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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erdogan kündigt verstärkte Militärpräsenz an 7. September 2011

Filed under: Nachrichten — Knecht Christi @ 20:32

Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat angesichts des Konflikts mit Israel eine verstärkte Militärpräsenz seines Landes im östlichen Mittelmeer angekündigt. Zudem sagte Erdogan in seiner ersten Äußerung seit der jüngsten Eskalation, er erwäge während seines für nächste Woche geplanten Ägypten-Reise einen Besuch in dem von Israel abgeriegelten Gazastreifen. Im Konflikt mit Israel hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan eine verstärkte Militärpräsenz seines Landes im östlichen Mittelmeer angekündigt. Die türkische Marine werde sich dort ab sofort „sehr häufig“ zeigen, sagte Erdogan am Dienstag. Israel sah trotz des Streits um eine Entschuldigung für den Tod von türkischen Aktivisten bei der Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte keinen Bruch in den Beziehungen.

 

Israel habe sich aufgeführt wie ein „verzogenes Kind“, „Staatsterror“ betrieben und geglaubt, dass dies immer so weitergehen könne, sagte Erdogan vor Journalisten in Istanbul. Er bekräftigte, dass die Türkei die militärischen, verteidigungs- und handelspolitischen Beziehungen zu Israel „vollkommen“ auf Eis lege. Einer seiner Berater stellte aber klar, dass dies nicht den Handel allgemein, sondern lediglich die Rüstungsindustrie betreffe. Zudem sagte Erdogan in seiner ersten Äußerung seit der jüngsten Eskalation, er erwäge während seines für nächste Woche geplanten Ägypten-Reise einen Besuch in dem von Israel abgeriegelten Gazastreifen. Solch ein Abstecher könnte die Spannungen zwischen beiden Ländern noch verschärfen, da im Gazastreifen die radikalislamische Hamas herrscht. Von dort werden regelmäßig Raketen auf Israel gefeuert, die meist israelische Luftangriffe zur Folge haben.

 

Die Türkei hatte am Freitag den israelischen Botschafter ausgewiesen und die Militärkooperation mit Israel auf Eis gelegt. Grund war ein UN-Bericht zur Erstürmung des türkischen Schiffs „Mavi Marmara“ im Mai 2010 durch israelische Soldaten, bei der neun türkische Aktivisten getötet wurden. Der Einsatz wird in dem UN-Bericht als „exzessiv“ und „unverhältnismäßig“ kritisiert. Zugleich wird die Seeblockade des Gazastreifens durch Israel aber als legal bewertet.

 

Ankara verlangt eine Entschuldigung für den Vorfall und hat die Veröffentlichung des Berichts als letzte Chance dazu bezeichnet. Die israelische Regierung lehnte eine Entschuldigung aber wiederholt ab. „Wir müssen einen Ausweg für diese Krise finden, indem wir den Handlungsspielraum nutzen, der bleibt“, sagte der für politische und Sicherheitsfragen zuständige Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums, Amos Gilad, dem israelischen Rundfunk. Gilad warnte die Regierung in Ankara, sie habe „viel zu verlieren bei einer extremistischen Politik“. Dennoch sah er „keinen Bruch mit der Türkei“. „Der Beweis ist, dass unser Militärattaché in Ankara auf seinem Posten bleibt und die konsularischen Dienste weiter arbeiten“, sagte Gilad. {Quelle: Focus Online}

 

 

Lebewohl, Ankara

 

Von Daniel Pipes- Englischer Originaltext: Goodbye AnkaraÜbersetzung: H. Eiteneier

 

Einen Botschafter auszuweisen ist das diplomatische Äquivalent einer Ehefrau, die ihren Mann aus dem Schlafzimmer auf das Sofa Wohnzimmer verbannt. Es mag nur vorübergehend sein, aber es schmerzt. Ankaras heutige Entscheidung den israelischen Botschafter rauszuwerfen (der ohnehin in ein paar Tagen gegangen wäre), signalisiert wahrscheinlich mehr als eine flüchtige Entfremdung. Zum einen, weil es auch die Beziehungen um fünf Ebenen der diplomatischen Ränge in der Botschaft herunterfährt, alle Militärabkommen außer Kraft setzt und vielleicht feindselige Schritte bezüglich Wirtschaft, Diplomatie und Sicherheit fördert. Zum zweiten, weil das in eine tiefgreifende Neuorientierung der türkischen Außenpolitik passt, die derzeit erfolgt und mit der sie sich vom Westen ab- und einer islamistischen Perspektive zuwendet, die dem ähnelt, aber subtiler ist, als das, was aus Riyadh und Teheran kommt.

 

Obwohl ich enttäuscht und betrübt von der in der Türkei stattfindenden Verschiebung bin – erst vor einem Jahrzehnt sah ich sie als Modell der Moderne und der Moderation, der andere Muslime folgen könnten – bin ich doch auch zufrieden zu sehen, dass der israelische Abgesandte seine Koffer packt und Ankara verlässt, denn dieses kleine Drama hilft jedem, der bezüglich Recep Tayyip Erdoğan und der AKP immer noch kurzsichtig ist, zu verstehen, wie stark sie die Türkei als einen dem Westen feindlich gesinnten Staat repositionieren. Ich habe früher schon die Auffassung vertreten und wiederhole sie hier: Da sie kein Verbündeter mehr ist, ist es an der Zeit die türkischen Regierung aus der NATO-Allianz aufzuheben oder zumindest außer Kraft zu setzen.

 

4 Responses to “Erdogan kündigt verstärkte Militärpräsenz an”

  1. Saphiri Says:

    Wir wollen, dass das Recht auf der ganzen Welt herrscht.

    Dies ist unsere größte Mission. Wir werden uns wie die Osmanen,
    ——————————————————————————————-

    die sich damals von einer kleinen Volksgruppe zu einer Weltmacht entwickelt haben, zu einer globalen Weltmacht entwickeln.

    Wir haben alles, was man als Traum bezeichnet hat, in kurzer Zeit verwirklicht. Wir werden nie von unseren Zielen abweichen und immer versuchen sie zu errreichen. Die Türkei hat sich in der letzten Periode auch wirtschaftlich sehr gut erholt und die Krisen überwunden

    . Jetzt nehmen wir keine Anleihe mehr an. Wir produzieren unsere eigenen Waffensysteme und unsere Verteidigungsindustrie entwickelt sich in einer positiven Direktion.“ Quelle

    Das ist ganz klar und unmißverständlich das politische Ziel der AKP und anderer türkischer Kreise für die kommenden Jahre. Sicher ist schon jetzt, daß die Gewalt gegen Frauen in der Türkei um 1400% zugenommen, seit die AKP regiert, und die WELT befürchtet in einem Artikel vom 6. Juni 2011 einen islamistisch-faschistischen Staat.

    ———————————————————————————–

    Die Türkei muss raus aus der NATO. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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    ————————————————–

    Und sie darf niemals in die EU.

    ——————————————————–
    Dass die gegenwärtige deutsche Regierung die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt hat und trotz der absoluten Inkompatibilität der islamischen Türkei mit den europäischen Grundwerten weiter an einer zukünftigen Mitgliedschaft dieses fundamentislamischen Landes

    in der EU festhält,

    ist – neben ihrer Gleichgültigkeit der Islamisierung Deutschlands – ein Skandal historischen Ausmaßes.

    Deutschland und die EU brauchen endlich Politiker, die den Mut haben,
    ————————————————————————————

    diesen Schritt zu tun.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    ——————————————————–

    Mit aller Entschlossenheit. Und ohne sich durch die zu erwartenden türkischen Drohungen im Vorfeld einschüchtern zu lassen.

    Unser westlich-freiheitliches System ist tausendmal besser als alles,
    was uns die Türkei und der Islam zu bieten haben.

    Wer dies nicht erkennt, hat in der Politik nichts verloren!!!!!!
    und rausgwählt damit schnellstens…
    —————————————————————————–.

    Es sei denn, er macht – wie Clausia Roth selbst über sich sagt –

    offen Politik für die Türkei. Und solche Politiker Verräter !!!!
    ————————————————————————-

    An IHREM VOLK , IHRER KULTUR und der GESCHICHTE
    des Abendlandes.
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    ……………….—————————————————————————–
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    —————————————————————————————-

  2. Saphiri Says:

    Zitat: stammt vom Türken Erdogan—

    Nicht nur Erdogan, sondern auch der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sind schon öfters durch Größenwahn aufgefallen. Im letzten Wahlkampf ließ letzterer verlauten, daß es das größte Ziel sei, die Türkei bis zum 100. Jahrestag der Gründung der Türkischen Republik, also 2023, wieder zur großen Weltmacht zu machen. Er liegt damit voll auf Erdogans Linie, der unter der obigen “Weltkarte des zukünftigen türkischen Imperiums” (Foto oben) im letzten Jahr eine ähnliche Rede hielt. Lassen wir aber Davutoglu selbst zu Wort kommen:

    „Wir wollen, dass das Recht auf der ganzen Welt herrscht. Dies ist unsere größte Mission. Wir werden uns wie die Osmanen, die sich damals von einer kleinen Volksgruppe zu einer Weltmacht entwickelt haben, zu einer globalen Weltmacht entwickeln. Wir haben alles, was man als Traum bezeichnet hat, in kurzer Zeit verwirklicht. Wir werden nie von unseren Zielen abweichen und immer versuchen sie zu errreichen. Die Türkei hat sich in der letzten Periode auch wirtschaftlich sehr gut erholt und die Krisen überwunden. Jetzt nehmen wir keine Anleihe mehr an. Wir produzieren unsere eigenen Waffensysteme und unsere Verteidigungsindustrie entwickelt sich in einer positiven Direktion.“

  3. Erich Foltyn Says:

    die Militärpräsenz kostet viel Geld und er kann nichts damit machen, als seine eigenen Leute davon abzuhalten, mit Booten in den Gaza-Streifen zu fahren und dort Unfug zu stiften. Weil Krieg anzufangen ist eine andere Sache als auf dem Meer herum zu fahren.

  4. Saphiri Says:

    Tummeln nicht schon iranische Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer? Durch den SuezKanal flux eingeschifft, nachdem Mubarak entmachtet wurde?

    Seit dem ägyptischen Frühling, also Befreiung von der Unterdrückung des Judenhasses?


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