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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erzbischof Sako beklagt anhaltende Anschläge auf Christen 23. August 2011

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:16

Chaldäisch-katholischer Erzbischof von Kirkuk:

„Die Leute, die hinter den Attentaten stehen, wollen, dass es in der Erdölmetropole keine Christen mehr gibt“

 

Bagdad (kath.net/KAP):  Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, beklagt die anhaltenden Anschläge auf Christen im Irak. Er sei in tiefer Sorge über die Zukunft der Christen im Land, sagte Sako anlässlich der jüngsten Bombenanschläge auf christliche Kirchen in der nordirakischen Erdölmetropole. Seit Anfang August hatte es in Kirkuk Attentate auf ein syrisch-katholisches, ein presbyterianisches und ein syrisch-orthodoxes Gotteshaus gegeben.  Nach einem Besuch in der syrisch-orthodoxen Kirche St. Efrem, die in der Nacht zum Montag Ziel eines Anschlags war, berichtete der Erzbischof dem Pressedienst der Stiftung „Pro Oriente“ zufolge von einer tiefen Verunsicherung der Menschen. Sie stünden „unter Schock“ und fragten sich, warum gerade sie Opfer von Anschlägen würden. Die Christen spielten keine Rolle in der Politik, der einzige Grund der Anschläge bestünde daher laut Sako darin, „dass wir Christen sind. Vielleicht wollen die Leute, die hinter den Attentaten stehen, dass es in der Stadt keine Christen mehr gibt.“

 
Noch Anfang August war eine syrisch-katholische Kirche attackiert worden, dabei wurde mehr als ein Dutzend Menschen verletzt. In der Folge verließen fünf christliche Familien Kirkuk, so Sako. Insgesamt seien in den letzten 30 Jahren „tausende christliche Familien“ aus der Stadt emigriert. Wörtlich meinte der chaldäisch-katholische Erzbischof: „Der Exodus der Christen geht weiter.“ Der Gouverneur der Provinz habe ihm versprochen, dass die Regierung die Bewachung der Kirchen verbessern und für die Reparatur der Schäden aufkommen werde, so Sako. Aber auf lange Sicht seien solche Maßnahmen zu wenig, die Sorgen der Christen hätten offensichtlich keine Priorität für die Regierung in Bagdad: „Was können wir Christen tun? Wie sollen wir für die Zukunft planen?“ {Quelle: www.kath.net}

 

 

 

Hoffnung und Angst unter den Christen

 

Erstkommunion in Bagdad – Anschläge auf Kirchen in Kirkuk

 

Trotz der nach wie vor gefährlichen Sicherheitslage im Irak haben im Juli über 40 Kinder in der Hauptstadt Bagdad ihre erste heilige Kommunion gefeiert. Für Christen ist es nach wie vor lebensgefährlich, auf den Straßen der irakischen Hauptstadt gesehen zu werden. Darum musste die Pfarrgemeinde einen Bus mieten, um die Kinder zum Kommunionunterricht und zur Kirche zu fahren. Ein junger Priesterseminarist aus Bagdad, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss, hat die Kinder während seiner Ferien unterrichtet und schickte dem weltweiten „Kirche in Not“ einige Fotos von den Vorbereitungen auf die Erstkommunion.

 

Er berichtet, die Kinder hätten mit “großem Ernst und voller Freude” auf den Empfang des Leibes Christi hingearbeitet. Zur schwierigen Situation der Christen in Bagdad sagte er: “Dies ist unsere Heimat und wir lassen uns nicht vertreiben!” Die Erstkommunionkinder seien eine “Saat des Friedens” für den Irak. “Christus ist unser Frieden und unsere Hoffnung, seine Botschaft kann unsere Gesellschaft verändern”, betonte der Priesterseminarist. Seit dem Einmarsch der “Koalition der Willigen” in den Irak im Jahr 2003 waren die Christen zwischen die Fronten eines blutigen Bürgerkriegs zwischen sunnitischen und schiitischen Milizen geraten. Kirchenvertreter hatten dabei stets betont, dass sie sich in diesem Konflikt als neutrale Vermittler sehen und mit ganzer Kraft an einem friedlichen demokratischen Irak mitarbeiten wollen.

 

Dennoch kommt es im Land immer wieder zu Terroranschlägen auf christliche Einrichtungen. Allein in diesem Monat gab es drei Angriffe auf Kirchen in der nordirakischen Stadt Kirkuk. Dabei wurden mindestens 13 Menschen verletzt sowie die Kirchen- und umliegenden Gebäude schwer beschädigt. Am vergangenen Montag, 15. August, war die syrisch-katholische „St. Ephraim-Kirche“ in Kirkuk Ziel eines Autobombenanschlags. Verletzt wurde niemand, da das Sicherheitspersonal der Kirche rechtzeitig ein verdächtiges Fahrzeug ausmachte und sich und den Priester der Pfarrei retten konnte. Aus Angst verlassen viele Christen ihre Heimat. Erzbischof Louis Sako aus Kirkuk berichtet, dass in den vergangenen zwei Wochen fünf Familien weggezogen seien. Doch die Regierung nehme die Sorgen der Christen nicht ernst. Es seien zwar Wachen für die Kirchen versprochen worden, so Erzbischof Sako weiter, aber niemand könne garantieren, dass es keine weiteren Explosionen gibt.

 

Kirche in Not unterstützt die Friedensarbeit der irakischen Bischöfe und hilft dabei, die Seelsorge in den bedrängten Pfarreien des Landes aufrecht zu erhalten. Wir bitten weiterhin unsere Unterstützer um das Gebet für die Christen im Irak und um Spenden für die dortige Kirche.

 

 

Angst vor einem zweiten Irak

 

Mitarbeiter des überkonfessionellen Hilfswerks Open Doors konnten jüngst Christen in Syrien besuchen und mit ihnen über ihre Situation inmitten der anhaltenden Protestbewegung sprechen. Dabei wurde vor allem die Furcht der christlichen Minderheit deutlich, Syrien könnte zu einem zweiten Irak werden. Dort droht die Gemeinde Jesu auszusterben. „Kirchenleiter wollen neutral bleiben und sind sehr zurückhaltend in der Kommentierung der seit fünf Monaten anhaltenden Protestbewegung und dem Vorgehen der Regierung“, berichtet ein Open Doors-Mitarbeiter. „Sie baten uns, nicht alles zu glauben, was in westlichen Medien berichtet wird. Genauso, wie sie nicht allem trauen, was syrische Medien melden“. Eine freie Presse gebe es in dem Land nicht, doch werde auf beiden Seiten unausgewogen berichtet.

 

Bedrohte Freiheit: Christen verschiedener Konfessionen versicherten, dass sie für Versöhnung und die Wiederherstellung der Ordnung in Syrien beten. An Protesten beteiligten sie sich nicht. Die Kirche in Syrien, mit rund 1,9 Millionen Christen die zweitgrößte christliche Minderheit im Nahen Osten, ist in einer sensiblen Lage: Christen waren bislang etablierter Teil der Gesellschaft und fühlten sich sicher. Religiösen Minderheiten wurden deutlich mehr Freiheiten gelassen als in anderen arabischen Staaten. Es gibt in Syrien keine offizielle Staatsreligion, wohl aber muss der Präsident Muslim sein. Verfassungsrechtlich wird anderen Religionsgruppen die Freiheit garantiert, ihre Religion auszuüben und ihre Gottesdienste zu feiern. Das Evangelium darf jedoch nicht an Muslime weitergegeben werden. Muslime, die Christen geworden sind, können familiären Druck aufgrund ihrer Hinwendung zum Christentum erfahren. Wenngleich sich auch syrische Christen politische Reformen wünschen, fürchten sie, im Fall eines Umsturzes als erstes ins Visier von Islamisten zu geraten, gelten sie doch als Unterstützer der alevitischen Assad-Regierung. Denn eine Öffnung der Gesellschaft würde auch radikalen Kräften mehr Spielraum geben. Das könnte zur Folge haben, dass sie gegen die christliche Minderheit als schwächstes Glied der Kette vorgehen würden. „Wir wollen nicht, dass es uns ähnlich ergeht wie den Christen im Irak“, sagten einheimische Gemeindeleiter gegenüber Open Doors. Unter dem Regime Saddam Husseins lebten Christen in relativem Frieden. Doch heute sind sie dem Terror islamischer Extremisten ausgesetzt, die das Land offenbar von „Ungläubigen“ säubern wollen.

 

Besorgniserregende Vorzeichen? Infolge der andauernden Protestbewegung gegen Machthaber Assad kam es auch sporadisch zu Feindseligkeiten gegen Christen und andere religiöse Minderheiten. So wurde von anti-christlichen Parolen („Alle Christen in den Libanon“) auf Schildern bei Demonstrationszügen berichtet. In einem überwiegend von Christen bewohnten Dorf forderten radikale Muslime die Christen auf, den Freitag statt den Sonntag als „heiligen Tag“ zu feiern. Auch wurden Christen unter Druck gesetzt, Landstücke an Muslime statt an Christen zu verkaufen. Wenngleich diese Vorfälle zu Unruhe unter Christen geführt haben, wird derzeit noch keine gezielte Verfolgung aufgrund ihres Glaubens beobachtet. Doch scheinen dies besorgniserregende Vorzeichen zu sein.

 

Gestärkter Glaube: Inmitten dieser unsicheren Zeit gibt es auch Zeichen der Hoffnung. So berichtete Leah, eine junge syrische Christin, wie wichtig ihr in den vergangenen Monaten das Gebet geworden ist: „Ich sah Christen, die zusammen für ihr Land fasteten und beteten, und ich verstand: Dies ist der Leib Jesu. Mein Glaube wurde gestärkt, denn ich bin nicht allein. Ich habe gelernt, Syrien noch mehr zu lieben und nicht nur für mich selbst zu beten, sondern auch für meine Landsleute“. {Quelle: www.opendoors-de.org}

 

 

Christ im Irak enthauptet

Gläubige im ganzen Land sind über diesen Mord entsetzt

 

Die Ermordung eines Christen in der nordirakischen Stadt Kirkuk hat Entsetzen unter den Gläubigen im Land ausgelöst. Der Arbeiter war in der Nacht von Freitag auf Samstag entführt worden und wurde am vergangenen Montag enthauptet und verstümmelt aufgefunden, nachdem es seiner mittellosen Familie nicht gelungen war, die geforderten 70 000 Euro Lösegeld aufzutreiben. Gewalt gegen Christen ist im Irak an der Tagesordnung. Nach Angaben der katholischen Kirche kamen seit 2003 im Irak etwa 2000 Christen gewalttätig ums Leben, dutzende Anschläge auf Kirchen wurden verübt sowie sechs Priester und ein Erzbischof ermordet. Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT sagte der chaldäisch-katholische Erzbischof von Kirkuk, Louis Sako, er bewundere den anhaltend starken Glauben seiner Gemeinde trotz aller Gewalt. “In all den Jahren habe ich trotz der vielfältigen Drohungen nie gehört, dass auch nur ein einziger Christ zum Islam konvertiert ist”, betonte Sako. Dagegen kämen regelmäßig Muslime in seine Kirche, die sich taufen lassen wollen. “Aber sie zu taufen, ist mir nicht erlaubt. Das ist keine Religionsfreiheit!”

 

Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, sagte: “Der Mord sollte uns Christen einschüchtern. In Zukunft wird nun jeder sofort Lösegeld zahlen.” Warda vermutet hinter der Tat Islamisten und forderte die muslimischen Geistlichen im Irak auf, ihren Gläubigen klarzumachen, dass ein solcher Mord ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Glauben sei. “Es darf nicht sein, dass in einigen Moscheen immer noch Hass gegen Andersgläubige gepredigt wird”, betonte Warda. Der syrisch-katholische Erzbischof von Mossul, Boutros Moshe, sagte gegenüber KIRCHE IN NOT dagegen, er glaube nicht, dass direkte religiöse Motive hinter der Gewalt im Land steckten. Vielmehr gehe es den kriminellen Banden vor allem um Geld. Moshe räumte jedoch ein, dass die Banditen von radikalen politischen Strömungen instrumentalisiert werden könnten. “Manche sagen sogar, die Kriminellen werden von den Parteien bezahlt”, berichtete er.

 

Eine Delegation von KIRCHE IN NOT befindet sich zurzeit im Irak, um sich über die Situation der Kirche im Land zu informieren. Im Gespräch mit dem Hilfswerk bezweifelten sämtliche befragten irakischen Christen, dass der interreligiöse Dialog mit den Muslimen Früchte tragen werde.  Ein Priester, der aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden möchte, sagte nach dem Mord: “Die Muslime sprechen mit uns ständig über ein ‘friedliches Zusammenleben’. Doch dann geschieht so etwas und kein muslimischer Geistlicher verurteilt den Mord. Was sollen wir davon halten?” Ein anderer Priester fügte hinzu: “Den interreligiösen Dialog gibt es nicht. Wenn wir mit muslimischen Führern sprechen wollen, kommen sie, predigen und gehen wieder. Aber sie hören uns nicht zu.”

 

“Wir sind nur sicher vor den Muslimen, wenn wir ihnen zeigen, dass wir die Kontrolle haben”, meinte der Bürgermeister einer christlichen Siedlung gegenüber KIRCHE IN NOT. Die Christen seines nahe der nordirakischen Terroristenhochburg Mossul gelegenen Dorfes schützen sich durch Betonmauern, Straßensperren und bewaffnete Wachen gegen Terroristen und Kriminelle. “Bewaffnete Banden sind ein großes Problem in Mossul und Umgebung”, sagte der Bürgermeister. “Wir vermuten, dass es politische Strömungen im Irak gibt, die diese Verbrecher dafür bezahlen, dass sie Jagd auf Christen machen.” Er stimme Erzbischof Warda darin zu, dass in manchen irakischen Moscheen immer noch Intoleranz gepredigt werde. “Wenn ich das Christentum verlasse, würde mich niemand verfolgen und mir den Kopf abschlagen. Das ist der Unterschied zum Islam.”  Wie dramatisch und unübersichtlich die Lage für die Menschen im Irak zum Teil ist, zeigen Berichte eines aktuellen Anschlags in Kirkuk. Am Morgen des 19. Mai sind in der Stadt Sprengsätze vor einer Polizeistation explodiert, dabei kamen mindestens 27 Menschen ums Leben. {Quelle: www.kirche-in-not.de}

 

5 Responses to “Erzbischof Sako beklagt anhaltende Anschläge auf Christen”

  1. Saphiri Says:

    Aus Angst verlassen viele Christen ihre Heimat.“

    Segne Du, Maria, jeden, der da ringt, der in Angst und Schmerzen
    dir ein Ave bringt. Reich ihm deine Hände, dass er nicht erliegt,
    dass er mutig streitet, dass er endlich siegt.

    O Maria Muttergottes, Miterlöserin der ganzen Menschheit bitte für sie.

    In Gottes Hand legen wir Ihr Leid.

    http://www.kathtube.com/player.php?id=17918

  2. […] Erzbischof Sako Beklagt Anhaltende Anschläge Auf Christen 23. August 2011 Einsortiert unter: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:16 […]

  3. Saphiri Says:

    Wir müssen uns endlich nachhaltig vom Erdöl – zumindest aus islamischen Ländern, unabhängig machen.

  4. G* Says:

    Da muss man aber zuerst erfinden:wie man ohe Erdöl mit Autos ectr. fährt!!!

  5. Am Anfang war der Wasserstoff (Hoymar von Dithfurt), der dusselige Wissenschaftler fragte sich natürlich nicht, wer den Wasserstoff schuf, aber egal, mit Wasserstoff fahren die Autos auch und mit Tesla – Energie, man muss nur wollen und autark werden.


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