kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Berliner Bischof demonstriert mit Tausenden gegen Abtreibung 22. September 2011

Filed under: Stopp Abtreibung — Knecht Christi @ 13:45

Am 17. September 2011 begann mit einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt in Berlin der alljährliche

Marsch für das Leben“ gegen Abtreibung und Euthanasie.

 

Vor den knapp 3000 Teilnehmern sprachen bekannte deutsche und internationale Pro-Life-Aktivisten wie der erst kürzlich zur katholischen Kirche konvertierte Bryan Kemper, der die Motivation der zumeist christlich motivierten Demonstranten beim Namen nannte:„standing proud on the name of Jesus Christ“. Eric Scheidler, Geschäftsführer der Pro-Life Action League, berichtete, daß im Gegensatz zu Europa das Thema Abtreibung in den USA kein Tabu ist, sondern in Öffentlichkeit und Medien heiß diskutiert und regelrecht wahlentscheidend ist. Das Wissen um die Begeisterung und den Einsatz hunderttausender und Millionen US-Amerikaner für das Leben führte den deutschen Demonstranten vor Augen, wie dringend notwendig es ist, die Tötung vieler hundert ungeborener Kinder allein täglich in Deutschland endlich zu beenden.

 

Viele Lebensrechtler sprachen von ihren Erfahrungen im Umgang mit von Abtreibung und Post-Abortion-Syndrom betroffenen Familien, aber auch von der Schwierigkeit das Thema öffentlich diskutieren zu können, so etwa Alexandra M. Linder als Vorsitzende der ALfA (Aktion Lebensrecht für Alle e.V.) und die jungen, engagierten und überzeugt katholischen Organisatoren des Pro-Life-Marsches in Belgien um Dries Goethals. Auch zahlreiche Grußworte aus Politik und Kirche waren eingegangen, unter anderem vom neuen Berliner Erzbischof Dr. Rainer Maria Woelki, vom Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz Erzbischof Robert Zollitsch, vom Vertreter des Vatikan in Deutschland Erzbischof Jean-Claude Périsset sowie von Bischof Gregor Maria Hanke OSB, Bischof Gerhard Ludwig Müller und Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, der u. a. schrieb: „Sie wissen, daß Ihnen für Ihr Engagement weniger Sympathie und Dankbarkeit als Haß und Spott entgegenschlagen werden; die Teilnehmer des letztjährigen Marsches haben das am eigenen Leibe erfahren. Eigentlich stellt dies keinen Grund zur Freude dar, aber uns Christen ist die nur vordergründig paradoxe Ermutigung Christi geschenkt: Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt. (Mt5, 11 – 12).“

 

Wie wahr diese Worte waren, bekam die seit Jahren stetig wachsende Zahl der Pro-Life-Demonstranten bereits während der Kundgebung, aber auch während des Marsches und anhand der nachträglichen Berichterstattung zu spüren: Ca. 300 Linksradikale versuchten sich fortwährend unter die Demonstration zu mischen, um sie von innen heraus zu stören. In bizarren Outfits (etwa als Nonnen, halbnackter Teufel, Päpstin, Drag-Queen etc.) kreischten sie begleitet von Trillerpfeifen ihre altbekannten Sprüche wie „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“, „Christen von der Straße fegen!“, „Wir sind die Perversen, wir sind euch auf den Fersen!“, „Abtreibung 2002: Ich war dabei!“

 

Die von der Abtreibungsorganisation „Pro Familia“ unterstützten Gegendemonstranten warfen Kondome und Konfetti, hielten ihre teils orthographisch mangelhaften selbstgemalten Plakate hoch, reckten die Mittelfinger und schrien antichristliche Verleumdungen durch Lautsprecher. Es kam zu mehreren, teils sogar auf Video dokumentierten körperlichen Angriffen seitens der Linken, mindestens vier wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Dennoch spricht der Polizeibericht von einer Demonstration „ohne besondere Vorkommnisse“. Auch der mutige Berliner Weihbischof em. Wolfgang Weider, der bereits im letzten Jahr aktiv teilgenommen hatte und wieder mitmarschierte und ein weißes Kreuz trug, wurde auf das Schändlichste verhöhnt. Der Marsch für das Leben zog schließlich am Reichstag vorbei zum Bebelplatz und zur Hedwigskathedrale, ein welcher in ökumenischer Gottesdienst unter der Leitung von Weihbischof em. Weider stattfand. Die bisherige Berichterstattung in Presse und Fernsehen spricht zwar immer noch von „radikalen Abtreibungsgegnern“ und rundet die Teilnehmerzahlen nach unten ab, erwähnt jedoch die überaus große Anzahl Jugendlicher, junger Menschen und junger Familien.

 

{Einen Überblick gibt das Video  –   Text: Marlene Frölich – Quelle: www.katholisches.info}

 

One Response to “Berliner Bischof demonstriert mit Tausenden gegen Abtreibung”

  1. Johannes Says:

    Noch nie hat sich ein „evangelischer Bischof“ für das Lebensrecht der Ungeborenen eingesetzt, obwohl selbst der westliche laizistische Staat – im Gegensatz zum schariatisch geprägten – ausdrücklich Lebensrecht, Menschenwürde und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit an die erste Stelle der Verfassung stellt (Art. 1 und 2 GG). Dabei besteht Übereinstimmung darin, dass das Menschsein von der Empfängnis an beginnt und mit dem Tod endet. Eine „Abtreibung“ ist deshalb gemäß Urteil des BVG „ungesetzlich, aber straffrei“!?

    Unsere „Bischöfe“ und sonstigen Führungskräfte in kirchlichen Gremien (wie z.B. die „Präses“ Göring-Eckardt) sind allerdings mit viele wichtigeren Dingen befasst, die ihre wertvolle Zeit beanspruchen: So ist die Übertragung des göttlichen Wortes und SEINER Weisungen von ihrer vermeintlich ewigen Gültigkeit zu lösen und der heutigen Zeit anzupassen. Wieviel Kampf braucht es allein, um auch dem letzten christlichen „Hinterbänkler“ klarzumachen, dass praktizierte Homosexualität doch keine Sünde sei. Die „Geistlichkeit“ ging sogar noch einen Schritt weiter, um ihre wichtige Feststellung zu untermauern: nun dürfen sogar die auf das Wort und die reformatorischen Schriften ordinierten „PfarrerInnen“ als bekennende Lesben und Schwule in Pfarrhäusern zusammenleben.

    Wieviel Zeit wurde nicht damit verplempert, die leibliche Auferstehung unseres HERRN zu vergeistigen und SEINEN Sühnetod ad absurdum zu führen? Generationen von „Theologen“ kritisierten GOTTES WORT bis zur Unkenntlichkeit und indoktrinierten den theologischen Nachwuchs mit eigenem wirren Gedankengut. etc. etc.

    Viel Zeit ihres Dienstes geht auch damit drauf – das gilt sowohl für alle Bischöfe und viele PfarrerInnen – sich ständig ungefragt politisch zu äußern. Dabei sind die „Armut“ in Deutschland und sonstige vermeintliche soziale Missstände, angebliche Ausländerfeindlichkeit, Rechtsradikalismus und „Rassismus“, die ständige Kritik an Israel und vor allem die Unterwerfung unter den Islam sowie die gleiche Gültigkeit aller „Religionen“, die doch angeblich (fast) alle den selben Gott verehren („Ökumene“), die Top-Themen.

    Welche Situation könnte auch für „evangelische“ Bischöfe entstehen, wenn sie sich beim „Marsch für das Leben“ persönlich beteiligen würden? Könnte es sein, dass zum Beispiel „Präses“ Schneider, der sich selbst als „Linker“ bekennt, dann von (seinen) militanten linken Genossen am Straßenrand, darunter vielleicht auch Göring-Eckardt, angepöbelt und mit Eiern beworfen oder gar tätlich angegriffen würde? (Bisher hat die Polizei die Lebensrechtler immer gut beschützt!)

    Eine solche Situation wäre weiter auszumalen – und durch die Frage zu ergänzen: „Was würde JESUS dazu sagen?“ Auf welcher Seite würde ER wohl stehen?


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