kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wie in Ägypten so genau in Pakistan 22. Oktober 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 21:56

Jedes Jahr werden tausend junge Frauen aus religiösen Minderheiten verschleppt, vergewaltigt und zur Bekehrung zum Islam gezwungen

 

Lahore – Fidesdienst: Jedes Jahr werden in Pakistan rund 1.000 Mädchen und junge Frauen aus christlichen und hinduistischen Minderheiten von Muslimen verschleppt, vergewaltigt und zur Ehe gezwungen oder in manchen Fällen ermordet: diese finstere Bilanz ziehen Beobachter aus Kreisen der katholischen Kirche in Pakistan und Vertreter der Zivilgesellschaft, darunter die „Kommission für Menschenrechte in Pakistan“. Religiöse Minderheiten, so Beobachter zum Fidesdienst, „erhalten keine Garantie von der Justiz: dies ist eine furchtbare Lücke im Rechtsstaat und der Hauptgrund für Not und Verfolgung“. Zudem werden Frauen in Pakistan unterdrückt: nur 8% der Mädchen besuchen eine Schule und weibliche Föten werden oft abgetrieben. Christliche Frauen gehören zudem einer religiösen Minderheit an: damit sind sie noch schwächer und leicht angreifbar. Sie erleiden Missbrauch und müssen Schweigen, da sich die Gewalt andernfalls auch gegen ihre Familien richtet. Zuletzt wurde dem Fidesdienst von einem Fall aus der Provinz Punjab berichtet: die junge Katholikin Farah Hatim wurde entführt, zum Islam bekehrt und zur Ehe mit einem Muslim gezwungen. Zu diesem Vorfall kam es in der Kleinstadt Rahim Yar Khan im Süden der Provinz Punjab (vgl. Fidesdienst vom 25/06/2011). In diesem Zusammenhang baten christliche Nichtregierungsorganisationen um das Eingreifen der UN-Menschenrechtskommission.

 

Im Mai 2011 wurden Rebecca und Saima Masih, zwei christliche Mädchen, von Muslimen entführt und zur Bekehrung zum Isalm gezwungen. Dies geschah im Distrikt Jhung in der Nähe von Faisalabad. Die 14jährige Sidra Bibi, aus dem Distrikt Sheikhupura wurde nach körperlicher und psychischer Misshandlung schwanger. Nach ihrer Flucht kehrte sie völlig erschöpft zu ihrer Familie zurück. Die Polizei verweigerte die Annahme einer Anzeige. Zwei weitere junge Frauen aus der christlichen Glaubensgemeinschaft, die 15jährige Uzma Bibi und die 20jährige Saira Bibi, die als Krankenschwestern in Lahore tätig waren, wurden von den muslimischen Nachbarn verschleppt, zum Islam bekehrt und zur muslimischen Ehe gezwungen. 2010 berichtete der Fidesdienst über die Geschichte von Kiran Nayyaz, ein 13jähriges Mädchen aus Faisalabad: sie wurde nach einer Vergewaltigung schwanger und brachte ein behindertes Kind zur Welt. Das 12jährige Mädchen Shazia Bashir, wurde im Januar 2010 vergewaltigt und ermordet. Der Täter, Chaudrhry Neem, ein reicher muslimischer Anwalt, wurde freigesprochen.

 

 

Jedes Jahr werden tausend junge Frauen aus religiösen Minderheiten verschleppt, vergewaltigt und zur Bekehrung zum Islam gezwungen

 

Lahore – Fidesdienst: Sie wurde über acht Monate hinweg immer wieder von Angehörigen einer militanten islamischen Gruppe vergewaltigt, gedemütigt und traumatisiert und schließlich zur Bekehrung und Heirat mit einem Muslim gezwungen. Dies ist die Geschichte des 12jährigen Mädchens Anna (Name von der Redaktion geändert) und ein ähnliches Schicksal widerfährt 700 anderen christlichen Mädchen und mindestens 250 hinduistischen Mädchen, die in Pakistan Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Muslime, so Mitarbeiter von Organisationen, die sich dieser Opfer in Punjab annehmen, zum Fidesdienst, betrachten diese Mädchen als „Objekte oder Ware und behandeln sie wie niedrigere Geschöpfe“.

 

Unter den Christen in Pakistan herrscht große Bestürzung nach diesem wiederholten Fall straffreier Gewalt. Wie gut informierte Quellen dem Fidesdienst berichten, „sind die Entführer und Vergewaltiger von Anna auf freiem Fuß, weil sie der radikalislamischen Gruppe Lashkar-e-Tayyaba (einer verbotenen Terrorgruppe) angehören und die Polizei hat es sogar abgelehnt, eine ärztliche Untersuchung anzuordnen“. Der zuständige Richter nahm zwar eine Anzeige gegen mehrere muslimische Männer entgegen, brachte jedoch keinerlei einschränkende Maßnahmen gegen diese auf den Weg. Die Polizei forderte unterdessen die Eltern des Mädchens auf, diese dem „rechtmäßigen Ehemann“ (dem Vergewaltiger) zu übergeben. Andernfalls könnte ein strafrechtliches Verfahren gegen die Familie eingeleitet werden. Anna ist die 12jährige Tochter von Arif Masih, Straßenkehrer in Shahdra, einer Kleinstadt in der Nähe von Lahore, der Hauptstadt der Provinz Punjab. Sie wurde von zwei muslimischen Männern bereits am 24. Dezember 2010 entführt, wobei die Entführer eine Freundin als Lockvogel einsetzten. Nachdem sie tagelang vergewaltigt worden war, zwang man sie zur Unterzeichnung mehrerer Dokumente, die eine Bekehrung und die Eheschließung mit Muhanmmad Irfan zertifizíeren sollen.

 

Am 5. Januar 2011 erstattete der Vater Anzeige (First Information Report) gegen Unbekannte. Erst im September, acht Monate nach ihrem Verschwinden, meldete sich Anna bei der Familie aus Tanidanwalla im Distrikt Faisalabad, rund 190 Kilometer von Lahore entfernt. Sie teilte mit, man habe sie entführt, doch es sei ihr gelungen, zu flüchten. Nach ihrer Rückkehr zu den Eltern sagte sie vor dem zuständigen Richter aus. Doch Muhammad Irfan legte ein Eheschließungszertifikat vor, durch das der Tatbestand der Vergewaltigung nichtig wurde. Die Polizei riet den Eltern von Anna, sie sollen sie dem Mann übergeben. Anna und ihre Eltern leben heute an einem geheimen Ort und schützen sich so sich vor den Mitgliedern der Lashkar-e-Tayyabba, die nach ihnen suchen. „Unter anderem ist eine Ehe unter 16 Jahren illegal. Dies zeigt, dass die Regierung, die Gerichte und die Polizei in Punjab dazu neigen, die Verbrechen radikalislamischer Gruppen zu decken und mit diesen zusammenzuarbeiten“, so ein Beobachter zum Fidesdienst. In Pakistan ist die Praxis der Entführungen und Vergewaltigungen von Mädchen aus religiösen Minderheiten weit verbreitet. Wie Amarnath Motumale, Anwalt und Mitglied der „Kommission für Menschenrechte in Pakistan“, die in allen Provinzen des Landes aktiv ist, betont, werden jeden Monat rund 20 hinduistische Mädchen verschleppt und zur Bekehrung gezwungen. Christliche Organisationen und Vertreter der Zivilgesellschaft dokumentieren zahlreiche Fälle und Geschichten in deren Zusammenhang die Polizei keine Ermittlungen auf den Weg brachte. Nun fordern sie das Eingreifen der Regierung und appellieren an die Vereinten Nationen mit der Bitte um Maßnahmen zur Vorbeugung gegen dies Art von Missbrauch.

 

 

Afghanische Frauen fürchten Rückkehr der Taliban

 

Unter der Herrschaft der Taliban wurden die afghanischen Frauen aller Rechte beraubt. 90 Prozent von ihnen fürchten heute eine Versöhnung mit den Islamisten. Washma Frogh konnte die Schreie von Weitem hören. „Mit einem dicken Metallkabel schlug der Tugendwächter auf die Beine der Frau. Die Menge um sie herum war ganz still. ‚Wirst du das noch einmal tun?‘, schrie der Mann“, erzählt die afghanische Frauenaktivistin über den Vorfall, den sie jüngst beobachten musste. Der Grund für die Schläge: Die Afghanin trug unter ihrer blauen Burka eine weiße Hose. Weiß aber ist die Farbe der Taliban, Frauen dürfen sie nicht tragen.

 

„Immer wieder rief die Frau: ,Nein, ich werde das nie mehr tun!‘ Eine Frau, in aller Öffentlichkeit geschlagen von einem Vertreter unserer Regierung – das ist das Beängstigende daran“, sagt Washma Frogh. Vor zehn Jahren, nur Wochen nach den Anschlägen vom 11. September 2001, begann der Krieg in Afghanistan. Der Westen begründete seinen Einmarsch 2001 auch mit der Verteidigung der Frauen, die unter der Taliban-Herrschaft Jahre des Grauens durchmachen mussten. Aller Rechte beraubt, verschwanden sie aus dem öffentlichen Alltag, mussten ihre Berufe aufgeben, die Mädchen durften nicht mehr zur Schule. Sie waren der Macht und Gewalt der Männer schutzlos ausgesetzt.

 

Ein Jahrzehnt später gibt es sichtbare Fortschritte, wie ein neuer Bericht der Hilfsorganisation Oxfam belegt. Rund 42 Prozent der Mädchen besuchen eine Grundschule. Während unter den Taliban nur einige Tausend Mädchen zur Schule gehen durften, sind es heute schätzungsweise 2,7 Millionen, vor allem in den größeren Städten. Zweifel sind jedoch angebracht, wie nachhaltig die Fortschritte sind. Zwar zählt das Parlament dank einer gesetzlichen Quote mittlerweile 28 Prozent weibliche Abgeordnete, sogar im weltweiten Vergleich ein hoher Wert. Doch im Kabinett sitzt nur eine Frau. Im öffentlichen Dienst ist der Frauenanteil zwischen 2006 und 2010 sogar von 31 Prozent auf 18,5 Prozent zurückgegangen.

 

In einer Umfrage gaben 87 Prozent der Frauen an, sexuell, psychologisch oder körperlich missbraucht worden zu sein. Auch Zwangsheirat ist nach wie vor eine verbreitete „Sitte“. Die größte Sorge aber bereitet eine mögliche Versöhnung mit den Taliban. Fast neun von zehn Frauen, so eine weitere Oxfam-Umfrage, sehen dieser Perspektive mit Schrecken entgegen. In Deutschland gibt es nun neue Zahlen zu den Kosten des deutschen Engagements: Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung betragen sie inzwischen 17 Milliarden Euro, rund drei Mal so viel wie von der Regierung veranschlagt. Die Forscher berücksichtigen aber auch die Investitionen des Entwicklungsministeriums oder des Auswärtigen Amts zur Stabilisierung der Region oder gesellschaftliche Kosten durch Tod oder Verletzung von Soldaten. {Quelle: www.welt.de – von Stefanie Bolzen}

 

Foto: Zwei verschleierte Frauen in Kabul. Die Situation der afghanischen Frauen hat sich in den vergangenen Jahren verbessert, ist aber immer noch schlecht. Das gefährlichste Land für Frauen ist einer Studie von Trust Law zufolge Afghanistan. Frauen, die sich nicht an ihre vorgegebene Rolle halten, werden häufig bedroht oder getötet, die medizinische Versorgung ist schlecht. Das Foto zeigt afghanische Mädchen in einer Schule. Erst seit dem Sturz der Taliban 2001 können Mädchen hier überhaupt wieder in die Schule gehen.

 

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