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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Islamische Toleranz in Form vom „Blasphemie-Gesetz“ 16. September 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 23:35

Asia Bibi wurde „ohne Verteidiger“ von einem Gericht zum Tode verurteilt,

„das von islamischen Extremisten beeinflusst war“

 

Lahore – Fidesdienst: Der Fall der 40jährigen Christin Asia Bibi, die in Pakistan zum Tode verurteilt wurde, weist mehrere Schattenseiten auf. Asia wurde von einem Gericht verurteilt „das ganz offensichtlich von islamischen Extremisten beeinflusst wurde“ und dies geschah „aus Gründen persönlicher Rache“. Dabei kam es auch zu offensichtlichen Verfahrensunregelmäßigkeiten: bei den Untersuchungen und Ermittlungen, die die Polizei nach der Erstattung einer ersten Anzeige auf den Weg brachte, stand Asia kein Verteidiger zu Seite: dies allein könnte den Prozess ungültig machen. Dies beklagt das in Karachi angesiedelte Zentrum für muslimische Studien „Jinnah Institute“ in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt. Das nach dem pakistanischen Staatsgründer „Muhammad Ali Jinnah“ benannte Institut zählt auf die Mitarbeit zahlreicher muslimischer Intellektueller und wird von der pakistanischen Parlamentarierin Sherry Rehman geleitet. Die Einrichtung forscht im Bereich der Menschenrechte und in Fragen des Rechtsstaats und setzt sich für den Aufbau eines demokratischen uns säkularen Staates im Sinne des Staatsgründers ein.

 

Die Verlautbarung zum Fall Asia Bibi, die dem Fidesdienst vorliegt, lenkt das Augenmerk erneut auf den Fall der jungen Christin, die seit über einem Jahr im Gefängnis von Sheikhupura in der pakistanischen Provinz Punjab festgehalten wird. Um ihre Freilassung bat auch Papst Benedikt XVI. in einem öffentlichen Appell im November 2010. Der Anwalt, den ihr heute die „Masihi Foundation“ zur Seite stellt, bereitet unterdessen einen Berufungsantrag beim zuständigen Hohen Gericht vor. Zudem gäbe es für die zum Tode Verurteilte auch die Möglichkeit einer Begnadigung durch den Präsidenten. Der Fall Asia Bibi steht auch im Zusammenhang mit den Morden an Salman Taseer, Gouverneur der Provinz Punjab, und von Shabhaz Bhatti, Minister für religiöse Minderheiten, der sich für ihre Freilassung eingesetzt hatte.

 

Wie das Jinnah Institute bekräftigt, war das Verfahren im Fall Asia Bibi von Anfang an mit Unregelmäßigkeiten und Instrumentalisierungen behaftet. Die „Kommission für den Status der Frau“, bestätigt nach einem Gespräch mit Asia Bibi im Gefängnis, dass „nur eine Woche nach dem Zwischenfall, bei dem Asia sich blasphemisch geäußert haben soll, der muslimische Religionsführer Quari Muhammad Salim, mit der Zeugenaussage dreier Frauen die offizielle Anzeige (First Information Report, FIR) auf den Weg bringen konnte, auf deren Grundlage Asia festgenommen wurde“. Innerhalb dieser 8 Tage wurden die Aussagen gegen Asia abgesprochen. Diese Umstände, so das Jinnah Institute, wurden in einem Bericht festgehalten, den Shabhaz Bhatti und Salman Taseer dem pakistanischen Staatsoberhaupt Ali Zardari vorlegten. In dem Bereich wird beklagt, dass „der Richter auf Druck islamischer Extremisten handelte und die tatsächlichen Fakten nicht kannte“. Eine solche Druckausübung sei schädlich für das Justizsystem des Landes, so das Jinnah Institute, das in diesem Zusammenhang auch an den Mord an den Richter des Hohen Gerichts in Latore, Arif Iqbal Bhatti, erinnert, der 1997 ums Leben kam, nachdem er die beiden jungen Christen Salamat und Rehmat Masih freigesprochen hatte, die 1995 in erster Instanz zum Tode verurteilt worden waren.

 

 

Christ fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigt:

Das Gericht fordert ihn auf „das Land zu verlassen“!

 

Lahore  – Fidesdienst: Ein christlicher Lehrer an einer weiterführenden Schule wurde von einem Schüler und mehreren muslimischen Kollegen fälschlicher Weise der Blasphemie beschuldigt. Die Beweggründe waren dabei persönliche Abneigung, Rache und Hass gegenüber Christen. Der Lehrer sah sich gezwungen, seinen Arbeitsplatz zu verlassen und legte Berufung bei Gericht ein, doch die Richter legten ihm nahe „das Land zu verlassen“. Dies berichten Beobachter aus christlichen Kreisen in Punjab dem Fidesdienst, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollen. Der Vorfall, so der Beobachter zum Fidesdienst, sei beispielhaft für die Gewalt und die Diskriminierung, denen Minderheiten in Pakistan im Alltag ausgesetzt sind und erinnerten erneut an das Problem des Missbrauchs des so genannten Blasphemieparagraphen.

 

Der Fall des christlichen Lehrers Javed Masih (Name wurde von der Redaktion geändert) ereignete sich in den vergangenen Tagen in einer Stadt der Provinz Punjab: er wird von Extremisten verfolgt und könnte von diesen jederzeit hingerichtet werden, weshalb er sich an einem geheimen Ort aufhalten muss. Javed ist 40 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Javed unterrichtete an einer staatlichen Schule, die mehrheitlich von muslimischen Schülern besucht wird. Einer diese Schüler, der von Javed mehrmals gerügt worden war, wandte sich an muslimische Lehrer. Gemeinsam mit ihnen heckte er einen Plan aus: sie verbrannten einige Seiten des Koran und beschuldigten Javed dieser Geste. Daraufhin musste er von seiner Stelle als Lehrer zurücktreten, wurde aber weiterhin auch bei sich zu Hause bedroht. Angesichts der drohenden Gefahr zog er mit seiner Familie an einen unbekannten Ort um.

 

Durch ein Gerichtsurteil wollte er die eigene Unschuld bestätigen lassen. Doch das Gericht handelt nicht in seinem Sinne: „Das Gericht hat ihn weder freigesprochen, noch eine Anordnung erlassen, die die Extremisten von weiteren Einschüchterungsversuchen abhält, sondern es wurde ihm nahe gelegt, das Land zu verlassen. Wenn eine Institution, die in Pakistan für Gerechtigkeit sorgen sollte, so etwas tut, ist das paradox. Es ist der Beweis für die Ohnmacht des Systems, dem es nicht gelingt die Rechte religiöser Minderheiten zu schützen. Es ist der Beweis für die Unterordnung der Gerichte unter islamische Extremisten. Es ist ein Beweis dafür, dass der Staat für die Verfolgung unschuldiger Christen Verantwortung trägt, für die Gerechtigkeit weiterhin ein Wunschbild bleibt.“  

 

 

Kommission „Justitia et Pax“ fordert die Entsendung eines UN-Beobachters nach Pakistan:

„Das Blasphemie-Gesetz muss dringend abgeschafft werden“!
 

Lahore – Fidesdienst: Die bischöfliche Kommission „Justitia et Pax“ lädt den Beauftragten der Vereinten Nationen für religiöse Toleranz zu einem Besuch in Pakistan an, der sich dort insbesondere mit dem „Missbrauch und der Gewalt gegen religiöse Minderheiten“ befassen soll. Diese Forderung ist in einem Bericht der Kommission mit dem Titel „Human Rights Monitor 2011“ enthalten, der dem Fidesdienst vorliegt, und der ein alarmierendes Bild von den Bedingungen wiedergibt, unter denen Christen im heutigen Pakistan leben. „Das Jahr 2010-2011 war ein ‚schwarzes’ Jahr für die Minderheiten: man braucht nur an den Mord an Shahbaz Bhatti zu denken. Unterdessen widmen die internationale Staatengemeinschaft und die Medien diesen Fragen ein größeres Augenmerk. Dies gibt Anlass zu Hoffnung, doch es erfordert auch eine fortwährende Überprüfung der Fälle und eine umfassende Recherche: darum bemüht sich die Kommission mit größter Sorgfalt“, so der Sekretär der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, Peter Jacob, zum Fidesdienst.

 

Wie aus dem Bericht (145 Seiten) hervorgeht, der dem Fidesdienst vorliegt, werden religiöse Minderheiten in Pakistan Opfer von religiöser Intoleranz und sozialer Diskriminierung. Es kommt zu Übergriffen auf Kirchen und Institutionen; feindselige religiöse Propaganda schürt Hass, es kommt zu offensichtlichen Verstößen gegen die Religionsfreiheit, Zwangsbekehrungen und Enteignungen. All dies könne geschehen, so die Autoren, weil in Pakistan „Gesetze existieren, die die gegen die Rechte von Minderheiten verstoßen, darunter der Blasphemie-Paragraph“ und weil es oft zu „Machtmissbrauch durch Polizeibeamte und einflussreiche Politiker kommt“.

 

Im Zusammenhang mit dem Blasphemieparagraphen werden mindestens 40 Fälle genannt, in denen Bürger mit Bezug auf den Paragraphen diskriminiert wurden, darunter 15 Christen, 10 Muslime, 7 Hindus und 6 Ahmadi. Zwischen 1986 (Jahr des Inkrafttretens) und 2011 wurden 37 Personen außergerichtlich wegen Blasphemie verfolgt und ermordet, darunter 18 Christen und 16 Muslime. Im selben Zeitraum wurden 1081 Personen wegen Blasphemie angeklagt: darunter 138 Christen, 468 Muslime, 454 Ahmadi und 21 Hindus. Ein besonderer Abschnitt des Berichts ist „Verbrechen gegen Frauen“ gewidmet. Dabei wird das Fehlen einer Politik zu deren sozialer Förderung bemängelt. Insbesondere Frauen aus religiösen Minderheiten würden, als „Objekte“ betrachtet, so die Autoren, und seien oft Opfer von Missbrauch, Vergewaltigung, Entführung und Zwangsehen: der Bericht zählt in diesem Zusammenhang mindestens 15 Beispiele auf.

 

Die Kommission „Justitia et Pax“ fordert von der Regierung deshalb „dringende Änderungen der Gesetze und der Staatspolitik“, die Abschaffung diskriminierender Gesetze und die Garantie „ziviler, sozialer, wirtschaftlicher, kultureller und religiöser Rechte“ und eines Rahmens des Respekts der Menschenrechte. Dabei soll vor allem das Blasphemiegesetz abgeschafft und die Opfer entschädigt werden. Außerdem fordert die Kommission sie Einrichtung einer Menschenrechts- und einer Minderheitenkommission, die die jeweiligen Entwicklungen beobachten sollen. In diesem Sinne bittet die Kommission um die Entsendung eines Sonderbeobachters der Vereinten Nationen nach Pakistan. Schließlich müsse auch das „Bildungssystem in Pakistan verbessert werden“, das bisher die jungen Generationen negativ beeinflusst und zu einer Assimilierung religiöser Minderheiten tendiert.  

{Quelle: www.fides.org}

 

 

Anti-Bekehrungsgesetz – bald auch im Bhutan?

 

Christen wollen Vorurteile abbauen – Direkter Dialog mit Regierung gewünscht

 

Open Doors: Im vorwiegend buddhistisch geprägten Bhutan bleibt weiterhin unklar, ob Christen als religiöse Minderheit anerkannt werden. Laut dem Innen- und Kulturminister Minjur Dorji ist eine offizielle Anerkennung der Christen nicht vorgesehen: „Weder die Verfassung noch das Gesetz für religiöse Organisationen liefert hierfür eine Grundlage“, sagte der Minister gegenüber dem Nachrichtendienst Compass Direct. Bislang hat das Religionsamt nur buddhistische und hinduistische Organisationen anerkannt. Christliche Leiter wünschen sich nun einen direkten Dialog mit der Regierung, um Vorurteile auch aufgrund negativer Medienberichte auszuräumen.

 

Immer wieder hatten inländische Medien Christen Bekehrungsversuche von Bhutanern vorgeworfen. Demnach böten ausländische westliche Christen Bhutanern Geld für einen Glaubenswechsel an. Beobachter gehen davon aus, dass vor einer etwaigen staatlichen Anerkennung der schätzungsweise 16.500 Christen als religiöse Minderheit zunächst eine Verordnung gegen Bekehrungsversuche verabschiedet werden könnte. Im Compass Direct-Gespräch sagte Premierminister Jigmi Yoser Thinley, dass das Christentum ein gutes moralisches, ethisches System zum Funktionieren einer guten Gesellschaft sei. Er selbst habe die meisten Bücher der Bibel gelesen und als Kind jeden Sonntag die Kirche besucht. Doch Bekehrungen zu einer anderen Religion lehnt Thinley ab: „Ich würde weder einen Buddhisten dazu ermutigen, einen Christen zu bekehren, noch umgekehrt.“

 

Anti-Bekehrungs-Gesetz

 

Premier Thinley will den Wechsel der Religion generell verhindern: „Es gibt keinen Grund, warum Christen andere zu ihrem Glauben einladen sollten. Dass es in unserem Land Christen gibt, ist gut; wir sind Verfechter einer kulturellen Vielfalt.“ Doch es sei „die schlimmste Form von Diskriminierung“, wenn Menschen, die einer anderen Religion angehören, andere bekehren wollten. Nach Berichten der staatliche Zeitung „Kuensel“ soll nun ein neuer Abschnitt 463 in das Strafgesetzbuch eingeführt werden. Demnach mache sich jeder Mensch, der andere mit Hilfe falscher Versprechungen oder Bestechung zum Religionswechsel zu überzeugen sucht, strafbar.

 

Vorwürfe ausräumen: Bhutanesische Christen sehen sich unter Generalverdacht und weisen Anschuldigungen der Zwangsbekehrung zurück. „Wir hoffen, dass die Regierung uns eine Chance gibt, uns zu verteidigen“, so ein Gemeindeleiter aus Thimphu, der anonym bleiben möchte. Christen wünschen sich einen direkten Dialog mit der Regierung, um die Vorwürfe auszuräumen. Von vereinzelten inoffiziellen Treffen abgesehen, hat die Regierung bislang noch nicht das Gespräch mit Christen gesucht. „Die Kirche in Bhutan ist nicht mehr im Untergrund; wir kommen ohne Einmischung der Behörden sonntags regelmäßig zusammen“, so ein örtlicher Christ. Doch ein rechtsverbindlicher Status ist für uns unabdingbar. Wir wollen uns aktiv am Aufbau der Nation beteiligen, denn wir lieben unser Land.“

 

Hintergrund: In der nach den ersten freien Wahlen im Jahr 2008 erstellten Verfassung des Königreiches ist zwar Religionsfreiheit vorgesehen. Doch der Buddhismus gilt als das spirituelle Erbe des Landes. Noch nie wurde der christliche Glaube offiziell anerkannt. Christen dürfen keine Kirchen bauen, Versammlungen in Privathäusern etwa zu Gebetsstunden und Gottesdiensten werden zwar toleriert, sind aber offiziell verboten. Das Königreich Bhutan steht auf Platz 14 des Weltverfolgungsindex von Open Doors. 

 

Bitte beten Sie für die Christen in Bhutan,

damit sich bald ihr rechtlicher Status klärt und sie frei ihren Glauben praktizieren können.

Dazu gehören der Bau von Kirchen, das Feiern von Gottesdiensten sowie der freie Zugang zu christlicher Literatur.

 

2 Responses to “Islamische Toleranz in Form vom „Blasphemie-Gesetz“”

  1. Saphiri Says:

    Öffentliche Rezeption

    Die Anklage und der sich über mehrere Monate hinziehende Prozess fand zunächst kaum mediale Resonanz. Nach eigener Aussage berichtete ein christlich orientierter Blog im September 2009 als Erster über den Vorfall.Laut Spiegel Online waren mehrere christliche Organisationen während des Prozesses in das Geschehen involviert. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde der Fall erst nach der Urteilsverkündigung durch einen Bericht des Daily Telegraph vom 9. November 2010 bekannt. Human Rights Watch forderte, den Paragraphen, auf dessen Basis Asia Bibi verurteilt wurde, abzuschaffen.

    Gegenüber der dpa äußerte Shahbaz Bhatti, pakistanischer Minister für Minderheiten, dass Asia Bibi juristisch unterstützt werden solle.[ Markus Löning, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, sagte: „Wir beobachten das Verfahren gegen Asia Bibi sehr genau. Ihre Verurteilung in erster Instanz macht uns große Sorgen. Menschen aufgrund ihres Glaubens strafrechtlich zu verfolgen, sie gar zum Tode zu verurteilen, ist keinesfalls hinnehmbar.

    Papst Benedikt XVI. appellierte am Ende der Generalaudienz am 17. November 2010 an die pakistanische Regierung

    „In diesen Tagen verfolgt die internationale Gemeinschaft mit großer Sorge die schwierige Lage der Christen in Pakistan, die oft Opfer von Gewalt und Diskriminierungen sind“

    „Heute bringe ich meine geistliche Nähe besonders Frau Asia Bibi und ihren Familienangehörigen zum Ausdruck, während ich darum bitte, dass ihr so bald wie möglich wieder ihre volle Freiheit zurückerstattet wird“.

    Mordanschläge im Zusammenhang

  2. Hans Says:

    Rechtsbeugende Richter sind in Pakistan genau so wenig die Ausnahme, wie in Deutschland.


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