kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Unfug im Weißen Haus 23. August 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:03

Das Weiße Haus betrieb letzte Woche zwei heimliche Schachzüge, die die amateurhafte, betrügerische Nahostpolitik der Obama-Administration schmerzhaft offen legte.

 

Der erste Fall betrifft das heikle Thema des Rechtsstatus Jerusalems im amerikanischen Recht. 1947 entschieden die Vereinten Nationen, die heilige Stadt sei ein corpus separatum (Latein für abgetrennte Einheit) und nicht Teil irgendeines Staates. Nach all den Jahren und trotz vieler Veränderungen bleibt die US-Politik dabei, dass Jerusalem eine eigene Einheit darstellt. Sie ignoriert, dass die Regierung Israels 1950 Westjerusalem und 1980 ganz Jerusalem zu seiner Hauptstadt erklärte. Die Exekutive ignoriert sogar US-Gesetze aus den Jahren 1995 (die den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem fordert) und 2002 (die fordert, dass US-Dokumente in Jerusalem geborene Amerikaner als in Israel geboren anerkennen). Stattdessen besteht sie darauf, dass die Stellung der Stadt durch Diplomatie entschieden wird.

 

In Anfechtung dieser Politik verlangten die amerikanischen Eltern des in Jerusalem geborenen Menachem Zivotofsky in dessen Namen, dass seine Geburtsurkunde und sein Reisepass ihn als in Israel geboren ausweisen. Als das Außenministerium sich weigerte, reichten die Eltern Klage ein; ihr Fall ging bis zum Obersten Gerichtshof der USA. Die Dinge begannen am 4. August interessant zu werden, als Rick Richman von der New York Sun feststellte: „Das Weiße Haus gibt auf seiner Internetseite zu, dass Jerusalem in Israel liegt – genauso das Außenministerium und die CIA auf den ihren“, was die Argumentationsweise der Regierung untergrabe. Richman zeigte drei Erwähnungen von „Jerusalem, Israel“ in den Beschreibungen von Bildern auf der Internetseite des Weißen Hauses auf, die zur Reise von Joe Biden im März 2010 eingestellt waren: „Vizepräsident Joe Biden lacht mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres in Jerusalem, Israel“, „Vizepräsident Joe Biden trifft den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu in Jerusalem, Israel“ und „Vizepräsident Joe Biden frühstückt mit dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair … in Jerusalem, Israel“. Richman erachtete diese Wortwahl als potenzielle „Schlüsselbeweise“ gegen die Darstellung der Regierung.

 

Um 15.22 Uhr am 9. August wiederholte Daniel Halper vom Weekly Standard Richmans Standpunkt, indem er das erste dieser Bilder postete. Zwei Stunden und vier Minuten später, um 17.25 Uhr, berichtete Halper: „Das Weiße Haus ist offenbar seine Internetseite durchgegangen und hat jeglichen Hinweis darauf gelöscht, dass Jerusalem in Israel liegt.“ Die neue Bildbeschreibung lautete: „Vizepräsident Joe Biden lacht mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres in Jerusalem.“ Jemand aus der Belegschaft des Weißen Hauses hatte sich etwas ausgedacht und gehandelt. James Taranto vermerkte dazu im Wall Street Journal, dass er oberste Gerichtshof solche Possen nicht sonderlich positiv betrachtet.

 

Die zweite Täuschung betrifft die Gästeliste für das Iftar-Dinner (Fastenbrechen im Ramadan) im Weißen Haus am 10. August. Das Weiße Haus veröffentlichte eine Gästeliste „einiger der erwarteten Teilnehmer“, zu denen 4 Kongressmitglieder, 36 Diplomaten und 11 „Gemeindemitglieder“ gehörten. Zur Erleichterung derer, die solche Dinge beobachten, wurden auf der Liste keine amerikanischen Islamisten erwähnt. Es stellte sich allerdings heraus, dass „einige“ ein Ausweichmanöver war. Nachforschungen durch das „Investigative Project on Terrorism“ und andere wiesen nach, dass die veröffentlichte Liste die am Dinner teilnehmenden amerikanischen Islamisten nicht aufführte; zu diesen gehörte Haris Tarin vom Muslim Public Affairs Council, Mohamed Magid von der Islamic Society of North America und Awais Sufi von den Muslim Advocates.

(Ebenfalls erwähnenswert: Das Weiße Haus lud nicht einen einzigen Vertreter der zwölfköpfigen, nicht islamistischen Gruppe American Islamic Leadership Coalition ein, deren selbst gestellte Aufgabe es ist „die US-Verfassung zu verteidigen, religiösen Pluralismus zu unterstützen, die amerikanische Sicherheit zu schützen und echte Diversität in der Praktizierung unseres islamischen Glaubens zu pflegen“).

 

Zwei Täuschungen innerhalb von zwei Tagen lassen Gedanken über die Moral und gar die geistige Gesundheit des Personals des Weißen Hauses unter Barack Obama aufkommen. Glauben diese Geistesgrößen wirklich, dass sie mit derart fadenscheinigen Taschenspielereien davon kommen? Diese Täuschungen verlangen jede für sich schon eine Verurteilung; zusammen symbolisieren sie die Grundhaltung einer gescheiterten Administration, die sich wegen der schlechtesten Umfragewerte aller Zeiten (43,4% Zustimmung nach RealClearPolitics.coms Zusammenrechnung von Umfragen) in Panik befindet und versucht ihr Glück mit allen tauglichen und untauglichen Mitteln wiederzubeleben, selbst wenn ihre Unehrlichkeit sie Hohn und Spott aussetzen sollte. Im engeren Sinne zeigen die beiden Vorfälle den Bankrott der Nahost- und Islampolitik der Administration auf. Die Arroganz von 2009 ist geblieben; sie wird jetzt von Versagen und Verzweiflung gezügelt.

 

danielpipes.org – Von Daniel Pipes, The Washington Times
Originaltext: White House MischiefÜbersetzung: H. Eiteneier

 

One Response to “Unfug im Weißen Haus”

  1. Erich Foltyn Says:

    naja die Amerikaner sind ein Opfer ihrer Großmannssucht. Mit der Armee hat man wegen ein paar Terrorisiten versucht die ganze Welt zu beeindrucken, dabei kann man nicht gegen Gott mit Waffen kämpfen, gegen den Islam muss man eine geistige Auseinandersetzung führen (nicht in der Weise, daß ein Pastor einen Koran verbrennt und dafür wird er als böser Friedensstörer behandelt) und es war für mich unfaßbar, wie blöd die Länder sind. In Österreich haben sie 5 Jahre gebraucht, bis sie anerkannt haben, daß es ein „Integrationsproblem“ gibt, ein hochgeschraubtes Wort dafür, daß man sich überhaupt um etwas kümmert und damit fühlte man sich großartig gescheit und hat die Menschen belehrt, wie wichtig das sei. Dabei ist ja das Deutsch-Lernen nur das Mittel zum Zweck, damit man den Einwanderern die Werte des Westens erklären kann, weil der sog. Ungläubige ist ja nicht auf der Nudelsuppe daher geschwommen. Aber an die eigenen Werte glaubt hier niemand und in Amerika ist es nicht anders. Die wollen sich islamisieren, weil sie zu blöd sind, ihren Amerikanismus richtig zu verstehen. Und dabei haben sie die höchste Wissenschaft, aber wie ich schon vor langer Zeit sagte: Die Intelligenz der ganzen Welt erschöpft sich in dem Windows Betriebssystem. Links und rechts davon ist Leere, ich habe sogar beim Bosnien-Krieg CNN informiert, was ich aus dem Fernsehen wußte, weil das war viel mehr als die Beteiligten an Ort und Stelle wußten. Die haben sich alle benommen, wie wenn sie keine Ahnung gehabt hätten von ihrer eigenen Politik.


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