kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Islam und die Kirchen 9. September 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 14:39

Ein Foto-Archiv aus dem türkischen Teil Zyperns

 

Kirchen, welche als Ställe oder Deponien verwendet werden, Klöster, welche zerstört oder in Kasernen umgewandelt wurden, mittelalterlichen Fresken, welche irreparabel beschädigt, weggeschafft und ins Ausland verkauft wurden.


Diese und andere gegen christliche Sakralstätten gerichtete Verwüstungen durch die Türken wurden von Papst Benedikt XVI. in seinem Gespräch mit dem Präsidenten von Zypern Tassos Papadopoulos am 10. November 2006 angeführt, womit der Heilige Vater seine Besorgnis über die „Auslöschung des Christentums“ im nördlichen Teil der Insel zum Ausdruck brachte; dieser Inselteil steht seit 1974 unter türkischer Besatzung. Hier gab es früher etwa 540 christliche Kirchen. Fünfzig von ihnen liegen heute innerhalb von türkischen Militärbasen. Unter den von den Türken zerstörten Denkmälern sind christliche Kirchen der katholischen, protestantischen, maronitischen und armenisch-orthodoxen Konfession wie auch ein jüdischer Friedhof. Eine jüngste Entschließung des Europäischen Parlaments zählt diese Schäden auf, wobei die Schätzungen eher zurückhaltend sind: „Über 133 Kirchen, Kapellen und Klöster im nördlichen Teil Zyperns, der seit 1974 unter der Kontrolle der türkischen Armee steht, wurden geschändet, 78 Kirchen wurden in Moscheen umgewandelt, 28 als militärische Depots und Krankenhäuser verwendet und 13 als Lagerstätten benutzt, wobei unbekannt ist, wohin die ehemals hier befindlichen religiösen Gegenstände verbracht wurden, darunter über 15.000 entwendete Ikonen.“

 

Um ein besseres Verständnis darüber zu vermitteln, was in Zypern passiert ist, veröffentlichen wir hier die meisten Fotos aus einem Foto-Archiv, das die zypriotische Botschaft vor kurzem ausgewählten Journalisten zur Verfügung gestellt hat. Indem wir ausdrücklich betonen möchten, dass die islamische Gebetsstätten im christlichen Teil der Insel sich im besten Zustand befinden, laden wir den Leser ein, sich mit dem Schicksal der christlichen Bauten von 1974 bis heute vertraut zu machen und sich zugleich vorzustellen, wie wohl die islamische Reaktion wäre, wenn muslimische Gebetsstätten eine ähnliche Behandlung erfahren hätten.

 

Kloster Antiphonitis im Dorf St. Ambrosios

Die Ikonen wurden gestohlen und viele der Fresken abgenommen und in den Niederlanden verkauft. Auf einem aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Fresko wurde der Erzengel Michael seines Kopfes beraubt. Die Fresken aus dem fünfzehnten Jahrhunderts, die das Jüngste Gericht darstellten, wurden zerstört. Einige Fresken (das letzte Foto dieser Gruppe) wurden bei Hehlern von Kunstgegenständen in Deutschland sichergestellt.

 

 

 

 

 

 

Kloster Panagia Apsinthiotissa im Land der Synchari

Fotos von einigen der Fresken aus dem späten zwölften Jahrhundert, welche von den Türken nach der Invasion im Jahre 1974 zerkratzt wurden. Der Kopf eines Freskos von St. Ignatius wurde in Deutschland gefunden.

 

 

Armenisches Kloster in Lefkosia

Oder besser gesagt das, was davon übrig blieb…

 

 

 

 

Kloster Avgasida im Dorf Milia

Die mittelalterliche Kirche war mit Fresken aus dem vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert ausgestattet. Die Türken haben alles vollständig zerstört.

 

 

 

Kirche St. Artemon im Dorf Aphaneia

Die Kirche wird derzeit als Getreidelager und Mülldeponie verwendet.

 

 

St. Nikolaos in der Ortschaft Koma tou Gialou, Karpasia

Die Kirche ist mit mittelalterlichen Fresken ausgestattet. Plünderer haben die Köpfe der Heiligen in kleine Stücke zerschnitten und diese im Ausland verkauft.

 

 
 

St. Solomoni in der Ortschaft Koma tou Gialou, Karpasia

Die Fresken aus dem zehnten Jahrhundert wurden zerstört.

 
 

Kloster St. Anastasia Lapethos, Kyrenia

Das Kloster wird heute als Hotel genutzt.

 

Kirche St. Euphemianos in Lysi


Die Türken entfernten die Fresken aus dem 13. Jahrhundert von der Kuppel und Apsis (die letzten beiden Fotos dieser Gruppe) und verkauften sie an die amerikanische de Menil Foundation in Houston, Texas, wo sie noch erhalten sind.

 

 

 

 

Das maronitische Kloster des Propheten Elias in Skylloura

Dieses wichtigste maronitischen Kloster auf der Insel wurde vollständig zerstört. Es dient derzeit als Viehstallung.

 

 

Umwandlung von Klöstern in militärische Anlagen

Zwei Fotos von bekannten Klöstern, welche heute als Militärbasen der türkischen Armee genutzt werden. Das erste Kloster, in Acheiropoietos Karabas, war in frühchristlicher Zeit errichtet worden. Das zweite Kloster, das dem Propheten Elias geweiht war, liegt im Dorf Marathobounos.

 
 

Kirche von Chrysosotiros Chrysiliou, Morphou

Die Kirche wird heute als Leichenhalle bzw. für die Waschung von Toten verwendet.

 

 

Kirche von Panagia Chrysotrimithiotissa, Trimithi

Diese Kirche aus dem zwölften Jahrhunderts wurde von den Türken an Briten verkauft, die daraus eine Kunstgalerie gemacht haben.

 

 
 

Weitere Verwüstungen

 
Mehrere Fotos von Kirchen in dem durch die Türken besetzten Teil Zyperns, welche jetzt als Lagerhallen, Scheunen oder Stallungen genutzt werden, sowie ein Bild von einem christlichen Friedhof, welcher zerstört wurde.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Bitte verbreiten Sie diesen Artikel oder die Fotos weiter – Bilder sprechen mehr als 1000e Worte!
 
 

3 Responses to “Der Islam und die Kirchen”

  1. I.S. Says:

    Zypern,

    die Insel im Mittelmeer, vom Altertum bis in die heutigen Tage kann Sie mit einer großartigen Historie aufwarten, aber auch mit einer gewaltigen Widerstandskraft über die Jahrhunderte hinweg. In den Anfängen des Christentums stand Zypern noch unter dem Einfluss der Götzenverherrlichung bis zur Ankunft der Apostel Paul, Barnabas und Markus zum Beginn des 2. Jahrhunderts, die mit ihren Predigten Gottes Wort verkündeten und den Grundstein der christlichen Kirche legten. Das Werk der Apostel auf Zypern wurde durch ihre Schüler fortgesetzt, die es mit der Gnade Gottes schafften, die apostolische Tradition zu erhalten und sie den kommenden Generationen zu überliefern.

    So wurde Zypern zu einem der wichtigsten christlichen Zentren dieser Epoche. Viele Einsiedler, Mönche und andere Menschen fanden Unterschlupf auf der Insel mit dem Ergebnis, dass Zypern sich mit geistlichen Menschen füllte und heilig wurde mit den vielen heiligen Wesen, die sich hier niederließen oder hier vorüberzogen. Es entsprach der Wirklichkeit, dass Zypern von Historikern und Chronisten als „die Insel der Heiligen“ oder „heilige Insel“ getauft wurde. Dies war kein Zufall oder der Ausdruck einer liebevollen Schwäche für die Insel. Beweis für dieses außergewöhnlich tiefe, geistliche Leben sind hunderte Nonnen und Mönche, bedeutende und unbedeutende, welche sich über die gesamte Insel ausbreiteten.

    Über ihre persönliche Erlösung hinaus, beten die Mönche für alle anderen Gläubigen und gewähren ihnen jede, im Bereich des Möglichen liegende, Hilfe. Darum erwähnt der Historiker Konstantinos Paparigopoulos offen heraus das folgende über das Mönchsdasein: „Im Mönchsdasein gibt es über die persönliche Erlösung hinaus, noch die wichtige Aufgabe anderen Menschen ohne Anbetracht der sozialen Stellung Schutz und Sicherheit zu verschaffen. Noch immer bieten die Klöster sicheren Unterschlupf für Schreiber, Künstler, Wissenschaftler und zeichneten sich als aufsehenerregende Bastionen im nationalen Befreiungskampf aus.“

    Die Klöster Zyperns waren wie die Arche Noah, die während schwerer Zeiten die orthodoxe Religion und das Griechentum wahrte. Sie waren Angelpunkt geistlichen Lebens. Quellen der Zivilisation, Zufluchtsort für Menschen in Trauer und Schmerz, Häfen des Trosts und der Behaglichkeit und sie waren Bildungsstätten. Aber hauptsächlich dienten sie der Hege und Lehre der Heiligkeit.

    und wo stehen wir jetzt?schade um das Christliche Erbe.

  2. Maria statt Scharia Says:

    So „bereichert“ der islam die Welt…

    • I.S. Says:

      So „bereichert“ der islam die Welt…

      aber auch umgekehrt….
      es gibt auch positives zu berichten dazwischen!

      Ich habe (vorige Woche auf dem Kölner Kirchentag) zwei Iraner, die Christen geworden sind, erzählen hören, dass sie sich nie trauen würden, in den Iran zurückzukehre???????????????????????????????

      @@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@

      Die anwesenden zwei Muslime, die einmal katholisch waren, haben ihnen voll zugestimmt und die Pflicht zum Töten getaufter Ex-Muslime scharf verurteilt.

      Muslime müssten sich einfach klar machen, dass man, wenn man sich als Muslim taufen lässt und zu Jesus Christus bekennt, nicht den Gesamtbereich „Islam“ verlässt. Das können sie, wenn sie ihre Religion richtig interpretieren.

      Und sie müssen etwas Individualität zulassen. In ihrer Kultur ist es bis heute undenkbar, dass jemand eine religiöse Entscheidung ohne seine Familie trifft.

      Ich habe vor Jahren auf Zypern eine große Gruppe evangelischer Iraner getroffen, die getrennt auf diese Insel gereist waren, um dort eine Konferenz zu halten, die ihnen im Khoumeni-Land verboten ist. Sie haben erzählt, dass in ihren Familien meist nur die Frauen wissen dürfen, dass sie getaufte Christen geworden sind.

      Meine Erfahrung ist überhaupt die, dass alles gut ginge, wenn im Islam die Frauen das Sagen hätten. Den Männern dort scheint jedes weibliche Element („anima“ in der Tiefenpsychologie) zu fehlen. Das ist der Grund. Kriege werden immer nur von Männern geführt. Ich habe in Bethlehem zur Zeit der harten Kämpfe zwischen Israelis und Arabern an der Grabstätte der Rahel (Gen 35,19f) muslimische, jüdische und (arabische) christlich-orthodoxe Frauen gemeinsam für den Frieden beten sehen, während ihre Männer und Söhne einander auflauern und töten.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s