kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Kirche und die Abrissbirnen 21. August 2011

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 14:17

Rechtzeitig vor dem Papstbesuch bereiten deutsche Theologen und Politiker den Abriss der katholischen Kirche vor: Mit offenen Briefen und Petitionen rufen sie nach der Abschaffung des Zölibats – und fordern so das Ende des katholischen Abenteuers.

 

Jetzt staksen sie herum, die deutschen Katholiken-Funktionäre und Gremienrebellen, mit hochgereckten Hälsen, und krähen „Umsturz“ und „Neuanfang“ und wollen die ganz neue Hackordnung im Hühnerhof. Und natürlich: „Aus Sorge“. Vor einigen Tagen haben prominente Bundestagsabgeordnete der CDU in einem offenen Brief „aus Sorge“ vor dem mangelnden Priesternachwuchs die Zulassung von verheirateten „vir probati“ zum Priesteramt gefordert und nebenbei den Vatikan als verknöcherte, handlungsunfähige Bastion Ewiggestriger geschmäht. Fernziel: die Abschaffung des Zölibats.

 

„Moralischer Rigorismus“: Nur eine Woche später folgte ein Brief von 144 Theologen, die, na klar, die Aufhebung des Zölibats fordern, die Priesterweihe für Frauen, Beteiligung der Basis an der Wahl der Bischöfe und der Pfarrer, den Segen für schwule Lebensgemeinschaften, und vor allem ein Ende des „moralischen Rigorismus“. Um mit den Politikern zu beginnen. Zweifellos ist die Zahl der Priesteranwärter dramatisch zurückgegangen. Noch dramatischer aber ist der Rückgang der Gottesdienstbesucher, womöglich, weil sie in der Kirche immer weniger jenes Geheimnis spüren, jene Gegenwelt aus Liturgie und Demut und Wandlung, die sie früher in Bann geschlagen hat. Ist da vielleicht zu viel Aufklärung, zu viel gewöhnliches Tageslicht im Andachtsraum? Man sollte nicht vergessen, liebe Reformpolitiker: Am dramatischsten ist der Gläubigenverlust bei den Protestanten, und die haben doch alles, was das profane Herz begehrt, verheiratete Priester und geschiedene Bischöfinnen, schwule Lebensgemeinschaften in Pfarrhäusern und Laienbeteiligung, und ganz viel Verständnis.

 

Öfter mal hinknien: Nun zu den Theologen: Warum ausgerechnet ein Ende des „moralischen Rigorismus“ ein probates Mittel gegen die winzig kleine Minderheit pädophiler Priester sein soll, erschließt sich nicht so recht. Sollte die moralische Sperre nicht eher noch viel rigoroser sein? Würden sich Pädophile mit einer weniger rigiden Moral eher dem Briefmarkensammeln zuwenden als sich an Schutzbefohlenen auszutoben? Wie wär’s, wenn sich Politiker und Theologieprofessoren wieder einmal als einfache Katholiken begreifen würden? Wenn sie sich weniger mit Politik beschäftigten und sich stattdessen öfter mal hinknieten, das Haupt senkten, den Rosenkranz beteten und um göttliche Gnade und Einsicht bäten. Wenn sie weniger von Rechten sprächen, als von Pflichten, zu der auch die Gehorsamspflicht gehört. Und in den Vordergrund brächten, worum es geht, nämlich um die Liturgie, um die Sakramente, um die Beichte, um all das, was den Katholizismus im Kern ausmacht.

 

Die Großoffensive gegen den Zölibat wird mit einem Memorandum untermauert, das der damals konzilsbewegte Professor Joseph Ratzinger 1970 mit vielen anderen unterzeichnet hat. Darin wird mit der Idee einer Freiwilligkeit des Zölibats für den Fall „allerhöchster Not“ gespielt. Doch einige Jahre später, 1977, war der Erzbischof Joseph Ratzinger zur Einsicht gekommen: „Wenn der Zölibat der Weltpriester nicht eine gemeinschaftliche kirchliche Form ist, sondern eine private Entscheidung, dann verliert er seinen wesentlichen theologischen Gehalt. Dann ist er nicht mehr zeichenhafter Verzicht um des im Glauben übernommenen Dienstes willen, sondern Eigenbrödlerei, die deshalb mit gutem Grund verschwindet“. Das ist klar, das ist deutlich, das macht Sinn.

 

Verbissener Kampf: Die Verbissenheit jedoch, mit der sich jeder kirchliche Kampf immer wieder auf den Zölibat versteift, macht deutlich, wie wichtig er als Wesensmerkmal der katholischen Kirche offenbar ist. Mit Recht. Der Zölibat ist ein Zeichen. Er unterscheidet den katholischen Priester von seinen protestantischen Kollegen und macht deutlich, dass er sichtbar die monastische Existenz im Alltag gewählt hat und damit eine antibürgerliche Gegenwelt inmitten der unsrigen. Er ist eine Provokation. „Kein Lippen- sondern ein Lebensbekenntnis“, wie Manfred Lütz („Gott. Eine Geschichte des Größten“) in der „Tagespost“ schrieb.

 

Der zölibatäre Priester lebt im Angesicht des Heiligen. Er ist nicht der Kumpel, den man in der Kneipe trifft. Er ist die auratische Respektsperson, der man aus einer Andachtsdistanz heraus begegnet. Wollen wir das aufgeben für die ganz gewöhnlichen Klarsichtfolien-Betriebsnudeln, denen man in Bundestagsausschüssen oder auf Kirche-von-unten-Flohmärkten begegnen kann? Merkwürdigerweise respektieren wir Mahatma Ghandi, der ein dem Zölibat entsprechendes Gelübde abgegeben hat. Ebenso den ehelosen Dalai Lama. Aber dem katholischen Priester wollen wird ständig geregelte Triebabfuhr verordnen, weil alles andere unnatürlich sei. Dabei hat doch jede Religion ihre spirituellen Höchstleistungssportler, wie Rüdiger Safranski einmal feststellte. Wir sollten, um des Heils unserer Kirche willen, das ja auch in ihrem antimodernen Mysterium besteht, diese Höchstleistungsartisten und Entsagungskünstler stützen, wo es nur geht – statt ihnen ständig die Ohren vollzublöken damit, was sie alles verpassen.

 

Die geistliche Anstrengung und Askese, die uns unsere Priester vorleben, wird nicht mit Goldmedaillen oder Schlagzeilen belohnt, obwohl sie doch wohl um einiges bedeutsamer ist für unser Heil als eine neue Rekordzeit im 800-Meter-Lauf. Wir sollten ihnen wenigstens mit unserem Respekt danken. Weil sie uns allen, mitten im Alltag, eine Ahnung geben, dass es im Leben um mehr gehen kann als darum, sich den Wanst vollzuhauen.

{Quelle: Spiegel online: Ein Debattenbeitrag von Matthias Matussek}

 

 

 Wie Kirche sich selbst versenkt

Die einzigen, die angesichts eines solchen Papiers erschrecken müssen, sind die Bischöfe dieser Theologen!

 

Rom (kath.net/DieTagespost): Das Memorandum, mit dem ein guter Teil der deutschsprachigen Theologenschaft den Prozess innerkirchlicher Selbstbeschäftigung nochmals anzukurbeln versucht, wird gläubige Katholiken nicht erschrecken. Es entlarvt sich selbst. Dümmlich im Stil, soziologisch in der Argumentation und protestantisch eingefärbt enthält es nichts, was mit dem wirklichen Leben zu tun hätte sowie mit dem, woran die Kirche tatsächlich leidet: einer tiefen Krise des Glaubens. Selbst der Skandal, der am Anfang dieser pseudo-theologischen Turnübung stand, ist letztlich Ausdruck einer Glaubenskrise: Hätten die Geistlichen, die sich an Schutzbefohlenen vergangen haben, mit den Augen des Glaubens und der Liebe auf die Kinder und Jugendlichen geschaut, hätten sie diese nie missbraucht. Was die Kirche in den deutschsprachigen Landen braucht, sind Beter, ist ein vertieftes Leben aus den Sakramenten, sind Ehrfurcht und Andacht vor dem Herrn und eine große Liebe zur Mutter Kirche. Zu all dem haben die Unterzeichner des Memorandums nichts zu sagen. Stattdessen fordern sie schon in Punkt drei den Aufbau einer kirchlichen Verwaltungsgerichtsbarkeit. Bald ist Karneval und man darf jetzt schon herzhaft lachen.

 

Die einzigen, die angesichts eines solchen Papiers erschrecken müssen, sind die Bischöfe dieser Theologen. Denn sie sind die Hüter und Verkünder des Glaubens und tragen die Verantwortung dafür, wer die nachwachsenden Generationen von Theologen und Religionspädagogen ausbildet. Man darf nicht vergessen, dass es die Theologenzunft war, die in Deutschland dafür gesorgt hat, dass die Weitergabe des katholischen Glaubens im schulischen Religionsunterricht völlig in sich zusammengebrochen ist – von als heroisch zu bezeichnenden Ausnahmefällen einmal abgesehen. Es ist zwar so, dass die katholische Theologie in Deutschland aufgrund ihres Niveauverlusts im gesellschaftlichen Diskurs und in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr die geringste Rolle spielt. Die Zeiten großer theologischer Namen sind vorbei. Aber die Bischöfe wissen auch, welchen Einfluss es auf die nachwachsenden Generationen hat, wenn die akademischen Lehrer des Glaubens nicht mehr katholisch, sondern nur noch in „Strukturen“ denken und alles, was genuin christlich ist, dem weltlichen Denken anpassen. Nichts gegen diese Welt, und den Menschen in „gleichgeschlechtlichen Partnerschaften“ oder wiederverheirateten Geschiedenen kann man nur alles Gute wünschen. Auch für sie ist die Kirche da. Aber die katholischen Standards bis auf Weltniveau immer weiter herunterzubrechen, weil man den Mensch gewordenen Gott und sein Gesetz aus den Augen verloren hat, darf bei denen nicht geschehen, die im Namen dieses Gottes – „theo“ – von den überaus ordentlichen Bezügen eines Theologieprofessors leben.

 

Reform in der Kirche bedeutet, Überflüssiges und Störendes wegzunehmen, damit das Eigentliche wieder zum Vorschein kommt, Jesus Christus selbst, der in seiner Kirche so lebendig ist wie vor zweitausend Jahren unter seinen Aposteln. Wenn eine Theologenzunft nichts mehr taugt, weil sie schal geworden ist, wäre es an der Zeit, bei ihnen mit einer solchen Reform zu beginnen. {Ein Kommentar von Guido Horst / Die Tagestpost}

 

5 Responses to “Die Kirche und die Abrissbirnen”

  1. Sage ich es nicht schon immer, daß das Pfaffenpack an seinen Lügen, Morden, Kriegen und all den anderen schweren Untaten, untergehen wird?!
    Die Religionen und deren Vertreter, wie immer man diese Betrüger auch bezeichnen oder benennen will, haben mit Gott, der Schöpfungsmacht, so wenig zu tun, wie ein Maikäfer an einem Erdbeben schuld ist!
    Es dauert nicht mehr lange und die Christenverfolgung kommt auch nach Europa und auch nach Deutschland! Gott-sei-Dank!
    Das sollte nicht bedauert, sondern gefeiert werden!
    Auch hier werden die Christen, auch Judenchristen ganannt, schwer Federn und ihr Leben lassen! Diese Christen, habe ich nur als Heuchler, Lügner und Betrüger kennen gelernt und es ist höchste Zeit, daß da mit eisernem Besen ausgefegt wird!!!
    Wer mit der Schöpfungsmacht, die wir Gott nennen, reden will, der braucht nicht in ein extra dafür gebautes Gebäude zu gehen und auch noch dafür zu bezahlen und den Kuttenbrunsern den Beutel zu füllen, nein, das kann man zu jederzeit und bei jeder Gelegenheit tun.
    Es muß nur aus einem ehrlichen Herzen kommen und es wird einem geholfen werden.
    Unfehlbar sind wir alle nicht und das weiß die Schöpfungsmacht. Aber, wenigstens sollten wir versuchen, aus unseren Fehlern zu lernen.
    T.S.

    • Erich Foltyn Says:

      passen Sie nur auf, Sie können bald nicht mehr mit anderen Leuten in der Straßenbahn oder in einer Arztpraxis nebeneinander auf einer Bank sitzen. Und bald werden Sie Sich entpuppen als der Mufti von Teheran, der direkt seinen Auftrag vom Propheten Mohammed bezieht.

  2. Saphiri Says:

    Angebliche Christen wollen sich den Katholizismus der Kirche gefällig machen!

    So wie Hundertwasser den Hausbau bestimmt nach seinem Geschmack.
    So wie Hitler die Deutschen zu Ariern,
    So wie der Islam der Welt Frieden besorgt, wenn es nur noch den Islam gibt.
    ….

    • Saphiri Says:

      So wie der Islam der Welt Frieden besorgt, wenn es nur noch den Islam gibt.

      wenn es nur noch den Islam gibt??GRRR

      Der Islam lebt ja unter sich schon nicht den Frieden-wer andere tötet oder bestraft wie erlaubt im Islam -denn das steht ja im Islam -kann kein friede hervor kommen.

      Wenn der Dieb ohne Hände läuft hat er dann einen frieden in sich mit sich???GRRRR…

      oder wenn eine frau der Untreue bezichtig t wird erwiesen wird und gesteinigt-hat die Ihre familie Frieden??

      Ja Mr Saphiri bedaure so ganz mit dem Frieden funtioniert es aber nicht .

      da hat es sich einen Satzwurm eingefangen Mr.

      sorry versteh ich das Richtig Saphiri Sagt:
      22. August 2011 at 12:11

  3. Saphiri Says:

    friede

    sorry Friede


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