kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die magische Zahl „40“ im Leben der Kopten und Ägyptens Herrscher 29. November 2011

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 17:39
Zerstörung der Kirche in Mirinab

Herr, steh in deinem Zorn auf. Erheb dich gegen meine wütenden Feinde“ (Ps. 7:7) – „Der Herr antwortete Mose: Jetzt wirst du sehen, was ich dem Pharao (Satan) antue. Denn von starker Hand gezwungen, wird er sie ziehen lassen und aus seinem Land ausweisen“ (Ex. 6:1).

 

 

Viele Kopten schickten sich gegenseitig diese Betrachtung, um ihren Glauben an Christus zu stärken, der sie niemals vergaß, selbst wenn der Feind des Guten dem einen oder anderem solche Lüge ins Ohr flüstert, wie man in den internationalen Medien beobachtet. Der beste Beweis dafür, dass Christus seine Kinder niemals vergaß, ist die offene Tatsache, wie stark die koptische Kirche ist. Was die Kopten seit der Gründung der Moslembruderschaft (1928) erlitten und bis jetzt erleiden, ist durchaus gar nichts im Vergleich zu dem, was sie unter den Kalifen erlitten. Es fing mit dem unseligen Packt des Kalifen Omar Ibn Alkhattab an, was Sie im Archiv lesen können. Da kamen viele anderen Kalifaten wie Ommawiden, Fatimiden und Abbassiten. Meine Haare stehen zu Berge, wenn ich noch lese, was diese Moslems an den Kopten verbrochen hatten. Wo sind alle diese Moslems? Sie und ihre Herrschaften gingen unter. Sie gehören der pechschwarzen Vergangenheit an. Und das Christentum und die koptische Kirche? Sie überlebten alle ihre Verfolger und sind stärker geworden. Ihr Fundament wurde felsenstark! Wodurch? Durch das Blut der Märtyrer, das um Jesu Christi willen floss. 

 

Mohamed Anwar Saddat: Am 05. September 1981 berief Saddat vor dem ägyptischen Parlament und bei stürmischem Applaus seine Heiligkeit Papst Schenuda ab. Dann stellte er das Oberhaupt der koptischen Kirche im Bischoy-Kloster (Natrontal) unter Hausarrest. 8 Bischöfe und 24 Priester wurden ins Gefängnis geworfen. Durch die Gebete der Bischöfe und Priester, welche das Gefängnis in eine Kirche verwandelten, und durch das Gebet und das strenge Fasten aller Kopten, wurde Mohamed Anwar Saddat von seinen Kindern vor den Augen aller Welt erschossen, und zwar mit 74 Kugeln. Das geschah am 06. Oktober 1981 bei der militärischen Parade anlässlich des angeblichen Sieges über Israel (1973). Kurz später wurden die Bischöfe und Priester entlassen. Jedoch blieb Papst Schenuda weitere 39 Monate im Bischoy-Kloster, als Hosny Mubarak die Macht übernahm. Sowohl Saddat als auch seine Kinder wurden entweder durch Erschießung, Gefangenschaft oder Flucht zerschlagen. 

 

Mohamed Hosny Mubarak: In der Silvesternacht und nach genau 20 Minuten des Jahresbeginns explodierte eine von Innenministerium und Sicherheitsdienst platzierte Autobombe vor der alexandrinischen Kirche der Heiligen. 24 Kopten erlitten den Märtyrertod und über 100 der koptischen Kirchengänger wurden äußerst schwer verletzt. Am 25. Januar wurde eine Revolution erfunden, damit Mubarak und sein Regime abdanken. Am 18. Februar 2011 trat Mubarak zurück. Sein ganzes Regime und fast alle seine Minister und Funktionäre seiner Partei wurden ins Gefängnis geworfen oder sind auf der Flucht. Das alles geschah nach dem sechswöchigen Gedenken der 24 Märtyrer. Die Gebete versetzten Mubaraks Regierung.

 

Feldmarschall Mohamed Hussein Tantawy: Anlässlich der Zerstörung und des Abrisses der Georgkirche in Mirinab (Edfu – Assuan) protestierten die Kopten zum vierten Mal vor dem Staatsfernsehgebäude Maspero. Am Abend des 09. Oktobers und gegen 18 Uhr öffneten die Soldaten der ägyptischen Armee das Feuer auf die koptischen Demonstranten. Gepanzerte Fahrzeuge und Jeeps fuhren Schlangenlinien in die Mengen. Mindestens 27 Kopten erlitten den Märtyrertod durch Erschießung oder Überrollen. Mehr als 350 Kopten wurden äußerst schwer verletzt. Bis jetzt sind viele vermisst. Vor einer Woche wurden 8 Leichen der 16 vermissten Koptinnen gefunden. Am 19. November riefen die Ägypter: „Das Volk will die Absetzung des Feldmarschalls (Mouschir) – Nein, zur Herrschaft der Generäle – Nieder mit Tantawy“. Seine Tage sind gezählt und sein Ende wird dem von Gaddafi gleichen. Denn die Moslembrüder, Salafisten, Gamaa Islamia und die anderen islamisch-terroristischen Gruppen werden mit ihm einen kurzen Prozess machen. Nach der zauberhaften Parade der Kopten auf den Kairoer Straßen anlässlich des sechswöchigen Gedenkens der Maspero-Märtyrer verbrachten über 100.000 Kopten den Abend im Simon-Kloster in Mokatam beim Gebet. Die Kirche rief zum dreitägigen Fasten und Gebet auf. Die Wirkung dieser Gebete hat jeder gesehen.

 

2 Responses to “Die magische Zahl „40“ im Leben der Kopten und Ägyptens Herrscher”

  1. Hildegard Says:

    Danke für diese INFO! Also, wie es Jesus bereits sagte, dass wir die hartnäckigen Dämonen nur durch eifriges Gebet und Fasten besiegen können. Tun wir es auch in Zukunft. Das besiegt die Feinde des Kreuzes!!!

  2. EleonorA Says:

    das mutige Paar
    Mein Mann sagt, Boulak ist ein gefährlicher Stadtteil, kann ich trotzdem zu Ihnen in den Gottesdienst kommen?“, mailte vor kurzem eine Frau aus Deutschland, die ihren Kairobesuch plant. Boulak, wo unsere Kirche steht, ist ein eher ärmliches Stadtviertel, recht zentral, laut, dreckig. Anfang des Jahres fanden auch hier Straßenkämpfe statt. Mit gutem Gewissen können wir Pfarrer aber behaupten, dass das Risiko im Moment überschaubar ist. Gefährlich ist es höchstens, die sechsspurige, vielbefahrene Straße vor der Kirche zu überqueren.
    Im April nächsten Jahres wird die Deutschsprachige Evangelische Kirche in Kairo 100 Jahre alt. Dann wollen wir mitten in diesen instabilen Zeiten die Stabilität feiern. Und wir verbinden damit auch einen Traum: Unsere Walcker-Orgel soll dann wieder erklingen. Ebenfalls im Jahr 1912 erbaut, ist das Instrument seit Jahrzehnten unbespielbar – nun wird es renoviert, vom Urenkel des einstigen Erbauers. Wir hoffen, dass es am 20. April 2012 ein abendliches Orgelkonzert geben kann und die Töne dann
    unserer Kirche auf die Zuhörer herabschweben. Denn eine Besonderheit dieser Orgel ist das Fernwerk, das die Töne hoch in die Decke der Kirche leitet und dort erst freigibt.

    160 000 Euro sind für das Großprojekt veranschlagt. Der Traum ist teuer. Aber es gibt tatsächlich welche, die in ihn investieren: Das Auswärtige Amt, ein koptischer Millionär, deutsche Firmen in Kairo, Gemeindeglieder, Freunde, Musikliebhaber. Die Renovierung ist nicht nur ein ehrgeiziges Gemeindeprojekt. Sie soll auch Kirchentüren öffnen für Menschen, die sonst kein christliches Gotteshaus betreten. Nirgendwo sonst gibt es in Kairo eine solche Konzertorgel. Dirigenten der städtischen Oper haben schon Interesse angemeldet.
    Vielleicht kann die Musik eine weitere Brücke schlagen und unsere Kirche zu einem Ort der Begegnung werden, unabhängig von der Religion. Solche besinnlichen Orte brauchen wir gerade in unruhigen Zeiten


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