kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägyptischer Blogger Michael Nabil in Nervenklinik eingewiesen 24. Oktober 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 12:52

Aktivisten befürchten „legale Foltermethoden“

 

Kairo/Frankfurt am Main (24 September 2011): Einer der bekanntesten Blogger Ägyptens, der Kopte Michael Nabil Sanad, ist nach fast 60 Tagen Hungerstreik gestern in eine psychiatrische Klinik in Kairo eingewiesen worden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) befürchtet, dass er dort gefoltert und anschließend als „geisteskrank“ aus dem Gefängnis entlassen werden könnte. Michael Nabil hatte großes Aufsehen erregt, weil er es gewagt hatte, offen gleich mehrere Tabus zu brechen. Er kritisierte konsequent das de-facto herrschende Militär wegen zahlreicher Menschenrechtsverletzungen, er setzt sich für eine Aussöhnung mit Israel ein, veröffentlichte auch in Hebräisch, er ist der erste Wehrdienstverweigerer Ägyptens und einer der wenigen bekennenden Atheisten. Nach Angaben der IGFM verurteilte ein Militärgericht Michael Nabil Sanad am 10. April 2011 wegen „Beleidigung des Militärs und falscher Informationen über die Armee“ zu einer Haftstrafe von drei Jahren. Unter Berufung auf örtliche Informationsquellen berichtet die IGFM, dass bei der Einweisung des Bloggers in eine Nervenklinik kein Psychiater zu Rate gezogen wurde. Das Militär soll bereits früher Häftlinge in gutem mentalem Gesundheitszustand in psychiatrische Klinik eingeliefert haben, die sich „nach der Behandlung in einem verheerenden“ Gesundheitszustand befanden.

 

Aufgrund des großen internationalen Interesses ordnete der Militärrat am 10. Oktober ein Wiederaufnahmeverfahren für den Fall Michael Nabil Sanad an. Michael selbst war bei der Verhandlung nicht anwesend, da er sich weigerte, als Zivilperson vor einem Militärgericht zu erscheinen. Schließlich bestimmte das Militärgericht einen Anwalt, um Michael während der nächsten Anhörung am 1. November zu vertreten. Der 1. November wäre der 70. Tag von Michaels Hungerstreik. Vergangenen Donnerstag richtete ein Sprecher der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Catherine Ashton einen Appell an die ägyptischen Behörden, die nötige medizinische Versorgung für Michael Nabil sicherzustellen und internationale Standards zur Behandlung Gefangener zu gewährleisten. {Quelle: www.igfm.de}

 

Kardinal Schönborn fordert Schutz der Kopten von Ägypten

 

AUFRUF zur Demonstration gegen die Christenverfolgung der Kopten in Ägypten

  

Ich bitte alle, die über einen Blog, eine Interessentendatei, ein Netzwerk oder Ähnliches verfügen, diese Information möglichst rasch und vielfältig zu verbreiten. I ask all who have a blog, a prospective file, network, or the like to disseminate this information as quickly as possible and varied.

 

An: Christliche Partei Österreichs

 bundesobmann@christlicheparteioesterreichs.at

oder An: rainerernstduerr@web.de

 

Wir danken allen, die uns geholfen haben. Ganz besonders Hr. Martin Winter, Sr. Mag.  Adelma, Hr. Rainer Ernst Dürr und die Christliche Partei Österreichs

  

Kardinal Schönborn und Bischof Gabriel führten die Solidaritätsdemonstration am Freitag, 21. Oktober 2011 an

 

Schönborn fordert Schutz der Kopten von Ägypten – Koptische Demonstration in Wien 21.10.2011

  

http://bambuser.com/channel/kopten.at/broadcast/2064253

   

Die Öffentlichkeit muss aufgerüttelt werden über die schrecklichen Ungerechtigkeiten, die den Kopten in Ägypten angetan werden.


Mord und Totschlag nach dem Freitaggebet der größtenteils islamischen Bevölkerung ist bereits zur Normalität geworden. Die Medien berichten wenig darüber und sprechen teilweise von „einzelnen Unruhen“. Das sind keine vereinzelten Unruhen, sondern eine organisierte Christenverfolgung, wie wir sie auch von anderen mehrheitlich islamischen Ländernkennen. Der Aufstand in Ägypten ebnete die freie Bahn für die ungehinderte Verfolgung der dort ansässigen Christen, der Kopten. Diese gehören übrigens zu einer der ältesten christlichen Kirchen. Die Kopten wurden in Ägypten bereits seit langem von den Moslems verfolgt, aber nach dem Arabischen Frühling wurde die Bahn für eine hemmungslosere Christenverfolgung geebnet. Siehe auch die Information auf dem Blog: Kopten ohne Grenzen

 

Wie bereits auch im ORF berichtet, ereignete sich am Sonntag, dem 09.10.2011 ein horribles Massaker in Maspiro / Ägypten, bei dem koptische Christen anlässlich einer friedlichen Demonstration zunächst vom islamischen Mob tätlich angegriffen und dann durch gepanzerte Fahrzeuge des ägyptischen Militärs nieder gerollt wurden. Mindestens 27 Menschen fanden auf diese brutale Weise den Märtyrer Tod. Die Weigerung der ägyptischen Behörden, Verantwortung zu übernehmen und stattdessen von einer Schuld oder Mitschuld der Kopten zu sprechen, hat im Lande Verbitterung ausgelöst und deutet darauf hin, dass die Sprachregelung um den „Arabischen Frühling“ primär der Verschleierung der wahren Ziele radikaler islamischer Kräfte ist. Leider ist dieser aktuelle Höhepunkt an islamisch motivierter Christenverfolgung von den Mainstream- Media mit der üblichen Floskel verharmlost worden, es würde sich um „religiöse Unruhen“ handeln. Es ist daher von außerordentlicher Bedeutung, ein Zeichen der Solidarität und des Kampfesmutes aller Christen zu zeigen. Ich darf Sie daher ermutigen, ja mit Nachdruck bitten, an der bevorstehenden Demonstration gegen die Diskriminierung, Unterdrückung und Verfolgung der Kopten teilzunehmen.

Termin: 25.10.2011

Treffpunkt: vor dem Europäische Parlament in Strassburg, Frankreich. (StraßburgFrankreich) – Leiter: Hr. Kamal Abdelnour

 

 

 

 „Kopten großes Geschenk für Österreich“

 

  

21.10.2011 (KAP): Als „großes Geschenk für Österreich“ bezeichnete Kardinal Schönborn die koptischen Christen zum Abschluss der Kundgebung auf dem Wiener Stephanplatz. Viele Kopten hätten ihre Heimat Ägypten nicht freiwillig verlassen, „seien Sie aber versichert, dass Sie in Österreich, in ihrer neuen Heimat, herzlich willkommen und geschätzt sind“, sagte Schönborn. Die Kopten würden durch ihr Glaubenszeugnis einen wesentlichen Beitrag leisten, „dass der christliche Glaube in Österreich wieder wächst“. Alle Kirchen seien gemeinsam aufgefordert, „für dieses Land zu beten und zu arbeiten.“ Abgeschlossen wurde die Solidaritätsdemonstration mit einem gemeinsamen Gebet im Stephansdom. http://www.kathpress.at

 

 

21.10.2011 – DiePresse.com): Bei einer Demo in Wien protestierten der Kardinal und der koptische Bischof Anba Gabriel gegen das brutale Vorgehen der Armee gegen die ägyptischen Christen. Vor zwei Wochen sind in Kairo 27 Kopten gestorben. Der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, und der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Gabriel haben am Freitag in Wien das Vorgehen der ägyptischen Armee gegen koptische Christen am 9. Oktober dieses Jahres scharf verurteilt. Die Vorfälle müssten lückenlos aufgeklärt werden, betonten die beiden Bischöfe nach einem Solidaritätsumzug von der Oper zum Stephansdom in Wien. Rund 2500 Personen nahmen an der Schlussveranstaltung teil. Notwendig sei die Freilassung der festgenommenen schuldlosen Kopten, die Verurteilung der wahren Schuldigen und eine Entschuldigung des Militärrates bei den Kopten wegen des brutalen Vorgehens der Armee am 9. Oktober und wegen der nachfolgenden Desinformationskampagne, forderten die beiden Würdenträger laut Kathpress. „Wir verlangen den Schutz von Kirchen und Christen, volle Gleichberechtigung von Christen und Muslimen im neuen Ägypten und die langersehnte Gerechtigkeit für alle“, erklärten Kardinal Schönborn und Bischof Gabriel. Alle Menschen, die sich dem Grundprinzip der Religionsfreiheit verpflichtet fühlen, sollten sich mit den koptischen Christen solidarisch zeigen.

 

27 tote Kopten bei Demo: Am 9. Oktober 2011 war ein friedlicher Demonstrationszug koptisch-orthodoxer Christen in Kairo von Soldaten attackiert worden. Die Kopten, die auf ihre missliche Lage im neuen Ägypten aufmerksam machen wollten, zogen friedlich und unbewaffnet vom Bezirk Shobra zum Maspero-Platz in Kairo. An diesem Platz steht auch das Gebäude der staatlichen Nachrichtenagentur. Die Menschen wurden auf ihrem Weg von einer Gruppe vermutlich angeheuerter Schläger mit Steinen und anderen Utensilien attackiert. In Maspero selbst wurden die Demonstrationsteilnehmer, darunter auch Kinder, Frauen und Gebrechliche, von Soldaten angegriffen. Insgesamt kamen 27 Kopten ums Leben. Die Zahl der Verletzten bewegt sich im dreistelligen Bereich. 

  

 

Schutz und Gleichberechtigung für die Kopten gefordert

 

 

Gemeinsame Erklärung bei der Wiener Solidaritätsdemonstration für die ägyptischen Christen von Kardinal Schönborn und dem koptisch-orthodoxen Bischof Gabriel. Kardinal Christoph Schönborn und der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Gabriel haben am Freitag, 21. Oktober 2011, in Wien bei der Solidaritätsdemonstration für die koptischen Christen das „Massaker von Maspero“ vom 9. Oktober scharf verurteilt. Die Geschehnisse von Maspero müssten lückenlos aufgeklärt werden, betonten die beiden Bischöfe: Notwendig sei die Freilassung der festgenommenen schuldlosen Kopten, die Verurteilung der wahren Schuldigen und eine Entschuldigung des Militärrates bei den Kopten wegen des brutalen Vorgehens der Armee am 9. Oktober und der nachfolgenden Desinformationskampagne, deren Ziel die Verschleierung der Verantwortung gewesen sei. „Wir verlangen den Schutz von Kirchen und Christen, volle Gleichberechtigung von Christen und Muslimen im neuen Ägypten und die lang ersehnte Gerechtigkeit für alle“, erklärten Kardinal Schönborn und Bischof Gabriel übereinstimmend. Alle Menschen, die sich dem Grundprinzip der Religionsfreiheit verpflichtet fühlen, sollten sich mit den koptischen Christen solidarisch zeigen.

 

Kopten machten auf missliche Lage aufmerksam 

www.erzdioezese-wien.at

 

 Im europäischen Parlament in Belgien:

http://www.christian-dogma.com/vb/showthread.php?p=1638626

 

Abschnitt von der Demo:

http://www.kathtube.com/player.php?id=23583

 

3 Responses to “Ägyptischer Blogger Michael Nabil in Nervenklinik eingewiesen”

  1. Erich Foltyn Says:

    es war eine starke Kundgebung, aber es waren nur 2000 bis 3000 Leute und das ist im Weltmaßstab sehr wenig. Daher bin ich weiter pessimistisch.

    • Der.Steffen Says:

      @Erich

      was hast Du erwartet(bei den vielen Christen??)
      es heisst Leistung
      wo bleibt die Gegenleistung wir leben im Jahr 2011 und der Endzeit.

  2. Gerd Says:

    Oberst Gadaffi hat noch versucht, seine Freunde Sarkozy und Konsorten anzurufen um sie um ihre letzte Hilfe zu bitten , in alter Freundschaft, da bin ich sicher ….. Die Teufel töten und morden sich in ihrer Hölle untereinander wenn sie nur irgendeinen kleinen Vorteil für sich selber sehen …. warum versteht ihr nicht…?

    Antworten


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