kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Petition anlässlich des Verbrechens an Kopten in letzter Silvesternacht 28. September 2011

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 16:03

9 Monate sind schon vergangen, ohne dass irgendjemand für den Tod von „24 Kopten“ (23 Särge in der Kathedrale vom Minaskloster und Samuel, der in England seinen Verletzungen erlag) und Verkrüppelung von mehr als 99 Kopten zur Rechenschaft gezogen wird. Das sind wir eigentlich gewohnt! Wann wurde ein Moslem nach all den weltbekannten Angriffen auf Kopten in allen ägyptischen Bundesländern verurteil? Seit mindestens dem Beginng der Herrschaft von Anwar Saddat und bis jetzt wurden über 5000 Kopten bei Angriffen und Massakern umgebracht. Niemand wurde verurteilt. Jetzt verlangen sowohl die Kirche in Person seiner Heiligkeit Papst Schenuda als auch die Familien der 24 koptischen Märtyrer (weil sie wegen ihres Glaubens an Christus sterben mussten) das „Auffrischen“ dieses Massakers. Wenn Sie Zeit und Interesse hätten, würde ich Sie darum bitten, diesen Protest zu unterschreiben. Somit zeigen Sie Solidarität mit den „VERFOLGTEN“ Kopten in Ägypten und leisten einen Beitrag für die Gerechtigkeit.

 

 

So verbringen die meisten Kopten die Silversternacht und so wurde diese Nacht blutig!

 

 

Call for Justice: Investigation into the New Years Coptic Church Alexandria

 

Please help justice for the families of the victims 

 

The Families of the victims and many Egyptians wish to express their disillusionment that over 9 months has passed since the tragic explosion outside the Two Saints Church in Alexandria, Egypt that happened minutes into the New Year 2011 without any prosecutions or evidence of this hideous attack even been investigated. This terrorist attack resulted in the loss of 24 lives and over 100 severely injured. There is growing fears of the apparent unwillingness to make any attempts to bring those responsible to justice which could be a major contributing factor in the sudden increase attacks against Copts. Only justice can end the daily suffering and anguish of the families. This must be seen to be done promptly and with undue delay.

 

Accordingly we call for: Petition

 

1- We respectfully call upon the Prosecutor General, Prime minister and Minister for Interior to open the investigation immediately and pursue the suspects in the original investigation and also comply with formal complaint no.7870 demanding former interior minister suspect Habib El-Adly stand trial for his alleged involvement.

2- We ask the prosecutor General to explain the basis on which he ordered the release of the suspects and circumstances surrounding that decision. We also request him to cancel the media blackout order and to publish the full results of the investigations to date .

3- We ask the Prime Minister to order the interior Ministry to open the investigation immediately following the recommendations of the state prosecutors which is yet to be implimented.

4- To compensate the victims and their families in line with the 25th January revolution compensation schemes.

 

Sign the petition

 
 
 
 
 
 
 

Die Betonwüste des Islam

 

Fast acht Monate sind seit dem Terroranschlag auf eine koptische Gemeinde im ägyptischen Alexandria vergangen. Am 1. Januar gegen 0.20 Uhr Ortszeit explodierte eine Autobombe, die 24 Menschen, alle Mitglieder der Kedissien-Gemeinde, in der nordägyptischen Metropole in den Tod riss. Fast hundert weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Anschlag ist lediglich jüngster Tiefpunkt der Gewalt gegen einheimische Christen in der islamischen Welt. Erst am 6. Januar 2010, also am orthodoxen Weihnachtsfeiertag vor einem Jahr, waren acht Kopten von moslemischen Landsleuten erschossen worden.

 

In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Im Irak wurden am 31. Oktober 2010 die Gemeindemitglieder einer Kathedrale in Bagdad als Geiseln genommen. Die Geiselnahme endete blutig mit 52 Todesopfern. In Pakistan wurden 2009 mehrere Christen ermordet und zwei Kirchen zerstört. Im November 2010 wurde eine christliche Pakistani wegen Blasphemie zum Tode durch den Strang verurteilt. Auch in den Jahren zuvor kam es immer wieder zu gewalttätigen Vorfällen, auch in der Türkei. So wurden am 18. April 2007 in Malatya 3 protestantische Christen aufgrund ihres Glaubens gefoltert und ermordet, darunter der Deutsche Tilmann Geske. Und am 3. Juni 2010 wurde der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, der römisch-katholische Bischof Luigi Padovese, von seinem türkischen Fahrer erstochen.

 

Wenige dieser Meldungen schaffen es auf die erste Seite westlicher Zeitungen. Viele Menschen im Westen wissen nicht, wie sie mit dieser Situation umgehen sollen. Auch mangelndes Wissen über das orientalische Christentum spielt eine Rolle: Wir sehen als Zeichen religiöser Verständigung, wenn uns Vertreter des Islams am 25. Dezember Weihnachtsgrüße übermitteln. Doch das orthodoxe Weihnachten findet am 6. Januar statt. Und hier hört man in der Regel von keinen Weihnachtsgrüßen. Doch die Neujahrsanschläge haben ein anderes Echo als das übliche erzeugt. Sei es, dass man derlei Nachrichten aus Ägypten nicht mehr gewohnt ist oder sei es, dass Ägypten vielen Menschen im Westen aufgrund persönlicher Reiseerfahrung näherliegt als der Irak oder Pakistan, aber dieses Mal reißt die Berichterstattung nicht ab. Seit Tagen gibt es in allen deutschen Tageszeitungen Beiträge und Artikel, nicht nur über den eigentlichen Anschlag, sondern über die Lage der Kopten allgemein.

 

Geschichte: Die Dhimmis

 

Es liegt auf der Hand, dass der Schwerpunkt jener Artikel auf den jüngsten Terroranschlägen liegt und nicht auf dem Weltbild, welches dahinter steht. Die Lage aller Nichtmuslime unter moslemischer Herrschaft war und ist diejenige von Bürgern bzw. Untertanen zweiter Klasse. Zwar wird heute oft eine islamische Toleranz beschworen, doch die Realität sah (wieder einmal) anders aus als die akademische Phantasiewelt. Als moslemische Armeen im siebten und frühen achten Jahrhundert weite Teile des Fruchtbaren Halbmonds, Nordafrikas, des Iraks, Persiens und Zentralasiens eroberten, war religiöser Zwang in der Tat die Ausnahme. Dies hatte allerdings weniger mit Toleranz als eher mit Kalkül zu tun. Die Moslems der frühen Eroberungen waren unzivilisierte Beduinen aus der Wüste der arabischen Halbinsel. Die von ihnen eroberten Gebiete waren jedoch seit Jahrhunderten, nein, Jahrtausenden Ursprung der frühen Hochkulturen gewesen. Ihre Verwaltung erforderte ein hohes Maß an Bildung. Nur einheimische Vertreter der damaligen Bildungseliten waren in der Lage, diese komplexen Aufgaben zu übernehmen. In Ägypten oblagen solche Verwaltungsaufgaben ausschließlich den Kopten – bis ins 20. Jahrhundert, also immerhin rund 1.300 Jahre!

 

Im Laufe der Jahrhunderte betonierte der Islam die reichhaltige Kulturenvielfalt des Orients zu, sei es in Form der Arabisierung der Levante, Nordafrikas und des Iraks, der Türkisierung Kleinasiens oder der Zerstörung der Hochkultur der Iraner. Auch wenn die Zwangsislamisierung zu Beginn keine große Rolle spielte (die Steuern von Nichtmuslimen waren höher!), so änderte sich die Situation im Laufe der Jahrhunderte. Immer mehr Menschen bekannten sich zum Islam, vor allem, um weniger Steuern zu zahlen. Dadurch begann der Druck auf die Anhänger der anderen Religionen zu wachsen.

 

Die aus Ägypten stammende Autorin Bat Ye’or hat in ihrem Buch „The Dhimmi“ viele Originalquellen über jene Unglücklichen zusammengestellt, die als Nichtmuslime in moslemisch dominierten Ländern ihr Dasein fristeten. Sie wurden ausgebeutet und schikaniert, durften sich auch gegen körperliche Übergriffe nicht wehren und meist nicht einmal die Stadt verlassen, in der sie in einem Ghetto lebten. Viele Christen und Juden verbrachten ihr Leben eher als Quasi-Sklaven denn als Untertanen. Und das hatte seinen Grund: Sie waren für die meisten Aufgaben zuständig, vor allem für die komplexen Aufgaben des Verwaltungssystems, aber auch für anspruchsvolle Handwerksarbeiten. Wie niedrig der Lebensstandard der Muslime ohne die Dhimmis gewesen wäre, mag man sich kaum vorstellen.

 

Wo bleibt das Mitleid?

 

Das 20. Jahrhundert sah dann weitere einschneidende Veränderungen. Die Gründung des Staates Israel brachte den Juden Hoffnung. Und viele Juden aus Ägypten, Nordafrika, dem Irak oder Jemen nahmen die Chance wahr, in Israel ein neues Leben zu beginnen. Sehr zum Leidwesen der verlassenen Länder, wo die jüdische Kultur über Jahrhunderte eine wichtige zivilisatorische Komponente eingenommen hatte. Dies ist einer der Gründe für die erbitterte Feindschaft gegenüber Israel: Dass sich (ehemalige) Dhimmis erdreisten, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und nicht mehr als Quasi-Sklaven den bequemen Paschas zu dienen.

 

Doch während die Juden nun einen eigenen Staat haben, den sie zu verteidigen bereit sind, sieht die Situation für die orientalischen Christen ganz anders aus. Ihr Exodus in die westliche Welt schwächt nicht nur die Lage ihrer Glaubensbrüder in ihrer Heimat, mit ihm schwindet auch der letzte Rest kultureller Vielfalt, den es überhaupt noch in der islamischen Welt gibt. Im Westen angekommen, müssen diese Christen dann feststellen, dass die Europäer nichts Besseres zu tun haben, als dem Islam eine immer größere Machtfülle zuzugestehen, wozu auch ein eventueller Beitritt der Türkei zählen würde. Wie Hans-Peter Raddatz nicht müde wird zu wiederholen, fand die Ausmerzung des Christentums in der Türkei erst im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt: Waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch 20 Prozent aller Türken Christen, so sind es heute nur noch 0,2 Prozent! Der Genozid an den Armeniern und die Pogrome gegen Griechen haben ihre Aufgabe erfüllt. Der Nationalismus und Ethno-Rassismus der Türken ist in der arabischen Welt weitgehend unbekannt, doch auch hier wird seit Jahrhunderten das Christentum aufgerieben, langsam aber sicher. Damit geht nicht nur das christliche Weltbild verloren, sondern auch eine reiche Kultur, die gut 2000 Jahre alt ist.

 

Den Islamverbänden in Deutschland ist dieser Verlust gleichgültig. Sie sehen die sich vergrößernde Betonwüste des Islams als Fortschritt. So sind auch ihre Stellungnahmen, die auch schon „nockerl“ von der PI-Gruppe München auseinandergenommen hat, betreffs der Anschläge auf die Kopten recht halbherzig formuliert: Sicher stehen christliche und jüdische Gebäude in islamischen Ländern unter Schutz, aber nur wenn sich die Dhimmis ohne Widerworte dem Herrschaftsanspruch des Islams unterwerfen. Und selbst dann kann man es ganz besonders sensiblen Moslems nicht verübeln, wenn sie beim Anblick eines Kirchturms beleidigt sind. Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) geht noch weiter und weist kalt auf die Zerstörung einer Moschee hin. Abgesehen davon, dass es sich hierbei um eine Reaktion auf einen blutigen und feigen Anschlag handelte: Ein Gebäude, das man jederzeit wieder aufrichten kann, wird in einem Atemzug mit dem Tod von dreiundzwanzig Menschen erwähnt? Wie erbärmlich!

 

Bei solchen Stellungnahmen von Vertretern des Islams fällt eines auf. Es fehlt ein Gefühl, das die Welt des Christentums von derjenigen des Islams unterscheidet: die Misericordia, das Mitleid. Ein Gefühl, welches Allah, dem „besten Ränkeschmied“, unbekannt ist.

 

Kommentar zu diesem Artikel

 

Maethor: Ergänzend zu dem schon genannten “The Dhimmi” möchte ich auch “Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam” (Resch Verlag) ebenfalls von Bat Ye’Or, empfehlen, das u.a. wegen seines vorbildlichen Quellenteils besticht. Von den Herren aus den Islamverbänden ist ja eine differenzierte Darstellung der islamischen Geschichte nicht zu erwarten. Dabei ist es nur logisch, dass die Zivilisation eben nicht mit dem Koran vom Himmel gefallen ist, sondern der Islam die Gebiete der staunenswerten Hochkulturen der Bronzezeit und Antike erobert hat, wie etwa Ägypten, das Zweistromland und Persien. Diese verdankten ihre immense Langlebigkeit und den bis ins Mittelalter hinein anhaltenden Wohlstand ja nicht “dem Islam”, sondern zunächst schon ihren klimatischen und geographischen Vorzügen. (Von Linda Landauer)

 

 

Blut, Blut … überall literweise Blut

 

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