kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

DER 11. SEPTEMBER 2001 – TEIL 2 7. September 2011

Filed under: Werte für Jugend — Knecht Christi @ 17:40

„Nine/eleven“: Wer in den USA aber auch darüber hinaus, dieses Kürzel ausspricht, weiß, wovon er spricht:

vom Anschlag auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001.

 

Zwischen 08:46 und 10:03 Uhr werden vier Passagierflugzeuge von Terroristen entführt.  Zwei Maschinen werden in die beiden Türme des World Trade Centers in New York gesteuert, ein weiteres in das US-Verteidigungsministerium (das „Pentagon“) in Washington. Das vierte Flugzeug stürzt auf einem Feld in Somerset County, Pennsylvania, ab. Viele Menschen weltweit erinnern sich auch zehn Jahre danach noch sehr gut an die tragischen Ereignisse jenes Tages. Vor allem die Angehörigen und Freunde der fast 3000 Opfer.

 

Nachdem Ihr auf meinen ersten Artikel keinen einzigen Kommentar schriebt,  möchte ich Euch heute ein paar Reaktionen meiner Glaubensgeschwister zum 10. Jahrestag des 11. September 2001 schreiben: Schwester Kilian machte mit Familie Urlaub auf Mallorca.  „Die ganze Ferienanlage war im Ausnahmezustand. Es gab Schweigeminuten, das Animationsprogramm wurde unterbrochen.“  Einige Tage später reisten sie zurück und benötigten „Stunden, bis wir durch den Zoll waren“.

 

 „Wir haben noch am 10. September das World Trade Center (WTC) besucht und die Aussicht über Manhattan genossen“, erzählt  Schwester Christa. Beim Frühstück am nächsten Morgen sahen sie im Fernsehen, wie Rauch aus dem WTC aufstieg. Minuten später wurde es mucksmäuschenstill im Restaurant. Eine Frau sprang auf und schrie, sie müsse ihren Mann anrufen, der im WTC eine Konferenz habe. „Wir packten unsere Sachen und fuhren raus aus New York. Lange saßen wir im Wagen und sprachen kein Wort. Wir waren damit beschäftigt, das zu verstehen, was da vor sich ging“, erinnert sich Schwester Christa.

 

Schwester Irene brachte ihren Reisepass zur Post, „weil ich ein Visum für eine Reise benötigte.“  Zwei Wochen später erhielt sie ein Schreiben vom Auswärtigen Amt. Die Behörde riet aus Sicherheitsgründen von der Reise ab. „Wir verlebten unseren Urlaub an der Ostsee“, erinnert sich Bruder Walter. „Auf einem Parkplatz hörten wir im Autoradio die Nachricht von den Anschlägen.“  Schwester Vera berichtet über einen Freund ihrer Kinder, der in einem Hochhaus nahe der Unglücksstelle in New York arbeitete. Er mailte einen Tag später, wie er alles erlebt hatte. „Wir hatten großes Glück; haben viele Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Wissen nicht, wann wir in die Büros zurückkehren können. Die Stimmung ist schrecklich. In meiner Nachbarschaft sind viele weinende Menschen, die um Angehörige hoffen und beten.“ Betäubt, erstarrt, aufgewühlt nahmen die Glaubensschwestern Silke, Steffi und Hannelore am Abend jenes 11. Septembers in Berlin  an einer Chorprobe teil. „Erst das Gebet unseres Priesters brachte Frieden und Ruhe ins Herz.“ Doch bis heute bleibt das Geschehen in tiefer Erinnerung.

 

Seit jenem 11. September beschleicht Schwester Hedwig „oft ein ungutes Gefühl, wenn ein Flugzeug über unser Wohngebiet fliegt“.  Bis heute betet sie für die vielen Opfer und fragt sich: „Können die vielen Seelen Frieden finden“? Die Anschläge in den USA bescherten Bruder Klaus einen langen Arbeitstag. „Ich arbeitete in München als Sachbearbeiter für Luftsicherheitsangelegenheiten. Nach den Anschlägen mussten wir die Sicherheitsmaßnahmen erhöhen. Als ich mich für eine kurze Ruhepause zurückziehen konnte, fing ich bitterlich an zu weinen. Ich bekam die Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Unter Tränen betete ich für die Opfer.

 

Schwester Sarah hörte die Nachricht an ihrem Arbeitsplatz. Wenig später schickte ihre Chefin alle Mitarbeiter nach Hause. „Ich denke vor allem an jene Frauen und Männer, die als Rettungskräfte ums Leben kamen und an jene Passagiere, die das Flugzeug in Pennsylvania zum Absturz brachten, bevor es das Weiße Haus in Washington erreichen konnte“. Bruder Roger arbeitete in einem Hochhaus in New Jersey am Ufer des Hudson Rivers. „Ich kannte einige Geschwister, die im WTC und Umgebung arbeiteten und betete für sie“.  Später erfuhr er, dass von den rund 200 Geschwistern keiner verletzt oder getötet wurde. „Einige schrien, andere beteten, die meisten starrten ungläubig in den Fernseher und fragten sich: Wie konnte so etwas geschehen?, erinnert sich Priester Joe. Was ihn besonders bewegte: die Welle der Hilfsbereitschaft und das Zusammenrücken der amerikanischen Bevölkerung.

 

Schwester Hanna hatte neun Tage vor den Anschlägen ihr erstes Kind, einen Jungen zur Welt gebracht. „Als ich die Fernsehbilder sah, fragte ich mich, in welche Welt habe ich mein Kind geboren?“ Ihr Sohn freut sich nun riesig auf seinen 10. Geburtstag. Schwester Rebecca besuchte am 11. September 2001 einen Fortbildungskurs. „Plötzlich wurde unsere Lehrerin rausgerufen, kam wieder und erklärte uns, was geschehen sei. Der Unterricht war beendet“.  Bruder Robert war in South Carolina. “Als ich den Fernseher einschaltete und die Bilder sah, dachte ich, es sei  ein Film.“  Er schaltete um – und sah dieselben Bilder. „Noch heute werde ich bei jedem Landeanflug und Blick auf die Skyline von Manhattan an jenen Tag und an die Opfer erinnert“. Geschwister Müller hielten sich zu einem Studienaufenthalt in Süditalien auf. „Beim Betrachten der Bilder dachte ich: „Wie kann man so etwas Grausames für die Fernsehunterhaltung schreiben und filmen?“, sagt Schwester Müller. „Doch als wir realisierten, das geschieht wirklich, brachen wir in Tränen aus“. Bruder Hans und Schwester Hilde befanden sich auf Ausflugsfahrten. „Alle Teilnehmer waren entsetzt und geschockt“, schildern sie.  

 

Nochmals unsere  Bitte an alle Leserinnen und Leser  dieses Artikels: Schildern Sie uns, was Sie empfunden haben an jenem 11. September 2001. Wo und wie haben Sie von der Katastrophe erfahren? Wir freuen uns schon auf Ihren Kommentar.  Hier unten gibt es sehr viel Platz.

Eure Bella Ella

 

One Response to “DER 11. SEPTEMBER 2001 – TEIL 2”

  1. Lilly H. 12 Says:

    Hallo ich bin lilly..heute ist der 12.9.2014 ich bin heute 12 Jahre alt und werde morgen 13!! Als unsere englischlehrerin fast in tränen ausbrach als sie vom 11. September erzählte dachte ich nur an die vielen Menschen die an diesem Tag starben. Als ich gestern von der schule kam und meine Schwester weinend vor mir stand, sah ich gleich wieder die Bilder .. meine Schwester sagte : “ mein bester freund ist gestorben ..er wurde vom Zug erfasst .!“ Ich musste nach dieser Nachricht auch weinen .. Ich stelle jetzt immer an meinem Geburtstag 2 große Kerzen auf ..eine für die vielen Opfer und eine für den besten freund.😣😢 ich habe zwar den 11 September nicht wirklich mit erlebt aber ich habe soviel gehört und gelesen und gesehen .. als sei es Al wäre ich dort gewesen .. seit diesem Tag sind meiner Meinung nach viele Menschen noch ängstlicher geworden..ich werde diesen Tag niemals vergessen und ich werde immer an die verstorbenen denken


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