kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Aufstand in Asylzentrum 23. September 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:34

St. Galler greifen hart durch

WIENACHT-TOBEL: Asylbewerber aus Tunesien und Marokko drohten der Heimleitung. Zwei von ihnen müssen jetzt ins Gefängnis, vier sollen ausgewiesen werden.
 

Vier Asylbewerber des Asylbewerberzentrums Landegg in Wienacht-Tobel werden ausgeschafft. Die drei Männer und eine Frau hatten im Heim Unruhe gestiftet und die Heimleitung bedroht. Alle vier bleiben bis zur Ausschaffung in Haft. «Die St. Galler Polizei und Staatsanwaltschaft haben mit dem konsequenten Durchgreifen für Ruhe gesorgt», teilten die St. Galler Behörden, die das Asylzentrum zusammen mit dem Kanton Appenzell Ausserrhoden betreiben, mit. Dies nachdem es am Montag zu Drohungen gegen die Heimleitung gekommen war.

 

Haft, Busse und Ausweisungen: Die beiden Rädelsführer, ein Tunesier und ein Marokkaner, seien am Mittwoch zu unbedingten Freiheitsstrafen von je 60 Tagen verurteilt worden. Beide Männer seien wegen Diebstahls vorbestraft gewesen. Ein weiterer Tunesier bekam eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen. Alle drei Asylsuchenden wurden in Ausschaffungshaft gesetzt, wie die Behörden mitteilten. Ausgeschafft wird auch eine Marokkanerin, die den Drohbrief geschrieben hatte. Die Frau sei am Dienstag zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt worden. Als ihr im Asylzentrum eröffnet worden sei, dass sie Hausverbot habe und in ein anderes Zentrum versetzt werde, habe die Frau die Heimleiterin erneut bedroht. Daraufhin sei die Marokkanerin erneut festgenommen worden. {Quelle: www.blick.ch}

 

 

Asylbewerber rasten bei Kontrolle aus

 

ST. GALLEN – Angriff auf zwei Polizisten mitten in der Stadt: Die zwei Asylbewerber können nur mit vereinten Kräften und Pfefferspray gestoppt werden.

 

In St. Gallen sind am Freitag zwei Polizisten während der Kontrolle zweier Asylbewerber angegriffen worden. Die Polizisten mussten danach Pfefferspray gegen die beiden Männer ein. Sie konnten die tobenden Asylbewerber nur mit Hilfe einer zivilen Drittperson unter Kontrolle bringen. Die beiden Nigerianer werden wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte und Hinderung einer Amtshandlung zur Anzeige gebracht, teilte die Stadtpolizei St. Gallen heute mit. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz am Knie verletzt und musste von einem Arzt behandelt werden. Die beiden bereits abgewiesenen Asylbewerber waren am Donnerstag via Chiasso TI in die Schweiz eingereist und stellten zum zweiten Mal ein Asylgesuch. {Quelle: www.blick.ch}
 
 

 
Ausschreitungen auf Lampedusa – Schlagstöcke gegen Flüchtlinge
 

„Wir sind im Krieg.“ So beschreibt Lampedusas Bürgermeister die Lage. Nach der Flüchtlingsrevolte ist die Lage auf der Mittelmeerinsel eskaliert.

 

Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa ist am Mittwoch der Streit zwischen Flüchtlingen und Einwohnern eskaliert. Auf Fernsehbildernwar zu sehen, wie Flüchtlinge unweit des Hafens gegen ihre Abschiebung protestierten. Als hunderte Tunesier mit dem Ruf „Freiheit, Freiheit“ für ihren Transfer aufs Festland demonstrierten, bewarfen die Einwohner sie mit Steinen und beschimpften Journalisten und Fernsehteams, wie italienische Medien berichteten.  Die Flüchtlinge wiederum drohten, Benzinkanister zur Explosion zu bringen. Mehr als ein dutzend Menschen wurden verletzt, als die Polizei mit Schlagstöcken gegen die Flüchtlinge vorging.
 

Lampedusas Bürgermeister Bernardino De Rubeis warf der Regierung vor, die Insel mit dem Chaos allein zu lassen. Er nannte die Flüchtlinge Gesetzesbrecher und erklärte, Lampedusa werde niemanden mehr aufnehmen. Er forderte den italienischen Präsidenten Giorgio Napolitano auf, nach Lampedusa zu kommen und Solidarität mit den Einwohnern der Insel zu zeigen, die wiederholt durch die Ankunft so vieler verzweifelter Flüchtlinge auf eine harte Probe gestellt worden seien. De Rubeis sagte, er habe zu seinem Schutz einen Baseballschläger in seinem Büro. „Ich muss mich selbst verteidigen“, wurde er von der Nachrichtenagentur ansa zitiert. „Wir sind im Krieg.“ Die Menschen hätten sich entschieden, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen. Am Dienstag hatten aufgebrachte Bewohner des Lagers Matratzen angezündet, um gegen Zwangsabschiebungen zu protestieren. Das Auffanglager hat Kapazität für 850 Menschen, derzeit leben dort bis zu 1.300 Flüchtlinge. Seit Beginn des arabischen Frühlings trafen etwa 26.000 tunesische Flüchtlinge und 28.000 Migranten anderer Nationalitäten aus Libyen auf Lampedusa ein. Die Mittelmeerinsel liegt näher an Afrika als an Italien.

 

Abschiebeplan wird durchgeführt: Das italienische Innenministerium verurteilte die Ausschreitungen und erklärte, an seiner Politik festzuhalten. „Diese Episoden inakzeptabler Gewalt ändern nichts an unserem Rückführungsplan.“ Dieser werde mit unverändertem Tempo fortgesetzt. Im Rahmen eines Abkommens zwischen Italien und Tunesien wird das Gros der tunesischen Flüchtlinge abgeschoben. Die Einwohner von Lampedusa beklagen, dass sie in der EU die Last der Flüchtlingswelle ganz allein tragen müssten. Das Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) warnte bereits vergangene Woche vor einer Eskalation der Lage im Auffanglager. Die Flüchtlinge würden immer länger in dem Lager festgehalten, ohne dass geklärt werde, ob sie politisches Asyl erhielten oder nicht. Die Migranten fügten sich selbst Verletzungen zu und zetteln Proteste an. Etliche große Gruppen hätten das Lager bereits auf eigene Faust verlassen. Das UNHCR forderte die italienische Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Flüchtlinge längerfristig unterzubringen.

 

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) warf derweil der EU-Grenzschutzagentur Frontex schwere Versäumnisse bei der Behandlung illegaler Einwanderer zu Beginn ihres Einsatzes in Griechenland vor. Die 200 Frontex-Beamten, die seit November 2010 an der Grenze zur Türkei eingesetzt werden, hätten die aufgegriffenen Einwanderer an die griechischen Behörden überstellt, obwohl diese sie in überfüllten Auffanglagern unter „unmenschlichen und erniedrigenden“ Bedingungen untergebracht hätten. Die EU-Kommission wies die Vorwürfe zurück. Die Frontex-Grenzschützer könnten nicht für die Situation in den Unterbringungslagern verantwortlich gemacht werden, sagte ein Sprecher von Innenkommissarin Cecilia Malmström. Die rund 150 Kilometer lange Landgrenze zwischen Griechenland und der Türkei ist für Flüchtlinge aus Ländern wie Afghanistan, Irak und Somalia zum Haupteingangstor in die Europäische Union geworden. {Quelle: www.taz.de}

 

 

Flüchtlingsrevolte auf Lampedusa – Auffanglager in Brand gesetzt

 

Eine Flüchtlingsrevolte ist am Dienstag auf der italienischen Insel Lampedusa ausgebrochen. Einige Tunesier setzten das Auffanglager der Insel in Brand, in dem rund 1300 Personen untergebracht waren. Die Flammen entwickelten sich in der Küche und im Lager, in dem die Lebensmittel aufbewahrt sind, berichteten italienische Medien. Dunkle Rauchwolken stiegen vom Auffanglager auf. Rettungsmannschaften mussten mehrere Stunden lang arbeiten, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Einige Migranten mussten behandelt werden, nachdem sie den dichten Rauch eingeatmet hatten, ihr Zustand sei jedoch nicht besorgniserregend.

 

Lager zerstört: Rund 800 Tunesier nutzten die chaotischen Zustände aus, um aus dem Auffanglager zu flüchten. Etwa 400 von ihnen wurden unweit des Hafens festgenommen. Ein Grossteil des Auffanglagers wurde von den Flammen zerstört. «Das Auffanglager Lampedusas existiert nicht mehr. Hier kann man keinen einzigen Flüchtling mehr unterbringen», betonte der Bürgermeister der Insel Dino De Rubeis, der vor einer schwierigen Lage für die öffentlichen Sicherheit auf der Insel warnte. Aus Sicherheitsgründen wurde der Flughafen der Insel geschlossen. Die Bürger Lampedusas zeigten sich besorgt und wütend. «Die Tunesier müssen sofort die Insel verlassen. Sie sind Kriminelle, nicht Personen, die Hilfe brauchen», sagten einige aufgebrachte Einwohner.

 

Zehntausende fliehen nach Norden: Parlamentarier der Opposition warnten in Rom, dass die Situation auf Lampedusa ausser Kontrolle geraten sei. Am Wochenende hatten erneut fast 480 Tunesier die Mittelmeerinsel erreicht. In den vergangenen Tagen war es wiederholt zu Protesten tunesischer Migranten gekommen, die von Italien aufgrund eines Anti- Migrationsabkommens mit Tunesien in ihre Heimat abgeschoben werden sollen. Seit Beginn der Krise in Nordafrika sind offiziellen Angaben zufolge 26’000 tunesische Migranten auf Lampedusa eingetroffen, weitere 28’000 Flüchtlinge seien in Libyen in Richtung Norden aufgebrochen. Aufgrund eines zwischen Italien und Tunesien abgeschlossenen Abkommens werden tunesische Migranten in ihre Heimat abgeschoben, was heftigen Protest unter den Tunesiern ausgelöst hat.

 

Amnesty: Europa muss Verantwortung übernehmen: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) forderte die Länder der Europäischen Union auf, mehr Verantwortung für Flüchtlinge aus den Konfliktländern Libyen, Tunesien und Ägypten zu übernehmen. Die meisten EU-Länder hätten die Zahl der Aufenthaltsgenehmigungen, die sie jährlich anbieten, bisher nicht erweitert, heisst es in einem am Dienstag in London vorgestellten AI-Bericht. An den Grenzen lebten derweil Tausende unter teils extrem harten Bedingungen. Australien, Kanada und die USA hätten angeboten, einige der Flüchtlinge aufzunehmen, erklärte Amnesty in einer Mitteilung. In Europa hätten bisher nur Norwegen, Dänemark, Finnland, die Niederlande, Irland und Schweden Hilfe angekündigt – allerdings für weniger als 700 Flüchtlinge. Es sei nun an der Zeit, dass auch die anderen Länder ihren Teil beitragen, vor allem die, die am Militäreinsatz beteiligt waren, sagte Nicolas Berger von Amnesty. Er forderte, die Frage beim nächsten Treffen der EU-Innenminister in Brüssel am Donnerstag auf die Tagesordnung zu setzen. {Quelle: www.mobile.nzz.ch}

 

3 Responses to “Aufstand in Asylzentrum”

  1. Sandra Says:

    Weg mit dem Pack!

  2. einstein Says:

    multikulti müllkulti….

  3. Nestbeschmutzerland Says:

    Tja, was da wohl allen Schwätzern noch weiterhin alles einfällt?


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