kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Neues Misstrauen zwischen Ägypten und Israel 21. August 2011

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 12:32

Während Israelis und Palästinenser wieder die Waffen sprechen lassen, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Israel und Ägypten. Kairo droht mit der Abberufung seines Botschafters.

 

Tel Aviv/Kairo/Gaza/Ramallah: Die Serie blutiger Anschläge im Süden Israels hat neue Gewalt und schwere diplomatische Spannungen zwischen Ägypten und Israel ausgelöst. Kairo drohte mit dem Abzug seines Botschafters aus Tel Aviv. Die Arabaische Liga will morgen nach massiven israelischen Vergeltungsangriffen zu einer Krisensitzung in Kairo zusammenkommen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas forderte heute eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in New York. Die im Gazastreifen herrschende radikalislamische Hamas kündigte den seit Anfang 2009 bestehenden Waffenstillstand auf. Bei den israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden nach palästinensischen Angaben seit Donnerstagabend 14 Menschen getötet und etwa 45 verletzt. Extremisten feuerten im Gegenzug israelischen Medienberichten zufolge etwa 45 selbst gebaute Raketen und Granaten Richtung Israel ab. Dabei sollen mindestens elf Menschen verletzt worden sein. Alle Bewohner in Orten in der Nähe des Gazastreifens wurden aufgefordert, sich immer in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten.

 

Israels Entschuldigung ist „ungenügend“: Ein Sprecher des ägyptischen Außenministeriums wies eine mündliche Entschuldigung Israels für den Tod mehrerer Grenzpolizisten als ungenügend zurück. „Wir fordern eine formelle Entschuldigung“, sagte der Sprecher, der seinen Namen nicht veröffentlicht haben wollte. Israels Geschäftsträger werde zudem in Kürze in das Außenministerium einbestellt. Dabei werde die Regierung ihren „scharfen Protest“ über den Tod der Grenzschützer äußeren. Damit korrigierte er frühere Angaben der Regierung, den ägyptischen Botschafter aus Tel Aviv abzuziehen. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hatte zuvor sein Bedauern über den Tod der Ägypter geäußert. „Israel bedauert den Tod der ägyptischen Polizisten während des Terrorangriffs gegen Israel“, zitierte die Zeitung „Jerusalem Post“ Barak. „Der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten ist sehr wichtig und hat strategische Bedeutung für die Stabilität des Nahen Ostens“, habe der Minister weiter betont.

 

Die Ägypter waren den Berichten zufolge getötet worden, als israelische Sicherheitskräfte Attentäter nach den blutigen Anschlägen im Süden Israels an der Grenze zu Ägypten verfolgten. Bei den Anschlägen nördlich von Eilat hatten mutmaßlich palästinensische Terroristen 8 Israelis getötet und 31 weitere verletzt. Ägyptens Ministerpräsident Essam Scharaf drohte Israel wegen des Todes der Grenzpolizisten mit Konsequenzen. „Das Blut der Ägypter ist zu wertvoll, als dass es ohne Antwort vergossen werden dürfte“, schrieb Scharaf im sozialen Netzwerk Facebook. Was vor der ägyptischen Revolution noch akzeptiert worden sei, könne nach der Revolution nicht mehr hingenommen werden. Vor der israelischen Botschaft in Kairo demonstrierten tausende Menschen und forderten die Ausweisung des israelischen Botschafters.

 

Am Donnerstag unmittelbar nach den Anschlägen im Süden Israels hatte Barak Ägypten eine Mitschuld gegeben. „Die Angriffe sind ein Beweis für die mangelnde Kontrolle der Ägypter auf der Sinai-Halbinsel und das Erstarken terroristischer Gruppen dort“, hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums. Unter den Toten im Gazastreifen sollen sich auch zwei führende Mitglieder der besonders radikalen Gruppe Volkswiderstands-Komitee (PRC) befinden. Nach israelischen Angaben wurden die beiden gezielt getötet. Diese Organisation dementierte jedoch, etwas mit den Terroranschlägen in Israel zu tun zu haben. {Quelle: www.handelsblatt.com}

 

 

Nach palästinensischen Angriffen: Israel verhaftet über hundert Hamas-Mitglieder

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben 120 Extremisten der radikalen Hamas-Bewegung im Westjordanland verhaftet, meldet AFP am Sonntag.

 

Am Vortag hatten sich die „Salahiddin-Brigaden“, der paramilitärische Flügel der palästinensischen Organisation „Komitees des Volkswiderstandes“, zum Beschuss der israelischen Stadt Beer-Sheva mit Grad-Raketen bekannt. Bei dem Angriff wurde ein Mensch getötet und zwölf weitere verletzt. Die Lage im Gaza-Streifen und den angrenzenden Gebieten im Südwesten Israels hat sich nach einer Anschlagsserie am Donnerstag im südisraelischen Badeort Eilat an der Grenze zu Ägypten verschärft. Eine Gruppe von Extremisten hatte zwei Busse unter Beschuss genommen. Ein israelischer Streifenwagen fuhr auf eine gelegte Bombe auf und explodierte. Die Terrorangriffe forderten insgesamt acht Tote. Einige der Angreifer wurden von den israelischen Sicherheitskräften getötet. {Quelle: www.de.rian.ru}

 

Der ägyptische Held Ahmad Elschahat, der die israelische Flagge entfernte und die Ägyptische flattern ließ!

 

 

 

 

Vergeltung für Terrorserie: 13 Menschen sterben bei israelischen Angriffen in Gaza

Nach den blutigen Terroranschlägen bei Eilat schlägt Israel hart zurück. Im Gazastreifen erleben die Menschen die zweite Bombennacht in Folge. Israel wird unterdessen mit Kleinraketen beschossen.

 

Bei israelischen Vergeltungsangriffen für die Terrorserie im Süden des Landes sind nach palästinensischen Angaben bisher 13 Menschen im Gazastreifen getötet worden. In der zweiten Bombennacht in Folge starben nach Angaben des medizinischen Notdienstes aus der Nacht zum Samstag fünf Menschen. Mindestens 21 Bewohner des Gebiets wurden seit Donnerstag verletzt. Zugleich schlugen in den israelischen Gebieten um den Gazastreifen neuen Medienberichten zufolge mindestens 33 selbst gebaute Raketen und Geschosse ein. Zehn Israelis sollen dabei verletzt worden sein, zwei von ihnen schwer. Nach israelischen Angaben konnte das neue Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ mehrere der Geschosse noch vor dem Einschlag zerstören. Palästinenser und Israelis erklärten, lediglich jeweils auf Angriffe des Gegners zu reagieren. Unter den Toten im Gazastreifen sollen sich auch zwei führende Mitglieder der besonders radikalen Gruppe „Volkswiderstands-Komitee“ (PRC) befinden. Nach israelischen Angaben wurden die beiden gezielt getötet. Diese Organisation dementierte jedoch, etwas mit der Serie von Terroranschlägen am Vortag im Süden Israels zu tun zu haben.

 

Hamas stellt offenbar Waffenruhe infrage: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte laut Medienberichten, die bisherigen Angriffe und die Tötung der PRC-Mitglieder seien nur der Anfang der israelischen Reaktion auf die Anschläge, bei denen am Freitag mutmaßlich Palästinenser acht Israelis getötet und 31 verletzt hatten. Im Hamas-Hörfunk hieß es, der bewaffnete Arm der Extremistengruppe fühle sich nach den israelischen Angriffen nicht mehr an die seit zwei Jahren bestehende Waffenruhe gebunden. „Es gibt keine Feuerpause mit dem Feind mehr“, hieß es. Seit dem Ende des Kriegs zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen Anfang 2009 galt de facto eine Waffenruhe zwischen beiden Seiten. Ein Hamas-Sprecher erklärte später, die Hörfunk-Erklärung sei nicht die offizielle Hamas-Position.

 

Ägypten zieht Botschafter ab: Unterdessen erhöht Ägypten nach dem Tod von fünf Grenzwächtern den diplomatischen Druck auf Israel. Das Kabinett in Kairo entschied nach eigenen Angaben am Samstag, den Botschafter aus Israel abzuziehen, bis eine Entschuldigung Israels und die Ergebnisse einer offiziellen Untersuchung des Todes der Wächter vorlägen. Der Botschafter solle solange nicht auf seinen Posten zurückkehren, bis die israelischen Behörden sich für die voreiligen und bedauerlichen Erklärungen entschuldigten, hieß es weiter. {Quelle: www.stern.de}

 

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