kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vergessen wir nicht, für unsere Toten zu beten! 31. Oktober 2011

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 13:27
Wo bringt der Atheismus die Welt hin?

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde

Ein Physiker über die diesjährigen Physik-Nobelpreisträger

 

Bremen (kath.net/idea) Als Albert Einstein 1919 seine Allgemeine Relativi-tätstheorie veröffentlichte, hatte er eine der großartigsten Leistungen in der Geschichte der Physik vollbracht. Man konnte nun beschreiben, wie sich unser Weltall entwickelt. Dabei zeigte es sich, dass das Weltall buchstäblich aus dem Nichts hervor-gebrochen ist und sich seitdem ununterbrochen ausdehnt. Dieses theoretische Ergebnis wurde später durch astronomische Messungen bestens bestätigt und widerlegte die damalige Vorstellung von einem statischen Weltall, ohne einen Anfang und ohne Ende.

 

Ein deutlicher Hinweis auf Gott: Damit bestätigt die moderne Physik auf eindrucksvolle Weise Aussagen der Bibel wie: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (Genesis 1,1), oder „dass die Welt aus Gottes Wort gemacht ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist“ (Hebräer 11,3b). Die Urknalltheorie – heute die allgemein anerkannte Theorie der Entstehung des Weltalls – ist fraglos ein deutlicher Hinweis auf – wenn auch kein Beweis für – die Wahrheit der biblischen Aussagen und die Existenz Gottes. Was müsste der Schöpfer denn noch mehr vollbringen, um seine Schöpferkraft zu demonstrieren, als etwas so Gigantisches, wie das Weltall aus dem Nichts zu erschaffen?

 

Die unbekannte Energie – ein neues Rätsel: Ende der 1990er Jahre beobachteten nun zwei Forscherteams unabhängig voneinander einige der gewaltigsten Schauspiele, die unser Weltall zu bieten hat: den Todeskampf von Sternen, die unter dem Druck ihrer eigenen Schwerkraft zusammenbrechen. Dabei mobilisieren sie noch ein letztes Mal ihre Kräfte und erstrahlen explosionsartig in einer so unvorstellbaren Helligkeit, dass sie die Leucht-kraft ganzer Galaxien erreichen können, bevor sie für immer verschwinden. Diese Ereignisse – die Supernovae – eignen sich besonders gut zur Bestimmung der Geschwin-digkeit, mit der sich das Weltall ausdehnt. Was die Forscher fanden, versetzte die Fachwelt in helle Aufregung: Die Urknalltheorie bestätigend, dehnt sich das Weltall aus – aber mit zunehmender Geschwindigkeit. Erwartet hatte man jedoch bisher eine Verlangsamung, weil die Gravitationskraft der Sterne untereinander die Expansion eigentlich abbremsen müsste. Es muss also eine bis dato noch völlig unbekannte, geradezu ungeheure Energie geben, die diese Kraft überwindet.

 

Die Größe der Schöpfung: Ich freue mich sehr, dass – wie letzte Woche bekannt gegeben wurde – die beiden US-amerika-nischen Forscherteams unter Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam Guy Riess den diesjährigen Physik-Nobelpreis erhalten werden. Denn ihre Entdeckung führt aller Welt wieder einmal die unermessliche Größe der Schöpfung und damit unseres Schöpfers vor Augen. {Der Autor, der Physiker Dr. rer. nat. Albrecht Kellner (Bremen), ist technischer Berater für das Raumfahrt-Unternehmen Astrium ST und Autor des Buches „Expedition zum Ursprung – Ein Physiker sucht nach dem Sinn des Lebens“ (SCM R. Brockhaus, 2010) – Ein Kommentar von Albrecht Kellner}.

 

 

Vergessen wir nicht, für unsere Toten zu beten!

 

Liebe Freunde!

Der heilige Augustinus beklagte, dass die Toten sehr oft vergessen werden. Und leider hatte er recht.Mehr über die eindrucksvollen Gedanken zu diesem Thema finden Sie im unten stehenden LINK „Der heilige Augustus“. Das Oratorium der Wundertätigen Medaille wird ab 2. November (Allerseelen) ein Mess-Triduum (3 Hl. Messen an drei aufeinander folgenden Tagen ab 02.11.2011) für die Verstorbenen zelebrieren lassen.

Sagen Sie uns, wen Sie in diese Heiligen Messen, die für das Oratorium der Wundertätigen Medaille zelebriert werden, einschließen möchten – die verstorbenen Eltern, Verwandten oder Freunde und geben Sie uns auch deren Namen bekannt.

 

Rufen Sie bitte Fr. Roswitha Babitsch unter dieser Telefonnummer an:

0043 (1) 734 43 74

am Montag den 31. Oktober 2011
in der Zeit von 09:00 – 13:00 Uhr.

>>> Wenn Sie von UNS kontaktiert werden wollen, klicken Sie bitter HIER

 

Vertrauen Sie uns Ihre Anliegen für Ihre verstorbenen Eltern, Verwandten oder Freunde an, die in dieses Mess-Triduum des Oratoriums der Wundertätigen Medaille eingeschlossen werden sollen.

Insgesamt werden 3 Hl. Messen für die Seelen von Eltern,
Verwandten und Freunden bestellt, die vielleicht noch im

Fegefeuer leiden und auf unsere Gebete warten.

Unsere Mitarbeiter stehen Ihnen von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr zur Verfügung.

Der Mensch endet nicht im Grab. Wir glauben an das, was wir jeden Tag im Glaubensbekenntnis beten: Ich glaube an die Auferstehung der Toten und an das ewige Leben. Das Gebet für die Toten ist ein Akt des Glaubens an das ewige Leben – die Gewissheit, dass unsere geliebten Verstorbenen nicht für immer tot sind. Wir werden sie eines Tages in Gottes Geborgenheit wieder finden. Welch tröstlicher Gedanke!

Wir laden Sie ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen und uns Ihre Anliegen anzuvertrauen:

Rufen Sie bitte Fr. Roswitha Babitsch unter dieser Telefonnummer an:

0043 (1) 734 43 74

am Montag den 31. Oktober 2011
in der Zeit von 09:00 – 13:00 Uhr.

>>> Wenn Sie von UNS kontaktiert werden wollen, klicken Sie bitter HIER

Weil wir an das ewige Leben glauben, glauben wir auch an das Fegefeuer. Und wenn wir an das Fegefeuer glauben, müssen wir für unsere Toten beten.

Requiem aeternam dona eis Domine, et lux perpetua luceat eis! – Herr, gib ihnen die ewige Ruhe!

Unsere Liebe Frau von der Wundertätigen Medaille möge Sie segnen und immer beschützen.

 

Mit den besten Segenswünschen

Das Team des Oratoriums der Wundertätigen Medaille
www.oratorium.die-wundertaetige-medaille.at

Lesen Sie mehr über den heiligen Augustus

 

Empfehlen Sie diese Aktion auch Freunde, Bekannten und Verwandten weiter

 

Österreichische Jugend für eine Christlich-kulturelle Gemeinsamkeit innerhalb des Deutschsprachigen Raumes
Wohllebengasse 6/EG – 1040 Wien
Tel.: 01/504 69 64 – 24 Fax: 01/504 69 64 – 20
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10 Responses to “Vergessen wir nicht, für unsere Toten zu beten!”

  1. nora Says:

    für Tote zu beten steht aber NICHT in der Bibel
    das wurde
    • 1100 eingeführt von der r.k.K.: Seelenmessen für Verstorbene

    • Anna-Maria Says:

      An einem Grabe zu beten ist in gar keiner Weise eine „Totenbeschwörung“. Wir fordern die Toten nicht dazu auf, aus dem Grabe aufzustehen und vor uns zu erscheinen. Wir beten auch die Toten nicht an, G-tt verhüte! Das wäre in jedem Falle verboten. Wir versuchen, uns mit ihrer Seele in Verbindung zu setzen, da wir Juden auf Seelenebene alle Eins sind.

      Indem wir um ihre Hilfe bitten, zeigen wir, dass wir davon überzeugt sind, dass die Gerechten niemals wirklich sterben, die Wahrheit niemals wirklich verloren geht und nicht einmal das Grab uns daran hindert, uns mit unseren großen Lehrern und gerechten Seelen zu verbinden. Ebenso, wie sich dieser Zaddik während seines Lebens der Probleme anderer Juden, wie seiner eigenen, angenommen hat, so fühlt er immer noch unseren Schmerz und betet mit uns

      • Anna-Maria Says:

        Moses wurde viele Male darum gebeten,

        für das jüdische Volk zu vermitteln.

        Moses ging auf jede solche Bitten ein. Hätte er das nicht getan, gäbe es uns heute nicht. G-tt schien diese Bitte gebilligt zu haben.

        Ebenso finden wir im Talmud (Baba Batra 11a), den Text: “Wenn es einen Kranken in deinem Hause gibt, gehe zum Gelehrten der Stadt und bitte ihn, für den Kranken zu beten.”

        Das bedeutet natürlich nicht, dass des Kranken und seiner Familie Gebete wertlos oder überflüssig wären.

        Im Gegenteil: Jeder Jude, der von der Krankheit eines anderen Juden erfahren hat, ist verpflichtet, für diesen zu beten. Wir sollen aber trotzdem auch zum Gelehrten gehen.

      • Vánatrúir Says:

        Also ich bete wohl meine toten Vorfahren an.
        Und die Götter, die Vánen genannt werden.(daher auch Vánatrúir[=Vánen-gläubier])

  2. nora Says:

    Sonderlehren – im Widerspruch zur Bibel:

    Die Römisch-Katholische Kirche hat viele Sonderlehren eingeführt,
    die sich nicht durch klare Aussagen der Heiligen Schrift belegen lassen, sondern die im
    Widerspruch zu Gottes Wort stehen, so etwa die folgenden, nach Jahreszahlen geordnet:

    • 355: Der römische Bischof beansprucht: Er sei der Papst, der direkte Nachfolger des
    Apostelfürsten Petrus.
    • 375: Heiligenverehrung (nach Röm 1,25 Götzendienst) wird offiziell eingeführt.
    • 397: Als Folge davon entwickelt sich der Reliquienkult (Überreste von verstorbenen
    Bischöfen und Heilig gesprochenen werden als wundertätig verehrt; magisches Denken).
    • 431: Maria, die Mutter Jesu, wird als »Mutter Gottes« oder »Gottesgebärerin« dogmati –
    siert.
    • 529: Es bilden sich die ersten Mönchsorden (Benediktiner) in Italien.
    • 550: Einführung des »Sterbesakraments« (letzte Ölung)
    • 592: Behauptung eines »Fegefeuers« nach dem Tod
    • 688: Kreuze aus Holz, Stein oder anderen Materialien sollen angebetet werden.
    • 715: Heilige sollen im »Gebet« angerufen werden können (nach 3. Mo 19,31 Spiritismus).
    787: Bilder können verehrt werden (entgegen dem Bilderverbot aus 2. Mo 20,4).
    • 1074: Die Priester sollen ehelos bleiben (Zölibat; entgegen 1. Tim 4,1-5; 1. Kor 9,5).
    • 1100: Seelenmessen für Verstorbene werden eingeführt.
    • 1115: Der Ablass wird eingeführt (Freikauf von zeitlichen Sündenstrafen aus dem Fegefeuer
    durch Bußleistungen oder Geld). Gibt es auch heute noch!
    • 1208: Das Rosenkranzbeten wird eingeführt (»Gebet« zu Maria; Spiritismus).
    • 1215: Die Transsubstantiationslehre wird dogmatisiert (substantielle Verwandlung des
    Brotes und Weines in den Leib und das Blut Jesu Christi zur Sündenvergebung).
    • 1246: Einführung von »Fronleichnam« (Verehrung des »Leibes Christi« bzw. der Hostie
    im Tabernakel).
    • 1414: Der Wein wird dem Kirchenvolk vorenthalten, es bekommt nur noch die Hostie
    (das Brot) – gegen Mt 26,27: »Trinket alle daraus!«.
    • 1545-1563: Tridentinisches Konzil mit folgenden Beschlüssen der katholischen Kirche.
    Unter anderem: 1563: 1. Wer behauptet, allein durch den Glauben werde der
    Sünder gerechtfertigt, der sei ausgeschlossen! (aus der Kirche, von der Erlösung) 2. Wer
    behauptet, die empfangene Gerechtigkeit werde nicht vor Gott durch gute Werke vermehrt,
    sondern diese Werke seien nur Früchte und Zeichen der erlangten Rechtferti –
    gung, der sei ausgeschlossen!

    • 1564: Die Apokryphen werden zum Wort Gottes erklärt.
    • 1854: Unbefleckte Empfängnis Marias wird dogmatisiert (Maria habe Jesus geboren,
    weil sie selbst sündlos war. Wäre Maria sündig gewesen, hätte auch Jesus Sünden gehabt)
    – gegen Röm 3,10: »Da ist keiner, der gerecht ist, nicht einer!«
    • 1871: Die »Unfehlbarkeit« des Papstes wird behauptet und dogmatisiert.
    • 1950: Maria sei leibhaftig zum Himmel aufgefahren (Mariä Himmelfahrt) (findet sich
    nirgends in der Heiligen Schrift)

    • Gerd Says:

      Nora,
      gut das es gibt, ich bewundere deine Beiträge !

      Danke dir … hast du meinen Hinweis erhalten? Wegen Prof. Veith . Ich mag manche seiner Vorträge, aber nicht die Organisation, der er angehört …

  3. Gerd Says:

    Leider machen diese Irrlehren der katholischen Kirche es den Feinden des wahren Christentums so leicht …..

  4. Bazillus Says:

    Zu “ 355″: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe, Was Du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein. Du bist Petrus, der Fels, auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen usw.
    zu „375“: 1, Röm. 25 spricht von Anbetung von Götzen. Heilige sind nichts anderes als Vorbilder, die nicht angebetet werden, sondern die nicht in sprirtistischer Manier (Herabrufung von Geistern Verstorbener, um Fragen zu beantworten), sondern im Himmel bei Gott wohnend diesen um Fürsprache bitten. Enormer Unterschied zur Anbetung. Nur Gott selbst in seiner Dreifaltigkeit ist anzubeten.
    zu 397: Stimmt, wurde übertrieben, in jeden Altar wird eine Reliquie eines Heiligen eingelassen, aber nicht um Wunder zu erwarten, sondern wie folgt:
    Geschichte der christlichen Reliquienverehrung Bereits im frühen Christentum entwickelte sich eine besondere Verehrung der Märtyrer. Der erste biblische Beleg für Reliquien findet sich in der Apostelgeschichte, wo die Gläubigen den hl. Paulus mit Tüchern berührten und diese dann bei sich trugen (Apg 19,12 EU). Lange Zeit wurde der aus der Urkirche herrührende Brauch gepflegt, über den Gräbern von heiligen Märtyrern Kirchen zu errichten (etwa die Peterskirche in Rom). Später ging man in der lateinischen Kirche dazu über, unter oder in den Altar Reliquien einzubetten. Die Ostkirchen setzen, ihrer Tradition folgend, Reliquien in die Mauern ihrer Kirchen. Mit dieser Praxis soll der innere Zusammenhang zwischen der „Gemeinschaft der Heiligen“[1] und der irdischen Kirche versinnbildlicht werden. Die Leichentücher Jesu wurden von den Aposteln ebenfalls sichergestellt. (Turiner Grabtuch)
    Zu „431“. Da Maria Jesus, den die Kirche als Gott verehrt, Jesus nun einmal geboren hatte, lag wohl nichts näher als die Gottesgebärerin oder die Mutter Gottes zu dogmatisieren. Was ist daran falsch? Selbst der Engel hat bei seiner Begrüßung Maria Lob gezollt. Warum sollten wir dies nicht tun? Dogmen wurden nur dann erlassen, wenn der Inhalt des Dogmas öffentlich angezweifelt wurde.
    Zu „529“: Was ist gegen Orden zu sagen? Zölibatäre Männer oder Frauen schließen sich zusammen und beten und arbeiten für Gott und die Menschen. In diesen Klöstern wurde auch Wissenschaft betrieben. Was ist daran auszusetzen?
    Zu „550“: Krankensalbung in der römisch-katholischen Kirche [Bearbeiten]
    Volkstümlich wurde die Krankensalbung auch Letzte Ölung genannt, wie sie früher auch offiziell hieß. Die zutreffendere Bezeichnung, die auch die Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Liturgie der Kirche „Sacrosanctum Concilium“ verwendet, ist jedoch Krankensalbung. Die Krankensalbung ist (wie alle sakramentalen Salbungen) ein Mittel der Stärkung und Ermutigung. Die Krankensalbung soll nach der Beichte empfangen werden. Im Anschluss an die Krankensalbung ist je nach Gesundheitszustand der Empfang der Heiligen Kommunion möglich. Die Salbung gibt in schwerer Krankheit Anteil am Heiligen Geist und dem Kreuz Christi (vgl. (Jak 5,14-15 EU). In diesem Sinn hat das Zweite Vatikanische Konzil mit der Konstitution über die heilige Liturgie beschlossen, den Ritus und die Deutung dieses Sakraments zu erneuern. Mit der Apostolischen Konstitution „Sacram Unctionem Infirmorum“ erteilte Papst Paul VI. die Approbation zur erneuerten Form der Krankensalbung.
    Sakramentale Handlung und Form [Bearbeiten]

    Gesalbt werden Stirn und Hände des Kranken, im Notfall genügt die Salbung der Stirn oder, falls das durch besondere Umstände nicht möglich sein sollte, eine andere, besser geeignete Stelle des Körpers. Zur Salbung mit dem Krankenöl spricht der Priester: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes: Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“
    Zu „592“: Römisch-katholische Exegeten interpretieren bereits 2. Makkabäer 12,44–45 EU im Alten Testament als Hinweis auf eine Sühne nach dem Tod:
    „Hätte er [Judas] … nicht erwartet, dass die Gefallenen auferstehen werden, wäre es nämlich überflüssig und sinnlos gewesen, für die Toten zu beten. Auch hielt er sich den herrlichen Lohn vor Augen, der für die hinterlegt ist, die in Frömmigkeit sterben. Ein heiliger und frommer Gedanke! Darum ließ er die Toten entsühnen, damit sie von der Sünde befreit werden.“
    Die Lehre vom Fegefeuer knüpft biblisch an 1 Kor 3,13–15 EU an, wo die Werke des Einzelnen im Jüngsten Gericht im Feuer geprüft werden. Dies deutete Augustinus dahin, dass vielleicht nach dem Tode noch die Seelen einiger Gläubiger durch Feuer geläutert, also das Irdische aus ihnen ausgebrannt werde.
    Meine Meinung: Ohne die Existenz des Fegefeuers (Reinigungsortes) hätte das fürbittende Gebet für Verstorbene keinerlei Bedeutung!
    zu „688“: Ich als Katholik habe noch nie ein Kreuz, ein Bild oder ähnliches „angebetet“. Wenn ich vor einem Bild knie, denke ich an Jesus, nicht an das Bild. Ich bin auch noch nie aufgerufen worden, ein Kreuz oder ein Bild anzubeten. Ich bete Jesus an, nicht das Kreuz.
    zu „715“: Ähnliche Argumentation wie bei „Maria“: Keine Anbetung, lediglich Anrufung um Fürsprache im Leid oder in der Wegweisung.
    zu „1074“ Zölibat: Kann aus Jesu Worten begründet werden: Ehelos bleiben um des Himmelreichs willen. Da brauche ich keinen Apostel, wenn ich Jesu Worte ernst nehme. Ein Priester sollte mit Gott und seiner Gemeinde „verheiratet“ sein. Ein geschiedener Priester ist für die Gemeinde auch kein gutes Vorbild. Aber da scheiden sich die Geister. Die Kirche hat diese Worte Jesu eben ernst genommen. Kann ihr niemand verdenken. Und wenn jemand um des Himmelreiches willen ehelos bleibt (Jesus war ebenfalls ehelos), dann kann man dies doch am ehesten von Menschen erwarten, die ihr Leben ganz Gott geweiht haben, also dem Priester und den Ordensleuten.
    zu 1100: Seelenmessen. Ist die Folge des Fegefeuers. Auch in der evangelischen Kirche wird für die Verstorbenen gebetet. Wenn sie jedoch in der Hölle oder im Himmel weilen, ist dieses Gebet völlig unsinnig. Also bleibt der Reinigungs- und läuterungsort durchaus sinnvoll. Die Messe ist natürlich das erhabenste Gebet im christlichen Leben.
    Zu „1115“ Mit dem Ablass habe auch ich meine Schwierigkeiten. Da gebe ich der Vorkommentatorin Recht. Aber er bleibt: Was Du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein. Oder das Wort muss aus dem Evangelium herausgeschnitten werden.
    Zu „1208“ Der Rosenkranz ist ein sinnvolles Gebet. Es besteht aus Vaterunser und Gegrüßet seist Du Maria, also überwiegend aus Bibelworten. Lediglich beim Gegrüßet seist Du, Maria wird eine Fürbitte für alle Sünder angefügt. Wenn ich mir Marias Einfluss auf Jesus bei der Hochzeit zu Kanaa anschaue, dann bin ich der festen Überzeugung, dass gerade Mara auch heute noch einen großen Bitteinfluss auf ihren Sohn hat.
    Zu „1215“: Entweder nehme ich die Wandlungsworte wörtlich und ernst oder ich lasse es. Ich finde, dass gerade der Leib und/oder das Blut Christi als der wahre Himmelstrank/Himmelsspeise angesehen werden muss, von der Jesus am Brunnen mit der samaritanischen Frau sprach. Was sollten diese Worte Jesu sonst für eine Bedeutung haben, wenn er sie nicht ernst gemeint hat. Das wäre ja Schaumschlägerei gewesen. Dafür war die ganze Situation beim letzten Abendmahl viel zu ernst, als dass Jesus irgendwelche sinnfreien Sprüche in die Welt gesetzt hätte. Ich finde, die Dogmatisierung war unbedingt notwendig, damit der Quell der Liebe Jesu auch noch heute gültig und präsent ist. Wir können uns auf Jesu Worte verlassen.
    zu“1246″: Ist die Folgeerscheinung aus 1215. Wenn die Hostie in den Leib Jesu verwandelt wird, dann bleibt sie Bestandteil Jesu selbst und damit gibt das Fronleichnamsfest Sinn. Das ist jedoch wie 1215 reine Glaubenssache. Ich bin der festen Überzeugung, dass Jesus uns seinen Leib(sein Blut) zum immerwährenden Liebesopfergeschenk machen wollte.
    zu „1414“: ich denke, dass das praktische Gründe hatte damals in den Zeiten von Pest und Cholera. Kann es aber nicht sagen. Ich meine jedoch, dass mit dem Leib Christi die volle Wirksamkeit der hl. KOmmunion erhalten ist. In einigen Gemeinden wird Jesus unter beiden Gestalten gereicht.
    Aber das ist wohl die Ausnahme.
    zu 1545-1563: Rechtfertigungslehre: Meine feste Überzeugung: Glaube allein rechtfertigt nichts. Wenn dem Glauben nicht Liebe beigefügt wird, ist der Glaube wie die Hoffnung eine tönerne Schelle, wie Paulus über die Liebe so schön ausführt. Jesus rügt die Pharisäer, die zwar glauben und den glauben sogar verkünden, er rügt sie trotzdem, weil sie diesen Glauben nicht mit Liebe erfüllen. Der Glaube allein reicht mit sicherheit nicht aus, den Himmel zu erlangen. Glaube ohne Liebe ist fahl und da wird nichts gerechtfertigt. Aber das ist meine persönliche Meinung. Ob die Ausschließung der richtige Weg damals war, wage ich auch heute zu bezweifeln. Aber Fakt ist: Ohne Liebe, keinen Eintrittskarte zu Gott.
    Zu 1564: Das mag sein, jedoch habe ich noch keine lesung und kein Evangelium aus den Apokryphen gehört. Außer Ochs und Esel, die aus diesen stammen sichtbar in der Krippe. Ob sie Wort Gottes sind, vermag ich nicht zu sagen. Wenn diese Texte kanonisiert wären, würden sie auchverkündet, was bis heute wohl nicht geschieht.
    Zu „1854“: Die Unbefleckte Empfängnis (lat. immaculata conceptio) ist ein römisch-katholisches Glaubensdogma, nach der die Gottesmutter Maria vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde. Damit habe Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Lebens an vor der Sünde bewahrt, weil sie Mutter Gottes werden sollte. Dieses Dogma ist von der Jungfrauengeburt zu unterscheiden. Es bezieht sich nicht auf die Empfängnis Jesu, sondern auf die seiner Mutter Maria, die auf natürliche Weise von ihren Eltern Anna und Joachim gezeugt, empfangen und geboren wurde. Es sagt nichts aus über das Tun ihrer Eltern, sondern über ein Handeln Gottes an Maria, und macht keine moralische Aussage, sondern eine Glaubensaussage in der Denkweise der spätscholastischen Ontologie.
    Immaculata (lat. „die Unbefleckte“) ist einer der Marientitel der katholischen Kirche für Maria, die Mutter Jesu.
    Ein eigenes kirchliches Fest Mariä Empfängnis, das der Erwählung Marias im Mutterleib gedenkt, lässt sich seit dem 9. Jahrhundert nachweisen. Heute heißt es Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8. Dezember).
    Meine Meinung dazu: Wenn wir Jesus als den Sohn Gottes ansehen und ihn als Teil der Trinität verehren, der Engel Gabriel Maria in ihren jungen Jahren die Empfängnis Jesu verkündet, obwohl sie keinen Mann erkannt, so ist davon auszugehen, dass Maria als Gefäß Gottes sündenlos war. Dieses soll zum Ausdruck gebracht werden. Ob es dazu eines Dogmas bedurft hatte, kann ich nicht beurteilen. Aber nachvollziehen kann ich es schon. Dieses Dogma tun niemandem weh und schränkt niemanden in seiner Glaubensfreiheit ein.
    3 Röm. 10 berichtet vom Volk der Juden und den Heiden, die alle der Sünde verfallen sind. Da Jesus auch Jude war, müsste dieses Wort auch wohl für Jesus gelten, oder? Da begeben wir uns dann aber wirklich auf dünnes Eis. Ich neige der grundguten Idee der Sündlosigkeit Marias mehr zu als Paulus, der auch nicht Jesus selbst war und auch nicht unfehlbar, der ihn zu Lebzeiten noch nicht einmal nachgefolgt ist.
    Die letzten beiden Dogmen sind wohl aus ihrer Zeit zu verstehen. 1871 machte sich ein großer Glaubensabfall breit.
    Da lasse ich wieder Wiki zu Wort kommen:
    Der Papst als effektiver Träger der Unfehlbarkeit

    Auch wenn ein Irrtum des Papstes in der Kirchengeschichte bislang nicht erwiesen werden konnte, ist die Definition der Unfehlbarkeit enger gefasst.
    Definition

    Das Erste Vatikanische Konzil, das die päpstliche Unfehlbarkeit mit dem Konzilsdekret Pastor aeternus 1870 dogmatisch feststellte, definiert sie wie folgt:

    Wenn der römische Bischof ex cathedra spricht, d.h. wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen kraft seiner höchsten apostolischen Amtsgewalt endgültig entscheidet, dass eine Glaubens- oder Sittenlehre von der gesamten Kirche festzuhalten ist, so besitzt er auf Grund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit welcher der göttliche Erlöser seine Kirche in der endgültigen Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenlehre ausgestattet wissen wollte. Daher sind solche endgültige Entscheidungen des römischen Bischofs aus sich selbst, nicht auf Grund der Zustimmung der Kirche, unabänderlich. (Dogma)

    Das bedeutet:
    1. Jeder rechtmäßige Papst ist Träger der Unfehlbarkeit – was ausschließt, dass er zuerst die Erlaubnis eines Konzils, das er selbst einberuft, einzuholen hätte. Denn, wie das I. Vatikanisches Konzil sagt, ist ein Konzil keine dem Papste übergeordnete Behörde (Pastor aeternus 14).

    2. Nicht alle Worte, die ein Papst äußert, sind unfehlbar. Unfehlbar sind die Entscheidungen eines Papstes nur dann, wenn er „ex cathedra“ (Dogma) – als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen – spricht

    3. Es ist der übernatürliche Beistand des Heiligen Geistes, der den Papst vor einem Irrtum in Glaubens- und Sittenfragen bewahrt. Das Charisma der Unfehlbarkeit besitzt der Papst geschenkhaft, nicht aufgrund natürlich menschlicher Eignung oder Fähigkeit..

    Dieses Dogma wurde auch vom II. Vatikanum in der Konstitution Lumen gentium (18+25) abermals bekräftigt und sein Zusammenhang mit der Ekklesiologie dargestellt; hinsichtlich einiger Einzelprobleme erläutert das Dokument der Glaubenskongregation Mysterium ecclesiae von 1973 die Unfehlbarkeit der Kirche ausführlich.

    Anwendung der Unfehlbarkeit

    Die zwei jüngsten dogmatischen Definitionen seitens der päpstlichen Lehrautorität handelten von Maria (und zwar überdies ohne dass ein theologischer Streit entschieden werden musste). Papst Pius IX. hat 1854 (also vor Verkündung des Unfehlbarkeitsdogmas) das Dogma der „unbefleckten Empfängnis Mariens“ definiert. Pius XII. verkündete 1950 das Dogma der leiblichen Aufnahme der Jungfrau und Gottesmutter Maria in die himmlische Herrlichkeit.

    Entgegen mancher Vorstellungen ist die Unfehlbarkeit seit 1870 erst ein einziges Mal zur Anwendung gekommen. Über die Zahl päpstlicher Entscheidungen, die vor 1854 (Definition der Immakulata) als ex cathedra gelten, besteht kein Konsens.
    Das Zeugnis der Bibel

    Schon die Bibel stellt fest, dass Christus Petrus, den ersten Papst, in mehrfacher Hinsicht beauftragte:

    1. Christus machte Simon zum Felsen, auf den er seine Kirche baute, welche die Pforten der Hölle nicht überwältigen würden (Mt 16,18-19). Ohne den rechten Glauben aber, wäre die Einheit und die Festigkeit dieses Fundamentes nicht möglich. Als oberster Hirt und Lehrer muss er (und seine Nachfolger) in seinen Entscheidungen bindend sein, wenn die Kirche, wie sie Christus stiftete, für alle Zeiten fortbestehen soll.

    2. Christus verlieh dem Petrus eine umfassende Binde- und Lösegewalt; was er auf Erden binde, das solle auch im Himmel gebunden sein (Mt 16,19). Im rabbinischen Sprachgebrauch verstand man unter Binden und Lösen auch die authentische Gesetzeserklärung; der Papst hat damit auch die Gewalt, das Gesetz des Neuen Bundes auszulegen.

    3. Christus setzte Petrus (und seine Nachfolger) zum obersten Hirten über seine Herde ein (Joh 21,15-17). In dieser Funktion hat der Papst die Gläubigen zu führen.

    4. Christus erteilte Petrus den Auftrag, seine Brüder zu stärken (Lk 22,31 f.). Das Wort ist zwar zunächst an Petrus persönlich gerichtet. In Verbindung mit Mt 16,18 f. ist es jedoch auch auf diejenigen zu beziehen, in denen Petrus und sein Amt fortlebt. Die Stärkung im Glauben ist immer eine vordringliche Aufgabe des Leiters der Kirche. Diese Stärkung nimmt der Papst auch in Schreiben wie Enzykliken wahr. Diese Aussagen sind vor Gott und der Kirche bindend, wenn auch nicht im strengen Sinne unfehlbar.

    Das Neue Testament hat, wie diese Stellen belegen, nicht nur die Unfehlbarkeit von Petrus zur Voraussetzung; es steht in der Bibel auch geschrieben, dass Petrus dieses ihm von Christus verliehene Charisma mit letztinstanzlichen und für die Kirche insgesamt verbindlichen Entscheidungen tatsächlich ausübte. So führte er eigenmächtig die umstrittene Taufe des Kornelius durch (Apg 10,23b ff.) und öffnete damit den Heiden die Kirche. Auch sprach er über Ananias und Saphira das verbindliche Urteil (Apg 5,1-11). Er handelte als letzte Auslegungsinstanz der Heiligen Schrift, indem er sich selbst die letztinstanzliche Schriftauslegung vorbehielt („Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden“; 2 Petr 1,20). Und schließlich war auch er es, der bestimmte, dass die Schriften des Paulus verbindlich seien (2 Petr 3,15-16).

    Christus wies seine Kirche an, alles zu verkündigen, was er selbst gelehrt hatte (Mt 28,19-20). Er versprach ihr den Beistand des Heiligen Geistes, der die Kirche „in die ganze Wahrheit führen“ werde (Joh 16,13). Dieser Auftrag und dieses Versprechen garantieren, dass die Kirche niemals von seinen Lehren abfallen wird (Mt 16,18, 1 Tim. 3,15) – und zwar selbst dann, wenn Katholiken dies tun sollten.
    Das Zeugnis der Tradition

    Auch die Kirchenväter setzen – wenn auch noch nicht unter der Bezeichnung „Unfehlbarkeit“ – in ihren Schriften die maßgebende Lehrautorität der römischen Kirche und ihres Bischofs voraus.

    Irenäus von Lyon (um 140 – um 200) betrachtet bereits den Glauben der römischen Kirche als normgebend für die ganze Kirche: „Mit dieser Kirche muß wegen ihres besonderen Vorranges jede Kirche übereinstimmen. … In ihr ist die apostolische Überlieferung stets rein bewahrt worden ‚ (Adv. haer. III 3,2).

    Cyprian (nach 200 – 258) bezeichnet die römische Kirche als „Lehrstuhl des Petrus“ (cathedra Petri), als „Ausgangspunkt der bischöflichen Einheit“ und rühmt die Reinheit ihres Glaubens. Er betont, „dass es die Römer sind, deren Glaube durch das rühmende Zeugnis des Apostels gelobt worden ist (Röm 1,8), zu denen der Irrglaube keinen Zutritt finden kann“ (Ep. 59,14).

    Hieronymus (um 347 – 419) schreibt über Papst Damasus: „Bei euch allein wird das Erbe der Väter unversehrt bewahrt“ (Ep. 15,1).

    Aurelius Augustinus (354 – 430) betrachtet im pelagianischen Streit das Urteil von Papst Innozenz I. als maßgebend: „In dieser Angelegenheit wurden die Beschlüsse zweier Konzilien an den Apostolischen Stuhl gesandt. Von dort sind auch Rückäußerungen eingetroffen. Die Sache ist damit erledigt (causa finita est). Möchte doch auch der Irrtum ein Ende nehmen!‘ (Sermo 131, 10, 10)

    Petrus Chrysologus (um 380 – 450) schreibt an Eutyches: „… der selige Petrus, der auf seinem Bischofssitz fortlebt und den Vorsitz führt, bietet den Suchenden den wahren Glauben dar“ (bei Leo I., Ep. 25,2).

    Papst Hormisdas (519) formuliert: „Auf dem Apostolischen Stuhl wurde die katholische Religion stets unbefleckt bewahrt.“

    Thomas von Aquin (um 1225 – 1254) betrachtet es als legitime Aufgabe des Papstes, „die Fragen des Glaubens endgültig zu entscheiden, so dass sie von allen mit unerschütterlichem Glauben festgehalten werden“.

    Dass das Erste Vatikanum die Unfehlbarkeit des Papstes nicht erfunden hat, zeigen auch die Entscheidungen der Unionskonzilien zu Konstantinopel (869/70), zu Lyon (1274) und zu Florenz (1438/45), die übereinstimmend den Lehrprimat des Papstes verkündet hatten. Dieser Primat aber schließt die Unfehlbarkeit sachlich mit ein.

  5. Gerd Says:

    569. „Löse die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strom Euphrat“,
    Offenb.9/14, bedeutet die Vernünfteleien aus Täuschungen, worin der sinnliche Mensch
    befangen ist, die vorher nicht aufgenommen worden waren.
    Dies erhellt aus der Bedeutung der Engel am Strom Euphrat, sofern sie die Vernünfteleien
    aus Täuschungen bezeichnen, worin der sinnliche Mensch befangen ist, worüber folgt; und
    weil die Vernünfteleien aus Täuschungen vorher in der Kirche nicht angenommen waren,
    darum heißt es, die Engel seien gebunden an diesem Fluß; und vier werden genannt wergen
    der Verbindung des Falschen mit dem Bösen, man sehe EKO 283, 384, 532.
    Im Vorhergehenden wurde vom sinnlichen Menschen gehandelt, der im Falschen des Bösen
    befangen ist, und von der Wirkung der Beredungen, in die der sinnliche Mensch verstrickt
    ist; deshalb wird in dem jetzt Folgenden von der Vernünftelei aus dem Sinnlichen gehandelt.
    Und weil das Sinnliche nur aus solchem vernünftelt, was in der Welt vor den Sinnen
    erscheint, so vernünftelt es aus Täuschungen, die Sinnestäuschungen genannt werden, wenn
    vom Geistigen, d.h. von den Dingen des Himmels und der Kirche gehandelt wird, deshalb heißt
    dieses Treiben des sinnlichen Menschen ein Vernünfteln aus Täuschungen. Von diesen
    Täuschungen und von dem Vernünfteln aus denselben, wird im Folgenden noch weiteres gesagt
    werden.
    Hier wird von dem Zustand der Kirche an ihrem eigentlichen Ende gehandelt, und dieser
    Zustand tritt ein, wenn die Angehörigen der Kirche sinnlich geworden sind, und aus
    Sinnestäuschungen vernünfteln; und wenn sie aus diesen über die Dinge des Himmels und der
    Kirche vernünfteln, dann glauben sie gar nichts, weil sie nichts verstehen. Es ist in der
    Kirche bekannt, daß der sinnliche Mensch nichts inne wird von dem, was dem Himmel
    angehört, wenn der Herr nicht einfließt und erleuchtet; dies ist schon bei dem geistigen
    Menschen der Fall, und noch viel mehr bei dem sinnlichen Menschen, weil dieser natürlich
    ist im Letzten und einem solches das, was dem Himmel angehört oder die geistigen Dinge, ganz
    im Dunkeln liegt.
    Die wahrhaft vernünftigen Erörterungen über geistige Dinge gehen aus dem Einfluß des
    Himmels in den geistigen Menschen hervor, und von da aus in das Wissen und die
    Erkenntnisse, die im natürlichen Menschen vorhanden sind und durch die der geistige Mensch
    sich (im Wahren) begründet. Das ist der Weg, auf dem man vernünftig und der Ordnung
    gemäß über geistige Dinge denkt. Aber Vernünfteleien über geistige Dinge, die aus dem
    natürlichen Menschen hervorgehen, und mehr noch die, welche aus dem sinnlichen Menschen
    hervorgehen, sind ganz gegen die Ordnung, denn der natürliche Mensch, und noch weniger der
    sinnliche Mensch, vermag nicht einzufließen in den geistigen, und aus sich in demselben
    etwas zu sehen, weil es keinen physischen Einfluß gibt, sondern nur der geistige Mensch
    kann in den natürlichen einfließen und von da in den sinnlichen, weil es einen geistigen
    Einfluß gibt. Hierüber sehe man aber mehreres NJ 51, 277, 278.
    Hieraus kann man ersehen, was unter dem, was nun folgt, zu verstehen ist, nämlich, daß
    am wirklichen Ende der Kirche der Mensch über die geistigen Dinge, d.h. über die Dinge des
    Himmels und der Kirche aus dem körperlich Sinnlichen redet und denkt, somit aus
    Sinnestäuschungen; folglich, daß der Mensch, obgleich er alsdann für göttliche Dinge redet,
    dennoch nicht für sie denkt; denn der Mensch kann aus seinem Körper anders reden als er in
    seinem Geist denkt, und der Geist, der aus dem körperlich Sinnlichen denkt, kann nicht
    anders als gegen das Göttliche denken. Dennoch aber kann er aus dem körperlich Sinnlichen
    für das Göttliche reden, und zwar vornehmlich aus dem Grund, weil die göttlichen Dinge ihm
    – 571

  6. Bazillus Says:

    Ich halte mich lieber an die Worte Christi in den Evangelien. Wenn ich diese Worte in aller Demut ernst nehme, dann bewahre ich den echten Glauben. Gerade weil die orthodoxen Kirchen und die kath. Kirche verbindliche Lehren im Laufe der Zeit, die ja auch immer wieder angefochten wurden, eingeführt haben, bewahrten sie über Jahrtausende das Wort Christi. Aus diesen Kirchen spalteten sich zu allen Zeiten immer wieder Kirchen und Glaubensgemeinschaften ab. Ohne diese Ursprungskirchen wäre das Evangelium Jesu heute vergessen und to oder falsch überliefert. Also zurück zu den Ursprüngen. Natürlich haben auch diese Kirchen bzw. die kath. Kirche Fehler, große Fehler gemacht. Aber dem Gebot Christi, das Evangelium zu verkünden, auch wenn es miese Päpste gab und mieses Bodenpersonal und auch gibt, kamen diese Kirchen immer nach. Im Windschatten dieser Verkündigung wurden Soziallehren entwickelt und Sozialwerke eingerichtet. Da jede Kirche aus fehlbaren Menschen besteht, kann kein vollkommenes Konstrukt daraus werden. Der Stifter jedoch, Jesus, ist vollkommen. Darin liegt dann auch das Dilemma. Ein vollkommener Stifter und schwache und fehlbare Menschen, die niemals in der Lage sein können, die Kirche vollkommen durch die Zeit zu tragen.
    Ich bin der Kirche jedenfalls sehr dankbar, dass sie das Schiff des Glaubens über 2 000 Jahre hin durch die schweren Stürme der Zeiten getragen hat. Auch da spüre ich den Heiligen Geist, der „immer“ bei uns ist. Auch der Glaube unterlag Interpretatiionen und Entwicklungen, die bereits im Judentum angelegt waren und diese Entwicklungen haben sich über Jesu Wirken und Verkündigung fortgesetzt, nicht statisch, sondern auch mit den Regeln der Vernunft und des logischen Denkens, die auf dem Glauben basieren. Und einer muss halt auch heute das letzte Wort haben, wie es in der Urkirche wohl schon angelegt und von Jesus gewollt war.

    Die Offenbarung ist für mich sehr schwer verständlich, das gebe ich unumwunden zu. Sie scheint für die Endzeit geschrieben worden zu sein. Eine Prophezeiung ist jedoch immer nebulös und liegt in der Zukunft. Das mag alles Spekulation sein. Was soll mir das heute geben? Ich richte meinen Glauben nicht auf die Offenbarung des hl. Johannes aus. Ich halte mich lieber an handfeste Aussagen Christi, vergleiche sie mit den Sakramenten der Kirche und messe einen Paulus an den Aussagen und Taten Jesu. Ich werde meinen Verstand, den Gott mir gegeben hat, auch beim Thema Glauben nicht abstellen. Zu einigen Dogmen stehe ich, zu einigen finde ich nicht immer den rechten Zugang, aber ich akzeptiere sie, weil Christus eben die Kirche auf Petrus gegründet hat, der in der Interpretation halt das letzte Wort hat. Da vertraue ich auf den Heiligen Geist.


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