kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Großbritannien: Arzt unter immer stärkerem Druck 25. September 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 14:56

, weil er über den Glauben sprach

 

Wir haben vor einigen Monaten über den Fall des englischen Arztes Dr. Richard Scott berichtet, der von den eigenen Standesorganisationen angegriffen wird, weil er mit einem Patienten über seinen Glauben gesprochen hat. (ARTIKEL SIEHE HIER)

 

Der Fall zieht sich jedoch immer weiter hin. Dr. Scott, ein Arzt mit 28-jähriger, untadeliger Berufspraxis und bekennender Christ,  hatte im August 2010 gegenüber einem 24-jährigen, nichtchristlichen Patienten im Rahmen einer persönlichen Konsultation auch über seinen Glauben gesprochen. Dies wurde von seinem Patienten nicht beanstandet oder negativ kommentiert. Dessen Mutter hingegen hatte eine Beschwerde gegen Dr. Scott beim „General Medical Council“ (GMC) in Kent eingereicht. Nun wurde aus England bekannt, dass Dr. Scott sich am Donnerstag, den 22. September 2011,  vor einer Disziplinarkomission des GMC in Manchester verantworten musste.  Hauptsächlich geht es nun darum, dass Dr. Scott einen Verweis in seiner Personalakte vermeiden will, der seinen Ruf beschädigen würde. Der Mediziner aus Kent besteht darauf, seinen Namen und Ruf in keiner Weise kompromittiert zu haben. Er habe in dem in Frage stehenden Gespräch um Erlaubnis ersucht, das Thema anschneiden zu dürfen und sich auch sonst an den Verhaltenskodex der britischen Ärztekammer gehalten. Eine „Warnung“ als Vermerk in seiner Personalakte käme einem partiellen Berufsverbot gleich.

 

Der ebenfalls zu der Anhörung vor der Komission geladene Patient, auf dessen Aussage Dr. Scott gerechnet hatte, erschien nicht zu dem angekündigten Termin. Dies nahm dem unter so großen Druck geratenen Mediziner die Möglichkeit, den Sachverhalt mit dem „Betroffenen“ endgültig im direkten Gespräch  zu klären.  Daraufhin wurde die Angelegenheit bis zu einer erneuten Anhörung vertagt. Die GMC will die Sache aber auf jeden Fall weiter verfolgen, mit oder ohne Zeugenaussage des ehemaligen Patienten. Beobachter des „Christian Legal Centers“, einer juristischen Beratungsstelle für Christen in Großbritannien, gehen davon aus, dass die GMC darauf aus sei, Dr. Scott in jedem Falle zu bestrafen. Andrea Williams vom CLC kommentiert wie folgt: {Ein erfahrener Allgemeinmediziner verbrachte 48 Stunden in einer Anhörung, die dennoch ergebnislos abgebrochen wurde. In dieser Zeit hätte er und sollte er vielmehr seinen Patienten in Kent helfen. Über die Abläufe der GMC in diesem Fall sollte jeder Allgemein-Arzt im Land besorgt sein. Und zwar weil es jetzt möglich zu sein scheint, dass ihre Zukunft und ihr Ruf durch schiere „Hörensagen-Anklagen“, gegen die es keine Möglichkeit des sinnvollen Einspruches mehr zu geben scheint,  in Gefahr gebracht wird}.

 

Dr. Scott wird selbst folgendermaßen zitiert: {Ich bin erstaunt, dass die Ärztekammer (GMC) diese Vorwürfe auf der Grundlage von Hörensagen eines Zeugen, der nicht einmal erscheint, weiter verfolgt. Dieser Fall hätte längst zu den Akten geleget werden müssen, aber die GMC will das anscheinend in jedem Fall durchziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Gericht im Lande so vorgehen würde und im Interesse aller Allgemeinmediziner im Lande muss ich darauf bestehen, dass saubere Standards des Zeugenverhörs auch in dieser Angelegenheit angewandt werden. Ohne dies, wäre jeder Hausarzt vollkommen schutzlos jeglichen Anklagen ausgeliefert}.

 

In diesem Fall kann man vielleicht noch nicht von wirklicher „Verfolgung“ sprechen, aber in einem Land wie Großbritannien, wo die „freedom of speech“ einstmals als Wert hochgehalten wurde, muss man, ebenso wie in unserem Land, den „Anfängen wehren“. Wenn man im angeblich „freien Westen“ nicht mehr über den Glauben an Christus sprechen kann, ohne schwere, berufliche Konsequenzen fürchten zu müssen, dann ist es nicht mehr weit zu juristischen „Maulkörben“ für Christen und Berufsverboten von Gläubigen. {Quelle: „christian today“ vom 23. September 2011 – www.gebetskreis.wordpress.com}

 

 

Christen im Iran: „Wir sind vorsichtig bei Besuchern“

 

Geheimpolizei beobachtet Gemeindeaktivitäten etablierter Gemeinden genau

 

Im Iran wird es immer schwieriger, Christen muslimischer Herkunft in ihrem Glaubensleben zu betreuen und sie in eine Gemeinde zu integrieren. Der Druck auf Christen wächst weiter, teilte ein einheimischer Gemeindeleiter dem Hilfswerk Open Doors mit. Laut Pastor Nader* spielen viele von ihnen mit dem Gedanken spielen, das Land zu verlassen. Die Regierung beobachte alle Gemeindeaktivitäten sehr genau, insbesondere mögliche Verbindungen zu Muslimen.

 

Schwierigkeiten: „Mir ist zwar erlaubt, mich um meine Gemeindemitglieder zu kümmern“, erklärt Nader. „Doch andere Iraner, sprich ehemalige Muslime, in unsere Kirche aufzunehmen, geschweige denn sie in ihrem Glauben an Jesus zu unterweisen, ist streng verboten. Dabei kommen in diesen Tagen viele Iraner zum Glauben.“ Leiter traditioneller Kirchengemeinden seien sehr vorsichtig und fühlten sich angesichts des anhaltenden Wachstums fast schon überfordert. Pastor Nader kümmert sich dennoch um Christen muslimischer Herkunft. Denn es mangelt an gut ausgebildeten Lehrern. Schätzungsweise drei Viertel der 450.000 Christen im Iran sind muslimischer Herkunft. Von der Regierung und Religionswächtern werden sie als „Abgefallene“ vom Islam angesehen. In ihren Augen darf ein Muslim seine Religion nicht wechseln. So haben es Christen muslimischer Herkunft auch nicht einfach, Anschluss an eine christliche Gemeinde zu finden – etwa ehemalige Muslime, die durch eine Radiosendung via Satellit zum Glauben gekommen sind. Der nächste Schritt für sie wäre folgerichtig der Besuch einer etablierten Kirche. Damit sind jedoch hohe Risiken verbunden, wie Pastor Nader weiter erklärt: „Wir müssen sehr vorsichtig sein bei Besuchern, die Interesse am christlichen Glauben zeigen oder eine Bibel haben wollen. Es könnten auch Geheimpolizisten sein.“ Leicht könnte Pastor Nader sich strafbar machen,  denn Mission von Muslimen gilt im Iran als Verbrechen.

 

Hunger nach Gott: Hami, ein anderes Gemeindemitglied, kennt die Bespitzelungstaktik aus eigener Erfahrung: „Regelmäßig muss ich zu Befragungen auf die Polizeiwache. Ich weiß, dass mein Telefon abgehört wird.“ Doch auch Hami sieht unter Iranern einen „großen Hunger nach Gott und seinem Wort“. Er kennt viele, die durch christliche Freunde oder Fernsehsendungen zum Glauben gekommen sind. Und es drängt ihn, ihnen zu helfen. Auch Ramin, ein Gemeindeleiter, wird regelmäßig von der Geheimpolizei besucht: „Sie fragen, was wir tun und warnen uns davor, über Jesus zu sprechen, christliche Bücher weiterzugeben oder Muslime zu evangelisieren.“ Vor einiger Zeit, so erzählt er, musste er jeden Tag zur Polizei. „Das war keine gute Erfahrung, denn die Art und Weise der Verhöre war sehr bedrohlich.“ Ramin ist froh, dass viele für die Gemeinde Jesu im Iran beten. „Es tut so gut zu wissen, dass Menschen auf der ganzen Welt an unserer Seite stehen. Denn häufig fühlen wir uns allein und ausgegrenzt.“  Pastor Nader, Hami und Ramin bitten stellvertretend für alle Christen im Iran weiterhin um Gebet. {Quelle: www.opendoors-de.org}

 

 

Jahrestag des Todesurteils gegen Pastor Youcef Nadarkhani

 

Wiederaufnahme des Verfahrens für kommenden Sonntag angekündigt

 

Frankfurt am Main (23. September 2011): Vor einem Jahr, am 22. September 2010, wurde der iranische Konvertit und Pastor Youcef Nadarkhani durch ein Revolutionsgericht, basierend auf den Vorwürfen „Verbreitung nichtislamischer Lehren“ und „Abfall vom islamischen Glauben“, zum Tod durch den Strang verurteilt. Am kommenden Sonntag, den 25. September 2011, soll das Verfahren jedoch wieder aufgenommen werden. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat eine Kampagne für die Freiheit des Pastors gestartet und ruft die Öffentlichkeit dazu auf, besonders jetzt Druck auf die iranische Regierung auszuüben, um das Urteil Nadarkhanis zu revidieren.

 

Youcef Nadarkhani, der im Alter von 19 Jahren zum Christentum konvertierte, sitzt derzeit im Gefängnis in Rasht in der Abteilung für politische Gefangene. Dort darf er weder Besuch von seiner Familie noch von seinem Anwalt erhalten. Obwohl dieser Berufung gegen Nadarkhanis Todesurteil einlegte, bestätigte die dritte Kammer des Obersten Gerichtshofs von Qom das Urteil. Die einzige Möglichkeit für Nadarkhani, um einer Vollstreckung des Urteils zu entgehen, ist, seinen Glauben zu widerrufen. Für den 25. September wurde nun eine Wiederaufnahme des Verfahrens angekündigt, bei der geprüft werden soll, ob Nadarkhani vor seiner Konvertierung als Moslem lebte. Sollte dies der Fall sein, wäre das Todesurteil zu vollstrecken.

 

Die IGFM betont, dass eine Verurteilung aufgrund der gewählten Religionszugehörigkeit in klarem Widerspruch zu dem für den Iran völkerrechtlich bindenden Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte steht, welcher vom Iran am 24. Juni 1975 ratifiziert wurde. Der Fall Nadarkhani verdeutlicht diesen massiven Verstoß, so die IGFM. Sollte die Todesstrafe vollstreckt werden, wäre Pastor Youcef Nadarkhani seit Jahren der erste Konvertit, der offiziell aufgrund seines christlichen Glaubens hingerichtet würde. Die IGFM engagiert sich seit über einem Jahr intensiv für die sofortige und bedingungslose Freilassung Nadarkhanis. Die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer und der Generalsekretär der CDU, Herrmann Gröhe, haben politische Patenschaften für Youcef Nadarkhani übernommen und unterstützen die Kampagne der IGFM. Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM, betont: „Gerade jetzt darf keine Möglichkeit ausgelassen werden, da dies wahrscheinlich die letzte Chance für Pastor Nadarkhani ist!“

 

 

Nigeria: Mehr Attacken auf Christen – Armee unter Verdacht

 

Aus Nigeria kommen kaum gute Nachrichten. Die Serie von brutalen Anschlägen auf die christlichen Gemeinschaften im Norden und im Zentrum der Landes nehmen nicht ab. Eine ganze Serie von Attacken wird jetzt aus dem zentral gelegenen Bundesstaat Plateau State bekannt.

 

Am 09. September 2011, gegen 20.00 Uhr, wurden christliche Haushalte im Dorf Vwang Kogot von bewaffneten Unbekannten angegriffen. Die mit automatischen sowie Hiebwaffen ausgestatteten Terroristen wurden von uniformierten Männern begleitet, die Embleme der nigerianischen Armee trugen. Ein Überlebender der Angriffe namens Gyang Badung gibt gegenüber der christlichen „Monitor“-Gruppe „Compass“ folgendes bekannt: {Ich kam abends nach Hause, hatte mein Abendessen und hörte im Anschluss daran merkwürdige Geräusche ums Haus herum. Plötzlich hörte ich Schüsse, als mein Haus angegriffen wurde}.

 

Er sprang aus dem Fenster und versteckte sich auf einer nahegelegenen Farm. {Ich sah neun Angreifer wieder im Busch verschwinden. Als ich nach Hause zurückkehrte, bemerkte ich, dass meine ganze Familie getötet worden war, bis auf zwei meiner Söhne, die verletzt überlebten und meinen Vater, der ebenfalls in den Busch geflohen war}. Eine weitere Überlebende der Angriffe, Vou Mallam, berichtet ähnliches: {Nach dem Abendessen beteten wir und schickten die Kinder zu Bett. Plötzlich hörten wir Schüsse IM Haus. Ich kroch in das Zimmer der Kinder und löschte die Lampen. Dann kroch ich in einen anderen Raum und versteckte mich dort unter dem Bett. Kurze Zeit später kam jemand in den Raum, sah mich aber nicht. Ich hörte ihn sagen: „Hier ist niemand.“ und weitergehen. Dann nahm ich ein Geräusch wahr und sofort wurde geschossen. So töteten sie meinen Mann, meinen einzigen Sohn und seine Kinder}.

 

Vou Mallam berichtet davon, dass sie die Angreifer „Fulani“ sprechen hörte, die Sprache der muslimischen Nomaden Nordwest-Afrikas. Beobachter gehen davon aus, dass die Fulani von den islamischen Radikalen Nigerias für Angriffe auf die christlichen Gemeinschaften des Landes instrumentalisiert werden. Besorgniserregend erscheint die Tatsache, dass auch Militärangehörige möglicherweise in diese Attacken verwickelt sein könnten. Das Militär wird üblicherweise in die Krisenregionen geschickt, um die Konflikte und Terrorangriffe zu beenden. Sollten Miltärangehörige also selbst zu den Tätern gehören, wäre damit „der Bock zum Gärtner“ gemacht und die Christen Nigerias ihren Angreifern ohne staatlichen Schutz ausgeliefert.

 

Der Pastor der örtlichen „Church of Christ“-Gemeinde von Vwang Kogot, Dachung Dagai, teilte mit, dass der Ort seit seiner Versetzung hierher vor acht Monaten bereits dreimal Schauplatz ähnlicher Angriffe geworden sei. Er sagte dazu wortwörtlich: {Ich wurde am 05. Januar (2011, Anm. d. Übers.) hierher versetzt. Am zweiten Tag, an dem ich hier war, griffen Muslime das Dorf an und nach zwei Wochen kamen sie wieder und töteten zwei unserer Gemeindemitglieder. Die Angriffe wurden gemeldet, aber wir bekamen keine Hilfe oder Unterstützung von der Regierung. Wir leben mit der schrecklichen Angst, nicht zu wissen, was als nächstes passieren wird}. Auch Dachung Dagai ist besorgt über die mögliche Verwicklung des Militärs in die Terrorangriffe. {Was macht die Regierung mit diesen Soldaten ? An verschiedenen Stellen wurden bereits genügend Beweise gegen diese muslimischen Soldaten zusammengetragen aber nichts weiter ist passiert. Können diese Soldaten nicht aus dem Bundesstaat wegversetzt werden ? In Plateau State gibt es keinen Krieg und die Soldaten wurden als Friedenstruppe hierhergebracht. Nun greifen sie uns an. Warum können sie nicht abgezogen werden ? Die Regierungsverantwortlichen haven immer gesagt, dass sie sich der Probleme annehmen werden, aber nichts wurde getan}.

 

Bei den Angriffen auf Vwang Kogot am 09. September 2011 wurden insgesamt vierzehn Menschen getötet, darunter eine schwangere Frau und mehrere schwer verletzt. Alle sind den örtlichen Gemeindeleitern namentlich bekannt. Weitere Überfälle, die inklusive der Attacken auf Vwang Kogot mehrere Dutzend Todesopfer gefordert haben, sind aus folgenden Orten bekanntgeworden:

  • Tatu, am 04. September 2011, mindestens acht Christen wurden getötet, darunter ein Dreijähriger,
  • Zakalo, am 05. September 2011, mindestens sieben getötete Christen,
  • Dabwak Kuru und Farin Lamba, auch am 05. September, vier getötete Christen,
  • Tsohon Foron am 08. September 2011, zehn tote Christen. Hier sollen wieder Armeeangehörige beteiligt gewesen sein. Die Namen der Opfer sind bekannt,
  • Vwang Fwil am 10. September 2011, dreizehn getötete und mehrere verwundete Christen.

Diese Liste ließe sich mühelos um mehrere weitere Opfer erweitern, die im August 2011 aufgefunden wurden. {Quelle: „compass directnews“ vom 22. September 2011 – www.gebetskreis.wordpress.com)

 

 Friedensarbeit auf Mindanao:

Terrorismus, radikalislamische Strömungen, Stillstand bei den Verhandlungen verhindern ein Vorankommen

 

Zamboanga City – Fidesdienst: Terroristen auf der Suche nach Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, unsichere politische Zukunftsperspektiven, Zustrom radikalislamischer Extremisten aus dem Ausland, Stillstand beim Friedensprozess und Aussetzung der Wahlen in der Autonomen Muslimischen Region: dies sind die wichtigsten Signale, die ein Wiederaufflammen des Terrorismus auf Mindanao, der größten Insel der Südphilippinen befürchten lassen, wo es seit 30 Jahren zu Auseinandersetzungen zwischen muslimischen Rebellen und der Regierung in Manila kommt. Dies betont P. Sebastiano D’Ambra vom Päpstlichen Institut für die Außenmissionen (PIME) im Gespräch mit dem Fidesdienst. Der italienische Missionar ist seit vielen Jahren auf den Philippinen tätig und setzt sich dort insbesondere für den Dialog zwischen Muslimen und Christen im Süden des Landes ein.

 

„Die Gefahr ist reell und die Regierung bietet christlichen Religionsvertretern und Einrichtungen ihren Schutz an“, so der Missionar im Gespräch mit dem Fidesdienst. „Es gibt verschiedene Elemente, die dazu beitragen, dass es zu einer solchen Instabilität kommen konnte. Auf der einen Seite gibt es bewaffnete Gruppen wie ‚Abu Sayyaf’ auf der Suche nach Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Auf der anderen Seite führen die gegenwärtige Phase des Stillstands im Friedensprozess und der Aufschub der Wahlen in der Autonomen Muslimischen Region Mindanao zu weit verbreiteter Unzufriedenheit“. Unterdessen „werden viele Gruppen der Zivilgesellschaft und Angehörige tribaler Völker (Lumad) ausgeschlossen und erheben Anspruch auf ihre Rechte. Sie fordern Berücksichtigung bei den Friedensverhandlungen, da die Regierung gegenwärtig nur mit der Moro Islamic Front verhandelt“.

 

Was die Gründe für die Gewalt gegen Christen anbelangt sagt P. D’Ambra: „Sie sorgen für Werbung“. Man dürfe nicht vergessen „dass eine integralistische Vision des Islam weit verbreitet ist und von ausländischen Staaten mit Geldern, Programmen und Predigern unterstützt wird, die den Dialog mit den Christen gewiss nicht befürworten“. Unterdessen setzt sich P. D’Ambra im Rahmen der von ihm gegründeten Organisation „Silsilah“ für den Dialog ein, „den sich die meisten Menschen auf Mindanao wünschen, die der Konflikte müde sind“. „Der Dialog für die Förderung einer Kultur des Friedens findet vor allem mit den Religionsvertretern statt und nicht zuletzt auch mit den jungen Muslimen und Christen an den Schulen und Universitäten, denn sie sind die Zukunft des Landes“.

 

 

Neue Unruhen in der umstrittenen Region Südkordofan

Die Krise könnte sich zuspitzen

 

Khartum – Fidesdienst: Zu schweren Gefechten kam es am gestrigen 22. September im Staat Südkordofan an der Grenze zwischen dem Nord- und dem Südsudan. Rebellen der Befreiungsbewegung des Nordsudan (SPLM-N) hatten Regierunksoldaten aus Khartum angegriffen: ein klares Zeichen für die Eskalation des Konflikts. Die SPLM-N soll nach eigenen Angaben bei heftigen Gefechten in Khor Al-Dulib in der Region Al-Rashad rund 20 Kilometer südlich der Stadt Al-Dilling zwei Standorte der Soldaten der Sudanesischen Armee (SAF) zerstört haben.

 

Wie der Berater des Vorsitzenden der SPLM-N in Südkordofan, Gamar Dalman, mitteilt sollen die Rebellen der SAF und den mit ihnen verbündeten Paramilitärs schwere Verluste zugefügt haben. Der Vertreter der Rebellen erhärte auch dass, die SPLM-N beabsichtigt, „alle Städte der Region zu befreien“. Wie aus Regierungskreisen in Khartum verlautet, soll es den Regierunssoldaten jedoch gelungen sein, die Angriffe abzuwehren. Die Armee berichtet von schweren Verlusten für die Rebellen der SPLM-N.

 

Die Region Südkordofan befindet sich an der Grenze zwischen dem Nordsudan und dem Südsudan, und die Einwohner fühlen sich dem Südsudan verbunden. Die SPLM-N war teil der SPLM, die für die Unabhängigkeit des Südsudan kämpfte (die im Juli dieses Jahres offiziell proklamiert wurde). Im Januar sollte in Südkordofan eine Volksabstimmung über das Schicksal der Region urteilen. Die örtliche Regierung setzte die Abstimmung jedoch bis auf weiteres aus. Seither wurden dort die bewaffneten Auseinandersetzungen wieder aufgenommen.

 

One Response to “Großbritannien: Arzt unter immer stärkerem Druck”

  1. Jemeljan Says:

    Es fällt schwer, all diese Dinge nicht im Licht der „letzten Tage“ zu sehen. In Nahost formieren sich die Feinde Israels, das Licht der Welt – die Christen – werden massiv mit Auslöschung bedroht und die dekadenten „Herrscher“ des Westens ignorieren die Fakten.
    Hierzulande interessiert es mehr Leute, was im „Big Brother“ – Haus passiert, als dass sie sich für Israel, die Weltkirche o. ä. engagieren. Auch ein Papstbesuch, der von den meisten Deutschen mehr oder minder nur als „Event“ wahrgenommen wird, ändert daran leider nichts.
    Was kann man außer zu beten noch tun ? Sich engagieren ? In Parteien, NGOs, Kirchen ? Publizistisch tätig werden und Menschen zum Nachdenken anregen ? Aber was ändert das, wenn man sich Wahlergebnisse wie die in Berlin anschaut ? Viele kennen die Probleme, wollen aber keinen Handschlag dagegen tun.


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