kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nubier brennen das Rathaus in Assuan nieder 5. September 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 23:18

Die Beduinen verlangen ihre Unabhängigkeit und wollen Sinai, Arisch und Rafah zu ihrem eignen Territorium erklären. Daher versuchen sie unter Führung der Moslembrüder das ganze Gebiet zu einem islamischen Kalifat zu erklären. Auch die Nubier wollen sich wie die Christen im Südsudan von Ägypten trennen. Sie sprechen eigene Sprache und führen ein ganz anderes Leben als der Rest der Ägypter, was Kultur und Sitten anbelangt. Seit dem Rücktritt Mubaraks denken sowohl die Beduinen als auch die Nubier, dass sie durchziehen können, was jahrelang verweigert wurde. Nicht nur sie allein sind diejenige, die es mit ganzer Kraft versuchen, den Käfig zu verlassen, sondern alle Ägypter: Opposition, Bewegungen, Jugend und Frauen.

 


Doch so leicht ist es nicht, wie viele sich das vorstellen. Dazu sagt man nur: „Der Schein trügt“! Es stimmt, dass Mubaraks Regime der Vergangenheit angehört und sogar zum Schein im Gefängnis sitzt. Allerdings heißt das alles noch lange nicht, dass jeder machen kann, was er will. Wenn schon, dann nach Absprache mit Militärrat, der alle Marionetten zum Tanzen bringt, obwohl er selber die Marionette der Mächtigen ist, deren Identität man nicht enthüllt.

 

Am gestrigen Sonntag versammelten sich etwa 2000 Nubier, wie die ägyptische Zeitung Aljom Alsabaä berichtete, vor dem Rathaus in Assuan. Sie schleuderten erst Steine gegen die Büros vom Gouverneur und anderen Verantwortlichen. Dann stürmte der Mob das Gebäude und legte Feuer an, bis man wie im Video sah, wie die Rauchwolken aus allen Büros steigen. Warum die friedlichen Nubier durchdrehten, wurde damit begründet, dass der Gouverneur Mustafa Alsayyed anordnete, ihre Proteste zu beenden. Man entfernte das Zelt, welches sie in dem Garten schlugen, der gegenüber dem Rathaus liegt. Man brachte die protestierenden Nubier zum Durchdrehen, als man die Bäume, Gras und Blumen begießen wollte, was kein Wunder bei der brühenden Hitze (50 Grad im Schatten) ist. Das alles passt zu den Nubiern eigentlich nicht. Denn wie ich sie kenne, sind sie friedlich und gutherzig, fast wie die Kopten.

 

 

Mein Gefühl sagt mir, dass entweder die Moslembrüder die Nubier anstachelten, wie sie hinter den Unruhen in Tunesien, Libyen, Jemen, Jordanien, Marokko, Syrien und Bahrain stecken, oder der Militärrat steckt dahinter, um der Außenwelt zu zeigen, dass Ägypten außer Kontrolle geraten würde. Da kommen die Generäle der ägyptischen Armee – aber nicht ohne Moslembrüder – und erretten das chaotische Land. Möge Christus Ägypten und die ganze Region vor allen Gefahren und Heimsuchungen schützen und allen Ländern Frieden schenken.

 

 

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