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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mehr praktizierende Moslems als Katholiken? 23. September 2011

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:26

Vatikan und Islam – Dialog auf höchstem Niveau oder Appeasement?

 

 

Die Rolle des Islams dominiert französische Politik

 

Paris: In Frankreich werden heute mehr Moscheen gebaut als katholische Kirchen. Das mag noch wenig erstaunen, verfügt die katholische Kirche doch über ein dichtes Netz an Kirchen und Kapellen aus fast zweitausend Jahren, die zum großen kulturellen Erbe des Landes gehören. Die Moslems, die erst seit einigen Jahrzehnten in das Land an Seine und Rhone einwandern, müssen sich ihre Gebetsstätten erst schaffen. Aufhorchen läßt aber die Nachricht, daß es heute in Frankreich mehr praktizierende Moslems als praktizierende Katholiken geben soll.

 

2000-2010 wurden 1000 neue Moscheen gebaut und 40 Kirchen geschlossen

 

Etwa 150 Moscheen befinden sich derzeit in Frankreich im Bau, wo die größte islamische Gemeinschaft Europas lebt. Mohammed Moussaoui, der Vorsitzende des islamischen Dachverbandes Conseil français du culte musulman (CFCM), nannte diese Angaben am 2. August 2011 in einem Interview mit Radio RTL. Die Gesamtzahl der Moscheen in Frankreich hat sich mit über 2000 in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Die Angabe stammt aus der Studie: „Moscheebau: Die Herrschaft des Islam in Frankreich und den Niederlanden“. Der bekannteste Moslemführer Frankreichs, Dalil Boubakeur, Rektor der Großen Moschee von Paris, meinte jüngst, die Gesamtzahl der Moscheen müsse noch einmal auf mehr als 4000 verdoppelt werden, um die Bedürfnisse der in Frankreich lebenden Moslems zu befriedigen. Laut der katholischen Tageszeitung La Croix errichtete die katholische Kirche in den vergangenen zehn Jahren zwanzig neue Kirchen. Gleichzeitig wurden jedoch mehr als 60 Kirchen geschlossen, die einer neuen Verwendung harren und teilweise in Moscheen umgewandelt werden könnten. Dies zumindest die Befürchtung von Katholiken. Obwohl sich 64 Prozent der französischen Bevölkerung als Katholiken bezeichnen, seien lediglich 4,5 Prozent (etwa 2 Millionen) praktizierende Katholiken. So die Erhebung des französischen Meinungsforschungsinstituts IFOP.

 

Mehr „praktizierende“ Moslems als Katholiken?

 

Zum Vergleich bezeichnen sich immer laut IFOP 75 Prozent der rund sechs Millionen hauptsächlich aus Afrika eingewanderten Moslems als „gläubige“ und 41 Prozent (rund 2,5 Millionen) als „praktizierende“ Moslems. Gemäß IFOP-Bericht vom 1. August 2011 halten mehr als 70 Prozent der Moslems in Frankreich den Fastenmonat Ramadan ein. Vergleicht man die IFOP-Zahlen zu den Praktizierenden, stützen sie die These, daß in Frankreich die Moslems die Katholiken als stärkste Religion überrundet haben. Da die Geburtenrate der praktizierenden Moslems deutlich über jener der Franzosen liegt, wird sich die Tendenz noch verstärken. Eine Folge dieser demographischen Veränderung sind sich häufende Anfragen von muslimischen Gemeinschaften an die katholische Kirche, deren leerstehende Kirchen benützen zu dürfen. Die Behörden des laizistischen Staates scheinen solchen Überlegungen nicht abgeneigt, um damit die ständigen, teils massiven Verkehrsstörungen zu beseitigen, die durch Tausende sich einfach auf den Straßen versammelnden und betenden Moslems verursacht werden.

 

Moslemverbände möchten leerstehende Kirchen übernehmen

 

In einer gemeinsamen Erklärung vom 1. März 2011, schlugen die Organisationen rund um die Große Moschee von Paris, der Rat der demokratischen Moslems Frankreichs und eine islamische Gruppe namens Collectif Banlieues Respect der katholischen Kirche Frankreichs vor, in einem “Geist interreligiöser Solidarität” den Moslems die leerstehenden Kirchen des Landes für das Freitagsgebet zu überlassen. Begründet wurde der Vorschlag, damit die Moslems „nicht gezwungen sind auf der Straße zu beten“ und nicht weiterhin „Gefangene der Politiker“ seien. Jeden Freitag versammeln sich in Paris und anderen französischen Städten Tausende Moslems auf den Gehsteigen und Straßen zum Gebet. Sie blockieren den örtlichen Handel, machen die nichtsislamischen Anwohner, Geschäftsleute und Angestellte zu Gefangenen, da sie ihre Häuser und Geschäftsräume weder verlassen noch betreten können. Das gilt auch dort, wo es Moscheen gibt, weil die Moslems, die darin nicht Platz finden, sich davor versammeln. Einige Moscheen haben begonnen, die Gebetsrufe über Lautsprecher ins Freie zu übertragen. Die Nichtmoslems sehen darin eine ständige Provokation, die den Zorn der Anwohner schürt und eine Flut an Protestschreiben an die Behörden auslöst. Die Behörden, die vom Gesetz zum Eingreifen verpflichtet wären, halten sich zurück aus Angst vor Reaktionen der Moslems. Das illegale Straßengebet steht inzwischen auf der politischen Tagesordnung Frankreichs ganz oben, seit Marine Le Pen, die neue Vorsitzende des Front National sie als „eine Besetzung“ Frankreichs „ohne Soldaten und Panzer“ bezeichnete.

 

40 Prozent der Franzosen sehen im islamischen Straßengebet eine „Besetzung“

 

Im Dezember 2010 nannte Le Pen die Besetzung der Straßen für das islamische Freitagsgebet eine „politische Demonstration“ und verglich es mit der nationalsozialistischen Besetzung. Sie sagte: „Für jene, die so gern und viel über den Zweiten Weltkrieg reden, können wir auch über dieses Problem sprechen, denn es handelt sich um eine Besetzung des Territoriums. Es ist die Besetzung von Teilen des Territoriums, von Bezirken, in denen das religiöse Gesetz in Kraft tritt. Es ist eine Besetzung. Natürlich gibt es keine Panzer und Soldaten, dennoch handelt es um nichts anderes als um eine Besetzung und sie belastet die Anwohner sehr.“

 

Viele Franzosen stimmen dem zu, wie die Umfragen zeigen. Die Frage des moslemischen Straßengebets – und ganz allgemein die noch viel weiterreichende Frage nach der Rolle des Islams in der französischen Gesellschaft – ist mit Blick auf die Präsidentenwahlen 2012 zu einem Problem ersten Ranges geworden. Laut IFOP-Umfrage stimmen 40 Prozent aller wahlberechtigten Franzosen dem Vergleich von Marine Le Pen zu. Laut einer anderen Umfrage, die von Le Parisien veröffentlicht wurde, ist eine Mehrheit der Franzosen derzeit der Meinung, daß die FN-Chefin unter allen Politikern für das Problem der moslemischen Zuwanderung die größte Lösungskompetenz besitzt. Ein Viertel der Franzosen würde sie zur Staatspräsidentin wählen. Damit liegt sie seit mehr als einem halben Jahr vor allen anderen Kandidaten.

 

Entscheidet Islam-Frage die Präsidentenwahl 2012?

 

Staatspräsident Nicolas Sarkozy, dessen Popularität im Sommer auf 25 Prozent sank, den tiefsten Wert, den jemals ein amtierender Präsident ein Jahr vor seiner möglichen Wiederwahl hatte, ist laut TNS-Sofres entschlossen, sich nicht von Le Pen überrunden zu lassen. Sollte Marine Le Pen den ersten Wahlgang gewinnen, wäre dies ein schwerer Imageschaden für Präsident Sarkozy, sofern er dann überhaupt in die Stichwahl käme und nicht ein Kandidat der Sozialisten, sind sich zahlreiche Pariser Kommentatoren einig. Vor wenigen Tagen forderte der Chef der französischen Staatspolizei in einem Interview die Regierungspartei UMP und Präsident Sarkozy auf, die Ausgrenzung Le Pens und des Front National zu beenden und zu „klaren Koalitionsabsprachen“ überzugehen. Sarkozy bezeichnete jüngst das Straßengebet als „inakzeptabel“. Die öffentlichen Straßen könnten nicht einfach zu „erweiterten Moscheen“ umgewidmet werden. Er mahnte, daß ein solches Phänomen die französische Tradition einer strikten Trennung von Staat und Religion aushöhle. Innenminister Claude Guéant bot am 8. August den Moslems von Paris an, statt der Straße eine aufgelassene Kaserne für das Freitagsgebet zu nützen. „Ohne Einhaltung irgendwelcher Regeln einfach in großer Anzahl auf den Straßen zu beten, ist einfach inakzeptabel und muß aufhören.“

 

„Dank eurer demokratischen Gesetze, werden wir euch erobern“

 

Einige Wortmeldungen führender Moslems scheinen nicht geeignet, die Ängste der Franzosen (und nicht nur der Franzosen) zu mildern. Dazu zählt auch der türkische Ministerpräsident Tayyp Erdogan, der zu verstehen gab, daß der Bau von Moscheen und die Zuwanderung von Moslems Teile einer Strategie zur Islamisierung Europas sind. 1998 zitierte er ein 1912 vom türkischen Dichter Ziya Gökalp verfaßtes Gedicht: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Der emeritierte Erzbischof von Smyrna, Giuseppe Germano Bernardini, erzählt von einer Unterredung mit einem islamischer Führer: „Dank eurer demokratischen Gesetze, werden wir euch erobern. Dank unserer religiösen Gesetze, werden wir euch beherrschen.“  {Quelle: Katholisches – Text: Vatican Insider/Giuseppe Nardi}

 

 

Vatikan und Islam

Dialog auf höchstem Niveau oder Appeasement?

 

Vatikan: Wie steht es um das Verhältnis der katholischen Kirche zum Islam? Welche diplomatische Linie verfolgt der Vatikan? Gibt es eine katholische „Strategie“ gegenüber dem Islam? Aktuelle und brisante Fragen in einer unruhigen Zeit. Der Vatikanist Paolo Rodari ging den Fragen nach und stieß auf gegensätzliche Antworten.  „Schauen Sie sich das an, der Sie dachten, der Kommunismus sei unsterblich.“ Das waren die Worte Papst Johannes Pauls II. zu Kardinalstaatssekretär Agostino Casaroli, als die Berliner Mauer fiel. „Eine kleine Genugtuung gegenüber einem Diplomaten, den Karol Wojtyla gerade deshalb an seiner Seite wollte, weil er so verschieden von ihm war“, so Rodari. Obwohl oder gerade weil die Ostpolitik Casarolis und des Staatssekretariats nicht dem entsprach, was Johannes Paul II. den kommunistischen Regimen entgegensetzen wollte. Der polnische Papst vertraute jenen, die mehr von Diplomatie verstanden als er selbst. Das Ergebnis war eine Mischung aus Gegensätzen, die auf ihre Weise zum Sturz des Kommunismus beitrug, der von der katholischen Kirche und von der Christenheit insgesamt im Namen des Proletariats große Opfer gefordert hatte.

 

Alte Gefahr Kommunismus – Neue Gefahr „radikalerIslam

 

Heute gibt es keinen Ostblock mehr, dafür aber eine andere Gefahr, die sich in den islamischen Staaten eingenistet hat, in denen die Christen heute im Namen Allahs ermordet werden. 12 Tote und hundert Verletzte ist die Bilanz der jüngsten salafitischen Angriffe auf koptische Kirchen in Kairo. Solche Schreckensmeldungen kommen nicht nur aus Ägypten, sondern aus verschiedenen Teilen der islamischen Welt.  Msgr. Lawrence Saldanha, der emeritierte Erzbischof von Lahore in Pakistan erklärte nach der Hinrichtung Osama bin Ladens, daß die Christen eine „leichtes Zielscheibe“ für jene radikalislamischen Kräfte seien, die einen religiös verbrämten Krieg zwischen dem (islamischen) Orient und dem (sogenannten christlichen) Westen losbrechen wollen. Ähnliche Worte sind von kirchlichen Stellen im Irak zu hören: „Bin Laden hat eine ganze Schule des Terrors geschaffen“, „eine von ihm indoktrinierte Generation“.

 

Und wie reagiert der Heilige Stuhl? Was machen die vatikanischen Diplomaten? Im zuständigen Staatssekretariat verweist man auf die historische Regensburger Rede Papst Benedikts XVI. An dieser Position habe sich bis heute nichts geändert. „Ratzinger hat in Regensburg durch die Forderung, im Namen Gottes keine Gewalt anzuwenden, die Gewissen erleuchtet“, zitiert Rodari seine ungenannte, aber gewiß zuverlässige Quelle des Staatssekretariats. „Unsere Aufgabe ist es, dieser Position des Papstes einen fruchtbaren Boden zu bereiten, auf dem Konstruktives gedeihen kann. Das ist die wahre Stoßrichtung von Regensburg.“

 

Regensburger Rede gibt Linie gegenüber dem Islam vor

 

So sieht es auch Pater Bernardo Cervellera, Direktor der Nachrichtenagentur AsiaNews. Es gebe eine vatikanische Position und die sei jene des „Dialogs zwischen unterschiedlichen Identitäten“. „Die Einberufung eines interreligiösen Treffens in Assisi ist ein klares Zeichen dafür, welche Linie Ratzinger verfolgt. Assisi ist eine präzise politische Entscheidung. Regensburg war der Beginn eines schwierigen Weges, den der Papst mit Nachdruck weitergeht“, so Pater Cervellera. „Schauen wir uns die Situation heute an: In der islamischen Welt gab es nach der Ermordung Bin Ladens nicht viele haßerfüllte Demonstrationen, verbrannte Fahnen oder aufgehängte Puppen, wie wir es schon mehrfach erleben mußten. Die islamische Welt hat sich immer mehr von den selbsternannten Helden distanziert, die sich in den Höhlen der pakistanischen und afghanischen Berge verstecken. Der Vatikan widersetzt sich dem islamischen Terrorismus seit Regensburg mit Freundschafts- und Unterstützungsprojekten. Das ist die Linie. Und viele islamische Intellektuelle haben dies erkannt und schätzen es“, so der Direktor von AsiaNews.

 

Schützt Appeasement die Christen in islamischen Staaten?

 

Die Bischofssynode für den Nahen und Mittleren Osten im Oktober 2010 machte deutlich, daß die vatikanische Diplomatie ein Hauptanliegen verfolgt: die Verteidigung der Ortskirchen. Dies bedeutet, „ob man es hören will oder nicht“, wie Rodari anmerkt, eine Art „Appeasementpolitik gegenüber dem Islam. Dies wird nicht von allen im Vatikan gutgeheißen, ist aber die vorherrschende Position“, so Rodari. Drei Monate vor seiner Ermordung durch radikale Moslems sagte der Katholik Shahbaz Bhatti, Minister für die religiösen Minderheiten in Pakistan, zu Kardinal Jean-Louis Tauran, dem Vorsitzenden des Päpstlichen Rats für den interreligiösen Dialog und wichtigen Mann der vatikanischen Diplomatie unter Karol Wojtyla: „Ich weiß, daß sie mich umbringen werden. Ich gebe mein Leben für Christus und den Dialog zwischen den Religionen.“ Diese Worte wurden dem Papst mitgeteilt und seine Antwort lautete: „Mehr Dialog, um die Gewalttätigen und Gewaltbereiten zu bekämpfen.“ So hatte Benedikt XVI. es bereits wenige Wochen zuvor, am 19. November, hinter verschlossenen Türen den zum Konsistorium versammelten Kardinäle dargelegt.

 

Dieser Arbeitsbereich der vatikanischen Diplomatie wird von ausgewiesenen Kennern des Nahen und Mittleren Ostens und des Islams geleitet. An der Spitze des vatikanischen „Außenministeriums“, der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten steht der Korse Msgr. Dominique Mamberti. Der Substitut des Kardinalstaatssekretärs, Msgr. Fernando Filoni, wurde soeben von Papst Benedikt XVI. zum neuen Präfekten für die Evangelisierung der Völker ernannt und damit zum „Roten Papst“ befördert, in dessen Zuständigkeitsbereich ein Teil der islamischen Welt fällt. Sein Nachfolger ist Msgr. Giovanni Angelo Becciu. Der Sarde war bisher Apostolischer Nuntius auf Kuba und ist den Umgang mit widerspenstigen Regimen gewohnt. An der Linie des Heiligen Stuhls wird sich durch die Umbesetzung wohl nichts ändern, denn die eigentliche Gestalt hinter dem „Geist des Dialogs“ ist Kardinal Tauran. Nicht zufällig übertrug der Papst ihm die Beziehungen zum Islam nach dem Unverständnis, auf die seine Lectio von Regensburg gestoßen war.

 

Benedikt XVI. gibt intellektuell die Linie vor – Es fehlt aber gezielte Außenpolitik

 

Der Historiker Alberto Melloni meint allerdings in seinem soeben erschienenen Buch „Le cinque perle di Giovanni Paolo II.“ (Die fünf Perlen Johannes Pauls II.), daß es zwar eine „Linie auf höchstem Niveau“ von Papst Benedikt XVI. gebe, dahinter aber keine konsequente Zielsetzung folge. Melloni erinnert an das ungleiche Duo Wojtyla-Casaroli: „Ratzinger, meiner Ansicht nach in ausgeprägter Form kein Papst der Kurie, wollte durch die Ernennung Tarcisio Bertones zum Staatssekretär den Vatikan entpolitisieren, der heute tatsächlich über keine klare Außenpolitik verfügt. Ich glaube, daß es gegenüber den islamischen Staaten kein wirkliches politisches Projekt gibt. Es gibt nur den Papst und seine Vorgabe auf höchster spiritueller und intellektueller Ebene, aber wenig Politik. Nicht von ungefähr werden die Nuntien, die rund um den Erdball wirken, vom Papst nicht mehr empfangen. Geht es noch klarer?“, so der Historiker Melloni.

 

Das Duo Ratzinger-Bertone sei geradezu atypisch. „Ratzinger wählte einen Freund als Staatssekretär. Seine Vorgänger wählten meist Personen, die ihnen in vielem sehr fernstanden, weil sie wollten, daß jemand die Politik machte, die der Papst nicht machen kann. Pius XI. hatte Pietro Gasparri und erst in zweiter Linie Eugenio Pacelli. Pius XII. hatte Luigi Maglione, bis er entschied, es selber zu machen. Wojtyla hatte Agostino Casaroli und dann Angelo Sodano, die beide von ihm recht unterschiedliche Sichtweisen hatten. Ratzinger leuchtet heute durch seine Worte, doch fehlt eine Außenpolitik. Zudem gibt es keine klaren Überlegungen zu den Entwicklungen im Islam. Wojtyla war überzeugt, daß der Kommunismus Ausdruck des Bösen war und als solcher in sich zusammenbrechen würde. In Centesimus annus sprach er von der ‚gewaltfreien Standhaftigkeit‘ der Kirche in den Ostblockstaaten. Heute scheint der Islam zu implodieren, doch niemand im Vatikan sagt: ‚Ich habe es gesagt, daß sich der gewaltlose Islam durchsetzen würde‘.“ (Palazzo Apostolico/Giuseppe Nardi, Bild: Palazzo Apostolico)

 

3 Responses to “Mehr praktizierende Moslems als Katholiken?”

  1. Saphiri Says:

    Sehr guter Artikel!

    Zitat: „Heute scheint der Islam zu implodieren, doch niemand im Vatikan sagt: ‚Ich habe es gesagt, daß sich der gewaltlose Islam durchsetzen würde‘.““

    Angesichts der getöteten Christen in Koptischen Kirchen und an vielen anderen Orten der Welt, ist die Behauptung vom gewaltlosen Islam ein wenig übertrieben?

    In Wirklichkeit beugen sich die Christen durch Gleichgültigkeit und Ignoranz den Atheisten, die den Siegeszug des Islam den Weg bereiten.

    Es ist nicht so, dass Muslime die Kirchen benützen, das wäre ja hinsichtlich ihres Korans sogar Blasphemie.
    Zuerst müssten sie die Kirchen in Moscheen umwandeln, dann erst könnten sie darin aktiv sein, beten und predigen.
    Nach islamischer Sicht ist es nicht gottgefällig, in Anwesenheit von Kreuzen und Heiligenbildern zu beten.

    Kirche kann nicht von Moslems und Christen nicht zusammen benutzt werden. Wir müssten unsere Kirchen dem Islam übereigenen.

    Wir bekommen sozusagen einen weiteren Bildersturm, wie es die Lutheraner im 16 Jahrhundert schon mal veranstalteten. Kunstwerke, von christlichen Handwerkern erschaffen, mit viel Leid und Blut bezahlt, wird der islamischen Arroganz zum Opfer fallen.

    Und wir sehen zu, ohne unsere Kirchen von innen zu füllen.

    Die christliche Botschaft hat mit dazu beigetragen, dass wir heute freie Menschen sind. Lässt und das so gleichgültig, wie uns das peu a peu unter den Händen weggeschummelt wird?

    Warum kann man nicht als junger Mensch, bevor man in die Diskothek geht, mit seinen Freunden eine Kirche oder Gottesdienst besuchen? Darin besteht doch kein Widerspruch! Aber es könnte das Leben/die Seele bereichern.

  2. John Says:

    Dank eurer demokratischen Gesetze, werden wir euch erobern“
    einer Unterredung mit einem islamischer Führer

    Ein Gedanke der zu schwach ist um umgesetzt zu werden ,,ist

    eine lapalie für uns Kämpfer Europas.

  3. Saphiri Says:

    Ab 16.09.2011 besteht ein generelles Verbot für Muslime (Moslems, Mohammedaner), in der Öffentlichkeit zu beten.!!!!!!!

    na edlich ,

    Dieses Verbot besteht übrigends für alle Konfessionen,
    nur – wie sollte es auch anders sein – stößt es auf Widerstand bei den Muslimen (Moslems, Mohammedaner).

    Das Verbot ist zu begrüßen, stört es doch die öffentliche Ordnung und ist nur ein weiteres Stück Landnahme, wenn Straßen und Plätze blockiert werden.

    Das Frankreich aber auf Kosten der Steuerzahler im Gegenzug Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, ist absurd. Und die Forderung der Muslime (Moslems, Mohammedaner) nach mehr und größeren Moscheen, die selbstverständlich vom Staat und damit vom Steuerzahler zu finanzieren sind, ist nichts anderes als die Einforderung der Dschizya (Dschizya (arabisch ‏جزية‎, DMG ǧizya ‚Kopfsteuer, Tribut‘) ist die Bezeichnung für die den nichtmuslimischen Schutzbefohlenen (Dhimmi) unter islamischer Herrschaft auferlegte Steuer.) durch die Hintertür

    Statthalters verhandelt. Aber wir wussten nicht, dass diese neue Verordnung derart schnell umgesetzt werden würde”, erklärt der Imam Mohamed Salah Hamza und fügt hinzu, dass wohl die meisten Muslime in Frankreich derzeit nicht wüssten, dass es ihnen bereits ab kommenden Freitag untersagt sei, auf der Straße zu beten. Noch einmal unterstrich er, dass die Gläubigen ja eigentlich gar nicht auf offener Straßen beten wollen würden. Ganz im Gegenteil, geschehe das aus Platzmangel, weshalb sie bereits größere Moscheen forderten.

    Natürlich. Sie sind überrascht.
    Und sie fordern. Und wir liefern. So wie in Nizza, wo Shuttle-Busse eingesetzt werden, um die „Gläubigen“ zu anderen Moscheen zu chauffieren.

    Der Islam ist eine widerliche Bakterie, die entsprechender Behandlung bedarf.

    Der Muslim (Moslem, Mohammedaner) ist schlicht Opfer dieser Idiologie.

    Jeder, der sich aktiv oder passiv an der weiteren Ausbreitung dieser Idiologie beteiligt, macht sich der Zerstörung der Zivilisation schuldig


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