kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vergewaltigungen und Morde unter Christen in Punjab 3. Dezember 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 19:46

Sie werden verschwiegen und bleiben oft straflos

 

Kasur – Fidesdienst: Javed Masih, Vater von Shahbaz Masih, der von Muslimen in Kasur (Punjab) ermordet wurde, konnte einen so genannten „First Information Report“ registrieren lassen und fordert nun Gerechtigkeit; Sonia Bibi, eine 20jährige Christin aus Kasur ist nach einer Vergewaltigung durch junge Muslime schwer traumatisiert, Rebecca Bibi, ein 12jähriges Mädchen, das als Haushaltshilfe tätig ist, wurde von ihrer muslimischen Arbeitgeberin so geschlagen, dass sie ein Auge verlor: diese dramatischen Fälle meldet die christliche Glaubensgemeinschaft aus Punjab dem Fidesdienst und beklagt, dass „in Fällen der Gewalt aus religiösen Gründen die Polizei nur geringe Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigt und Gerichte kaum für Gerechtigkeit sorgen“. Wie der protestantische Pastor Mushtaq Gill aus Kasur dem Fidesdienst berichtet, der die Familie von Shabhaz Masih persönlich kennt, hat der Mord an dem jungen Mann vor rund einem Monat die Familie ruiniert. Der junge Mann wurde ermordet, weil Muslime sich an seinem Vater rächen wollten, der einen Kredit nicht zurück bezahlt haben soll. Die Familie mit sechs weiteren Kindern lebt heute in Armut. Die Polizei weigerte sich zunächst, eine Anzeige entgegenzunehmen und erst nach eingreifen der Organisation „Legal Evangelical Association Development“ wurden Ermittlungen auf den Weg gebracht. „Doch die Hoffnung auf Gerechtigkeit ist gering“, so Pastor Gill.

 

Im Fall der 20jährigen Sonia Bibi, die vor einigen Tagen von einer Gruppe junger Muslime auf dem Weg zur Arbeit aufgehalten und vergewaltigt wurde, scheint die Polizei etwas mehr „Kooperationsbereitschaft zu zeigen“. Eine entsprechende Anzeige wurde umgehend entgegengenommen. Der Fall ist jedoch beispielhaft dafür, dass junge Christinnen oft wehrlose Opfer sind. Die Verdächtigen kommen aus reichen muslimischen Familien und bleiben in solchen Fällen oft straflos. Arme christliche Familien sehen sich oft gezwungen die eigenen Kinder als Haushaltshilfen in muslimische Familien zu schicken. Dort werden die Kinder oft misshandelt, wie die 12jährige Rebecca Bibi aus Lahore, die mit schweren Verletzungen (sie verlor ein Auge) und Blutergüssen von der Arbeit nach Hause kam. Die Angehörigen brachten das Mädchen ins Krankenhaus und erstatteten Anzeige. „In Punjab ist die Situation der Christen kritisch: sie werden oft Opfer der Mächtigen und erfahren keine Gerechtigkeit, da das Justizsystem lückenhaft ist, was ein großes Problem darstellt.“

 

 

Junge Katholikin in Faisalabad ermordet

„Märtyrerin des Glaubens“

 

Faisalabad – Fidesdienst: Die katholische Ortskirche in Pakistan bezeichnet sie bereits als „Märtyrerin des Glaubens“: die 18jährige Katholikin Maria Manisha aus Faisalabad wurde vor einer Woche von einem muslimischen Mann ermordet, der sie in der Absicht sie zu heiraten verschleppt hatte. Pfarrer Zafal Iqpal der katholischen Gemeinde in Khushpur, wo die Familie der jungen Frau lebt, erklärt im Gespräch mit dem Fidesdienst: „Sie hat sich geweigert und wollte nicht zum Islam konvertieren und den Mann heiraten. Deshalb wurde sie getötet. Sie ist eine Märtyrerin“. Pfarrer Iqpal meldete den Fall der Justitia et Pax-Kommission der Erzdiözese Faisalabad und deren Bischof Joseph Cutts. „Der Schuldige wurde festgenommen und die Polizei ermittelt. Wir hoffen, dass es Gerechtigkeit geben wird, während die ganz Gemeinde erschüttert ist und um das Mädchen trauert“, so Pfarrer Khaled Rashid Asi, Generalvikar der Diözese Faisalabad zum Fidesdienst. „Es ist sehr traurig, dass Christen und insbesondere junge Frauen immer wieder zu schutzlosen Opfern werden“. Erst vor wenigen Tagen wurde der 72järige Katholik Rehmat Masih aus Faisalabad freigelassen, nachdem er zwei Jahre lang wegen falschen Blasphemievorwürfen im Gefängnis festgehalten worden war.

 

 

Diözese Rieti würdigt das Glaubenszeugnis des ermordeten pakistanischen Ministers Shahbaz Bhatti
 

 

Rom – Fidesdienst: Am 4. Dezember wird die Diözese Rieti im Rahmen der Verleihung des Preises „Santa Barbara nel mondo“ an das Glaubenszeugnis des ermordeten pakistanischen Ministers Shahbaz Bhatti in der Politik erinnern. Der ehemalige Minister für religiöse Minderheiten kam im März 2011 gewaltsam ums Leben. Den Preis erhält das in Venedig angesiedelte Verlagshaus „Marcianum Press“ für das Buch „Christen in Pakistan: Prüfung und Hoffnung“ zum spirituellen Erbe des verstorbenen Ministers Bhatti. Der Leiter von Caritas Venedig, Prälat Dino Pistolato, Autor des Interview-Buchs mit Bhatti, bezeichnet das Buch als „prophetischen Akt“. „Ich erinnere mich vor allem an den Glauben und das konsequente Leben Bhattis und dessen Leidenschaft für den Menschen. In allen alltäglichen Gesten gelang es ihm, die Nähe Gottes zu suchen.“ An der Preisverleihung wird auch Professor Mobeen Shahid, Dozent der Päpstlichen Lateran-Universität, teilnehmen, der auch Mitglied des Vereins der pakistanischen Christen in Italien ist, der im Gedenken an Shabhaz Bhatti versucht, das Augemerk Europas auf die Diskriminierung und Verfolgung pakistanischer Christen zu lenken.

 

 

 

Muslimischer Anwalt kritisiert Blasphemiegesetz

 

In den meisten Fällen werde das sogenannte „Blasphemie-Gesetz“ dazu missbraucht, um Rache zu üben oder Rivalen zu schaden, sagte ein pakistanischer Rechtsanwalt, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss.

 

München (kath.net/KIN)Die meisten Anklagen, die in Pakistan wegen der Beleidigung des Propheten Mohammed oder des Korans erhoben werden, sind falsch. Das sagte ein pakistanischer Rechtsanwalt, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss, im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. In den meisten Fällen werde das sogenannte „Blasphemie-Gesetz“ dazu missbraucht, um Rache zu üben oder Rivalen zu schaden. Fast alle Anklagen richteten sich gegen finanziell arme Menschen, die „keinen Status in der Gesellschaft haben“ und sich somit nicht verteidigen können, erklärte der Anwalt, der selbst ein gläubiger Muslim ist. Der auf der Grundlage des „Blasphemie-Gesetzes“ Beschuldigte stehe der Anklage schutzlos gegenüber, denn niemand traue sich, zu seinen Gunsten auszusagen, da jeder Zeuge um sein eigenes Leben fürchten müsse. „Der Angeklagte kommt allein und in Handschellen ins Gericht, der Ankläger mit vierzig oder sechzig bärtigen Männern, die ihn unterstützen“, berichtete der Rechtsanwalt. In der Regel würden alle entlastenden Beweise für das Berufungsverfahren in letzter Instanz aufgespart. Bei einer Verhandlung in letzter Instanz sei „noch niemals jemand für schuldig befunden worden“, sagte der Anwalt. Bis dahin habe der Angeklagte jedoch bereits lange Zeit im Gefängnis verbracht.

 

Die Polizei untersuche solche Fälle aufgrund allgemeiner Überlastung nicht ordnungsgemäß. Es sei vorgeschrieben, dass Beweise innerhalb von 14 Tagen zusammengetragen werden müssten. Spreche die Beweislage nach dieser Zeit für die Schuld des Angeklagten, werde er inhaftiert. In der Praxis dauere die Beweisaufnahme oft 14 Monate, während derer der Beschuldigte bereits im Gefängnis sitzt. Der Rechtsanwalt, der bereits mehrere wegen Blasphemie angeklagte Personen verteidigt hat, erklärte, er sehe es als seine Pflicht, „unschuldige und arme Menschen vor Unrecht zu schützen“. In solchen Fällen nehme er kein Honorar. Er selbst sei mit seiner Familie bereits Opfer von Drohungen geworden. Das „Blasphemie-Gesetz“ wurde in Pakistan im Jahr 1986 verabschiedet. Für die Beleidigung des Korans sieht es die lebenslange Haftstrafe vor, Beleidigungen des Propheten Mohammed werden mit der Todesstrafe geahndet. Die „Kommission für Gerechtigkeit und Frieden“ der katholischen Kirche in Pakistan dokumentiert die aufgrund des „Blasphemie-Gesetzes“ angestrengten Gerichtsverfahren jährlich in ihrem Menschenrechtsbericht. Dem Bericht zufolge wurden im vergangenen Jahr 38 Menschen der Blasphemie angeklagt, darunter 14 Christen. {„Kirche in Not“ unterstützt die Arbeit der „Kommission für Gerechtigkeit und Frieden“ finanziell, um mittellosen Angeklagten einen rechtlichen Beistand zu ermöglichen}.

 

3 Responses to “Vergewaltigungen und Morde unter Christen in Punjab”

  1. Bert Says:

    Bin eben zufaellig auf die Seite gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.

  2. Nico Says:

    Der Neider sieht nur das Beet, aber den Spaten sieht er nicht.

  3. Stefan Says:

    du machst solche Werbung!! ich liebe das. Weiter so


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