kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gnade auch für inhaftierte Christen walten lassen 29. August 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 14:13

Übliche Gefangenen-Entlassung zum Ramadan nicht nur auf Muslime anwenden

 

Frankfurt am Main (29. August 2011):  Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) appelliert an die „Organisation der Islamischen Konferenz“, ihre 57 Mitgliedsstaaten anzuhalten, bei der Freilassung Gefangener zum Ende des Ramadan auch aus Gewissens- und Glaubensgründen Inhaftierte freizulassen und nicht vor unterschiedlicher Religionszugehörigkeit haltzumachen. Dies sei ein wesentlicher Beitrag zum weltweit notwendigen Religionsfrieden und ein Zeichen der Offenheit für Demokratie und der Bereitschaft zur Achtung der Menschenrechte gerade in Zeiten stürmischer Veränderungen in den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens.

 

Die IGFM erinnerte die ägyptische Übergangsregierung an die sechs Brüder der christlichen Familie Morris Ghattas, die am 22. Januar 2009 zu drei Jahren Arbeitslager und 2100 Dollar Buße verurteilt worden waren, weil sie während des Ramadan des Jahres 2008 ihr Straßencafé in Port Said geöffnet hielten. Nach Auffassung der Richter seien damit Muslime verleitet worden, gegen das islamische Ess- und Trinkverbot zu verstoßen. Das Urteil ist nach wie vor heftig umstritten, da es nach ägyptischem Recht nicht vorgeschrieben ist, im islamischen Fastenmonat Ramadan tagsüber Cafés und Restaurants zu schließen. Die Freilassung sähe die IGFM  als ein Zeichen der Toleranz gegenüber der bedrohten christlichen Minderheit und als eine bemerkenswerte Geste der Übergangsregierung.

 

Die IGFM mahnte die pakistanische Regierung, die zum Tode verurteilte Christin Asiya Bibi freizulassen. Die Tagelöhnerin und Mutter von fünf Töchtern aus Itanwali nahe der Millionenstadt Lahore war von islamischen Arbeitskolleginnen der Beleidigung des Propheten Mohammed beschuldigt worden und wurde am 7. November 2010 zum Tode verurteilt. Sie ist die erste Frau in Pakistan, die wegen angeblicher Blasphemie hingerichtet werden soll. Der am 16. Februar 2011 im Raum Faisalabad inhaftierten Christin Agnes Nuggo droht das gleiche Schicksal. Sie wurde im Streit um ein Grundstück von ihrem muslimischen Nachbarn beschuldigt, den Propheten Mohammed und den Islam beleidigt zu haben. Ebenfalls Opfer fragwürdiger Umstände wurden u.a.  die nach dem Blasphemie-Paragrafen verurteilten Christen Rehmat Masih (Bezirksgefängnis Faisalabad) und Menschenrechtler Hector Aleem (Islamabad).

 

Im Iran erwartet Pastor Youcef Nadarkhani die Hinrichtung durch den Strang. Er war am 22. September 2010 durch das Revolutionsgericht in Rasht wegen „Abfalls vom Islam“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehren“ zum Tode verurteilt worden. Da das Urteil letztinstanzlich bestätigt wurde, kann es jederzeit vollstreckt werden. Die IGFM erinnert auch an den im Iran 2010 zu Unrecht aus religiösen Gründen inhaftierten Pastor Vahik Abamian.

 

Der Herrscher von Dubai Scheich Mohammad Bin Rashid Al Maktoum hatte angekündigt, zum diesjährigen Ramadan 620 Gefangene zu begnadigen, die palästinensische Regierung hat im diesjährigen Ramadan 63 Häftlingen in die Freiheit entlassen. 

 
Die IGFM fordert die islamischen Staaten auf, den von ihren Regierungen oftmals unterzeichneten Internationalen Pakt für bürgerliche und politische Rechte und seine Grundsätze zur Religionsfreiheit zu achten und die wegen Inanspruchnahme ihrer Religionsfreiheit inhaftierten Gefangenen jetzt freizulassen. {Weitere Informationen unter: www.igfm.de}

 

 

Deutsche Technik im Einsatz gegen Demokratiebewegungen

 

Verfolgung von Onlineaktivisten ein internationales Phänomen

 

Frankfurt am Main (29. August 2011): Dank deutscher Technik von Unternehmen, wie z.B. Trovicor GmbH aus München, geraten Twitteraktivisten in autoritären Staaten verstärkt in den Fokus des Regimes, kritisiert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Iran, Ägypten, Bahrain, Kuwait und viele weitere Länder gehen massiv und mit brutaler Gewalt gegen Twitterer vor. Systematische Verfolgung, hohe Haftstrafen und exorbitante Kautionen sind festen Bestandteil staatlicher Terrorkampagnen zur Einschüchterung der Zivilgesellschaft geworden. Insbesondere durch Einsatz vom Ausland bereitgestellter hochtechnologischer Software werden in den Verfolgerstaaten Nachrichten zu ihren Urhebern zurückverfolgt und diese „dingfest“ gemacht. „Besonders erschreckend ist die Tatsache, dass auch viele deutsche Unternehmen notwendige Technologien liefern – Deutschland ist wieder einmal Helfershelfer “, kritisiert Martin Lessenthin, Vorstandssprecher de IGFM.

 

Das vormals zu Nokia-Siemens gehörende Unternehmen Trovicor mit Hauptsitz in München wird aktuell als eines der wichtigsten deutschen Hersteller entsprechender Software gehandelt. Mit Niederlassungen in Dubai, Islamabad und Kuala Lumpur ist es für diesen Handel perfekt aufgestellt – “um die Welt zu einem sicheren Ort zu machen“, wie das Unternehmen sagt. Wie zum Beispiel in Bahrain, dessen Regime vehement gegen Online-Aktivisten vorgeht. Der Twitterer Nabeel Rajab ist das bekannteste Beispiel für staatliche Zensur und Repression. Dank der Überwachungstechnologie „made in Germany“ wird bahrainischen Behörden ermöglicht, Online-Aktivisten aufzuspüren. Gemäß verlässlichen Quellen wurde Trovicor-Software im Bahrain eingesetzt, um friedliche Demonstranten aufzuspüren. Kuwait und diverse andere arabische Staaten stehen dem in nichts nach.

 

Der aktuell wohl bekanntesten vom ägyptischen Staat verfolgten Twitteraktivistin Asmaa Mahfouz steht ein Gerichtsverfahren vor einem Militärgericht bevor. Ihr wird vorgeworfen, das Militär „beleidigt“ zu haben. Nach eigener Aussage kritisierte sie jedoch nur das Nichteingreifen des Militärs zum Schutz von Teilnehmern bei Protest-Kundgebungen am 23. Juli 2011. Nach Zahlung einer Kaution von 20.000 ägyptischen Pfund (etwa 2.300 Euro) befindet sie sich vorübergehend auf freiem Fuß. Mahfouz stellt jedoch nur den aktuellsten Fall einer massiven Einschüchterungskampagne durch das ägyptische Militär dar. Schätzungen zufolge wurden seit Anfang 2011 über 10.000 Zivilisten, darunter viele Blogger und Twitterer, von Militärgerichten zu teilweise hohen Haftstrafen verurteilt.

 

Nach Meinung der IGFM werden Blogger und Online-Aktivisten massiv verfolgt, um jegliche Demokratiebestrebungen in der Gesellschaft im Keime zu ersticken. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht in diesen Vorkommnissen eine „erschreckende Entwicklung: Insbesondere die Bereitstellung von Überwachungssoftware durch deutsche Unternehmen muss beendet werden“.

 

Medienpreis 2011: „Keine Toleranz den neuen Zensoren – Diktatoren fürchten Internet und Twitter“

 

Auch in diesem Jahr schreibt die IGFM ihren Medienpreis aus. Er steht unter dem Titel „Keine Toleranz den neuen Zensoren“ und macht damit auf die aktuelle Entwicklung der Zensur und Unterdrückung der Journalisten und Onlineredakteure aufmerksam. So soll die neue Zensur stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Auf Grund der bedrückenden aktuellen Entwicklungen ist dies dringend notwendig.

 

{Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter: www.igfm.de/Menschenrechte-in-AEgypten.575.0.html

 „Keine Toleranz den neuen Zensoren – Diktatoren fürchten Internet und Twitter – IGFM Medienpreis Menschenrechte 2011!“
Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2011, weitere Infos: http://www.igfm.de/Detailansicht.384+M5f1a821aab6.0.html}

 

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