kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Somalischer Christ entführt und enthauptet 17. September 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 18:06

Wir vermissen ihn sehr

 
Wieder eine traurige Nachrichten aus Somalia: Im Südwesten des Landes ist ein Christ muslimischer Herkunft entführt und enthauptet worden. Wie der Informationsdienst Compass Direct berichtet, war Juma Nuradin Kamil am 21. August mutmaßlich von Anhängern der radikal-islamischen Gruppe Al Shabaab entführt worden. Nach intensiver Suche fanden Mitglieder seiner Untergrundgemeinde seinen Leichnam am 2. September an einer Straße am Rande der Stadt Hudur (Region Bakool). Seinen Kopf hatten die Täter auf seine Brust gelegt. Kamil war offensichtlich von den Islamisten eine Zeitlang beobachtet worden. Vor drei Jahren war der ehemalige Muslim zum christlichen Glauben gekommen. „Für die Al-Shabaab ist es üblich, diejenigen zu enthaupten, von denen sie annehmen, dass sie Christen geworden sind. Wir vermissen Juma sehr“, so ein örtlicher Gemeindeleiter. Das Hilfswerk Open Doors, das sich weltweit für verfolgte und benachteiligte Christen einsetzt, bittet um Gebet, sowohl für die Familie von Juma Nuradin Kamil als auch für die wenigen einheimischen Christen, die sich nur heimlich treffen können.
 
 
Islamisten wollen strenges islamisches Rechtssystem: Das ostafrikanische Somalia gilt als eines der Länder, in dem Christen extrem gefährdet sind. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt es Platz 5 der Rangliste von Ländern, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. Unter den rund neun Millionen mehrheitlich muslimischen Einwohnern gibt es nur einige einheimische Christen. Sie leben ihren Glauben im Verborgenen. Erst im April dieses Jahres ermordeten Al Shabaab-Kämpfer im Süden von Somalia einen 21-jährigen Christen vor seinem Haus. Hassan Adwe Adan aus Shalambod war ebenfalls ein Christ muslimischer Herkunft. Anfang Januar wurde die 36-jährige Asha Mberwa aus der Ortschaft Warbhingly ebenfalls wegen ihres christlichen Glaubens getötet. Der vierfachen Mutter wurde vor den Augen von Nachbarn die Kehle durchgeschnitten. Erklärtes Ziel radikal-islamischer Al Shabaab-Kämpfer ist es, in Somalia einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Die Terrorgruppe, die Verbindungen zur Al Kaida unterhält, kontrolliert einen Großteil von Südsomalia sowie Teile Zentralsomalias. Sie strebt den Sturz der Übergangsregierung an und will die strenge Anwendung der Scharia (islamisches Rechtssystem) durchsetzen. Zwischen 3.000 und 7.000 Anhänger sollen der Al Shabaab angehören.  

 

 
Für Christen in Somalia hat sich die Situation weiter sehr verschlechtert

Der islamische Fundamentalismus nimmt zu!

 

Die Kämpfe zwischen somalischen islamistischen Milizen und äthiopischen Truppen haben auch zu gestiegener Feindseligkeit gegenüber Christen geführt. Aufgrund ihres Glaubens werden immer wieder Christen von Islamisten entführt und teilweise brutal ermordet. Insbesondere die Al Shabaab-Miliz gewinnt an Stärke und kontrolliert weite Teile des Landes im Süden und sowie auch Teile der Hauptstadt Mogadishu, wie der Angriff auf das somalische Parlament im Mai 2010 zeigt.

 

Keine Religionsfreiheit: In Somalia wird die Religionsfreiheit weder durch die Verfassung noch eine andere gesetzliche Bestimmung  geschützt.  Der Islam ist die offizielle Religion. Der somalische Präsident Sharif Sheik Ahmed hat Anfang März 2009 das islamische Recht, die Scharia, in dem Krisenstaat am Horn von Afrika eingeführt. Er werde auf der Grundlage der Scharia regieren, sagte er nach Medienberichten.

 

Traditionen wahren: Besonders in ländlichen Gebieten Somalia ist der gesellschaftliche Druck stark, die islamische Tradition zu respektieren. In den meisten Regionen bedient man sich traditioneller Formen der Konfliktbewältigung: entweder der weltlichen Schiedsgerichtsbarkeit von Clans oder des islamischen Rechts (Scharia). Von den ethnischen Somalis sind weniger als ein Prozent Christen. Diese praktizieren ihren Glauben im Untergrund. Denn ein „Abfall“ vom Islam gilt als todeswürdiges Verbrechen.

 

Mächtige Clanstrukturen: Die sechs somalischen Hauptclans sind die Darod, Hawiye, Issaq und Dir (alle überwiegend nomadisch) sowie die Rahanweyn und Digil (überwiegend Ackerbauern). Über 95% aller Somalis gehören einem Clan an, der sich einem dieser Stämme zugehörig fühlt. Den zahlenmäßig größten Clan bilden die Darod. Das Hauptsiedlungsgebiet der Darod liegt im Nordosten und im Süden Somalias. Hinter den Darod folgen zahlenmäßig die Hawiye, die hauptsächlich in Zentralsomalia und Mogadishu anzutreffen sind. Als drittgrößter Clan bewohnen die Isaaq den Nordwesten des Landes. Die Dir leben im Nordwesten Somalias an der Grenze zu Djibouti und im Süden des Landes. Die Rahanweyn und die Digil leben als Ackerbauern vor allem im fruchtbaren Südwesten Somalias, Zentrum dieser Clans ist die Stadt Baidoa. {Quelle: www.opendoors-de.org}

 

 

Nicht vergessen!

Gebetstag für verfolgte Christen

 

Gebetsgottesdienste am 13. November – Open Doors verschickt kostenloses Vorbereitungsmaterial

 

Jetzt anmelden und mitmachen: Am Sonntag, dem 13. November, können Hunderte von Kirchengemeinden in Deutschland wieder aktiv verfolgten Christen mit Gebetsgottesdiensten beistehen. Anlass ist der „Weltweite Gebetstag für verfolgte Christen“. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Christen in Eritrea, Pakistan und Algerien. Unterstützt werden teilnehmende Gemeinden dabei vom überkonfessionellen christlichen Hilfswerk Open Doors. Denn ab sofort kann für die Gestaltung eines Gebetsgottesdienstes das umfangreiche Vorbereitungsmaterial bei Open Doors Deutschland (Kelkheim) bestellt werden. Das kostenlose Materialpack inklusive einer DVD enthält kurze Filmclips, Länderinformationen und konkrete Gebetsanliegen sowie eine Unterschriftenaktion zum Schutz der Christen in Algerien.

 

Um Kinder zum Gebet für die Kinder der verfolgten Kirche zu motivieren, gibt es altersgerechtes Kindermaterial (Foto). Das bunt illustrierte Heft mit DVD gibt Gemeindemitarbeitern eine Anleitung für die Gestaltung einer Kinderstunde unter dem Thema „Gott verlässt seine Kinder nie“.  Auch in diesem Jahr wurde es in Kooperation mit der „Kinder-Evangelisations-Bewegung“ (KEB, Breidenbach) erstellt. Es enthält neben einem kompletten Stundenentwurf mit Bildern zu einer biblischen Geschichte auch Gebetskarten und eine Anleitung für das Gebetsspiel „Acht Länder, acht Kinder“. Bestellung des kompletten Gottesdienst-Materialpacks hier… Bestellung Material 

 

Beten ist aktive Hilfe: „Wir rufen Kirchengemeinden deutschlandweit dazu auf, diesen Tag zu nutzen, um vor Gott für Millionen von Glaubensgeschwistern einzutreten“, appelliert Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland (Kelkheim). „Denn verfolgte Christen bitten uns als Erstes um Gebet. Dieser Gebetstag gibt daher die Möglichkeit, als ganze Gemeinde auf diese Bitte zu antworten und fest damit zu rechnen, dass Gott auf Gebet hin handelt.“ Gebet sei somit aktive und konkrete Hilfe. Wann immer die Betroffenen davon erfahren, dass Christen in aller Welt für sie beten, so Rode weiter, sei dies eine ungeheure Ermutigung für die Hunderte von Christen in den Gefangenlagern in Eritrea oder Christen in Pakistan, die Tag für Tag erleben, wegen ihres Glaubens als Bürger zweiter Klasse angegriffen und ausgegrenzt zu werden. Seit vielen Jahren ruft Open Doors gemeinsam mit der „Weltweiten Evangelischen Allianz“ zu dem Gebetstag am 2. Sonntag im November auf. Allein im vergangenen Jahr bestellten rund 1.500 Kirchengemeinden und nahezu 1.200 Kindergruppen das Vorbereitungsmaterial von Open Doors für den Weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen. Alternativ kann der Gebetstag auch an einem anderen Sonntag um den 13. November durchgeführt werden.

 

Pressekontakt: Open Doors – Postfach 1142 – D-65761 Kelkheim

Tel: +49 6195-6767180 – Fax: +49 6195-6767181 – pressebuero@opendoors-de.org

 

 

Kirche arbeitet für Versöhnung

Bischof Ignace Bessi Dogbo aus der Elfenbeinküste besucht KIRCHE IN NOT

 

Hauptaufgabe der katholischen Kirche im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste ist es, nach den blutigen Kämpfen in Folge der Wahlen im Frühjahr 2011 die Versöhnung zwischen den Konfliktparteien zu fördern. Das sagte der Bischof der nordivorischen Diözese Katiola, Ignace Bessi Dogbo, während eines Besuches bei KIRCHE IN NOT in München. Die politische Lage in der Elfenbeinküste habe sich nach seiner Einschätzung seit dem Ende der Kämpfe Mitte April stabilisiert. Allerdings seien viele Ivorer ins Ausland geflohen und hätten nun Angst, bei ihrer Rückkehr aus politischen Gründen inhaftiert zu werden. “Es muss Versöhnung geschehen, damit diese Ängste vertrieben werden”, betonte Dogbo.

 

Wirtschaftlich ist die Elfenbeinküste nach Einschätzung des Bischofs nach wie vor in einer schwierigen Lage. “Während des Krieges wurden alle Banken geschlossen und die Wirtschaft kam zum Erliegen”, sagte er. “Einer der wichtigsten Exportartikel unseres Landes ist der Kakao und dieser konnte monatelang nicht verschifft werden.” Das habe viele Menschen in die Armut gestürzt, in manchen Regionen habe es sogar Hungersnöte gegeben. In seiner Diözese Katiola im Norden des Landes sei es während der neu aufgeflammten Kämpfe im Frühjahr ruhig geblieben, berichtete Dogbo. Allerdings seien die Straßen “voller Flüchtlinge” gewesen. “Früher sind die Menschen in den wirtschaftlich wohlhabenden Süden gezogen, um Arbeit zu finden; jetzt fliehen sie zurück in ihre alte Heimat im Norden”, erklärte er. Vehement wandte sich der Bischof gegen die Behauptung, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Elfenbeinküste religiöse Ursachen gehabt hätten. “Die Ursachen sind rein politischer Natur”, betonte er. “Wir Christen sind eine Religion des Friedens; auch die Muslime des Landes pflegen einen gemäßigten Islam„. Gemeinsam habe man sich erfolgreich gegen eine Instrumentalisierung der Religion für politische Zwecke gewehrt und werde dies auch in Zukunft tun.

 

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