kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Philippinen: Millionen von Rosenkränzen für die Welt 3. September 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 14:54

Erstaunliche Gebetsaktionen im katholischen Asien: „Diese Kampagne will unsere Jugend lehren, dass Gebet die Welt verändern kann“, sagt ein Erzbischof.

 

Manila (kath.net/Zenit): „Eine Million Rosen für die Welt“ (A Million Roses for the World) – diese große Gebetsaktion ist derzeit auf den Philippinen in Vorbereitung: Während 200 Tagen sollen eine Million Philippinos täglich einen Rosenkranz für eine bestimmte Nation beten, für den Frieden in der Welt. Die Aktion, offen für alle Philippinos in und außerhalb des Landes, beginnt am 7. Oktober 2011, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, und endet am 31. Mai 2012, zum Gedenken der „Frau aller Völker“ (deren Erscheinungen in Amsterdam vom Ortsbischof am 31. Mai 2002 anerkannt wurden). Die Philippinen haben 94 Millionen Einwohner, rund 82% davon sind Katholiken, das sind rund 77 Millionen.

 

Bischof Nereo Odchimar, Vorsitzender der philippinischen Bischofskonferenz, lobte die Kampagne: Mit einer Million friedliebender Philippinos, die gemeinsam beten, “können wir Frieden für die Welt erbitten aus den Händen des guten Herrn und seiner Mutter”. Organisiert wird die Aktion von der “Family Rosary Crusade“. Für jede Nation der Welt ist ein Datum vorgesehen: Das Gebet für für Österreich am 27. März, für Deutschland am 12. April 2012 und für die Schweiz am 14. Mai. Zu einer ähnlichen Rosenkranz-Aktion in Schulen des ganzen Landes rief Erzbischof Socrates Villegas von Lingayen-Dagupan auf: „1,1 am 11.11.“ heißt die Aktion und meint, dass Schüler und Studenten katholischer Einrichtungen am 11. November 2011 um 11 Uhr gemeinsam 1.100.000 Rosenkränze beten.

 

„Diese Kampagne will unsere Jugend lehren, dass Gebet die Welt verändern kann und Menschen, die beten, das Schicksal von Menschen ändern können”, sagte der Erzbischof. „Tatsächlich kann es keinen Weltfrieden geben ohne Gebet“. Diese Aktionen passen übrigens zur aktuellen Missionsgebetsmeinung des Papstes für September 2011: „Dass christliche Gemeinden überall auf dem asiatischen Kontinent das Evangelium begeistert verkünden und die Schönheit und Freude des Glaubens bezeugen.“ Ebenfalls passend dazu die allgemeine Gebetsmeinung: „Für alle Lehrer, dass sie die Liebe zur Wahrheit vermitteln und die Schüler zu wahren moralischen und geistlichen Werten erziehen“.

 

Indische Christen: bisher keine Gerechtigkeit nach Verfolgungen

 

Nach den Verfolgungen in Orissa im Jahr 2008 mit hundert Toten, nach Vergewaltigungen und Flucht, haben die Christen im indischen Bundesstaat Orissa bisher kein Recht vor den Behörden gefunden – Verzögerungstaktik der Regierung

 
Cuttack (kath.net): Indische Christen beklagen sich, dass ihnen nach den schweren Verfolgungen im Bundesstaat Orissa im Jahr 2008 nur schleppend Gerechtigkeit von staatlicher Seite widerfahre. Tatsächlich hat nun sogar der Oberste Gerichtshof Indiens die Nationale Kommission für Menschenrechte zu einem Bericht über die Situation und die Wiedereingliederung der Flüchtlinge innerhalb von sechs Monaten aufgefordert. Außerdem hat der Gerichtshof die Regierung von Orissa wegen der Verzögerungen bei Entschädigungszahlungen an die Opfer kritisiert. Dies berichtete der Fidesdienst.

 

In einem Gespräch mit Fidesdienst schilderte P. Dibakar Parichha, Priester und Anwalt der Diözese Cuttack-Bhubaneswar, der die Prozesse direkt verfolgt, dass die Reaktion der Regierung und der Gerichte „viel zu schwach“ ist. „Zu viele Schuldige sind auf freiem Fuß, zu viele Verbrechen wie Morde und Vergewaltigungen sind immer noch ungestraft geblieben.“ Die Christen, berichtet der katholische Geistliche, „sind entmutigt und fühlen sich von den Institutionen im Stich gelassen: es ist dringend notwendig, dass die Justiz auf Bundesebene ihre Rechte garantiert und schützt“.

 

Die Welle der Gewalt forderte damals 100 Tote und betraf 54.000 Menschen in 415 Dörfern, die zur Flucht und Evakuierung gezwungen waren. Gemäß den bei Fidesdienst eingegangenen Daten der örtlichen Kirche kam es zu mindestens 6.000 Fällen von niedergebrannten und zerstörten Wohnungen. Über 3.232 Fälle von Gewalt wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht (aufgrund des Einschüchterungsklimas etwa die Hälfte); die Polizei hat offiziell 828 registriert. Bei nur 327 von diesen 828 Fällen kam es zu einem Gerichtsverfahren, 749 Personen wurden festgenommen. Die Vorinstanzen haben bereits 639 freigesprochen und nur 19 Mordprozesse endeten mit einer Verurteilung. Rund 1.597 Angreifer wurden identifiziert und dann wieder freigesetzt, während Tausende andere noch nicht einmal von der Polizei kontaktiert wurden.

 

 

Kasachstan: protestantischer Prediger ausgewiesen

 

Kasachstan ist in den vergangenen Jahren nicht gerade dafür bekannt, dass dort der freien Religionsausübung aller Glaubensrichtungen eine Heimat bereitet wird. Wie jetzt bekannt wird, hat sich ein weiterer Fall von zweifelhafter, pseudolegaler, staatlicher Verfolgung ereignet. In der Stadt Arkalyk, gelegen in der nördlichen Region Kostanai, wurde Mitte August 2011 der Prediger einer protestantischen Gemeinde mitsamt seiner Familie ausgewiesen. Leonid Pan, russischer Staatsbürger und seit 15 Jahren legal im Lande, wurde die Verlängerung seines Aufenthalts-Statusses durch die Migrations-Polizei Kasachstans verweigert. Leonid Pan ist seit 2005 mit einer Kasachin verheiratet und hat eine zweijährige Tochter. Er predigt regelmäßig, aber unbezahlt in der „Licht der Liebe“-Kirche.

 

Nun werfen ihm die Behörden vor, er habe ihnen eine Tätigkeit als „Leiter der religiösen Vereinigung Gnade-Licht der Liebe“ verschwiegen und verwiesen ihn des Landes. Mitglieder seiner staatlich registrierten, legalen Gemeinde, die aus Sicherheitsgründen ungenannt bleiben wollen, sagten „Forum18″: „Wie kann die Migrationspolizei, ohne ein gültiges Gerichtsurteil, von Leonid verlangen, das Land zu verlassen“?

 

Diese Maßnahme gegen Leonid Pan ist im Rahmen von verstärkten Bemühungen kasachischer Behörden zu sehen, die Möglichkeiten von Bürgern anderer Staaten, sich an religiösen Aktivitäten im Lande zu beteiligen, einzuschränken bzw. unmöglich zu machen. Dieser Trend dürfte sich in Zukunft verstärken, da ein Gesetzesentwurf, welcher in eine derartige Richtung geht, noch in diesem Jahr im kasachischen Parlament diskutiert werden wird. Der Fall von Leonid Pan ist kein Einzelfall, denn auch gegen Viktor Leven, Mitglied einer unregistrierten Baptisten-Kirche in der Region Akmola, hat bereits seine Ausweisungsorder bekommen. Leven, der von 1992 bis 2000 in Deutschland lebte und unsere Staatsbürgerschaft besitzt, droht seit 2009 die Deportation, wenn auch die Behörden diese noch nicht ausgeführt haben. Immerhin wurden ihm bereits alle Personaldokumente abgenommen, bis auf seinen kasachischen Führerschein. (Quelle: „forum18.org“ vom 01. September 2011) – www.gebetskreis.wordpress.com

 

 

Bangladesh: illegale Hausenteignung bei Christen

 

Bablu Biswas aus dem Dorf Christianpara im Gopalganj Distrikt, wurde im Juli seines Hauses beraubt, als ihn ein lokaler Politiker der regierenden „Awami-Liga“-Partei aus seinem Haus drängte. Bablu Biswas, 35, erzählt die Ereignisse so, dass der Sohn des regionalen AL-Funktionärs (die in Bangladesh regierende „Awami Liga“ ist eine fast ausschließlich von Muslimen gebildete Gruppierung) Raja Miah Batu, namens Sohel Miah, ihn in Begleitung von mehreren anderen Muslimen dazu aufforderte, sein Haus zu verlassen, da er es gekauft hätte. Biswas hat es jedoch niemandem verkauft.

 

{Sie forderten mich am 25. Juni (2011, Anm. des Übersetzers) zum ersten Male dazu auf, mein Haus zu verlassen. Am 17. Juli kamen sie wieder, drohten mir, ich müsse das Haus verlassen, weil sie mich anderenfalls zwangsräumen lassen würden. Sie machten falsche Angaben für die Zwangsräumung und behaupteten, sie hätten das Haus gekauft. Gewaltsam besetzten sie mein Haus am 23. Juli}. Noch am 17. Juli 2011 hatte Bablu Biswas sein Haus bereits aus Angst vor gewaltsamer Enteignung verlassen und war bei Bekannten untergekommen. Er brachte den Vorgang jedoch bei der Polizei zur Anzeige (wegen „illegaler Hausbesetzung“), was geradezu absurde Folgen haben sollte. Die Polizei, wie immer in Konfliktfällen zwischen Muslimen und Christen, wenn sie in mehrheitlich islamischen Ländern stattfinden, setzte ein „Treffen zur gütlichen Beilegung“ des Streitfalles an, statt gegen den Muslim-Funktionärssohn zu ermitteln.

 

Solche „Versöhnungs“-Treffen kennen wir aus Ägypten leider schon zur Genüge. Dort werden sie nur „pro forma“ angesetzt, damit sich staatliche Behörden keine Vorwürfe einseitiger Begünstigung machen lassen müssen. Dort im Land am Nil gehen diese Treffen aber mit beinahe 100%iger Quote immer zu Ungunsten der Christen aus. Das Treffen in der Polizeistation, an dem 12 christliche Leiter der Region teilnahmen, verlief keinesfalls versöhnlich. Ein anwesender Geistlicher, Leiter der St. Mothuranath Assembly of God Church, beschreibt das Treffen mit den Mitgliedern der AL-Partei folgendermaßen: {Die Einstellung der politischen Anführer war so, dass wir (Christen, Anm. d. Übersetzers) alles akzeptieren sollten, was sie sagten. Wenn wir gegen irgendetwas argumentierten, wurden sie wütend. An einem bestimmten Punkt der Gespräche, begann Miah damit, einen unserer älteren Pastoren zu schubsen. Er schubste ihn mehrfach hart und schlug ihm schließlich vor aller Augen auf die Nase}.

 

Die Faust als muslimische Argumentationshilfe ist ja auch hierzulande nicht völlig unbekannt. Nach dieser Tat der Körperverletzung verließen die Christen in jedem Fall die Gespräche und das Polizeigebäude. Aber noch auf dem Gelände der Polizeistation wurde ein weiterer Ältester, Mitul Bala aus der „Kirche des Nazareners“, von Miah und seinen Begleitern geschlagen, weil er sich über die Aggressivität der Muslime beschwerte. Christliche Leiter riefen daraufhin zu Demonstrationen gegen die Willkür der AL-Partei und ihrer Mitglieder auf. Der Mitinitiator, Reverend Samuel S. Bala, sagte dazu: Wenn sie uns in einer Polizeistation (ungehindert, Anm. d. Übersetzers) schlagen können, dann können sie alles mit uns tun. Wo bekommen wir dann Schutz her?

 

Nachdem einige Hundert örtliche Christen gegen die Zustände demonstriert hatten, wurde schließlich am 02. August 2011 Sohel Miah verhaftet, jedoch laut Augenzeugenberichten noch am selben Tag wieder freigelassen. Das Haus von Bablu Biswas soll derzeit wieder im Besitz von Bablu sein, der Verantwortliche für all die Unruhe, Sohel Miah, kommt jedoch vermutlich straflos davon. Eine Verquickung von Korruption, Verachtung für Christen und Arroganz der Macht wird sicher dafür sorgen. Was können wir trotzdem aus dieser Sache lernen? Wenn die Christen alles unwidersprochen hingenommen hätten, wäre Bablu Biswas heute obdachlos. Selbst in Ländern, wo das Wort „Rechtsstaat“ keinerlei Bedeutung hat, können Proteste für grundlegende Rechte oder doch zumindest für eine Behandlung mit Respekt manchmal etwas bewirken. Wenn wir Christen hierzulande uns dessen mal immer bewusst wären, würden wir viel weniger Dinge „einfach so“ hinnehmen und uns für Dinge (und nicht immer nur „gegen“ etwas wie Stuttgart 21) engagieren und unsere Interessen klarer definieren und wahrzunehmen suchen. (Quelle: „compass directnews“ vom 29. August 2011) – {Berliner Gebetskreis – Verfolgte Kirche – www.gebetskreis.wordpress.com}

 

 

Polizei nimmt 24 Christen fest

 

Eritrea: Aufenthaltsort der Studenten unbekannt – In Eritrea sind Christen Tag für Tag dem Risiko ausgesetzt, aufgrund ihres Glaubens festgenommen und in Lagerhaft zu kommen. Etwa, wenn sie sich in Privathäusern zum Gebet versammeln oder einer unabhängigen Gemeinde angehören. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfahren hat, wurden am 13. August in der Hauptstadt Asmara 24 Christen bei einer Hausdurchsuchung festgenommen. Die Gruppe gehörte zur staatlich nicht anerkannten Hausgemeinde „Kirche des lebendigen Gottes“. Die 13 Frauen und 11 Männer, überwiegend Studenten der Universität von Mai-Nefhi, hatten sich zu einem Gebetstreffen in einem Privathaus getroffen. Wo sie gefangen sind, ist derzeit unbekannt.

 

Weltweit beten: Immer wieder erhält Open Doors besorgniserregende Nachrichten über die Situation der Christen in dem abgeschotteten Land. Eritrea steht auf Platz 12 des Weltverfolgungsindex. Die Liste zeigt an, wo Christen am stärksten verfolgt und benachteiligt werden. Das diktatorische Regime hält an seinem scharfen Kurs gegen Christen, die sich außerhalb staatlich genehmigter Kirchen versammeln, fest. Wie einheimische Kirchenleiter berichteten, sind derzeit nahezu 1.500 Christen in Militärlagern, unterirdischen Zellen und Frachtcontainern eingesperrt. Dort sind sie Folter und Misshand-lung ausgesetzt. Mindestens 18 Christen sind seit 2002 in Lagerhaft verstorben. Um den Christen im Untergrund und in den Gefängnissen weltweite Anteilnahme und Solidarität zu zeigen für sie zu beten. {Quelle: www.opendoors-de.org – www.eann.de}

 

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