kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam“ 18. September 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 17:03

19. September 2011: Vor dreißig Jahren beschlossen

Gleichberechtigung von Nichtmuslimen, Frauen und Freiheit des Religionswechsels anmahnen

 

Frankfurt am Main – 18. September 2011: Die in Frankfurt am Main ansässige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist darauf hin, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam am 19. September 2011 dreißig Jahre alt wird. Sie ist das erste große multinationale Menschenrechtsdokument der islamischen Welt. Leider trifft sie keine eindeutige Aussage zur Gleichberechtigung von Nichtmuslimen und es erfolgt keine Erwähnung der Freiheit des Religionswechsels. Die IGFM appelliert an die im saudiarabischen Jiddah angesiedelte „Konferenz Islamischer Staaten“ mit ihren 57 angeschlossenen Mitgliedsstaaten, sich anlässlich des 30. Jahrestags der Verkündung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Islam“ als Zeichen ihres Willens im Dialog der Religionen für die Gleichberechtigung der Nichtmuslime und für die uneingeschränkte Freiheit des Religionswechsels auszusprechen.

 

Die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam“ wurde am 19. September 1981 durch den „Islamrat für Europa“ als erstes großes multinationales Menschenrechtsdokument der islamischen Welt verkündet. Trotz weit reichender Garantien für die individuelle Freiheit des Menschen fehlt  eine eindeutige Aussage zur Gleichberechtigung von Nichtmuslimen und zur Freiheit des Religionswechsels. Die Aussage in Artikel 12 a (Das Recht auf Gedanken-, Glaubens- und Redefreiheit), nach der jeder denken, glauben und zum Ausdruck bringen könne, „was er denkt und glaubt, ohne dass ein anderer einschreitet oder ihn behindert, solange er innerhalb der allgemeinen Grenzen, die die Scharia vorschreibt, bleibt“, beinhaltet eine deutliche Einschränkung der Glaubensfreiheit für Nichtmuslime, die der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen von 1948 widerspricht.

 

Eklatante Widersprüche zu den Vereinten Nationen: Daraus abgeleitete Folgen wie die Bestrafung der Konversion bis hin zu der strafrechtlich angedrohten Todesstrafe in Afghanistan, Mauretanien, Saudi Arabien, im Sudan und im Iran – wie im Falle des  von der Hinrichtung bedrohten iranischen Konvertiten Pastor Nadarkhani – müssen nach Auffassung der IGFM ausgeschlossen werden. Die Aussage in Artikel 20 b: „Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott die einen von ihnen (die Männer) vor den anderen bevorzugt hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen gemacht haben (Koran 4,34)“, kritisiert die IGFM ebenfalls als „eklatant in Gegensatz zum Grundsatz der Gleichberechtigung und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der vereinten Nationen stehend“.

Mehr Informationen unter: http://www.igfm.de
Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte: https://www.facebook.com/igfmdeutschland

 

 

EU-Präsident van Rompuy empfängt irakische Bischöfe

 

Die beiden Bischöfe wiesen darauf hin,

dass es im Irak keine Religionsfreiheit gebe.

Sie wünschen sich, dass man den Christen beim Aufbau von Schulen helfen möge, Über die Bildung lasse sich eine neue Kultur mit Religionsfreiheit aufbauen.

 

Wien (kath.net/KIN): Der Präsident des Europäischen Rates, Hermann van Rompuy, hat es sich trotz der schwierigen aktuellen Umstände durch die Finanz-und Wirtschaftskrise nicht nehmen lassen, zwei katholische Bischöfe aus dem Irak zu empfangen. Der Erzbischof von Erbil im Norden des Irak, Bashar Matti Warda, und der Erzbischof der mit Rom unierten Kirche der Chaldäischen Katholiken in Mossul, Emil Nona, wiesen bei dieser Begegnung in Brüssel darauf hin, dass es im Irak keine Religionsfreiheit gebe. Van Rompuy fragte auch nach den Lebensumständen der Familien, dem Schutz für Frauen, nach den Prognosen für die Zukunft der Christen, nach dem Schutz der Flüchtlinge und wie Europa helfen könnte. Die beiden Bischöfe gaben dem Wunsch Ausdruck, dass man den Christen beim Aufbau von Schulen helfen möge. Das käme der gesamten Gesellschaft im Irak, nicht nur den Christen zugute. Neunzig Prozent der Kinder an christlichen Schulen kämen aus muslimischen Familien. Über die Bildung lasse sich eine neue Kultur mit Religionsfreiheit aufbauen. Das eröffne zudem Perspektiven für die jungen Leute. Zur rechtlichen Situation meinten sie, Artikel drei der irakischen Verfassung räume dem islamischen Recht der Scharia den Primat ein. Kein Gesetz dürfe gegen die Scharia verstoßen.

 

Die halbstündige Unterredung fand im Rahmen eines Besuchsprogramms statt, das das internationale katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT in die Wege geleitet hatte. Dabei waren die Bischöfe auch mit mehreren Abgeordneten und dem früheren Präsidenten des Europa-Parlaments und heutigem Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, sowie führenden Beamten der EU-Kommission zusammengetroffen. Der Empfang bei Präsident van Rompuy war der Höhepunkt des Besuchs in Brüssel und zeigte, dass in den Institutionen der Europäischen Union das Interesse am Schicksal und an der Situation der Christen in Nahost wächst.

 

KIRCHE IN NOT, das sich ausschließlich aus privaten Spenden finanziert, unterstützt Menschen, die sich im Dienst der Kirche für andere einsetzen. Jährlich werden mehrere tausend Projekte finanziert, die der Seelsorge dienen. Ein unverzichtbares Anliegen von KIRCHE IN NOT ist der Einsatz für Religionsfreiheit. Seit der Gründung 1947 wird KIRCHE IN NOT als Stimme für bedrängte und verfolgte Christen wahrgenommen. Alle zwei Jahre veröffentlicht das Hilfswerk eine Dokumentation zur “Religionsfreiheit weltweit“ sowie „Christen in großer Bedrängnis“, einen Bericht über die Verfolgung von Christen weltweit.

 

KIRCHE IN NOT ist ein internationales katholisches Hilfswerk. Das Werk leistet weltweit geistliche und materielle Hilfe für Christen, die wegen ihres Glaubens bedroht oder verfolgt werden. www.kirche-in-not.at

Hernalser Hauptstraße 55/1/8 – 1172 Wien
Tel: +43(1) 405 25 53  – Fax: +43(1) 405 54 62-75 – E-Mail: kin@kircheinnot.at

 

One Response to “„Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Islam“”

  1. Cajus Pupus Says:

    ???????????????????????????????????????????????????????
    _______________________________________________________________Übersetzung aus dem Arabischen: Deutscher Übersetzungsdienst der Vereinten Nationen, New York, Januar 2003.
    Arabische Charta der Menschenrechte*
    verabschiedet vom Rat der Liga der arabischen Staaten am 15. September 1994

    Die Regierungen der Mitgliedstaaten der Liga der arabischen Staaten,
    Präambel
    ausgehend vom Glauben der arabischen Nation an die menschliche Würde, seit Gott
    die arabische Heimat auszeichnete, indem er sie zur Wiege der Religionen und Heimstätte
    der Kulturen machte, wodurch ihr Recht auf ein würdevolles Leben auf der
    Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens bekräftigt wurde,
    in Verwirklichung der unvergänglichen Grundsätze der Brüderlichkeit und der
    Gleichheit aller Menschen, die in der islamischen Scharia und in den anderen Religionen
    der göttlichen Offenbarung festgeschrieben sind,
    erfüllt von Stolz über die im Laufe ihrer langen Geschichte fest verankerten menschlichen
    Werte und Grundsätze, die in bedeutendem Maße zur Vermittlung des Wissens
    zwischen Orient und Okzident beigetragen haben, was sie zum Zielpunkt der Menschen
    und des Strebens nach Wissen, Kultur und Weisheit werden ließ,
    im Hinblick auf das gemeinsame Wirken der gesamten arabischen Welt für die Bewahrung
    ihres Glaubens, den Glauben an ihre Einigkeit, den Kampf für ihre Freiheit,
    die Verteidigung des Rechts der Völker auf Selbstbestimmung und auf den Schutz
    ihrer Ressourcen, den Glauben an die Herrschaft des Rechts sowie den Glauben daran,
    dass Freiheit, Gerechtigkeit und Chancengleichheit der Menschen den Maßstab
    bilden, an dem eine jede Gesellschaft zu messen ist,
    unter Ablehnung des Rassismus und des Zionismus, die gegen die Menschenrechte
    verstoßen und eine Bedrohung des Weltfriedens darstellen,
    in Anerkennung der engen Beziehung zwischen den Menschenrechten und dem Weltfrieden,
    in Bekräftigung der Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen, der Allgemeinen
    Erklärung der Menschenrechte, der Bestimmungen der Internationalen Pakte der Vereinten
    Nationen über bürgerliche und politische Rechte sowie wirtschaftliche, soziale
    und kulturelle Rechte sowie der Kairoer Erklärung über Menschenrechte im Islam,
    in Bestätigung alles dessen, sind wie folgt übereingekommen:
    Teil I
    Artikel 1
    a) alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung und die freie Verfügung über
    ihre natürlichen Reichtümer und Mittel. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über
    ihre politische Ordnung und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle
    Entwicklung.
    b) Rassismus, Zionismus, Besetzung und Fremdherrschaft sind eine Herausforderung
    der Menschenwürde und bilden ein grundlegendes Hindernis für die Verwirklichung
    der grundlegenden Rechte der Völker. Alle derartigen Praktiken sind zu verurteilen
    und nach Kräften zu beseitigen.
    2
    Teil II
    Artikel 2
    Jeder Vertragsstaat verpflichtet sich, das Recht auf den Genuss aller in dieser Charta
    verkündeten Rechte und Freiheiten allen in seinem Gebiet befindlichen und seiner
    Herrschaftsgewalt unterstehenden Menschen zu gewährleisten, ohne Diskriminierung
    hinsichtlich der Rasse, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Sprache, der Religion, der
    politischen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, der
    Geburt oder des sonstigen Status sowie ohne Unterschied zwischen Mann und Frau.
    Artikel 3
    a) Die in einem Vertragsstaat durch Gesetze, Übereinkommen oder durch Gewohnheitsrecht
    anerkannten oder bestehenden grundlegenden Menschenrechte dürfen nicht
    unter dem Vorwand beschränkt oder außer Kraft gesetzt werden, dass diese Charta
    derartige Rechte nicht oder nur in einem geringeren Ausmaß anerkenne.
    b) Kein Vertragsstaat darf die in dieser Charta niedergelegten Grundfreiheiten außer
    Kraft setzen, die die Angehörigen eines anderen Staates genießen, der diese Freiheiten
    in einem geringeren Ausmaß gewährt.
    Artikel 4
    a) Die in dieser Charta gewährleisteten Rechte und Freiheiten dürfen nur eingeschränkt
    werden, wenn dies gesetzlich vorgesehen und zum Schutz der nationalen Sicherheit
    und der Volkswirtschaft, der öffentlichen Ordnung ( ordre public ), der
    Volksgesundheit, der Sittlichkeit oder der Rechte und Freiheiten anderer notwendig
    ist.
    b) Im Falle eines öffentlichen Notstandes, der das Leben der Nation bedroht, können
    die Vertragsstaaten Maßnahmen ergreifen, die ihre Verpflichtungen aus dieser Charta
    in dem Umfang, den die Lage unbedingt erfordert, außer Kraft setzen.
    c) Unter keinen Umständen dürfen jedoch die Rechte und besonderen Garantien betreffend
    das Verbot der Folter und der erniedrigenden Behandlung, das Recht auf
    Rückkehr in das eigene Land, das politische Asyl, das gerichtliche Verfahren, das
    Verbot der mehrfachen Strafverfolgung wegen derselben Tat oder die gesetzliche
    Festlegung von Straftaten und Strafmaß Beschränkungen unterworfen oder außer
    Kraft gesetzt werden.
    Artikel 5
    Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person. Diese
    Rechte sind gesetzlich zu schützen.
    Artikel 6
    Eine Tat ist nur dann eine Straftat und darf nur dann bestraft werden, wenn dies gesetzlich
    bestimmt ist; eine vor Erlass einer gesetzlichen Strafbestimmung begangene
    Tat darf nicht bestraft werden. Nachträglich erlassene Gesetze, die für den Angeklagten
    günstiger sind, kommen diesem zugute.
    3
    Artikel 7
    Jeder Angeklagte gilt als unschuldig, bis seine Schuld in einem Verfahren, in dem alle
    für seine Verteidigung notwendigen Garantien gewährleistet sind, gemäß dem Gesetz
    nachgewiesen ist.
    Artikel 8
    Jeder Mensch hat ein Recht auf persönliche Freiheit und Sicherheit. Niemand darf
    ohne gesetzliche Grundlage festgenommen oder in Haft gehalten werden. Jeder, der
    festgenommen worden ist oder in Haft gehalten wird, muss unverzüglich einem Richter
    vorgeführt werden.
    Artikel 9
    Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Jeder im Hoheitsgebiet des Staates hat
    einen Anspruch darauf, dass seine Sache von einem Gericht gehört wird.
    Artikel 10
    Die Todesstrafe darf nur für schwerste Verbrechen verhängt werden. Jeder zum Tode
    Verurteilte hat das Recht, um Begnadigung oder Umwandlung der Strafe zu bitten.
    Artikel 11
    Unter keinen Umständen darf die Todesstrafe für eine politische Straftat verhängt
    werden.
    Artikel 12
    Die Todesstrafe darf an Personen unter 18 Jahren, an schwangeren Frauen bis zur
    Entbindung oder an stillenden Müttern während der ersten beiden Jahre nach der Geburt
    ihres Kindes nicht vollstreckt werden.
    Artikel 13
    a) Die Vertragsstaaten schützen jede Person in ihrem Hoheitsgebiet vor der Unterwerfung
    unter körperliche oder seelische Folter oder grausame, unmenschliche, erniedrigende
    oder unwürdige Behandlung und ergreifen wirksame Maßnahmen, um
    dies zu verhindern. Derartige Handlungen oder die Teilnahme daran sind als strafbare
    Handlungen anzusehen.
    b) Niemand darf ohne seine freiwillige Zustimmung medizinischen oder wissenschaftlichen
    Versuchen unterworfen werden.
    Artikel 14
    Niemand darf nur deswegen in Haft genommen werden, weil er nicht in der Lage ist,
    eine Schuld zu begleichen oder eine zivilrechtliche Verpflichtung zu erfüllen.
    Artikel 15
    Jeder, dem seine Freiheit auf Grund eines Urteils entzogen ist, muss menschlich behandelt
    werden.
    4
    Artikel 16
    Niemand darf zweimal wegen derselben Straftat vor Gericht gestellt werden.
    Jeder, gegen den derartige Maßnahmen ergriffen werden, kann ihre Rechtmäßigkeit
    bestreiten und seine Freilassung verlangen.
    Jeder, der unrechtmäßig festgenommen oder in Haft gehalten worden ist, hat einen
    Anspruch auf Entschädigung.
    Artikel 17
    Das Privatleben ist unverletzlich. Jeder Eingriff in das Privatleben ist eine strafbare
    Handlung. Zum Privatleben gehören die Familienangelegenheiten, die Unverletzlichkeit
    der Wohnung und die Vertraulichkeit des Briefwechsels und anderer privater
    Kommunikationsmittel.
    Artikel 18
    Jeder hat das angeborene Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.
    Artikel 19
    Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Jeder volljährige Staatsbürger hat das Recht
    auf politische Teilhabe, das er im Rahmen der Gesetze ausübt.
    Artikel 20
    Jeder Person mit Aufenthalt im Hoheitsgebiet eines Staates hat im Rahmen der Gesetze
    das Recht, sich in jedem Teil des Hoheitsgebiets frei zu bewegen und seinen
    Wohnsitz frei zu wählen.
    Artikel 21
    Kein Staatsbürger darf willkürlich oder widerrechtlich daran gehindert werden, einen
    arabischen Staat, einschließlich des eigenen, zu verlassen. Keinem Staatsbürger darf
    der Aufenthalt in einem bestimmten Teil seines Landes untersagt noch der Aufenthalt
    in einem bestimmten Gebiet vorgeschrieben werden.
    Artikel 22
    Kein Staatsbürger darf aus seinem Heimatland ausgewiesen oder daran gehindert
    werden, dorthin zurückzukehren.
    Artikel 23
    Jeder Staatsbürger hat das Recht, vor Verfolgung in einem anderen Land politisches
    Asyl zu suchen. Personen, die wegen gemeiner Straftaten verfolgt wurden, steht dieses
    Recht nicht zu. Politische Flüchtlinge dürfen nicht ausgeliefert werden.
    Artikel 24
    Keinem Staatsbürger darf willkürlich seine Staatsangehörigkeit entzogen werden,
    noch darf ihm ohne gesetzliche Grundlage das Recht versagt werden, eine andere
    Staatsangehörigkeit anzunehmen.
    5
    Artikel 25
    Jedem Staatsbürger wird das Recht auf Privateigentum gewährleistet. Unter keinen
    Umständen darf einem Staatsbürger willkürlich oder widerrechtlich ganz oder teilweise
    sein Eigentum entzogen werden.
    Artikel 26
    Jeder hat das Recht auf Religions-, Gedanken- und Meinungsfreiheit.
    Artikel 27
    Die Anhänger einer jeden Religion haben das Recht, ihre religiösen Bräuche auszuüben
    und ihre Überzeugungen durch Gottesdienst, Ausübung und Unterricht zu bekunden,
    sofern dadurch die Rechte anderer nicht verletzt werden. Die Ausübung der
    Religions-, Gedanken- und Meinungsfreiheit darf nur den gesetzlich vorgesehenen
    Einschränkungen unterworfen werden.
    Artikel 28
    Alle Staatsbürger haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen
    zusammenzuschließen. Die Ausübung dieses Rechts darf nur den Einschränkungen
    unterworfen werden, die im Interesse der nationalen oder der öffentlichen Sicherheit
    oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig sind.
    Artikel 29
    Der Staat gewährleistet im Rahmen der geltenden Gesetze das Recht, Gewerkschaften
    zu bilden und zu streiken.
    Artikel 30
    Der Staat gewährleistet jedem Bürger das Recht auf Arbeit, die ihm einen zur Erfüllung
    der Grundbedürfnisse ausreichenden Lebensstandard sichert. Darüber hinaus
    gewährleistet der Staat jedem Bürger ein Recht auf umfassende soziale Sicherheit.
    Artikel 31
    Die freie Wahl des Arbeitsplatzes wird gewährleistet. Zwangsarbeit ist verboten. Als
    Zwangsarbeit gilt nicht, wenn eine Person auf Grund eines Gerichtsurteils zur Verrichtung
    von Arbeiten gezwungen wird.
    Artikel 32
    Der Staat gewährleistet den Bürgern Chancengleichheit bei der Arbeit sowie einen
    angemessenen Lohn und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit.
    Artikel 33
    Jeder Bürger hat das Recht auf Zugang zu öffentlichen Ämtern seines Landes.
    Artikel 34
    Die Beseitigung des Analphabetentums ist eine bindende Verpflichtung. Jeder Staatsbürger
    hat ein Recht auf Bildung. Zumindest der Grundschulunterricht muss obligato6
    risch und unentgeltlich sein. Die Ausbildung an weiterführenden Schulen und Hochschulen
    hat für alle leicht zugänglich zu sein.
    Artikel 35
    Die Bürger haben das Recht, in einem geistigen und kulturellen Umfeld zu leben, das
    vom Stolz des arabischen Nationalgefühls erfüllt ist, in dem die Menschenrechte heilig
    sind, in dem Diskriminierung auf Grund der Rasse, der Religion oder aus anderen
    Gründen abgelehnt wird und in dem die internationale Zusammenarbeit und die Sache
    des Weltfriedens unterstützt werden.
    Artikel 36
    Jeder hat das Recht, am kulturellen Leben teilzunehmen, sowie das Recht, sich an den
    Werken der Literatur und der Kunst zu erfreuen und Gelegenheit zu erhalten, seine
    künstlerischen, geistigen und schöpferischen Begabungen zu entfalten.
    Artikel 37
    Minderheiten darf nicht das Recht vorenthalten werden, ihre Kultur zu genießen oder
    die Lehren ihrer Religion zu befolgen.
    Artikel 38
    a) Die Familie ist die Grundeinheit der Gesellschaft und genießt ihren Schutz.
    b) Der Staat gewährleistet, dass die Familie, Mütter, Kinder und ältere Menschen
    besondere Fürsorge und besonderen Schutz genießen.
    Artikel 39
    Junge Menschen haben einen Anspruch darauf, umfassendste Möglichkeiten für ihre
    körperliche und geistige Entwicklung zu erhalten.
    Teil III
    Artikel 40
    a) Die Mitgliedstaaten des Rates der Liga, die Vertragsparteien dieser Charta sind,
    wählen in geheimer Wahl einen Sachverständigenausschuss für Menschenrechte.
    b) Der Ausschuss besteht aus sieben Personen, die von den Vertragsstaaten benannt
    werden. Die ersten Wahlen zum Ausschuss finden sechs Monate nach dem Inkrafttreten
    der Charta statt. Dem Ausschuss darf nicht mehr als ein Angehöriger desselben
    Staates angehören.
    c) Der Generalsekretär fordert die Mitgliedstaaten auf, ihre Kandidaten zwei Monate
    vor dem Wahltermin zu benennen.
    d) Die Kandidaten müssen über ausgezeichnete Erfahrungen und Sachkenntnis in
    dem Tätigkeitsbereich des Ausschusses verfügen und sind in ihrer persönlichen Eigenschaft
    und in völliger Unparteilichkeit und Unvoreingenommenheit tätig.
    e) Die Mitglieder des Ausschusses werden für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt.
    Drei Mitglieder, deren Namen durch Los ermittelt werden, können für nur eine
    7
    weitere Amtszeit wiedergewählt werden. Der Grundsatz des turnusmäßigen Wechsels
    ist so weit wie möglich zu beachten.
    f) Der Ausschuss wählt seinen Vorsitzenden und gibt sich eine Geschäftsordnung,
    mit der er die Art und Weise seines Tätigwerdens festlegt.
    g) Die Tagungen des Ausschusses werden vom Generalsekretär am Sitz des Sekretariats
    der Liga einberufen. Mit Zustimmung des Generalsekretärs kann der Ausschuss
    auch in einem anderen arabischen Land zusammentreten, wenn die Erfordernisse
    seiner Arbeit dies notwendig machen.
    Artikel 41
    1. Die Vertragsstaaten werden dem Sachverständigenausschuss für Menschenrechte
    Berichte wie folgt vorlegen:
    a) den ersten Bericht ein Jahr nach dem Inkrafttreten der Charta;
    b) regelmäßige Berichte alle drei Jahre;
    c) Berichte mit den Antworten der Staaten zu den Fragen des Ausschusses.
    2. Der Ausschuss prüft die Berichte, die von den Vertragsstaaten nach Ziffer 1 vorgelegt
    werden.
    3. Der Ausschuss legt dem Ständigen Ausschuss der Arabischen Liga für Menschenrechte
    einen Bericht vor, dem die Auffassungen und Stellungnahmen der Staaten
    beigefügt sind.
    Teil IV
    Artike1 42
    a) Der Generalsekretär der Liga der arabischen Staaten legt diese Charta nach ihrer
    Annahme durch den Rat der Liga den Mitgliedstaaten zur Unterzeichnung und Ratifikation
    beziehungsweise zum Beitritt vor.
    b) Diese Charta tritt zwei Monate nach Hinterlegung der siebenten Ratifikationsoder
    Beitrittsurkunde beim Generalsekretariat der Liga der arabischen Staaten in
    Kraft.
    Artike1 43
    Nach ihrem Inkrafttreten wird diese Charta für jeden Staat zwei Monate nach Hinterlegung
    seiner Ratifikations- oder Beitrittsurkunde beim Generalsekretariat verbindlich.
    Der Generalsekretär unterrichtet die Mitgliedstaaten von der Hinterlegung jeder
    Ratifikations- oder Beitrittsurkunde.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s