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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Viel Zuspruch für islamische Bewegung in Tunesien 24. Oktober 2011

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 19:08

El-Nahda in vielen Bezirken erwartungsgemäss vorn

 

Bei der ersten Wahl nach dem «arabischen Frühling» in Tunesien hat die islamische Ennahda-Bewegung offenbar gut abgeschnitten. Erste Ergebnisse aus mehreren Bezirken sahen sie laut Rundfunkberichten vom Montag deutlich vorne.

 

Die in den Siebziger Jahren gegründete Hizb Ennahda oder Partei der Wiedergeburt war am Sonntag als Favorit in die Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung gegangen. Die Bewegung, die unter dem ersten Präsidenten des Landes, Habib Bourguiba, und unter seinem im Januar gestürzten Nachfolger Zine el Abidine Ben Ali unterdrückt wurde, hat sich in ihrem Programm zu einer moderaten Form des politischen Islams bekannt. Insgesamt wurde bei der ersten freien Mehrparteienwahl seit der Unabhängigkeit von Frankreich vor mehr als einem halben Jahrhundert eine hohe Beteiligung verzeichnet. Mehr als 90 Prozent der registrierten Wähler hätten ihre Stimme abgegeben, meldete die Wahlkommission. Von den 7,5 Millionen potenziellen Wählern waren bis zum Wahltag allerdings lediglich rund vier Millionen, also 60 Prozent, registriert. Über 14’000 tunesische und internationale Wahlbeobachter überwachten nach offiziellen Angaben die Abstimmung. {Quelle: www.nzz.ch}

 

 

Islamisten steuern auf hohen Sieg zu

 

 

Offizielle Resultate soll es erst am Dienstag geben, doch schon jetzt scheint festzustehen: Bei der ersten freien Wahl in Tunesien hat die islamistische Nahda-Partei mit ihrem Anführer Ghannouchi noch viel höher gewonnen als ohnehin erwartet. Säkulare Parteien sind frustriert.

 

Wer am Abend nach der Wahl die Hauptquartiere einiger Parteien in Tunis besuchte, brauchte keine vorliegenden Zahlen, um die Resultate zu deuten: Bei den linksliberalen, säkularen Parteien schwankte die Stimmung zwischen Ernüchterung und Verzweiflung, am Hauptsitz der islamistischen Nahda dagegen platzten die Verantwortlichen fast vor Selbstvertrauen. Beim „Demokratischen Pol“, einem Zusammenschluss von säkularen und linksliberalen Kräften, hieß es, man habe zwar in den bessergestellten Vierteln von Tunis sehr gute Resultate erzielt, doch in den ärmeren Regionen sei es den Islamisten gelungen, mehr Stimmen als die Konkurrenten zu bekommen. Nahda-Verantwortliche teilten mit, dass sie mit 40 Prozent der Stimmen rechnen, in Umfragen hatten sie zuvor bei 25 Prozent gelegen. Sie gaben auch bereits die Wahlresultate der Auslandstunesier bekannt: Die Islamisten wurden demnach von mehr als der Hälfte gewählt. In Deutschland gewann die Bewegung laut ihrer Facebook-Seite 42 Prozent und damit den deutschen Sitz im Parlament.

 

Das Misstrauen der Islamisten ist groß: Zwar werden die Ergebnisse zentral von der obersten Wahlbehörde gesammelt und veröffentlicht, doch die Parteien lassen sich die beglaubigten Resultate aus den Wahllokalen von ihren eigenen Leuten melden. Nahda hat als einzige Partei Beobachter in jedes Wahllokal entsandt, am Sonntagabend gab ein Sprecher sogar bekannt, man werde die Resultate unabhängig von der Wahlbehörde veröffentlichen, sobald sie vorlägen. Schon vor der Wahl hatte Anführer Rachid Ghannouchi vor Betrug gewarnt. Das Misstrauen der Islamisten ist groß. Bei einer Wahlfeier am Sonntagabend wurde einmal mehr die überlegene Organisation und Finanzkraft der Islamisten deutlich: Sie hatten Zelte und eine Großleinwand vor ihrem mehrstöckigen Hauptsitz aufgestellt, für den Generalsekretär gab es ein Podium aus Plexiglas, und die Ansprache wurde auf Französisch und Englisch übersetzt. Zwischen den Reden wurde Filmmusik aus „Titanic“ und „Robin Hood“ gespielt.

 

Auch wenn der Sieg der Islamisten sehr hoch ausfallen sollte: Zuletzt stellten sie immer wieder klar, eine Koalitionsregierung zu bevorzugen. In diesem Fall könnte es zum Beispiel ein Bündnis mit der zentristischen Partei CPR des lange im Pariser Exil lebenden Moncef Marzouki geben. Sie hat nach ersten Hinweisen ebenfalls sehr gut abgeschnitten. Marzouki hatte in der Vergangenheit erklärt, sich eine Koalition mit den Islamisten vorstellen zu können. Die Wahl verlief nach Aussagen der Aufsichtsbehörde ohne größere Probleme und Unregelmäßigkeiten. 90 Prozent der 4,1 Millionen Tunesier, die sich für die Wahl registrieren ließen, sind auch zur Urne gegangen – zusammen mit den Bürgern, die sich am Sonntag spontan zur Wahl entschlossen haben, ergibt das eine Beteiligung von deutlich über 50 Prozent. {Quelle: www.spiegel.de – Aus Tunis berichtet Mathieu von Rohr}

 

8 Responses to “Viel Zuspruch für islamische Bewegung in Tunesien”

  1. Der.Steffen Says:

    Immerhin liegt Tunesien quasi vor unserer Haustür, also geht uns dies doch an. Daher hat bzw. muss die EU ein Intresse an stabilen Verhältnissen in Tunesien haben sowie an einem demokratischen Rechtsstaat. Man denke an die Auswirkungen für uns sollte dies nicht eintreffen.

  2. Der.Steffen Says:

    Nun der Westen hat die Kontrolle mittels Geld über die Diktatoren und den dazu gehörenden Staaten verloren. Richtig so.

    Eine Demokratie in diesen Staaten heisst nichts anderes als das die Bürger nun selber bestimmen welche Partei, welcher Politiker sie bevorzugen und wählen werden,. Ob es dem Westen passt oder nicht sie müssen diesen demokratischen Weg dieser Parteien, Länder/Kultur spezifische Rechtsansichten und Religionsansichten akzeptieren.

    Dort ist nicht der Westen oder die EU, dort sind Völker die sich nun demokratisch selber die Zukunft zimmern, nach ihrem Recht und ihren Wünschen.

  3. Der.Steffen Says:

    Der Islam als Ende der Geschichte?huhu ….
    Kein Grund mehr, sich irgendwelche Gedanken über gesellschaftliche Prozesse zu machen, kein Platz mehr für irgendwelche Zweifel? Nur noch das wohlige Gefühl, geführt zu werden, ohne die ungehagliche Freiheit der Existenz noch spüren zu müssen?

    Vermutlich ist das für viele Menschen tatsächlich das perfekte System. Und nur weil wir Europäer, die wir seit mindestens 500 Jahren ein perfektes System nach dem anderen demontieren, damit nicht klar kommen, sollten wir andere nicht dafür verachten, dass sie es können.

    Der verzweifelte Ruf nach einer islamischen Reformation ist müßig, wenn nicht das Bedürfnis danach besteht, weil das System einfach passt. Denn die Menschen formen sich ihre Religion nach ihren Bedürfnissen, nicht umgekehrt. Der nordeuropäische Protestantismus oder der Maria Lionza Kult in Venezuela hätten sich wohl genauso unter dem Islam entwickelt.

  4. Der.Steffen Says:

    Die Tunesier haben eine verfassunggebende Versammlung gewählt und damit die erste große Hürde auf dem Weg zur Demokratie gemeistert. Ob sich das Land in einen liberalen Staat verwandelt, ist aber noch offen.

    wir sind doch jetzt positiv und wünschen Ihnen das Beste….

  5. Der.Steffen Says:

    Wieso hat denn hier die momentan führende CDU wohl ursprünglich das C im Namen? Drehen wir den Spieß mal um. Was wäre, wenn wir es wären, die dort zum ersten Mal wählen gehen würden? Würden Sie dann auch so über das “C“ in CDU meckern?
    Ich kann nicht sagen, ob es einen christliche Partei in Tunesien gibt. Und selbst wenn: Die Rolle, die sie spielt ist vermutlich unbedeutend klein. Denn Tunesien ist nun mal KEIN christliches Land, was auch NICHT verwerflich ist.
    (Wieso wird hier in Deutschland eigentlich NIE von einer muslimischen Partei geredet? Gibts die nicht? )werde ich jetzt verteufelt wegen dieser Frage oder verhetzt?)

    Nur als Denkanstoß.

    Ich hoffe, dass die Tunesien es schafft, eine echte Demokratie zu etablieren. Und das heißt auch, dass es durchaus die religiösen Parteien in das Parlament schaffen dürfen und sollten, wenn es denn der Wunsch des Volkes ist und dieser mit der Verfassung vereinbar ist.
    Alles andere zu fordern und zu verurteilen wäre scheinheilig.

  6. Kerstin Says:

    @Der Steffen

    „Wieso hat denn hier die momentan führende CDU wohl ursprünglich das C im Namen?“

    Das „C“W ist schon längst zu einem Halbmond geworden, schon lange bevor der Kalif von Germanistan, der ja dieser Gammelpartei angehört, verkündet hat, daß die Religion des Terrors zu Deutschland gehören würde

    Es sind schon längst in der Partei mit dem Halbmond faschistische Graue Wölfe Mitglieder!

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article7211099/Tuerkische-Rechtsextreme-schleichen-sich-in-CDU.html

    Auch sonst ist die Partei mit dem Halbmond Vorreiter der Islamisierung von Deutschland.
    Die erste muslimische Ministerin wurde von Türkenwulff in NRW eingesetzt, wo sie in vorauseilendem Gehorsam sofort die Entfernung der Kreuze gefordert hat!

    „Würden Sie dann auch so über das “C“ in CDU meckern?“

    Bitte fangen Sie an zu denken!
    Das Christentum predigt Liebe, Jesus Christus ist der Gott der Liebe

    Der Kinderschänder, Massenmörder, Vergewaltiger, Räuber und Lügner Mohammed hat jedoch mit seinem Aufruf zu Terror und Gewalt, dem Koran NUR Schrecken gebracht!

    „Denn Tunesien ist nun mal KEIN christliches Land, was auch NICHT verwerflich ist.“
    Doch, genau das ist verwerflich
    Denn ÜBERALL wo der Islam vorherrscht, dort haben Andersgläubige IMMER Terror und Gewalt zu befürchten

    Solange DER Islam durch die Diktatoren in Schach gehalten wurde, konnte dieser nicht zuviel Unheil anrichten
    Doch jetzt, wo der Islam losgelassen wird, wird Terror und Gewalt ein vielfaches übersteigen, was die Menschen unter ihren Diktatoren bislang erleiden mußten!

    „(Wieso wird hier in Deutschland eigentlich NIE von einer muslimischen Partei geredet? Gibts die nicht? )werde ich jetzt verteufelt wegen dieser Frage oder verhetzt?)“

    Doch!
    Es ist die Partei mit dem Halbmond!
    die einst die Partei Konrad Adenauers WAR!!!

    „Ich hoffe, dass die Tunesien es schafft, eine echte Demokratie zu etablieren.“

    Hitler ist auch ganz klar DEMOKRATISCH zum Reichskanzler gewählt worden!!!

    „Und das heißt auch, dass es durchaus die religiösen Parteien in das Parlament schaffen dürfen und sollten, wenn es denn der Wunsch des Volkes ist und dieser mit der Verfassung vereinbar ist.“

    Islam und Demokratie nach westlichem Vorbild sind inkompatibel!!!

    DER Islam ist DER Faschismus des 21. Jahrhunderts

    Nach erfolgreicher Ent-Nazifizierung muß schleunigst eine Ent-Islamisierung folgen, sonst droht hier in Germanistan der Bürgerkrieg

    • Anna@Maria Says:

      @Kerstin
      wach auf bitte Frl.was mutest Du den Deutsch-deutschen zu soooo zart beseidet sind Europäer nicht.

      Hitler ist auch ganz klar DEMOKRATISCH zum Reichskanzler gewählt worden!!!

      ja leider in deutschland !!! der Fuchs biss sich in den schwanz…


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