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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Horror in Libyen: Rebellen töten wahllos Schwarze 7. September 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:10

Aus Libyen kommen grausame Nachrichten. Die libyschen Rebellen, die von NATO und westlichen Ländern unterstützt werden, sollen massenweise schwarze Einwanderer zusammentreiben, in provisorische Gefängnisse stecken und sie töten. Das melden internationale Zeitungen. Die Nachrichtenagentur AP berichtet, dass es sich bei all den Tausenden schwarzen Libyern und Schwarzafrikanern um unschuldige zugewanderte Arbeiter handele, die von den Rebellen beschuldigt würden, für den gestürzten Gaddafi zu kämpfen, was jedoch nicht stimme. Bisher sind mindestens 5.000 Männer verhaftet worden, Hunderte wurden getötet. Menschenrechtsgruppen veranschlagen die Zahl deutlich höher. Beobachter von Amnesty International bestätigten die Berichte ebenso wie der Londoner Independent. Im Zentralkrankenhaus von Tripolis seien zum Beispiel »Männer aus den Krankenhausbetten gezerrt und verhaftet worden«. Rebellen hätten auch die Leichen von 30 Schwarzen entsorgt, nachdem sie vor einem behelfsmäßigen Krankenhaus ermordet worden waren.

 

 

Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Jean Ping, erklärte gegenüber der Washington Post, es gäbe unzweideutige Beweise über zahlreiche Vergeltungsmorde. Die Befürchtungen ethnischer Säuberungen durch islamistische Rebellen ist auch der Grund, warum die Afrikanische Union der NATO bei dem libyschen Regimewechsel die Unterstützung verweigerte. Wie vor gut einer Woche bekannt wurde, ist der neue Militärgouverneur der Rebellen in Tripolis, Belhadj, ein ehemaliger hochrangiger al-Qaida-Terrorist und Osama bin Laden-Vertrauter gewesen. Quellen: Prisonplanet / Washington Post / AP  {Quelle: www.info.kopp-verlag.de}

 

 

Bischof Martinelli: „Ich bedauere die Gewalt gegen afrikanische Zuwanderer, Libyen braucht ihre Arbeitskraft“!

 

Rom (Fidesdienst): „Ich glaube, dass Gaddafi irgendwann müde werden wird, nachdem er nun lange Widerstand geleistet und seine Stärke gezeigt hat“, so der Apostolische Vikar von Tripolis, Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli, zum Fidesdienst. Der Bischof, der sich derzeit zur medizinischen Behandlung in Italien aufhält und bald nach Tripolis zurückkehren möchte, kommentiert damit die angebliche Flucht Gaddafis nach Niger. Ein libyscher Militärkonvoi fuhr mit einer Eskorte aus Niamey über die Grenze nach Niger. Wie einheimische und französische Beobachter berichten, ist nicht auszuschließen, dass auch Gaddafi sich unter den flüchtenden Soldaten befindet und vielleicht nach Burkina Faso weiter reisen wird, wo die Regierung ihm diplomatisches Asyl angeboten hat. „Die Entwicklung ist nicht einfach vorherzusehen, es kann sein, dass es zu einer Absprache mit der libyschen Übergangsbehörde kommt. Doch es scheint mir als ob es Anzeichen für tatsächliche Friedensbemühungen gibt“, so Bischof Martinelli weitern.

 

Unterdessen berichtet die internationale Presse, wie bereits die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, von verschiedenen Episoden der Gewalt gegenüber afrikanischen Gastarbeitern in Libyen. „Dies bedauere ich sehr, denn diese armen afrikanischen Gastarbeiter sind auf der einen oder auf der anderen Seite immer wieder Zielscheibe der Gewalt“, so Bischof Martinelli. „Ich weiß nicht, wer für die Gewalt gegen die Afrikaner verantwortlich ist, ob es die neuen Behörden oder unkontrollierte ‚Säuberungseinheiten sind. Die Afrikaner leisten im Land wichtige Dienste, denn sie sind sich für nichts zu schade. Es trifft zu, dass sie auch als Söldner eingesetzt wurden, doch die meisten von ihnen arbeiten als Zivilisten und werden auch im neuen Libyen unverzichtbar sein“, so der Apostolische Vikar von Tripolis. „Sicher ist, dass diese Episoden zeigen, dass die Sicherheit im Land nicht überall gewährleistet ist. Die Übergangsbehörde betont jedoch immer wieder, dass die Sicherheit zu ihren Prioritäten gehört. Wir werden beobachten, wie sich die künftige Versöhnung gestalten wird. Ich hoffe das Beste“.

 

 

 Libyen nach Gaddafi: Wie mächtig werden die Islamisten?

 

Ehemaliger Allahskrieger ist Militärchef in der Hauptstadt Tripolis Bundesinnenministerium warnt vor Terrorgefahr

 

Abdelhakim Belhadsch hatte enge Kontakte zu den Taliban und al Qaida – jetzt ist er der Militärkommandeur in Tripolis

Abdelhakim Belhadsch hatte enge Kontakte zu den Taliban und al Qaida – jetzt ist er der Militärkommandeur in Tripolis

 

Abdelhakim Belhadsch hatte enge Kontakte zu den Taliban und Al-Kaida – jetzt ist er der Militärkommandeur in Tripolis – Als sich das Volk gegen Diktator Muammar Gaddafi erhob, mischten sich auch ehemalige Al-Kaida-Kämpfer und Ex-Taliban-Anhänger unter die Aufständischen. Sie sind noch da. Sie wollen an der Macht im neuen Libyen beteiligt werden. Das Bundesinnenministerium warnt angesichts der chaotischen Zustände in Libyen davor, dass Waffen in die Hände islamistischer Terroristen gelangen könnten.

 

WELCHE MACHT HABEN DIE ISLAMISTEN? Ausgerechnet einer mit Taliban-Hintergrund, Al-Qaida-Kontakten und CIA-Foltererfahrung ist der neue Militärkommandeur in Tripolis: Abdel Hakim Belhadsch (45) stürmte vor gut einer Woche mit seinen Truppen den schwer beschützten Militärkomplex Bab Al-Asisija in Tripolis. Die Belohnung: Der langjährige islamische Gotteskrieger wurde zum Chef des Militärrats ernennt.

 

VOM GOTTESKRIEGER ZUM VERBÜNDETEN: Bei dem Namen läuten in den westlichen Hauptstädten noch immer die Warnglocken: Abdelhakim Belhadsch gehörte früher zur Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG), die 20 Jahre gegen das Gaddafi-Regime kämpfte und mindestens drei Mordversuche unternahm. Die LIFG hatte nach einem Bericht der US-Denkfabrik Brookings enge Kontakte zu den Terroristen von al-Qaida und den Taliban.

 

1998 floh Belhadsch nach Afghanistan, verschwand dort nach den 11.-September-Bombardements der Amerikaner und wurde nach eigenen Angaben 2004 vom US-Geheimdienst CIA geschnappt. Er sei ein paar Tage gefoltert worden, erzählte der studierte Bauingenieur der „New York Times“. Aber noch schlimmer sei für ihn gewesen, dass er nach Libyen ausgewiesen wurde. Dort saß er sechs Jahre in Haft, drei davon sah er kein Tageslicht. 2010 schloss er dann einen Hanadel mit dem Gaddafi-Regime: Freiheit für das Abschwören des bewaffneten Kampfes.

 

MODERATE TÖNE: Jetzt gehört Abdelhakim Belhadsch zu den Gesichtern der Revolution in Libyen und er gibt sich moderat. Rache lehnt er ab, die Rebellentruppe will er eine eine reguläre Armee oder Polizeitruppe eingliedern. Der Westen hört das gerne. Es gibt aber auch Berichte, wonach Belhadsch auch deshalb befördert wurde, damit er permanent auf dem Radar des Nationalen Übergangsrates ist. Die US-Denkfabrik Brookings beschreibt drei Szenarien über einen möglichen Umgang mit den Islamisten: Eine Wiedereingliederung ins System, in den Polizei- und Sicherheitsapparat, was aber auch von der Anzahl der Betroffenen abhängt. Für Sicherheits- und Geheimdienstleute schwierig. Sie müssten mit ehemaligen Terroristen zusammenarbeiten. Einbeziehung ins politische System. Klingt leicht, ist es nicht. Den bewaffneten Islamisten wurde jahrzehntelang eingetrichtert, dass Demokratie Teufelszeug ist. Die denkbar ungünstigste Entwicklung: Moderate und säkulare Gruppen geraten mit den Islamisten aneinander. Selbst der kleinste Bürgerkrieg mit dem Zweck, Fundamentalisten aus dem Land zu werfen, wäre – so die Analyse – ein Desaster für Libyen.

 

TERRORGEFAHR: Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche warnte im „Tagesspiegel“: Sollten Waffen in die Hände der Gruppe „al Qaida im islamischen Maghreb“ (Aqmi) geraten, werde für Nordafrika „die Gefahr von Anschlägen und Entführungen noch zunehmen“. Es sei die Pflicht der Bundesregierung, die Übergangsregierung in Libyen zu unterstützen, damit das Land stabilisiert werde. {Quelle:  Bild.de}

 

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