kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Staatliche Hexenjagd gegen Lebensschützer 9. November 2011

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 14:37

Das österreichische Justizministerium drängt Lebensschützer in den Untergrund. Daß dabei das Gesetz vergewaltigt wird, ist für die gekaufte Politik und Justiz egal.

 

(kreuz.net, Wien): Von den vier als angebliche „Stalker“ in Graz verurteilten Lebensschützern ging keine Tathandlung gegen den berüchtigten Kindermetzger Johannes Hanfstingl aus. Das erklärte der Verteidiger der Lebensschützer, Ewald Stadler, vor dem internationalen Videoportal ‘gloria.tv’. Stadler ist auch österreichischer Europa-Abgeordneter. Einer der Verurteilten ist Dietmar Fischer. Er ist in Wien tätig und Leiter der österreichischen Sektion der Menschenrechts-Bewegung ‘Human Life International’. Fischer wurde nur darum als angeblicher Stalker verurteilt, weil er Flugblätter und Rosenkränze für die Gehsteig-Berater vor dem Grazer Kinderschlachthof bereitstellte. Verantwortlich für das Skandal-Urteil ist Richterin Caroline List.

 

Die Lebensschützer suchten keinen Kontakt: Stadler weist darauf hin, daß die vier Verurteilten nie den Kontakt mit dem Abtreiber gesucht haben. Doch damit der Stalking-Paragraph greift, muß ein Blickkontakt zwischen Täter und Opfer nachgewiesen werden. Im vorliegenden Fall hat nur der Abtreiber aus seinem Fenster auf die Lebensschützer geschaut. Ferner muß für ein Stalking-Delikt die Lebensführung eines Betroffenen beeinträchtigt sein. Doch sogar der Kinderschlächter stellte das laut Stadler in Abrede. Er sei nicht in seiner Lebensführung, sondern in seinen blutigen Geschäftsinteressen beeinträchtigt worden.

 

Kirche saß mit auf der Anklagebank: Stadler kritisiert, daß das Skandal-Urteil mehrere Grundrechte einschränkt – nämlich die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit. Die Verurteilten hätten in ihren Flugblättern die kirchliche Positionen zur Kinderschlachtung wiedergegeben: „Die offiziellen Positionen der römisch-katholischen Kirche wurden hier indirekt mit auf die Anklagebank gesetzt.“

 

Die Kirche reagiert kaum: Stadler bedauert, daß der Wiener Kardinal Christoph von Schönborn die Verurteilung nur einmal in einem Interview sehr verhalten kritisierte: „Mehr ist von den Bischöfen nicht gekommen.“ Der Jurist hat eine Kopie des Skandal-Urteil persönlich dem Kardinal übergeben. Er bat ihn, daß sich die Bischofskonferenz mit dem Urteil befassen möge. Denn vor dem Hintergrund des Stalking-Urteils sei die Lebensschutzarbeit der Kirche insgesamt in Gefahr.

 

Richterin ist Mitglied der Klasnic-Kommission: Stadler kritisiert auch die vorsitzende Richterin des Berufungssenates, Caroline List. Während der Verhandlungen unterstellte den Lebensschützern eine „Hexenjagd auf einzelne“ – also auf Kinderschlächter Hanfstingl. Diese Aussage gehe weit über das zulässige Werten eines Richters hinaus – kommentiert Stadler. Pikanterweise ist Frau List Mitglied der umstrittenen Klasnic-Kommission des Wiener Kardinals. Die Kommission ist ein von den Bischöfen eingesetztes Gremium. Es dient dazu, angebliche Mißbrauchs-Opfer zu entschädigen und den Mißbrauchs-Hoax hochzuspielen.

 

Ein politisches Urteil: Stadler erklärt, daß die Unterlagen des Prozesses ein Jahr im österreichischen Justizministerium herumlagen. Als damaliger österreichischer Nationalrats-Abgeordneter richtete Stadler wegen dieser Verschleppung eine parlamentarische Anfrage an die ÖVP-Justizministerin Beatrix Karl. Diese erklärte, daß es in dem Verfahren um „Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung“ gehe. Diese Aussage bedeutet für Stadler, daß man die Lebensschutz-Arbeit vor Kinderschlachthöfen für gesetzwidrig erklären will: „Ich bin überzeugt, daß diese ganze linksliberale Schickeria im Justizministerium mit Sicherheit Interesse daran hatte, die Lebensschützer zu kriminalisieren“ – folgert der Jurist. Es werde versucht, aus der Menschenrechts-Organisation „Human Life International“ eine kriminelle Gruppierung zu machen.

 

Geht es als nächstes an die Grundrechte der Tierschützer? Stadler weist darauf hin, daß der Stalking Paragraph ursprünglich eine andere Absicht hatte. Er habe insbesondere dem Schutz von Frauen vor gewalttätigen Männern gedient: „Niemand hat damals daran gedacht, daß man den Paragraphen einmal dazu benutzen wird, um gegen betende, unbedarfte Bürger vorzugehen, die von ihrem Glaubensrecht Gebrauch machen, um gegen Abtreibung vorzugehen.“ Stadler arbeitet gegenwärtig mit Kollegen an einer juristischen Klärung des Stalking-Paragraphen. Nach der aktuellen Entscheidung kann jedes Pelzgeschäft demonstrierende Tierschützer wegen Stalking anzeigen. {Quelle: www.kreuz.net}

 

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Ungeborene Kinder bis kurz vor der Geburt töten?

 

Evangelische Kontroverse um Spätabtreibungen im Diakoniekrankenhaus in Hannover. Der katholische Chefarzt der Frauenklinik sprach sich für eine Beibehaltung der bisherigen Praxis aus.

 

Hannover (kath.net/idea): An einem Diakoniekrankenhaus in Hannover werden in zunehmendem Maße Spätabtreibungen vorgenommen. Das hat bei einem Teil der Beschäftigten Unmut ausgelöst. Auch unter dem Führungspersonal der Diakonischen Dienste Hannover (DDH) ist eine Kontroverse entstanden. Die Zahl der Abbrüche nach der 12. Schwangerschaftswoche in der Frauenklinik der DDH ist von 21 im Jahr 2009 auf 45 im vorigen Jahr gestiegen. Solche Eingriffe können bis kurz vor der Geburt vorgenommen werden, wenn schwere genetische Defekte des ungeborenen Kindes vorliegen oder starke Behinderungen zu erwarten sind. Wie die Lokalpresse berichtet, spricht sich der Chefarzt der Frauenklinik, Prof. Ralf Schild, für eine Beibehaltung der Praxis aus. Der Katholik erklärte gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, es widerspreche dem diakonischen Auftrag, betroffene Eltern abzuweisen. Vielmehr müsse man sie kompetent und ergebnisoffen beraten sowie im Fall einer medizinischen Indikation die Abtreibungen auch durchführen. In die Entscheidung würden Fachkollegen sowie ein Ethikkomitee einbezogen. Bislang habe sich noch kein betroffenes Elternpaar gegen einen Abbruch entschieden. Auch an einem ungeborenen Kind mit Trisomie 21 (Down Syndrom) würde er eine Abtreibung vollziehen. Neun von zehn Elternpaaren entschieden sich heute gegen ein Kind mit diesem Gendefekt.

 

Behindertenhilfe gegen Spätabtreibungen: Die Behindertenhilfe des Annastifts „Leben und Lernen“ setzt sich hingegen dafür ein, dass Menschen mit solchen Behinderungen ein gleichberechtigtes Leben führen können. Der Leiter der Behindertenhilfe, Ulrich Spielmann, hält Spätabtreibungen für unvereinbar mit dem Leitbild der Diakonischen Dienste. Sie seien vielmehr eine „schwer erträgliche Hypothek“. Ein Verzicht würde seiner Ansicht nach die Glaubwürdigkeit untermauern – sowohl bei den Mitarbeitern wie auch bei den Behinderten. Ein Teil des Klinikpersonals fühlt sich durch die Spätabtreibungen in seelische Nöte gebracht. In evangelischen Krankenhäusern sind solche Eingriffe die absolute Ausnahme. Im Jahr 2010 wurden dem Statistischen Bundesamt insgesamt 2.579 Spätabbrüche gemeldet.

 

Diakonieleiter: Nein zur Spätabtreibung lebensfähiger Kinder: Der Leiter des Diakoniewerks „Kirchröder Turm“, Baptistenpastor Michael Borkowski (Hannover), erklärte auf Anfrage von idea, nach seinem Verständnis werbe Diakonie für die Qualität des Lebens auch mit Behinderung und für die Bereicherung einer Gesellschaft durch behinderte Menschen. Sie biete gleichzeitig einen Schutzraum für jeden Menschen in jeder denkbaren Lebenslage. In einer Ausnahmesituation befänden sich sowohl die betroffenen Eltern wie auch der ungeborene Mensch mit einer diagnostizierten schweren Behinderung. Der dadurch entstehende Konflikt sei weder gegen die betroffenen Eltern noch gegen den betroffenen ungeborenen Menschen zu lösen. Im Zweifel werde sich eine Diakonie, die sich am Menschenbild des Evangeliums orientiere, für das Lebensrecht des ungeborenen Menschen mit Behinderung aussprechen. Das bedeute ein klares Nein zur Spätabtreibung lebensfähiger, behinderter Kinder. Doch dürften die Betroffenen nicht allein gelassen werden. Die Diakonie werde deshalb alle Arten der Unterstützung für betroffene Familien in der Schwangerschaft, in und nach der Geburt und in der weiteren Begleitung zur Verfügung stellen. Die Beratung von Müttern, die eine Spätabtreibung vorgenommen haben, zeige, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zu rechnen sei. Diese Folgen für das weitere Leben dürften nicht verschwiegen werden. Das Diakoniewerk Kirchröder Turm ist der diakonische Arm der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) in Hannover.

 

„Tag der Ethik“ in der Diakonie: Bei einem „Tag der Ethik“ wollen die Diakonischen Dienste Hannover am 16. November über das „Dilemma“ von Spätabtreibungen in der Diakonie diskutieren lassen. Dabei sollen Befürworter und Gegner zu Wort kommen. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister begrüßt das Vorhaben. Er sehe mit Respekt und großer Aufmerksamkeit, wie sich die diakonischen Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter dem Konflikt stellen und um ethische Fragen ringen. Ein spektakulärer Fall hatte sich 1997 in den Städtischen Kliniken Oldenburg ereignet. Ein Junge sollte aufgrund einer Trisomie 21 Diagnose in der 25. Schwangerschaftswoche abgetrieben werden, doch der Eingriff misslang. Neun Stunden lang musste der Säugling ohne medizinische Versorgung um sein Überleben ringen. Der heute 14-jährige „Tim“ lebt in einer Pflegefamilie. 

 

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