kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Ich gehe Bäcker“! 7. September 2011

Filed under: Entführung minderjähriger Koptinnen — Knecht Christi @ 21:28

In Berlin-Kreuzberg lassen die Grünen ihre Wähler im Stich. Wer seine Kinder nicht in eine Schule mit 95 Prozent Migrantenanteil schicken möchte, hat Pech gehabt!

 

Als es Familie Unger keinen großen Spaß mehr machte, in Berlin-Kreuzberg zu leben, war ihre älteste Tochter fünf Jahre alt. Bis dahin hatte das Architektenpaar das multikulturelle Flair und die Kneipen im Kiez genossen. Daran änderte auch die Geburt von Jette zunächst nichts. Doch dann, ein paar Jahre später, kroch langsam die Panik in Christian Unger hoch. Zwar befindet sich in der Nähe ihrer Altbauwohnung eine durchaus attraktive staatliche Grundschule: Die Mischung von ausländischen Kindern (60 Prozent) und deutschen Kindern (40 Prozent) ist für Kreuzberger Verhältnisse gut. Die Schulleitung ist engagiert, es gibt einen musischen Schwerpunkt. Doch das Einzugsgebiet dieser Schule hatten die Ungers um einen Straßenzug verpasst. Hingegen stand die Schule in ihrem Einzugsgebiet in miserablem Ruf. Das lag weder am leicht schäbigen Schulgebäude noch am Lehrermangel, sondern daran, dass 95 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben und rund zwei Drittel dieser Kinder aus bildungsfernen Familien kommen. „Wir wollten ja keine Eliteschule“, sagt Unger. „Wir wollten nur, dass unsere Tochter normale Startchancen hat“.

 

In Berlin muss man das Kind an derjenigen Grundschule anmelden, die von der Verwaltung als wohnortnahe Einzugsschule festgelegt wurde. Zwar hat man dann die Möglichkeit, eine Schule in einem anderen Gebiet zu wählen. Das aber muss man begründen, etwa mit einem besonderen Schulschwerpunkt, der für das Kind relevant ist. Der musische Bereich jedoch zählt nicht als Schwerpunkt, und zudem sind attraktive Grundschulen in der Regel so überlaufen, dass für die Eltern kaum Hoffnung besteht, ihr Kind dorthin schicken zu können. Folglich bleiben viele auf die vorgegebene Einzugsschule verwiesen.

 

Die Einzugsschule der Ungers besuchen fast durchweg Kinder, die schlecht Deutsch sprechen. „Die meisten Schüler hier haben noch nie erlebt, dass morgens ein Elternteil zu Arbeit geht“, sagt Unger. Auf so eine Schule wollte die Familie ihr Kind nicht schicken. Also setzten Ungers ihre Tochter auf die Liste der evangelischen Schule Kreuzberg, die ein engagierter Elternkreis zu gründen versuchte. Die Schule sollte die Mischung aus Akademikern und bildungsfernen Familien im Kiez abbilden, der Anteil von Migrantenkindern sollte ein Drittel nicht übersteigen. Das Schulgeld sollte sich auf 50 bis 100 Euro im Monat beschränken und für Kinder aus bedürftigen Familien entfallen. Die Nachfrage war riesig. Doch das Projekt bekam keine politische Unterstützung. Die grüne Bezirksregierung argumentierte, dass eine solche Privatschule zu einer Spaltung führe: Mittelschichtkinder hier, Unterschichtkinder dort.

 

Seit Jahren schon gibt es eine Fluchtbewegung der bildungsinteressierten Familien aus Kreuzberg. Für sie wird es immer schwieriger, ihre Kinder an sozial ausgewogenen Schulen unterzubringen. Die grüne Bezirksregierung verprellt das Kreuzberger Bildungsbürgertum – und so ihre eigenen Wähler: Auch Eltern aus dem linksalternativen Spektrum sprechen mit Blick auf den Anteil der Kinder nicht deutscher Herkunft von „umgekippten Klassen“. Doch Bildungsstadträtin Monika Herrmann (Grüne) bleibt dabei: „Privatschulen“ für Kinder der Mittelschicht solle es in ihrem Kiez nicht geben. Statistisch gesehen gebe es genügend Schulen in Kreuzberg, begründete sie ihre Haltung. Da half auch das Gespräch der verzweifelten Eltern mit dem Grünen-Bundesvorsitzenden Cem Özdemir nichts, der selbst in Kreuzberg mit kleinen Kindern wohnt und das Problem gut versteht. Der bildungspolitische Sprecher Özcan Mutlu fand das Projekt der evangelischen Schule spontan gut. Da sollte sich doch was machen lassen, hieß es. Doch es tat sich nichts.

 

Seit fünf Jahren regiert in Friedrichshain-Kreuzberg ein grüner Bürgermeister, Franz Schulz, der die steigenden Mieten zum Schwerpunkt seines Wahlkampfes gemacht hat. Strengere Auflagen soll es geben, wenn Mietwohnungen zu Eigentum werden sollen. Schulz verweist gern auf die „echte, unbürokratische Bürgerbeteiligung“ im Kiez. Doch beim Thema Schule ist diese Beteiligung offensichtlich nicht sehr willkommen. „Ich möchte selber gestalten können, vor allem dort, wo Dinge nicht vorhanden sind, die mir wichtig sind“, sagt Unger. „Doch wir bekommen nicht nur keine Unterstützung von der Bezirksregierung. Vielmehr wird unser Engagement verhindert“.

 

Auch die Rechtsanwältin Angelika Klein-Beber ist ratlos. Seit sechs Jahren versucht sie, in Kreuzberg eine freie Schule zu gründen. „Die Bezirkspolitik behandelt uns wie Aussätzige. Vier öffentliche Schulgebäude stehen leer. Doch das Kreuzberger Lokalparlament hat beschlossen, freien Schulen diese Gebäude nicht zur Verfügung zu stellen. Ich nenne das Schikane“, sagt Klein-Beber. „Private, gesellschaftliche Initiativen werden verzögert, verhindert, verdammt – gleichzeitig lässt der Staat seine Schulen immer weiter verslummen“.

 

Die Grünen setzten sich nicht konstruktiv mit den Leuten zusammen, die etwas wollen. Lieber ließen sie den Bezirk ausbluten und zwängen die eigenen Wähler in die Illegalität. Dem Bezirksamt ist es längst bekannt, dass sich viele Familien eine Scheinadresse bei Bekannten zulegen, deren Einzugsschule dem Kind eine bessere Sozialprognose bietet. Eine Alternative gibt es nicht – außer dem Weg vors Gericht. Da biss sich auch Max Thomas Mehr, Mitbegründer der „Taz“, die Zähne aus. Für seine Tochter versuchte er, einen Platz an der beliebten Charlotte-Salomon-Schule einzuklagen. Doch die Klage wurde abgelehnt.

 

Vielen Familien bleibt nichts weiter übrig, als zur Einschulung der Kinder den Umzugswagen zu bestellen. „Die Grünen befördern so selbst die separatistischen Tendenzen, die sie anderen vorwerfen“, sagt Klein-Beber. „Wir sprechen ständig mit Grünen, die voll hinter uns stehen – rein privat. Doch die politisch aktiven Kreuzberger Grünen nehmen auf ihre radikale grüne Basis Rücksicht.“ So gebe es praktisch zwei grüne Parteien: Grüne mit Kindern und Grüne ohne Kinder. „Die Grünen mit Kindern“, so Klein-Beber, „denken und handeln exakt wie das Kreuzberger Bürgertum. Die wissen, die graue Multikulti-Theorie ist nicht sonderlich nützlich, wenn die eigenen Kinder in die Schule kommen. Integration finden die gar nicht gut – wenn es die eigenen Kinder sind, die sich auf einem türkisch sprechenden Schulhof integrieren sollen.“ Die Grünen ohne Kinder hingegen hielten wacker die ideologische Fahne hoch und würden besorgten Eltern sozialen Abgrenzungswillen unterstellen.

 

Viele bildungsbewusste Kreuzberger haben genug. Grün, heißt es, sei im Kiez nicht mehr wählbar. Im Berliner Stadt-Magazin „Tip“ – Lektüre des linksliberalen Bildungsbürgertums – erschien jüngst der Abschiedsbrief eines langjährigen Wählers: „Die wohlstandsverwöhnte Ignoranz gegenüber ökonomischen Notwendigkeiten, das Schönlügen der harten Konflikte in der misslungenen Integration von Migranten, die ganze realitätsblinde Selbstgerechtigkeit, der schwer erträgliche Moral-Dünkel – kurz: der nicht unerhebliche Brechreiz-Faktor der Grünen braucht dringend ein Gegengewicht, und zwar eines, das stärker ist als dieses vorpolitische Gutmenschentum“, schreibt der Kreuzberger Peter Laudenbach.

 

Verständnis für das Schulproblem äußerte auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Er würde seine Kinder nicht auf eine Schule in Kreuzberg schicken, sagte er bereits vor einigen Jahren und fügte hinzu: „Ich kann auch jeden verstehen, der sagt, dass er da seine Kinder nicht hinschickt.“ Für eine freie Schulwahl engagiert sich Wowereit trotzdem nicht. Ähnlich doppeldeutig verhalten sich die anderen Parteien. Keiner der Fraktionsvorsitzenden des Kreuzberger Bezirksparlaments hat sein Kind auf einer Schule im Kiez. Wenn nun mal die Migranten in Kreuzberg in der Mehrheit sind, dann müsse man damit leben, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzender Götz Müller.

 

Aber auch immer mehr Migranten wollen ihre Kinder kaum noch auf die staatlichen Kreuzberger Schulen schicken. Der türkische Bildungsträger Tüdesb bietet eine komplette Bildungslaufbahn von der Kita bis zur Hochschule an. Das türkische Privatgymnasium in Berlin Spandau kann sich vor Anmeldungen kaum retten. Auch Kreuzberger Familien nehmen jeden Morgen die Fahrt von rund 15 Kilometern in Kauf. Jette Unger indes kam gemeinsam mit ihrer besten Freundin in die staatliche Einzugsschule. Die beiden Mädchen waren die einzigen beiden deutschen Kinder in ihrer Klasse. Das machte ihnen selbst nichts aus, schließlich gehörten sie zu den Klassenbesten! Die Eltern aber sahen das anders. „Wir merkten, dass Jette viel später flüssig lesen und schreiben lernte als Kinder von befreundeten Familien“, sagt Christian Unger. „Das hat sich locker um ein ganzes Jahr verschoben“.

 

Das achtjährige Mädchen imitierte derweil den Slang ihrer Mitschüler und verkündete morgens am Wochenende: „Ich geh‘ Bäcker!“ Währenddessen, erinnert sich Unger, steckte die Schule alle Energie in das jahrgangsübergreifende Lernen von Schülern der ersten und zweiten Klasse. „Da blieb für deutsche Grammatik nicht mehr genug Zeit.“ Für die Ungers war klar: So kann es nicht weitergehen. Sie meldeten ihr Kind auf der evangelischen Grundschule im Nachbarbezirk Neukölln an – und hatten Glück. Sie bekamen einen Platz. Jette geht jetzt dort in die dritte Klasse. „Seitdem sie dort ist, ist ihr selbst erst klar geworden, wie schwierig es für sie vorher war“.

 

Der Nachbarbezirk Neukölln gilt ebenso als sozialer Brennpunkt wie Kreuzberg. Gegen Widerstände in seiner Partei setzte sich jedoch der Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) durch und bietet bildungsnahen Familien bewusst die Möglichkeit, im Kiez wohnen zu bleiben – trotz Einschulung. „Beim Streit um die Gründung einer evangelischen Schule hatte ich eine andere Sichtweise als das Kreuzberger Bezirksamt“, sagt Buschkowsky. „Aber wer in Kreuzberg unglücklich ist, der kann ja zu uns kommen“.

{Quelle: Welt am Sonntag – Freia Peters}

 

 

Würden wir wie diese Bärin kämpfen ?

 


 

 

9 Responses to “„Ich gehe Bäcker“!”

  1. Wolf Says:

    Sehr guter Artikel, vielleicht merken die betroffenen Bürger jetzt mal endlich, was sie von den links/grünen Genossen zu erwarten und zu halten haben. Ich frage mich nur was noch geschehen muß, bevor der „Michel“ endlich merkt von wem er Hilfe zu erwarten hat und wer ihn im Stich lässt..

    Grün bedeutet nicht für Umwelt, sondern gegen Deutschland und unsere Kultur! Deutsche wacht auf bevor es zu spät ist!

    • Maria Says:

      Es ist schon zu spät.

      • Wolf Says:

        Nein Maria, es ist nie zu spät, solange man noch einen Funken Lebensenergie in seinem Herzen spürt.

        Martin Luther hat treffend gesagt: “ Und wenn ich wüsste daß morgen die Welt untergeht, würde ich Heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

        Diesen Ausspruch des Reformators sollten wir uns verinnerlichen, damit wir nicht in Resignation versinken.

        In diesem Sinne wünsche ich Dir einen ruhigen erholsamen Tag der deutschen Teil-Einheit.

      • G.* Says:

        Gerechtigkeit kann nie zu spät sein .

    • (B)engelchen Says:

      Wolf…..
      Ja leider ist es so,am Anfang dachte ich auch“wow die Grünen sind klasse,für die Umwelt ect“aber nix!
      Sie diskriminieren tatsächlich die eigenen Leute,das ist echt traurig und läßt mich auch ziemlich wütend werden!
      Es ist wirklich so daß sich die Deutschen in ihrem eigenen Land integrieren müssen,die Kinder passen sich den Migranten an und auch den Slang,das ist echt abartig! 😦

      • Wolf Says:

        Ja (B)engelchen, das hast Du sehr treffend angemerkt. man braucht sich nur mal einige Zitate von den Grünen vor Augen halten, dann erkennt man ,wie unmißverständlich sie ihr Vorhaben für dieses Land und sein Volk zum Ausdruck bringen. zum.Beispiel ein Zitat von Jürgen Trittin:“ Deutschland verschwindet jeden Tag mehr und das finde ich einfach großartig.“ Derartige Gesinnungsbekenntnisse gibt es von diesen grünen Staats- und Volksfeinden etliche.
        Tatsächlich handelt es sich bei den Grünen ja auch nur um „grüngetarnte“ Rote, hervorgegangen aus den 68´er Chaoten, ehemaligen DKP- und KBW-Genossen, die diesem Staat und Volk schon immer ablehnend entgegentraten.
        Für den Umweltschutz brauchen wir die Grünen auch nicht, der sollte jedem Bürger oder jeder Partei welche dieses Land und seine Nachkommen liebt eine Selbstverständlichkeit sein.

  2. rhendark0007 Says:

    Wer jemals GRÜN gewählt hat ist selber schuld.
    Schon meine Eltern prägten den Spruch, als die ersten GRÜNEN auftauchten,
    „GRÜNE sind wie Tomaten. Erst Grün dann werden sie immer rot und wenn man nicht aufpasst auch schnell faul.
    Meine Mutter lebt nicht mehr, aber sie hatte immer recht.
    Schon 1939 als sie gegen die Nazis vorging und ins KZ kam und nur mit Glück überlebte.
    Würde sie noch leben, würde sie sagen, Schwarz,+ Rot, +Grün macht= Braun.

    • wolfsattacke Says:

      Wenn man es genau betrachtet, sind die Grünen ja auch „roten Ursprungs“. Das Grün hat man lediglich gewählt, um dem Ganzen einen seriösen Anstrich zu verleihen. 😉 Viele, sehr viele Grüne stammen aus den Reihen der DKP,, des KBW, sowie der Anarcho-Szene.

  3. Gloriosa1950 Says:

    Die Deutschen? Kämpfen für ihre Kinder?
    Die blättern lieber im Urlaubskatalog oder sitzen mit der Bierflasche und der Fresstüte vor der Verblödungsglotze. Selbst Omas und Opas weiden sich größtenteils nur noch an den Kleinen anstatt ihnen den Weg in die Zukunft zu ermöglichen! Die Alten haben noch die Kriegs- und Nachkriegserfahrung – und schweigen bequemerweise! Gefahr – bei uns doch nicht ! Vielleicht „daun dor Welt“ !!!


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