fordert, „dass angesichts der Diskriminierung und Intoleranz gegenüber Christen die Gesetzgebung in den Mitgliedsstaaten evaluiert wird – einschließlich Arbeitsrecht, Gleichstellungsrecht, Gesetze zur Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie einschließlich Gesetzen in Bezug auf religiöse Gemeinschaften und das Recht auf Verweigerung aus Gewissensgründen“ Fokus „Intoleranz gegen Christen“: Neben harmloseren Formen medialer Angriffe gibt es in europäischen Ländern auch rechtliche Einschränkungen.

 

 

Frankreich verbietet Gebete auf öffentlichen Plätzen

 
September 2011: Seit 16. September 2011 sind Gebete auf den Straßen Frankreichs verboten. Diese Maßnahme richtet sich vor allem gegen Muslime und ihr Freitagsgebet. Der französische Innenminister Claude Guéant unterstützte die neue Verordnung, indem er sagte, dass in einem säkularen Land wie Frankreich öffentliche Gebete nicht zumutbar seien. Im Falle des Ungehorsams werde man polizeilich dagegen vorgehen. Marine Le Pen von der rechten Nationalfront sprach über die muslimischen Gebete auf der Straße und beschrieb die Gebete als „Nazi-Besetzung“. Die Folge dieser neuen Verordnung untergräbt aber auch die Religionsfreiheit der Christen im Hinblick auf traditionelle katholische Prozessionen, Straßenevangelisationen und Outdoor-Liturgien. Es ist unklar, ob es für solche Gebete nach dem neuen Gesetz fallweise Ausnahmeregelungen geben wird.

 

Interessante Zitate: „Wenn jemand widerspenstig ist, werden wir dem ein Ende setzen“, sagte Innenminister Guéant. „Gebete auf der Straße sind nicht akzeptabel, sie sind ein direkter Angriff auf das Prinzip der Laizität“, sagte Guéant einer int. Nachrichtenagentur, und „die Straße ist zum Fahren da, nicht um zu beten!“ Aus einem Blog: „Für die Christen bedeutet es, dass es keine öffentlichen Prozessionen mehr geben wird, aber auch keine öffentliche Feier des Palmsonntag mehr. Würde ich in Frankreich arbeiten, würde ich dafür sorgen, dass solche Prozessionen jeden Sonntag stattfinden, bis man mich entweder verhaftet oder sich das Gesetz als sinnlos erweist. Dieses Gesetz ist eine völlige Blamage. Christen, Muslime und Menschen aus allen anderen Religionen sollten jetzt aufstehen und dagegen ankämpfen.

 

 

Mächtige Betreiber des Social Web zensieren aktiv christliche Inhalte

 
September 2011: Eine neue Studie hat festgestellt, dass Google und andere unter den größten Betreibern wie z.B. Facebook auf aktive Weise christliche und konservative Ansichten zensieren. Der Bericht untersuchte die Strategien und Praktiken von mehreren großen Internetkommunikationsplattformen und -dienstleistern, wie Apple (iTunes und App Store), Facebook, Google und anderen. Die Studie stammt von National Religious Broadcasters (nrb.org) und dem American Center for Law and Justice aclj.org – Quelle: content.nrb.org/Webdocs/Legal/True%20liberty-in-a-New-Media-Age9-15-11.pdf   – Das Wiener Dokumentationsarchiv (Observatory on Intolerance against Christians) betreibt eine Webseite, die systematisch Beispiele anführt, wie und wo Christen oder christliche Gemeinschaften in Europa ausgegrenzt, diskriminiert oder anders benachteiligt werden. Es dokumentiert Vorfälle, die durch Medien oder betroffene Personen gemeldet werden. Internationale staatliche Organisationen wie die EU-Grundrechteagentur (EU Fundamental Rights Agency) und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werden hievon ebenso in Kenntnis gesetzt wie Politiker und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Auch für Journalisten ist die Webseite als Quelle gedacht. Aktuelle Fälle inkl. elaborierter Suchfunktionen sind verfügbar auf: www.IntoleranceAgainstChristians.eu

 

Der Fünfjahresbericht ist auf Englisch verfasst und auch als Broschüre erhältlich. Für Rückfragen: Dr.Martin Kugler

Möllwaldplatz 5 – 1040 Wien – Tel. +431 274 9898 – mobil: +43 699 1010 2208 – E-Mail: martin.kugler@kairos-pr.com

 

2 Responses to “Christenfeindlichkeit ist auch in Europa präsent”

  1. Johannes Says:

    Ist es nicht aber so, dass deutsche „evangelische“ Kirchenleiter die Herde, die sie eigentlich mit gutem Beispiel führen sollten, am meisten in die Irre führen?

    Ihre Vorliebe für den Islam wird erkennbar, wenn sie Kritik am Islam als „krankhaft und unchristlich“ bezeichnen.

    In Sachen praktizierter Homosexualität, selbst in Pfarrhäusern, verwerfen sie Gottes Wort als überholt und nicht mehr zeitgemäß.

    Für etliche unter ihnen ist die Bibel ein Märchenbuch und das Zehntwort, der Dekalog vom Sinai, nicht mehr gültig. etc. etc.

    Und wo hört man die wenigen getreuen Bischöfe?

  2. Jemeljan Says:

    Stimme Johannes zu. Bei den evangelischen „Staatskirchen“ ist nichts mehr zu holen. Wer dort noch hingeht, der sucht eine Art soziale-„NGO“ mit bunten und architektonisch interessanten Versammlungsorten. Inhalte, gar unbequeme, sucht der EKD – Christ sicher nicht mehr. Bin vor Jahren ausgetreten und habe es NICHT EINE SEKUNDE LANG bereut. Gibt schließlich genügend bibelorientierte Freikirchen. Aber auch dort ist es nur eine Frage der Zeit, bis Dialoge ohne Zielsetzung mit Islamverbänden oder „Anti-Castor“-Predigten auch dort Einzug halten. Reformieren wir doch die Kirche von unten und sagen den „Hirten“ mal ganz klar, was wir von ihnen erwarten.


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