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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Athen droht Türken mit militärischer Gewalt 11. September 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:44

Der griechische Vizepremier Theodoros Pangalos hat der Türkei Vergeltung angedroht, sollten türkische Kriegsschiffe versuchen, die demnächst beginnenden Bohrungen in einem Gasfeld vor der zypriotischen Küste zu verhindern. Jeder Angriff gegen Zypern sei ein Angriff gegen Griechenland, sagte Pangalos am Freitag im Parlament in Athen. Der zyprische Präsident Dimitrios Christofias rief laut einem Bericht der zypriotischen Nachrichtenagentur CNA die Armee seines Landes zu „Wachsamkeit und Bereitschaft“ auf.

 

Der Streit um die Ausbeutung von Gasvorkommen vor Zypern ist Teil des Konflikts im östlichen Mittelmeer, den Ankara seit einer Woche mit Strafmaßnahmen und Drohungen gegen Israel anheizt. Israelische Unternehmen beteiligen sich auch an den Gasbohrungen. Öl ins Feuer schüttete am Freitag ein angeblicher Vergeltungsplan des rechtsgerichteten israelischen Außenministers Avigdor Lieberman gegen die Türkei. Nach Informationen des Massenblatts Yedioth Ahronoth schlug Lieberman vor, er könne sich mit Vertretern der kurdischen Untergrundarmee PKK in Europa treffen und über eine mögliche Waffenhilfe beraten. Möglich seien auch Kontakte der israelischen Regierung mit der armenischen Lobby in den USA- mit dem Ziel, eine Anerkennung des Völkermords an den Armeniern im US-Kongress zu erreichen. Dies wäre ein schwerer Schlag gegen die Türkei.
 
 
„Schwerwiegend und ernst“: Der türkische Regierungschef Tayyip Erdogan hatte zuvor in einem Interview mit Al-Jazeera angekündigt, dass die türkische Marine fortan jedes Schiff eskortieren werde, das humanitäre Hilfe für den Gazastreifen liefern wolle. Der israelische Sicherheitsminister Dan Meridor nannte Erdogans Äußerungen „schwerwiegend und ernst“ . Israel hatte 2009 eine Blockade gegen den Gazastreifen verhängt, um Waffenlieferungen an die dort regierende radikale Palästinensergruppe Hamas und deren militante Fraktionen zu unterbinden. Der Bericht einer Untersuchungskommission der Uno zum gewaltsamen Stopp der Gaza-Hilfsflotte durch die israelische Armee im vergangenen Jahr kam zu dem Schluss, dass die Blockade rechtmäßig sei.
 
 
Dies erzürnte die türkische Führung ebenso wie die Weigerung der israelischen Regierung, sich für den Sturm auf das türkische Fährschiff Mavi Marmara zu entschuldigen. Bei dem Angriff auf das Flaggschiff der Hilfsflotte am 31. Mai 2010 erschossen israelische Soldaten acht türkische Aktivisten und einen US-türkischen Bürger. Die Armee habe „unverhältnismäßig und unvernünftig“ gehandelt, hieß es in dem UN-Bericht, der vergangenen Freitag in New York vorgestellt worden war. {Quelle: DER STANDARD, Printausgabe, 10.9.2011 www.derstandard.at – Markus Bernath}
 
 
 
 
 
 

Türkei droht Zypern mit Krieg

 
 
Ausgerechnet der EU-Minister der Türkei will mit einer militärischen Intervention verhindern, dass Zypern Probebohrungen über Erdgasvorkommen im Mittelmeer vornimmt. Der türkische EU-Minister Egemen Bagis hat dem EU-Mitglied Zypern mit einer militärischen Intervention im Streit um Gasvorkommen gedroht. In einem Gespräch mit der regierungsnahen Zeitung „Zaman“ stellte er den Einsatz der türkischen Kriegsmarine in Aussicht, falls Zypern in einigen Wochen wie geplant Probebohrungen über vermuteten Erdgasvorkommen im Mittelmeer vornimmt.
 
 
Auf die Frage der Zeitung, ob die Türkei ihre Marine einsetzen würde, um Bohrversuche vor Zypern zu unterbinden, sagte Bagis: „Das ist es, wofür wir die Marine haben. Wir haben unsere Soldaten dafür trainiert; wir haben die Marine dafür ausgerüstet. Alle Optionen sind auf dem Tisch, alles kann passieren.“ Die Drohung kommt wenige Tage, nachdem Außenminister Ahmet Davutoglu „Vorkehrungen“ ankündigte, „um die Bewegungsfreiheit im östlichen Mittelmeer zu gewährleisten“. Der unmittelbare Gegenstand dieser Äußerung war zunächst die türkische Forderung nach einer Beendigung der israelischen Blockade des Gaza-Streifens, aber die Formulierung wurde von Experten als umfassendere Ankündigung gewertet, die Türkei werde künftig verstärkt ihre Marine in der Region einsetzen, um ihre Interessen durchzusetzen.
 
 
Experte fürchtet „neue türkische Militärdoktrin“: Hugh Pope vom Think Tank „International Crisis Group“ sprach auf Anfrage von „Welt Online“ gar von einer „neuen türkischen Militärdoktrin für das östliche Mittelmeer“, deren Tragweite „wir noch nicht genau verstehen.“ Die neue Drohung von Bagis gegen Zypern muss also gegebenenfalls als Ausdruck einer neuen, offensiveren Ausrichtung der türkischen Außenpolitik in der Region gesehen werden. Gaza und Gas, zwei verschiedene Themen, die aber doch zusammenhängen: Im östlichen Mittelmeer liegt ein riesiges Erdgasvorkommen, das „Levente-Becken“, mit insgesamt schätzungsweise 3,5 Billionen Kubikmetern Erdgas. Vorkommen mit einem geschätzten Wert von vier Milliarden Dollar liegen vor der Küste Gazas. Im Hintergrund aller Konflikte um das kleine Gebiet geht es immer auch um die Frage nach dem Gas. Israel hat bisher zu verhindern gewusst, dass die Vorkommen vor Gaza genutzt werden, denn es betrachtet eine Nutzung durch die Hamas als Bedrohung seiner nationalen Sicherheit.
 
 
Erdgasvorkommen erstrecken sich über Wirtschaftszonen mehrerer Länder: Das Erdgas unter dem Meeresboden heizt die politischen Spannungen an, denn das Becken erstreckt sich über die nur unklar definierten „Wirtschaftszonen“ mehrerer Länder – Israel, Palästina (das in zwei Wochen von der UN als Staat anerkannt werden könnte), Syrien, Libanon, die Türkei und das geteilte Zypern. Israel und Zypern, die beiden Adressaten der beiden türkischen Drohungen der letzten Tage, haben seit anderthalb Jahren eine intensive Kooperation entwickelt, die im vergangenen Dezember zu einer Vereinbarung über den Verlauf der gemeinsamen Seegrenze führte. Letztlich war das ein Abkommen über die Nutzung der Bodenschätze im östlichen Mittelmeer. Nobel Energy, eine Firma, die bereits Lizenzen für die Erforschung und Nutzung der israelischen Gasvorkommen erhielt, soll auch für Zypern bohren. Längerfristig würde Israel Zypern gerne als Knotenpunkt für den Export von Erdgas nach Europa aufbauen. Das kann der Türkei nicht gefallen, die selbst eine Drehscheibe für den Energieexport nach Europa werden will.
 
 
Reaktion auf konfrontativen Kurs gegenüber Israel: Über das Gas hinaus gibt es auch einen militärisch-strategischen Hintergrund. Die neue Partnerschaft zwischen Israel, Griechenland und Zypern ist eine direkte Reaktion auf die Entscheidung der Türkei ab Ende 2008, einen konfrontativen Kurs gegenüber Israel zu verfolgen. Die frühere „strategische Partnerschaft“ zwischen Israel und der Türkei ist Geschichte. Israelische Kampfflugzeuge dürfen beispielsweise nicht mehr im türkischen Luftraum üben.
 
 
Wie aus Freunden Feinde wurden: Die „strategische Partnerschaft“ zwischen Israel und der Türkei galt bis 2009 als Grundelement des Kräftegefüges im Nahen Osten. Dabei waren die Beziehungen immer schon schwierig.
1948: Als erstes muslimisches Land erkennt die Türkei Israel als Staat an. Der Dank sind offene und verdeckte Hilfe für die Türkei durch Israel und seine Unterstützer.
1980: Die Türkei stuft ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel herab, nach der Annexion Ost-Jerusalems. Zwei Wochen später kommt es zum Militärputsch in der Türkei. Erst 1992 werden die Beziehungen wieder normalisiert.
 
1992: Mit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen beginnt die Phase der „strategischen Partnerschaft“ vor allem im militärischen Bereich.
2006-2008: Die Türkei vermittelt auf Bitte Israels mit Syrien, um die Möglichkeiten für direkte Friedensverhandlungen auszuloten.
 
2008: Der israelische Ministerpräsident Olmert besucht den türkischen Regierungschef Erdogan, der ihm anbietet, die letzten Hindernisse für Verhandlungen mit Syrien auf der Stelle telefonisch mit Syriens Herrscher Assad zu beseitigen. Olmert lehnt dankend ab, bittet aber, die Sache weiter zu verfolgen. Am nächsten Tag greift Israel Gaza an – Olmert hatte Erdogan nichts davon verraten, der türkische Premier ist tief gekränkt.
 
2009: Eklat beim Wirtschaftsforum in Davos: Erdogan nennt Israels Präsident Shimon Peres „Kindermörder“ und stürmt vom Podium.
Januar 2010: Der türkische Botschafter in Tel Aviv, Oguz Celikkol, wird ins israelische Außenministerium zitiert, nachdem Erdogan Israel als „Gefahr für den Frieden“ bezeichnet hatte. Er muss ohne Händedruck nach langer Wartezeit auf einem niedrigen Sofa Platz nehmen, während Israels Außenminister Avigdor Lieberman auf einem Stuhl über ihm thront.
 
Mai 2010: Die türkische Organisation IHH, die zur fundamentalistisch-islamischen Bewegung „Milli Görüs“ gehört, will mit einer „Hilfsflotte“ die Blockade Gazas brechen. Neun Türken werden von israelischen Soldaten erschossen.
 
2011: Die Türkei weist den israelischen Botschafter aus und suspendiert alle Militärabkommen. Ministerpräsident Erdogan kündigt eine verstärkte Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer an. Vor diesem Hintergrund vereinbarte Israel eine neue „strategische Partnerschaft“ mit Griechenland und Zypern. Die israelische Regierung hat der Inselrepublik, die sich gegen eine Intervention der türkischen Marine derzeit gar nicht wehren könnte, die Lieferung zweier moderner Kriegsschiffe angeboten. Vor kurzem war die einzige Marinebasis Zyperns von der katastrophalen Explosion eines Munitionslagers fast ganz zerstört worden – Israel will die Basis nun im Rekordtempo wieder aufbauen und modernisieren.
 
 
Streit könnte sich in Konflikt zwischen EU und Türkei ausweiten: Was passiert als nächstes? Hugh Pope denkt, dass es sehr wohl zu einem türkischen Marine-Einsatz kommen wird, wenn Zypern an seiner „unilateralen Entscheidung“ festhält (also ohne die Interessen des türkisch besetzten Nordzypern bzw. der Türkei zu berücksichtigen). „Juristisch hat das EU-Mitglied Zypern natürlich nicht nur jedes Recht, die Bodenschätze seiner Wirtschaftszone auszubeuten – sondern es darf dabei auch diplomatische Unterstützung durch die EU erwarten.“ Mit anderen Worten, der Konflikt um das Gas könnte sich ausweiten zu einem Konflikt zwischen der Türkei und der EU. Ohnehin ist die fehlende Anerkennung Zyperns durch die Türkei der große Stolperstein der türkischen Beitrittskandidatur.
 
 
Streit rückt Wiedervereinigung Zyperns in weite Ferne:  Aber politisch, meint Pope, sei es „verrückt“, was Zypern da macht, denn „es rückt eine Wiedervereinigung der Insel in fast unerreichbare Ferne. Die Türkei sei nun einmal „die große Macht in der Region“. Niemand könne es sich leisten, das außer Acht zu lassen. Ankara werde es sich nicht nehmen lassen, eine Beeinträchtigung seiner Interessen mit aller Macht durchzusetzen. Über den engeren Streit um Gas und Gaza hinaus signalisiert die aggressivere Haltung der Türkei möglicherweise auch eine Kehrtwende ihrer Außenpolitik. Deren Maxime lautete bis vor kurzem „Null Probleme mit den Nachbarn“ – aber seit 2009, sagt Pope, kommt es zu immer neuen Frontstellungen, ohne das die alten Probleme, etwa mit Armenien, gelöst worden wären. {Quelle: www.welt.de}
 
 
 

Endlich! Griechenland will Graben gegen Migranten bauen

 
 
Zehntausende Flüchtlinge drängten vergangenes Jahr über Griechenland nach Europa. Die Regierung verstärkt nun offenbar ihre Grenze: Sie hat einem Bericht zufolge mit dem Bau eines Grabens begonnen. Er soll 30 Meter breit und sieben Meter tief werden.
 
 
Athen: Erst sollte ein Sperrzaun die Menschen abhalten, jetzt wird offenbar auch ein Graben gebaut: Griechenland will so den massenhaften Zustrom von Zuwanderern stoppen, meldet die Athener Zeitung „To Vima“. Der Graben solle entlang des Flusses Evros verlaufen, der die griechisch-türkische Grenze markiert. Die Online-Ausgabe der Zeitung veröffentlichte am Donnerstag eine Karte mit dem Verlauf des Grabens entlang des Evros. 30 Meter breit und sieben Meter tief soll er werden. „To Vima“ meldet, der Graben werde 120 Kilometer lang, andere Medien sprechen offenbar von einer Länge von nur 20 Kilometern. „Der Panzergraben am Evros ist absurd“, sagt der Sprecher der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl. „Solche Aktionen erhöhen den Blutzoll, den Flüchtlinge bezahlen, wenn sie die Grenze passieren.“ Griechenland rüstet die Grenze bereits seit einiger Zeit auf: Ein drei Meter hoher Zaun mit Betonsockel und Wärmebildkameras soll den größten Andrang abhalten.
 
 
Auch die ersten 14,5 Kilometer des neuen Grabens seien bei der Ortschaft Orestiada bereits ausgehoben worden, schreibt „To Vima“. Orestiada, das ist die griechische Provinzmetropole, die von dem Flüchtlingsstrom der vergangenen Monate und Jahre am meisten betroffen ist. Die Polizeidirektion ist zuständig für die Präfektur Evros und damit für gut 90 der 210 Kilometer langen Grenze zwischen der Türkei und Griechenland. Viele Menschen versuchen, über den Evros nach Griechenland und damit in die EU zu schwimmen – und sterben dabei .
 
 
Tod in den Fluten des Evros: Die Zahl der Zuwanderer, die diese Route nach Europa wählen, ist in den vergangenen Jahren rapide angestiegen . Entlang der griechisch-türkischen Grenze hat die europäische Grenzagentur Frontex im vergangenen Jahr rund 48.000 Menschen entdeckt. Doch es sind oft nicht nur illegale Einwanderer, sondern Flüchtlinge. Sie stammen aus Afghanistan, aus dem Irak und den palästinensischen Gebieten – und sind auf der Flucht vor dem Krieg. Seit die Flüchtlingsströme vor den härteren Kontrollen in Spanien und Frankreich nach Osten ausweichen, kommen die Menschen auch aus Nord- und Ostafrika.
 
 
Die Umstände, unter denen sie nach der Ankunft in Griechenland leben müssen, rügte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Januar als menschenunwürdig. Die Straßburger Richter kritisierten die Haft- und Lebensbedingungen für Asylbewerber als „unmenschlich und erniedrigend“. Deutschland, Island, Schweden, Großbritannien und Norwegen stoppten daraufhin aus humanitären Gründen die Rückführung nach Griechenland.
Pro Asyl kritisierte die soziale Situation von Asylsuchenden in Griechenland vor wenigen Tagen erneut scharf: Nach wie vor müssten sie überwiegend auf der Straße leben, weil ihre Anträge auf Asyl nicht angenommen würden. „Die Situation vor der zentral zuständigen Athener Ausländerbehörde ist katastrophal wie eh und je“, erklärte Pro Asyl.
 
 
Insgesamt kamen nach Behördenangaben allein im vergangenen Jahr 128.000 Migranten nach Griechenland. In den vergangenen vier Jahren seien es insgesamt 512.000 gewesen. {Quelle: Spiegel.de }
 
 
 

2 Responses to “Athen droht Türken mit militärischer Gewalt”

  1. Salvaras Says:

    Erdogan spielt den neuen Nasser.

    Statt Panarabismus dieses Mal aber Islamismus.

    Die Europäer schauen weg. Israel muss das lösen wie 1967

  2. soner Says:

    bozkurtssoner

    wir müssen ein Auschwitz in Israel bauen


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