kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„GIBT ES AALE IM NIL“? 24. September 2011

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 22:14

Kinder malen gerne. Dass sie dabei dennoch aufmerksame Zuhörer sind und einen Bezug zu den biblischen Begebenheiten bekommen, erlebte unser Bruder Werner, der in der Gemeinde B. ein kleines Experiment wagte: Er legte den Sonntagsschülerinnen und -schülern zum Thema Mose ein Bild aus einem Kindermagazin zum Ausmalen vor.

 

Ich fand es so interessant und lustig, dass ich es für Euch niederschrieb. Hier das Protokoll einer ungewöhnlichen Unterrichtsstunde: „Zunächst lasen wir den Bibeltext aus 2. Mose 2 (Moses Geburt und wunderbare Errettung). Dann gab ich jedem der fünf Kinder eine Kopie des Ausmalbildes. Fast gleichzeitig meldeten sich alle recht überrascht zu Wort“. „Was sollen wir denn nun machen?“ war die einhellige Frage. „Anmalen!“ war meine schlichte Antwort. „So ein Babykram“, kam mir zunächst zu Ohren.  Dann: „Ich hab´meine Federtasche zu Hause gelassen“!  „Hier!“ Damit stellte ich ein Kästchen voller Buntstifte auf den Tisch, die ich mir von meiner Frau ausgeliehen hatte. „Damit könnt ihr malen“!  „O, toll, hast du auch einen Anspitzer?“, war die nächste Frage, während fast alle Hände gleichzeitig in das Malkästchen griffen.

 

Mit „Du, ist Schilf grün oder braun?“  gingen ihre Fragen in eine neue Runde. „Überlegt einmal, wie das in unseren Regionen und zu unterschiedlichen Jahreszeiten ist, und wie es sich dort am Nil verhält?“, war meine Antwort. „Ich glaub´, dort gibt es überhaupt keinen Winter“, meinte einer, worauf der nächste sagte: „Doch, meine Mutter hat gesagt, dass es in Jerusalem auch schon geschneit hat!“  „Jerusalem liegt doch nicht am Nil“, wendete der gerade Kritisierte ein.  „Gibt es auch blaue Fische?“, fragte nun ein anderer.  Es stellte sich heraus, dass der Fragende Schwierigkeiten mit der Farbwahl hatte; denn irgendwie sollte sich das Nilwasser vom Fischkopf abheben! Ich wandte ein, dass das Nilwasser wohl eher trübe sei, so wie die Elbe. Sie ließen sich jedoch nicht beirren. Für alle blieb das Nilwasser blau!  „Gehört der Fischkopf auch zu der Schwanzflosse?“ war die nächste Frage. „So einen langen Fisch“, war die Antwort eines anderen „gibt es gar nicht!“ „Doch“, meinte eine andere, „ein Aal!“ Ihr jüngerer Bruder stellte sogleich fest: „Der hat überhaupt keine Schwanzflosse!“

 

 „Du, Onkel Werner, gibt es im Nil Aale?“ Damit war ich überfragt und meinte: „Ich glaube, die fühlen sich wohl eher in Norddeutschland wohl“!  Der sich anschließende Themenwechsel war kurios: „Du, Babys sind entweder blass oder braun“, bemerkte der nächste Schlaumeier. „Nun gib mir endlich braun“, forderte er seinen Gegenüber auf. „Nein, das brauch´ ich jetzt, und außerdem werden Babys auch „rot“, wenn sie Hunger haben und schreien!“ „Nee“, äußerte der Angesprochene, „nimm doch diesen, der ist fast so braun wie meiner und auch ein bisschen rot. Du weißt doch, (fuhr er altklug fort) wo die Sonne jeden Tag vom Himmel brennt, da bekommt man entweder einen Sonnenbrand oder man wird braun!“  „Die Windeln male ich nicht aus“, meinte wieder einer, „die sind immer weiß!“

 

Man könnte die kindliche Konversation noch weiter ausführen, aber es mag damit genügen. Tatsache ist, das irgendjemand plötzlich feststellte: Sollen wir etwa auch die beiden Fragen beantworten, die ganz oben stehen?“ „Selbstverständlich“, meinte ich, „aber möglichst kurz.“  „Bitte keine Bildbeschreibung!“ kam es von der Ältesten. „Dürfen wir auch noch einmal in der Bibel nachschlagen?“ wurde weiter gefragt. „Warum nicht?!“ erwiderte ich, „wenn es euch hilft!“  Nur einer schlug nach, während die anderen meinten, sie hätten die Geschichte noch nicht vergessen.

 
Fazit: Es ist gar nicht wichtig, ob nun ein/e Sonntagsschüler/in der Ansicht ist, dass das im Körbchen treibende Wesen gerade von der leiblichen Mutter ausgesetzt worden ist oder auf Veranlassung der Tochter Pharaos aus dem Wasser geborgen werden sollte. Das Kind bekommt einen Bezug zu biblischen Begebenheiten, die den manchmal wundersamen Fortgang göttlicher Wegweisungen bezeugen.  Alle Kinder haben sich bemüht, Bild und Text innerhalb einer Stunde zu bewältigen, und es ist ihnen, wenngleich durchaus unterschiedlich, gelungen. Hier ein Beispiel von Veronika,  11 Jahre: Moses wird in einem Körbchen aus Rohr wegen der Massentötung von Jungen auf dem Nil ausgesetzt.  Die Tochter des Pharaos findet das Körbchen beim Baden im Fluss. Sie lässt es säugen und zieht es heimlich auf.

Eure Bella Ella

 

2 Responses to “„GIBT ES AALE IM NIL“?”

  1. S A h piri Says:

    HERZENSTÜRÖFFNER FÜR SEPTEMBER:

    Ich sah einen tiefen, dunklen Brunnen und einen Eimer, der an einem Seil angebunden war.

    Ich sah, wie der Eimer in den Brunnen hinuntergelassen wurde, und als er aus der Dunkelheit heraufgezogen wurde, war er bis zum Rand mit reinem, klaren Wasser gefüllt.

    Ich hörte die Worte: „Tief in jeder Seele liegt die Reinheit des Geistes. Nimm dir Zeit, danach zu suchen, bis du sie findest, und dann bringe sie zum Vorschein

    Liebe, Ehe, Familie, gemeinsames Glück – es gibt kaum einen anderen natürlichen Bereich, der im menschlichen Leben eine ähnlich zentrale Rolle spielen würde, gerade für heranwachsende Jugendliche. Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Wie finde ich den Mann oder die Frau fürs Leben? Werde ich einmal Kinder haben? Und eine glückliche Familie…?

    Auch die Eltern bewegen diese Fragen und sie überlegen, wie sie ihre Kinder zu einem glücklichen, liebeerfüllten Leben führen können. Für uns Christen gibt es kein glückliches Leben ohne Gott, dessen Gebote die natürliche Ordnung umreißen, innerhalb derer wir leben müssen und dürfen, um glücklich und heilig zu werden.

    Was also müssen (zukünftige) Eltern beachten, um ihre Kinder zur rechten Liebe zu erziehen? Welche Einstellung zu Liebe und Geschlechtlichkeit müssen sie sich selbst aneignen, um später ihren Kindern ein leuchtendes Beispiel geben zu können? Aber nicht nur die Eltern erziehen: Auch der Staat versucht natürlich einzugreifen und die Jugendlichen seinen Vorstellungen gemäß auf das Leben vorzubereiten, was in Bezug auf unsere Frage – die Erziehung in der menschlichen Liebe – vor allem durch Vorgaben der Kultusministerien für den schulischen Sexualkundeunterricht geschieht

  2. S A h piri Says:

    Die Berufung des Menschen

    Um ein kleines Kind zu einem guten Erwachsenen zu erziehen,

    muss man zuallererst wissen, was der Sinn des Lebens dieses Kindes ist

    nur aus dem Ziel ergeben sich der Weg und die Methode, es zu erreichen. Jede Überlegung über die Erziehung muss also von der Wahrheit ausgehen,

    dass der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen ist, um Gott und die Menschen zu lieben.

    Auch die menschliche Geschlechtlichkeit ist daher eingebettet in diese „grundlegende und naturgemäße Berufung des Menschen zu einer Liebe, die nicht Begehren eines Genussobjektes,

    sondern vielmehr personale Hingabe ist, eine aufopfernde, vom Egoismus befreite Liebe.

    Sie lässt die Menschen an der göttlichen Schöpfung neuen Lebens

    teilnehmen und ist gleichzeitig Ausdruck für die Berufung des Menschen zu

    gegenseitigem Sich-Schenken!!


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