kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christen gedenken der Opfer des erneuten Massakers in Kairo 15. Oktober 2011

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 21:06

Am 9. Oktober demonstrierten Tausende Angehörige der christlich-koptischen Minderheit in Ägypten für Gleichberechtigung und Religionsfreiheit – friedlich und unbewaffnet. Dennoch endete die Demonstration in einem Blutbad: Einheiten der ägyptischen Armee und bewaffnete radikale Islamisten griffen die Demonstration in der ägyptischen Hauptstadt an und ermordeten 30 Kopten. Damit setzt sich der seit Monaten anhaltende blutige Terror gegen die Christen in Ägypten unvermindert fort. Neben Kirchen, werden auch Wohnhäuser von Kopten niedergebrannt und die Gläubigen wie Freiwild gejagt und ermordet. Neben der christlichen Minderheit, sind es auch Juden die im Visier der Extremisten stehen, so wurde von Gewalttätern die israelische Botschaft in Kairo nicht nur mehrmals angegriffen, sondern auch gestürmt und schwer bechädigt.

 

 

 

See the Maspero Martyrs! The real image of the egyptian Army

Die St. Georg Koptisch-christliche Kirche Stuttgart e.V. ruft für den morgigen Sonntag, den 16. Oktober 2011, zu einer Gedenkdemonstration in Stuttgart auf, um der ermordeten Christen zu gedenken. Die Demonstration beginnt um 14 : 00 Uhr auf dem Schloßplatz und wird zum Marktplatz führen, wo dann eine Abschlußkundgebung stattfinden wird. Auf der Website der koptischen Gemeinde heißt es:

 

TRAUERMARSCH für die Märtyrer von Maspero, Ägypten

am Sonntag 16. Oktober 2011 um 14:00

 

zu dem wir Sie, Ihre Familien, Freunde und Bekannten herzlich einladen. Wir beginnen um 14 Uhr auf dem Schlossplatz und erreichen über Kronprinzenstraße, Rotebühlplatz und Eberhardstraße den Marktplatz, wo die Veranstaltung um 17 Uhr endet. Bitte unterstützen Sie uns durch Ihr Kommen und schließen Sie uns in Ihre Gebete ein.“

 

Erklärung der Heiligen Synode der koptisch-orthodoxen Kirche

 

„Die zum Himmel schreienden tragischen Ereignisse und das extrem brutale Vorgehen des Militärs gegen unsere friedlich protestierenden Glaubensbrüder, dem bis jetzt 24 Kopten zum Opfer fielen und wobei mehr als 300 weitere schwer verletzt wurden, veranlasste Seine Heiligkeit, Papst Schenute III., die Heilige Synode der koptisch-orthodoxen Kirche einzuberufen, um über die Situation in Ägypten zu beraten. Sie verlas am Ende die folgende Erklärung:

Die Heilige Synode der koptisch-orthodoxen Kirche trat am Montag, dem 10.10. in der päpstlichen Residenz unter Vorsitz Seiner Heiligkeit, Papst Schenute III. und in Anwesenheit von 70 Metropoliten zusammen. Die Synode war darüber entsetzt, dass im Verlauf ihres friedlichen Protests mehr als 24 unserer Glaubensbrüder vor Maspiro zu Tode kamen und über 200 verletzt wurden.

Unser christlicher Glaube verbietet die Anwendung jeglicher Art von Gewalt. Wir wissen aber, dass es immer wieder Leute gibt, die sich unter unsere Glaubensbrüder und –schwestern mischen und Verbrechen begehen, die dann uns allen zugeschrieben werden. Die Kopten erleben zudem, dass sich ihre Probleme wiederholen, ohne dass die Angreifer zur Rechenschaft gezogen und verurteilt oder dass etwa diese Probleme jemals ernsthaft aus der Welt geschafft würden.

Die Heilige Synode ruft das koptische Volk auf, ab Dienstag, dem 11.10., drei Tage lang zu beten und zu fasten, damit der Herr unserem geliebten Land Ägypten seinen Frieden zurückgebe. 

 

 

BGVK: in eigener Sache – Termine !

 

Wie bereits einmal erwähnt, halten wir monatlich kleine Gebetstreffen in Berlin ab. So auch morgen, am 15. Oktober 2011, wieder. Aber auch am darauffolgenden Tag erwartet alle Christen ein Termin, der von großer Wichtigkeit ist !

 
 
Dieses Logo benutze ich seit diesem Jahr.
So steht also ein interessantes Wochenende bevor. Am Samstag, den 15. Oktober 2011, wollen wir der Shouwang-Gemeinde in Peking und dem verschollenen, chinesischen Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng gedenken. Deshalb wollen wir uns um 14.00 Uhr in der „Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche“ treffen, um zu beten. Wer im Anschluss daran noch den Gedankenaustausch pflegen möchte, der mag sich schon einmal ein gutes Café in der Nähe überlegen, in das wir dann übersiedeln werden.
 
 
Sie alle wissen, was derzeit in Ägypten passiert. Kopten werden ihrer Menschenrechte beraubt und für jede Art sozialer Miss-Stände in Sippenhaft genommen. Die Ereignisse vom vergangenen Wochenende, als ein koptischer Demonstrationszug von der Polizei und Armee gewaltsam zertreut wurde, wobei 35 Menschen getötet wurden, spricht Bände. Deshalb haben die Kopten in Deutschland am kommenden Sonntag zu Solidaritäts- und Trauerkundgebungen aufgerufen. In Berlin treffen wir uns: am Sonntag, den 16. Oktober 2011, am Berliner Dom (Lustgarten) um 15.00 Uhr.  Ein Demonstrationszug soll von dort zum Brandenburger Tor gehen. Als Veranstalter tritt die koptisch-orthodoxe Gemeinde Berlins auf. Nebenbei: auch in Düsseldorf wird es am gleichen Tag, zur gleichen Uhrzeit eine Mahnwache am Marktplatz in der Altstadt geben. Am Sonntag, den 16. Oktober 2011 wird auch in Stuttgart demonstriert. Treffpunkt ist der Schlossplatz um 14.00 Uhr. Ähnliches ist für Freitag, den 21. Oktober 2011 auch für Wien geplant (15.oo Uhr, vor der Wiener Staatsoper). (Quelle: „Kopten ohne Grenzen“ vom 14. Oktober 2011)
 

One Response to “Christen gedenken der Opfer des erneuten Massakers in Kairo”

  1. G.*K.* Says:

    Im ägyptischen Frühling wurden

    auch Gebäude des Geheimdienstes gestürmt. Zu den überraschendsten Entdeckungen gehörten Dokumente, die belegen, dass frühere Anschläge auf Kirchen, teils mit Dutzenden Toten, vom ägyptischen Geheimdienst durchgeführt wurden.

    Den Anschlägen folgten Verhaftungswellen gegen radikale Moslems.
    Wie tagesschau.de berichtet, ist der letzte Anschlag auf eine Kirche vor anderthalb Wochen erfolgt
    , nachdem ein Regierungsbeamter erklärt hatte, „das Gotteshaus sei ohne behördliche Zustimmung errichtet worden.“
    Die jetzigen Militärmachthaber sind allem Gerede zum Trotz noch dieselben wie vorher, nur Mubarak und einige andere gehören nicht mehr zu den Profiteuren.

    Möglicherweise spielen diese Leute das alte Spiel, Muslime gegen Christen und Christen gegen Muslime aufzuhetzen, um sich dann wieder (weiterhin) als Garanten einer (diktatorischen) Stabilität zu präsentieren.


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