kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptische Kirche will Mitgliederzahl erheben 7. November 2011

Filed under: Koptenverfolgung,Koptische Asylanten — Knecht Christi @ 18:01

Tantawy ist die Fortsetzung

Die Angaben der Regierung und der Kirche liegen weit auseinander. Die Kopten wollen nun alle Christen in Ägypten zählen.

Die Christen erleben derzeit ihre „schwierigste Periode“, sagt ein Bischof.

 

Der koptisch-orthodoxe Papst-Patriarch Shenouda III. hat eine offizielle kirchliche Zählung der Christen in Ägypten angeordnet, um den Angaben der Regierung zu begegnen. Für die Zählung werden Komitees in den einzelnen koptischen Diözesen verantwortlich sein, wie die Wiener ökumenische Stiftung „Pro Oriente“ unter Berufung auf ägyptische kirchliche Kreise am Mittwoch laut Kathpress berichtet. Demnach sollen nicht nur die koptisch-orthodoxen Christen, sondern auch die Gläubigen der anderen christlichen Kirchen in Ägypten gezählt werden. In der Ära Mubarak hat die Regierung die Zahl der Christen mit nur 3,3 Millionen (rund vier Prozent der Bevölkerung von 82 Mio. Menschen) angegeben. Shenouda III. hatte diese Zahl im Jahr 2008 zurückgewiesen und daran erinnert, dass nach kirchlichen Unterlagen allein die koptisch-orthodoxe Kirche mindestens zwölf Millionen Mitglieder habe. Im Jahr 2009 bezifferte eine US-Studie den Anteil der Christen in Ägypten mit fünf Prozent Bevölkerung. Eine inoffizielle Zählung, die in Zusammenarbeit christlicher Organisationen mit der koptisch-orthodoxen Kirche durchgeführt wurde, kam zuletzt für alle Christen gemeinsam auf einen Anteil von 17 Millionen Gläubigen (20 Prozent).

 

27 tote Kopten bei „Maspero-Massaker“: Im Hinblick auf das „Maspero-Massaker“ am 9. Oktober hat Shenouda III. alle vorgesehenen Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag seiner Wahl gestrichen. Die Feiern sollten am 14. November stattfinden. Am 9. Oktober war ein friedlicher Demonstrationszug koptisch-orthodoxer Christen in Kairo vom Militär angegriffen worden; 27 Kopten wurden getötet, mehrere Dutzend verletzt. In der Vorwoche hatte Shenouda III. eine offizielle Delegation der islamischen Al-Azhar-Universität unter Führung von Prof. Ahmed Kamal Abdul Magdy empfangen. Die Delegation kondolierte dem Oberhaupt der koptischen Kirche zum Tod der Opfer des „Maspero-Massakers“. Von beiden Seiten wurde betont, dass Ägypten des Dialogs bedürfe, um den Extremismus zurückzuweisen und die Werte der religiösen Toleranz zu verbreiten.

 

„Schwierigste Periode“: Ein koptisch-orthodoxer Bischof – Anba Stephanos El Moharraky von Beba – erklärte inzwischen bei einer Begegnung mit der internationalen katholischen Hilfsorganisation „Kirche in Not“, die Christen in Ägypten durchlebten derzeit die seit Jahrhunderten „schwierigste Periode“. Kirchen würden systematisch zerstört und niedergebrannt, friedliche koptische Demonstranten getötet. Die ägyptischen Sicherheits- und Justizbehörden würden islamistische Attacken auf Leben und Eigentum von Christen nicht verfolgen. In den ägyptischen Medien würden die Tatsachen systematisch verdreht. Im Fall des „Maspero-Massakers“ sei es aber gelungen, die Videos über die Vorgänge in den Programmen der drei koptischen TV-Stationen auszustrahlen. Probleme gebe es für die Kopten aber auch im Alltagsleben. So würden immer wieder Boykott-Aufrufe „Kauft nicht bei Christen“ registriert. Auch würden Christen indirekt vom Arbeitsmarkt verdrängt, wenn es etwa in Stellenanzeigen heiße „Gesucht wird Mitarbeiterin, die Kopftuch trägt“, berichtete der Bischof von Beba. Insgesamt gebe es von den Islamisten inspirierte Versuche, die Christen „aus dem Land zu drängen“. Der Bischof warnte davor, allzu große Hoffnungen auf die Wahlen in Ägypten zu setzen. Die Zukunft des Landes sei „absolut unklar“. Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit der Solidarität mit den Christen Ägyptens. Wörtlich meinte Anba Stephanos: „Wir beten um Freiheit und Frieden, nicht nur für Ägypten, sondern für die ganze Welt.“ {Quelle: www-diepresse.com}

 

 

 

Offiziell: Registrierte Kopten sind 20 Millionen

 

 

Würden Sie das bitte zur Kenntnis nehmen?

 

Ehrlich gesagt sind wir Kopten sehr verärgert darüber, wie die Medien egal wo in der Welt darauf bestehen, dass wir nur „zwischen 8 bis 10%“ der ägyptischen Bevölkerung ausmachen, was keineswegs der Wahrheit entspricht. Unendlich sehr oft haben wir darum gebeten: „Übernimmt nicht alles, was die ägyptischen Medien verbreiten – Nimmt uns als Quelle auch wahr und kommt zu uns, wenn ihr über uns berichtet, was immerhin nicht verkehrt ist, wenn man objektiv berichten will“. Nicht einmal das BAA (Bundesasylamt) wendet sich an die koptische Kirche, wenn es um Konvertiten, Revertiten oder verfolgte Kopten geht. Solche Behörden entnehmen ihre Infos über uns der Berichte der ägyptischen Botschaft. Ist das nicht eine maßlose Frechheit? Keiner gibt sich die Mühe, die Geschichte zu studieren. Mit Geschichte meine ich nicht die letzten Jahrhunderte, sondern den Konflikt mit Anwar Saddat, dem erschossenen Präsidenten. Er stellte alles auf den Kopf, weil Papst Schenuda damals – 1977 – die Aussage tätigte: „Wir machen 12% der Bevölkerung aus“. Da war der Teufel los!

 

Letzte Woche erwähnte ich ein Video, bei dem es bewiesen wurde, dass die Zahl der Kopten (aus allen Konfessionen) in Ägypten und Ausland keineswegs unter 20 Millionen beträgt. Derjenige, der dies ans Licht brachte, ist der Ex-Offizier, beliebteste Journalist und mutige Menschenrechtler (Bewegung Al-Azma) Nabil Scharaf Aldin. Er ist jede Woche auf dem koptischen Sender CTV zu sehen. Ein angesehner Gast bei der Sendung „Fi Elnur – im Tageslicht“ ist dieser „muslimische“ Gentleman. Vor einigen Wochen antwortete er auf den terroristischen Führer der Salafisten Alexandrias Yasser Borhamy, wo er durch eine Statue aus Afrika die Trinität erklärte und bewies, dass die Christen an „EINEN“ Gott glauben.

 

Dank unseren Glaubensgeschwistern in Holland wurde ich daran erinnert, über dieses Video zu berichten. Herr Scharaf Eldin sagt wortwörtlich: „Während der Ären der letzten drei Präsidenten Ägyptens (Gamal Abd Elnasser, Anwar Saddat und Hosny Mubarak) wurde aus der Zahl der Kopten ein Staatsgeheimnis gemacht, was nach der „Revolution“ nicht besser geworden ist. Das öffnete die Tür für Spekulationen! Der Staat hat Angst, die wahren Zahlen bekanntzugeben, und daher heißt es überall: 10% von 80 Millionen! Die Moslembrüder und die restlichen fanatischen bis terroristischen Gruppen schrauben das total herunter: 4%! Sie wollen der Welt und den Moslems Ägyptens weismachen, dass das, was die Kopten an Rechten haben, genügend ist, weil Ägypten aus 96% Moslems bestünde. Manche Kopten übertreiben auch und behaupten: 30 Millionen! Um der Sache auf den Grund zu gehen und jede Skepsis abzuschaffen, gibt es doch eine plausible Lösung: Personalausweise“!

 

„Als Ex-Offizier des ägyptischen Innenministeriums habe ich gute Beziehungen und zuverlässige Freunde. Laut den Bürgerämtern besitzen „17 Millionen“ Kopten aus allen Konfessionen einen Personalausweis. Hinzu kommen mindestens 3 Millionen Kopten, die im Ausland leben. Ägypten schickt momentan Delegationen ins Ausland fürs Auszählen der Ägypter, welche im Ausland leben und keinen digitalen Personalausweis besitzen“. Auf die Frage der Moderator Ihab Sobhy, ob bei den 17 Millionen Kopten nur um Menschen über 16 gehe, meinte Herr Scharaf Aldin: „Wenn Sie eine ID-Karte (Personalausweis) haben, werden Ihre Frau und Kinder mitgezählt“. Was aber nicht gesagt wurde, und zwar aus Angst vor den friedlichen Moslems: Die Zahlen der Konvertiten und Revertiten! Dabei handelt es sich um mindestens fünf Millionen Menschen, was die inoffiziellen Quellen bestätigen. Die Zahlen der Konvertiten in Ägypten und den islamischen Ländern bereiten deren Regierungen eine Heidenangst. Denn sogar in Saudiarabien gibt es jetzt Konvertiten. Bald geht der Islam unter.

 

Egyptian ID delegation @ Egyptian Consulate

 

Please prepare documents to avoid disappointment. Following the very successful experience last year, there will be a huge demand.
Dates: November 18th-22nd (Including the weekend) – Times: 9.30am-5.00pm
For the list of documents you will need please see our website;; www.egyptianconsulate.co.uk
Should you have any queries please do not hesitate to either call or email the Consulate.

 

One Response to “Koptische Kirche will Mitgliederzahl erheben”

  1. HILDEgund Says:

    Zudem gibt es so viel christliche Clubs, die sich gegegenseitig auch nicht besonders sympathisieren. Ich weiss noch wie meine Grossmutter und ihre Generation viel Negatives über die Katholiken zu berichten hatte (Tatsachen) und wenn heute noch die reformierten Kirchen ihre Türen nur beim Gottesdienst öffnen, hat(en)gute Gründen. Aber man braucht nur in Nazareth zu schauen welche spektakelartige Gegnerschaft zwischen den verschiedenen christlichen Gruppierungen offen und unwürdig getragen wird (ich habe vor kurzem einen Dokumentarfilm gesehen u. ich konnte es nicht fassen, dass so was gibt).

    Die Kirche in Weseuropa versucht sich mit den neuen Herrschern zu arangieren, wohl ahnend, was kommt und dass ihnen nicht anderes übrig bleibt, wenn dank der Regierungen die Muslimen immer mehr Einfluss bekommen. Ihr ist es egal, was mit den Christen in muslimischen Ländern passiert. Selbst der Papst hat gar nicht reagiert, als ein seiner Bischofe in der Türkei geköpft wurde, obgleich gerade dieser Bischof ihm das Leben geretet hat. So viel zu den Zusammenhalt unter den christlichen Glaubensbrüdern.

    Das, was du geschrieben hast ist richtig, und ich lese gerade ein Buch darüber.

    Es nützt nichts, alle Christen dort sind einem unausweichlichen Schicksal ausgeliefert. Ich will nicht spekulieren, aber ich habe so meine Gedanken, wenn ich die Zusammenhänge analysiere. Wir alle, die keine Macht besitzen, sind bloss Bauernopfer auf dem Schachbrett der Geschichte und wir können kaum etwas dagegen tun

    aber eines können alle tun:beten, beten, beten- für Euch um den Frieden der Euch zusteht.


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