kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Assyrische Demokratische Organisation appelliert 15. November 2011

Einsortiert unter: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 12:06

 Gewaltverbrechen an Christen und ihren Einrichtungen

Eine (unvollständige) Chronologie

 

Das Geschichtsbuch Sekundarstufe II des türkischen Ministeriums für nationale Ausbildung, welches am 03.03.2011 herausgegeben wurde, umfasste rassistische und falsche Angaben. Ebenso beinhaltete dieses anti-christlich-assyrische-suryoyo- und chaldäische Aussagen wie Enttäuschungen und Hass über die Assyrer. Auf den Seiten 65-66 präsentiert das Lehrbuch die christlich-assyrischer-suryoye- und Chaldäer als Heimat- und Landesverräter, nicht nur in bestimmten historischen Perioden, sondern auch heute noch. “In diesem Sinne waren diese Christliche Volksgruppe ein sehr problematischer Fall des Osmanischen Reiches”. Diese Volksgruppe sollen das Land durch die Zusammenarbeit mit den großen Mächten wie Europa und Russland verraten haben.

 

Die Fluchtwelle der Assyrer aus der assyrischen Heimat, heutige Türkei wurde nach wirtschaftlichen Aspekten begründet. Doch der tatsächliche Grund der Auswanderung aus der Türkei geht zurück auf politische, ethnische, und religiöse Diskriminierung wie Verfolgung, Unterdrückung, Vertreibung bis zu Ermordung des assyrischen Volks, was hier gar nicht erwähnt wird. Die türkische Politik betreibt seit Jahrzehnten und sogar bis heute noch eine Verfälschung der Geschichte Anatoliens. Die Geschichte der Türkei basiert nicht auf wahre Fakten, die Geschichte wird manipuliert um eine Spaltung der Gesellschaft zu verursachen, es wird eine Hetzerei zwischen der Nachwachsende Generation in Anatolien erzeugt und es werden Unruhen gestiftet bis hin zum Krieg. Wir appellieren an die Öffentlichkeit Druck auf die Türkei auszuüben, um ihre aggressive und feindselige Handlungen gegenüber den oben genannten Volk in der Türkei abzuhalten. Die Türkei sollte sich mehr für eine friedliche Gesellschaft bemühen. Ebenso sollte die Türkei für die Sicherheit und Freiheit für alle die im Laufe der Jahre mit Zwang „turkisiert“ bzw. zum Übertritt zum Islam gezwungen wurden,. Diese sollen sich zu Ihre Wurzel zu besinnen und für die Sorge zu tragen. Es soll mit der Erzeugung und Vertiefung der Feindschaft gegenüber nicht muslimischer Bevölkerung Anatoliens aufhören.

 

 

„Wir haben es fürs Vaterland getan”!

 Gewaltverbrechen an Christen und ihren Einrichtungen

Eine (unvollständige) Chronologie

 

Das bis heute aufrecht erhaltene Bedrohungsgefühl mündet in ständiger Gewaltbereitschaft. Die Reformen, die Europa dem Gesetzgeber und der Regierung der Türkei bisher abgerungen hat, bewirkten einen nationalsozialistischen Rückschlag sondergleichen, wobei sich der türkische Nationalismus durch ein Gemisch aus Chauvinismus, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit sowie Antiintellektualismus auszeichnet. Opfer sind die Einrichtungen und Geistlichen sowohl der indigenen orthodoxen, als auch der evangelischen und römisch-katholischen Gemeinschaft in der Türkei.

 

Chronologie

 

= Seit Ende 2004: Anschlagswelle auf evangelische Gemeinden: Innerhalb von sechs Monaten wurden in fünf Städten Evangelische bedroht. (Quelle: Idea)

= 05.02.2006, Trabzon: Katholischer Geistlicher Andrea Santoro während des Gebets erschossen.
= Februar 2006, Mersin: Katholischer Geistlicher angegriffen.
= 12.03.2006, Mersin: Kapuzinerpater Henri Leylek niedergestochen.

= 02.07.2006, Samsun: Katholischer Geistlicher Pierre Bruinessen niedergestochen.

= 11.03.2006, Silivri: Zwei zum Christentum Konvertierte (Turan Topal, Hakan Tastan) wegen „Beleidigungen des Türkentums“ (§ 301 StGB) verurteilt.

= April 2006, Diyarbakir: Eine Gruppe junger Männer dringt auf das Grundstück der Syrisch-Orthodoxen Kirche ein und schreit Drohungen gegen die Gläubigen. Die Polizei weigert sich bis zum Ostergottesdienst, Streifen in die Gegend der Kirche zu schicken.

= Mai 2006, Bergama: Eine Gruppe protestierender Nationalisten und Linksorientierter versucht eine griechisch-orthodoxe Messe in der historischen Kirsche zu Bergama zu stören.

= Sept./Oktober 2006: Übergriffe und Drohungen lokaler muslimischer Großgrundbesitzer gegen syrisch-orthodoxe Christen im Tur Abdin-Gebiet (Südost-Türkei).

= 4. November 2006, Izmir: Nach wiederholten Angriffen mit Steinen und Belästigungen der Gläubigen in den Wochen davor wird die evangelische Odemis-Kirche mit Brandbomben angegriffen.

= Dezember 2006: In einem Park der Gemeinde Tepebasi wird der Pfarrer der Kirche von Eskisehir brutal zusammengeschlagen. Die Kirche reicht indessen keine Klage ein, um „der Stadt nicht zu schaden“.

= 19.01.2007, Istanbul: Armenischer Publizist Hrant Dink erschossen.

= 28. Januar 2007, Samsun: Vandalen greifen das Gebäude der Stiftung der Agape Kirche an, zertrümmern die Fenster mit Steinen und besprühen am frühen Sonntagmorgen Straßenschilder. Der Pfarrer berichtet, dass in der Kirche eine Nachricht hinterlassen wurde, die ihm aber die Polizei nicht zeigen wollte, da sie „unwichtig“ sei; im offiziellen Untersuchungsbericht bleibt die Nachricht unerwähnt. Vier Tage vor dem Angriff veröffentlichte die Schwarzmeer-Onlineseite Kuzeyhaber eine Kolumne, die Anstrengungen lobte, die Verbreitung des Christentums in Samsun zu stoppen. Ebenfalls am 28. Januar 2007 erhält der Pfarrer der evangelischen Agape-Kirche von Samsun zwei Todesdrohungen per Email, von denen eine von der „Türkischen Rachebrigade“ unterzeichnet ist.

= 31.01.2007, Samsun: Evangelische Agape-Kirche zum wiederholten Mal angegriffen; Drohungen seit 2004.

= Februar 2007: Während des 40-Tage-Gedenkgottesdienstes für Hrant Dink (Karasunk) schießen zwei Personen mit Gewehren in die Luft und werden kurz darauf verhaftet. Sie sollen gesagt haben, dass sie die Ermordung des armenisch-apostolischen Patriarchen Mesrob II. beabsichten, der die Zeremonie leitete.

= März 2007, Marin: Eine Handgranate wird in den Hof des Präsidenten der Syrisch-Orthodoxen Stifung des Bezirks Midyat geschleudert. Die Polizei leitet eine Untersuchung ein, doch offenbar ohne Ergebnis.

= 18.04.2007, Malatya: Drei Mitarbeiter des evangelischen Zirve-Verlages nach Foltern geschächtet (Tilman Geske, Necati Aydin und Ugur Yüksel). Dieses Verbrechen zeichnete besondere Heimtücke aus, denn die Täter hatten sich das Vertrauen der Opfer durch vorgetäuschtes Interesse am Evangelium erschlichen. Dem türkischen Opfer Ugur Yüksel wurde einechristliches Begräbnis verweigert – er wurde stattdessen nach islamisch-alewitischem Ritus beerdigt. Der Gouverneur von Malatya wollte zunächst auch dem deutschen Opfer Tilman Geske ein christliches Begräbnis verweigern und sagte seiner Witwe, dass kein Christ in türkischer Erde bestattet werden sollte. Nach Verhandlungen zwischen der deutschen Regierung und türkischen Staatsbeamten wurde T. Geske auf einem armenischen Privatfriedhof beigesetzt. Nur Pfarrer Necati Aydin durfte im evangelischen Friedhof von Izmir beigesetzt werden.


= 21. April 2007, Ankara: Brandbombenanschlag auf die Internationale Evangelische Kirche von Ankara.

= 14.05.2007, Istanbul: Drohungen gegen armenische Schulen.

= 03.09.2007, Izmit: Festnahme von Semih Sahin nach einem Brandanschlag und Schüssen auf eine evangelische Kirche. Der dortige Pfarrer und Schwager eines der Mordopfer von Malatya ist fortgesetzt Drohungen und Angriffen ausgesetzt.

= November 2007 Mönch Daniel Savci entführt.

= Oktober 2010, Iskenderun: Bischof Padovese wird mit 20 Messerstichen niedergestochen.

Die Gewaltverbrechen in Trabzon, Istanbul und Malatya wurden von Jugendlichen mit ultranationalistischem Hintergrund sowie Verbindungen zu Geheimdienst- und Polizeiangehörigen begangen.

Bei ihren Festnahmen brüsteten sie sich ihrer vermeintlich patriotischen Taten. Mit dem Mörder des armenischen Publizisten Hrant Dink, Ogün Samast, posierten Polizeiangehörige in seiner Heimatstadt Trabzon stolz vor der Nationalflagge und vor laufenden Fernsehkameras.

 

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